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    <title>Slow German</title>
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    <itunes:author>albanian_01</itunes:author>
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    <description>In this podcast, German podcaster Annik Rubens talks slowly about topics of everyday German life, from beergardens to recycling. More advanced German students can try to listen to her "Schlaflos in Muenchen" (Sleepless in Munich) podcast at www.schlaflosinmuenchen.com. More information on Slow German at www.slowgerman.com. You can read the complete transcript of each episode on this internet-site or in the ID3-Tags.</description>
    <itunes:summary>In this podcast, German podcaster Annik Rubens talks slowly about topics of everyday German life, from beergardens to recycling. More advanced German students can try to listen to her "Schlaflos in Muenchen" (Sleepless in Munich) podcast at www.schlaflosinmuenchen.com. More information on Slow German at www.slowgerman.com. You can read the complete transcript of each episode on this internet-site or in the ID3-Tags.</itunes:summary>
    <itunes:subtitle>A podcast for all those who try to brush up their German and want to learn about German culture and everyday life.</itunes:subtitle>
    <language>de-de</language>
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    <pubDate>Fri, 30 Oct 2009 12:17:14 -0700</pubDate>
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    <category>Language</category>
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      <title>Slow German #057: Halloween</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/25385489-Slow-German-057-Halloween</link>
      <description>Die Deutschen feiern gern. Das merkt man auch daran, dass sie Feste aus anderen L&#228;ndern gerne &#252;bernehmen. Ein Beispiel daf&#252;r ist Halloween. Halloween ist kein deutscher Brauch. Es wurde urspr&#252;nglich in Irland gefeiert und von den Iren nach Amerika gebracht. Dort ist es mittlerweile ein sehr wichtiges Fest geworden. Hier in Deutschland gibt es keine Halloween-Tradition. Dennoch wird Halloween von vielen Deutschen seit den 90er-Jahren gefeiert. Manche Deutsche veranstalten Halloween-Parties. Und manche Kinder gehen tats&#228;chlich von Haus zu Haus und sammeln S&#252;&#223;igkeiten. Manche Bars und Restaurants veranstalten ebenfalls Halloween-Parties, sie schm&#252;cken ihre R&#228;ume mit k&#252;nstlichen Spinnweben und Skeletten. Halloween geh&#246;rt einfach zum Herbst dazu, das merkt man auch an der Dekoration. Im Herbst machen wir eine K&#252;rbissuppe und stellen kleine Zier-K&#252;rbisse auf den Tisch, als Deko. Wir sammeln Kastanien und rote und gelbe Bl&#228;tter von B&#228;umen und arrangieren sie zu einem sch&#246;nen Bild. Manche D...</description>
      <itunes:subtitle>Die Deutschen feiern gern. Das merkt man auch daran, dass sie Feste aus anderen L&#228;ndern gerne &#252;bernehmen. Ein Beispiel daf&#252;r ist Halloween. Halloween ist kein deutscher Brauch. Es wurde urspr&#252;nglich in Irland gefeiert und von den Iren nach Amerika gebracht. Dort ist es mittlerweile ein sehr wichtiges Fest geworden. Hier in Deutschland gibt es keine Halloween-Tradition. Dennoch wird Halloween von vielen Deutschen seit den 90er-Jahren gefeiert. Manche Deutsche veranstalten Halloween-Parties. Und manche Kinder gehen tats&#228;chlich von Haus zu Haus und sammeln S&#252;&#223;igkeiten. Manche Bars und Restaurants veranstalten ebenfalls Halloween-Parties, sie schm&#252;cken ihre R&#228;ume mit k&#252;nstlichen Spinnweben und Skeletten. Halloween geh&#246;rt einfach zum Herbst dazu, das merkt man auch an der Dekoration. Im Herbst machen wir eine K&#252;rbissuppe und stellen kleine Zier-K&#252;rbisse auf den Tisch, als Deko. Wir sammeln Kastanien und rote und gelbe Bl&#228;tter von B&#228;umen und arrangieren sie zu einem sch&#246;nen Bild. Manche Deutsche h&#246;hlen auch K&#252;rbisse aus und stellen eine Kerze hinein &#8211; genauso wie in Amerika. Dennoch ist die Bedeutung von Halloween nicht gro&#223; in Deutschland. Wir haben andere Br&#228;uche, die alt sind und aus unserer Region stammen. Ein Brauch ist das Martinssingen. Am 11. November ziehen Kinder von Haus zu Haus und singen Lieder &#8211; als Belohnung bekommen sie S&#252;&#223;igkeiten oder Fr&#252;chte. Das ist ein katholischer Brauch, der dem von Halloween sehr nahe kommt &#8211; au&#223;er dass die Kinder an Halloween "S&#252;&#223;es oder Saures" rufen, anstatt zu singen. Beim Martinssingen tragen die Kinder selbstgebastelte bunte Laternen mit Lichtern darin. Das sieht im Dunkeln besonders sch&#246;n aus. Das bekannteste Lied ist "Ich geh mit meiner Laterne &#8211; und meine Laterne mit mir. Da oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir". Zum Martinstag am 11. November geh&#246;rt eine Geschichte, die an den Heiligen Martin erinnert. Er hatte seinen Mantel mit einem frierenden Bettler geteilt. Ein anderer wichtiger Brauch ist Allerheiligen am 1. November. Aber davon habe ich Euch schon in einer anderen Folge erz&#228;hlt. An Allerheiligen gedenkt man der Toten, daher ist es ein eher trauriger Feiertag. Deswegen sind Tanzveranstaltungen in katholischen Regionen verboten &#8211; ab Mitternacht. Halloween-Parties m&#252;ssen also ab Mitternacht ganz still sein. Ich selber bin zwar auf zwei Halloween-Parties eingeladen, werde aber nicht hingehen. Ich werde mich an Halloween nicht verkleiden und keine S&#252;&#223;igkeiten an Kinder verteilen. Ich werde mich aber auf den n&#228;chsten Tag freuen und darauf, an Allerheiligen meine Familie zu sehen. Wie macht Ihr es? Wie feiert man Halloween in Eurem Land? Wenn Ihr Lust habt, schreibt in die Kommentarfunktion auf slowgerman.com &#8211; in Deutsch oder Englisch.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Die Deutschen feiern gern. Das merkt man auch daran, dass sie Feste aus anderen L&#228;ndern gerne &#252;bernehmen. Ein Beispiel daf&#252;r ist Halloween. Halloween ist kein deutscher Brauch. Es wurde urspr&#252;nglich in Irland gefeiert und von den Iren nach Amerika gebracht. Dort ist es mittlerweile ein sehr wichtiges Fest geworden. Hier in Deutschland gibt es keine Halloween-Tradition. Dennoch wird Halloween von vielen Deutschen seit den 90er-Jahren gefeiert. Manche Deutsche veranstalten Halloween-Parties. Und manche Kinder gehen tats&#228;chlich von Haus zu Haus und sammeln S&#252;&#223;igkeiten. Manche Bars und Restaurants veranstalten ebenfalls Halloween-Parties, sie schm&#252;cken ihre R&#228;ume mit k&#252;nstlichen Spinnweben und Skeletten. Halloween geh&#246;rt einfach zum Herbst dazu, das merkt man auch an der Dekoration. Im Herbst machen wir eine K&#252;rbissuppe und stellen kleine Zier-K&#252;rbisse auf den Tisch, als Deko. Wir sammeln Kastanien und rote und gelbe Bl&#228;tter von B&#228;umen und arrangieren sie zu einem sch&#246;nen Bild. Manche Deutsche h&#246;hlen auch K&#252;rbisse aus und stellen eine Kerze hinein &#8211; genauso wie in Amerika. Dennoch ist die Bedeutung von Halloween nicht gro&#223; in Deutschland. Wir haben andere Br&#228;uche, die alt sind und aus unserer Region stammen. Ein Brauch ist das Martinssingen. Am 11. November ziehen Kinder von Haus zu Haus und singen Lieder &#8211; als Belohnung bekommen sie S&#252;&#223;igkeiten oder Fr&#252;chte. Das ist ein katholischer Brauch, der dem von Halloween sehr nahe kommt &#8211; au&#223;er dass die Kinder an Halloween "S&#252;&#223;es oder Saures" rufen, anstatt zu singen. Beim Martinssingen tragen die Kinder selbstgebastelte bunte Laternen mit Lichtern darin. Das sieht im Dunkeln besonders sch&#246;n aus. Das bekannteste Lied ist "Ich geh mit meiner Laterne &#8211; und meine Laterne mit mir. Da oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir". Zum Martinstag am 11. November geh&#246;rt eine Geschichte, die an den Heiligen Martin erinnert. Er hatte seinen Mantel mit einem frierenden Bettler geteilt. Ein anderer wichtiger Brauch ist Allerheiligen am 1. November. Aber davon habe ich Euch schon in einer anderen Folge erz&#228;hlt. An Allerheiligen gedenkt man der Toten, daher ist es ein eher trauriger Feiertag. Deswegen sind Tanzveranstaltungen in katholischen Regionen verboten &#8211; ab Mitternacht. Halloween-Parties m&#252;ssen also ab Mitternacht ganz still sein. Ich selber bin zwar auf zwei Halloween-Parties eingeladen, werde aber nicht hingehen. Ich werde mich an Halloween nicht verkleiden und keine S&#252;&#223;igkeiten an Kinder verteilen. Ich werde mich aber auf den n&#228;chsten Tag freuen und darauf, an Allerheiligen meine Familie zu sehen. Wie macht Ihr es? Wie feiert man Halloween in Eurem Land? Wenn Ihr Lust habt, schreibt in die Kommentarfunktion auf slowgerman.com &#8211; in Deutsch oder Englisch.</itunes:summary>
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      <pubDate>Fri, 30 Oct 2009 12:17:14 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #056: Jugendherberge</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/25163614-Slow-German-056-Jugendherberge</link>
      <description>Lernmaterial und mehr Infos unter www.slowgerman.com Eine Herberge ist eine Unterkunft, also ein Platz, wo man schlafen kann. Es ist so etwas &#228;hnliches wie ein Hotel. Eine Jugendherberge ist wie der Name schon sagt ein Hotel f&#252;r Jugendliche. Der Unterschied zu einem Hotel ist vor allem der Preis f&#252;r ein Zimmer. Meistens sind Jugendherbergen viel billiger. Oft gibt es Mehrbettzimmer, also Zimmer mit mehreren Betten darin. Es gibt einen Speisesaal und meistens auch sch&#246;ne Angebote f&#252;r Familien, also zum Beispiel einen Spielplatz oder ein Schwimmbad. Noch ein Unterschied zum Hotel: Die G&#228;ste m&#252;ssen ihre Betten selbst mit Bettw&#228;sche beziehen und vor Abreise wieder abziehen. Das macht im Hotel ein Zimmerm&#228;dchen. Handt&#252;cher muss der Gast selber mitbringen oder in der Jugendherberge mieten. Wie ist dieses Konzept entstanden? Die erste Jugendherberge entstand vor genau 100 Jahren, und zwar am 26. August 1909. Der Lehrer Richard Schirrmann war damals mit einer Schulklasse unterwegs. Er wollt...</description>
      <itunes:subtitle>Lernmaterial und mehr Infos unter www.slowgerman.com Eine Herberge ist eine Unterkunft, also ein Platz, wo man schlafen kann. Es ist so etwas &#228;hnliches wie ein Hotel. Eine Jugendherberge ist wie der Name schon sagt ein Hotel f&#252;r Jugendliche. Der Unterschied zu einem Hotel ist vor allem der Preis f&#252;r ein Zimmer. Meistens sind Jugendherbergen viel billiger. Oft gibt es Mehrbettzimmer, also Zimmer mit mehreren Betten darin. Es gibt einen Speisesaal und meistens auch sch&#246;ne Angebote f&#252;r Familien, also zum Beispiel einen Spielplatz oder ein Schwimmbad. Noch ein Unterschied zum Hotel: Die G&#228;ste m&#252;ssen ihre Betten selbst mit Bettw&#228;sche beziehen und vor Abreise wieder abziehen. Das macht im Hotel ein Zimmerm&#228;dchen. Handt&#252;cher muss der Gast selber mitbringen oder in der Jugendherberge mieten. Wie ist dieses Konzept entstanden? Die erste Jugendherberge entstand vor genau 100 Jahren, und zwar am 26. August 1909. Der Lehrer Richard Schirrmann war damals mit einer Schulklasse unterwegs. Er wollte acht Tage lang mit den Kindern wandern. In der ersten Nacht schliefen sie in der Scheune eines netten Bauern. In der zweiten Nacht allerdings tobte ein Gewitter und sie fanden lange keine Unterkunft. Schlie&#223;lich kamen sie endlich in der Dorfschule unter. Der Lehrer konnte nicht schlafen &#8211; also kam ihm die Idee, f&#252;r andere Wanderer eigene Herbergen einzurichten. Wenig sp&#228;ter richtete er die erste Jugendherberge ein. Die Idee setzte sich schnell durch: Schon 1932 gab es &#252;ber 2100 Jugendherbergen. Damals hatten sie noch gro&#223;e Schlafs&#228;le, in denen viele Kinder und Jugendliche zusammen in einem Raum schliefen. International werden die Jugendherbergen "Youth Hostels" genannt. Weltweit gibt es mittlerweile 4500 Jugendherbergen, in Deutschland sind es noch 550. Diese Jugendherbergen haben unterschiedliche Standards: Jugendherbergen der Kategorie 1 sind eher einfach eingerichtet, die Herbergen der Kategorie 4 bieten gehobenen Komfort, sind also besser eingerichtet und ausgestattet. Wichtig ist den Jugendherbergen, dass sie nicht nur eine Unterkunft sind. Sie stehen f&#252;r Frieden. Sie wollen, dass Jugendliche und Kinder viel reisen, um andere L&#228;nder und andere Menschen kennenzulernen und dadurch Toleranz zu lernen. In einer solchen Herberge verbringt man oft Zeit mit anderen G&#228;sten und lernt sich n&#228;her kennen. Oft werden Jugendherbergen genutzt, um mit einer ganzen Schulklasse zu reisen. Die Kinder d&#252;rfen zum Beispiel eine Woche lang Urlaub in einer Jugendherberge machen, anstatt in die Schule zu gehen. Daf&#252;r lernen sie vor Ort in der Jugendherberge mit ihrem Lehrer andere Dinge, zum Beispiel &#252;ber die Umwelt und Natur. Der Leiter der Jugendherberge wird auch heute noch oft "Herbergsvater" genannt. Und ein Klischee f&#252;r Jugendherbergen, das oft wahr ist, ist der st&#228;ndig aus einer gro&#223;en Kanne ausgeschenkte Tee. Wer in einer Jugendherberge &#252;bernachten m&#246;chte, muss nicht unbedingt ein Kind sein. Mittlerweile ist es m&#246;glich, auch als Erwachsener dort zu &#252;bernachten. Wichtig ist aber, ein Mitglied des Deutschen Jugendherbergswerk zu sein. Das ist die Organisation, zu der alle Jugendherbergen geh&#246;ren. Das Deutsche Jugendherbergswerk, kurz DJH, ist &#252;brigens ein eingetragener Verein. &#220;ber Vereine gab es schon eine Slow German-Folge, Ihr k&#246;nnt sie gerne nachh&#246;ren. Wer also in einer Jugendherberge &#252;bernachten m&#246;chte, muss Mitglied in dieser Organisation werden, und das kostet Geld, aber nicht viel. Momentan liegen die Betr&#228;ge zwischen 12,50 Euro und 21 Euro f&#252;r ein ganzes Jahr. Dazu kommt dann nat&#252;rlich der Preis f&#252;r eine &#220;bernachtung, das Fr&#252;hst&#252;ck ist immer mit dabei.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Lernmaterial und mehr Infos unter www.slowgerman.com Eine Herberge ist eine Unterkunft, also ein Platz, wo man schlafen kann. Es ist so etwas &#228;hnliches wie ein Hotel. Eine Jugendherberge ist wie der Name schon sagt ein Hotel f&#252;r Jugendliche. Der Unterschied zu einem Hotel ist vor allem der Preis f&#252;r ein Zimmer. Meistens sind Jugendherbergen viel billiger. Oft gibt es Mehrbettzimmer, also Zimmer mit mehreren Betten darin. Es gibt einen Speisesaal und meistens auch sch&#246;ne Angebote f&#252;r Familien, also zum Beispiel einen Spielplatz oder ein Schwimmbad. Noch ein Unterschied zum Hotel: Die G&#228;ste m&#252;ssen ihre Betten selbst mit Bettw&#228;sche beziehen und vor Abreise wieder abziehen. Das macht im Hotel ein Zimmerm&#228;dchen. Handt&#252;cher muss der Gast selber mitbringen oder in der Jugendherberge mieten. Wie ist dieses Konzept entstanden? Die erste Jugendherberge entstand vor genau 100 Jahren, und zwar am 26. August 1909. Der Lehrer Richard Schirrmann war damals mit einer Schulklasse unterwegs. Er wollte acht Tage lang mit den Kindern wandern. In der ersten Nacht schliefen sie in der Scheune eines netten Bauern. In der zweiten Nacht allerdings tobte ein Gewitter und sie fanden lange keine Unterkunft. Schlie&#223;lich kamen sie endlich in der Dorfschule unter. Der Lehrer konnte nicht schlafen &#8211; also kam ihm die Idee, f&#252;r andere Wanderer eigene Herbergen einzurichten. Wenig sp&#228;ter richtete er die erste Jugendherberge ein. Die Idee setzte sich schnell durch: Schon 1932 gab es &#252;ber 2100 Jugendherbergen. Damals hatten sie noch gro&#223;e Schlafs&#228;le, in denen viele Kinder und Jugendliche zusammen in einem Raum schliefen. International werden die Jugendherbergen "Youth Hostels" genannt. Weltweit gibt es mittlerweile 4500 Jugendherbergen, in Deutschland sind es noch 550. Diese Jugendherbergen haben unterschiedliche Standards: Jugendherbergen der Kategorie 1 sind eher einfach eingerichtet, die Herbergen der Kategorie 4 bieten gehobenen Komfort, sind also besser eingerichtet und ausgestattet. Wichtig ist den Jugendherbergen, dass sie nicht nur eine Unterkunft sind. Sie stehen f&#252;r Frieden. Sie wollen, dass Jugendliche und Kinder viel reisen, um andere L&#228;nder und andere Menschen kennenzulernen und dadurch Toleranz zu lernen. In einer solchen Herberge verbringt man oft Zeit mit anderen G&#228;sten und lernt sich n&#228;her kennen. Oft werden Jugendherbergen genutzt, um mit einer ganzen Schulklasse zu reisen. Die Kinder d&#252;rfen zum Beispiel eine Woche lang Urlaub in einer Jugendherberge machen, anstatt in die Schule zu gehen. Daf&#252;r lernen sie vor Ort in der Jugendherberge mit ihrem Lehrer andere Dinge, zum Beispiel &#252;ber die Umwelt und Natur. Der Leiter der Jugendherberge wird auch heute noch oft "Herbergsvater" genannt. Und ein Klischee f&#252;r Jugendherbergen, das oft wahr ist, ist der st&#228;ndig aus einer gro&#223;en Kanne ausgeschenkte Tee. Wer in einer Jugendherberge &#252;bernachten m&#246;chte, muss nicht unbedingt ein Kind sein. Mittlerweile ist es m&#246;glich, auch als Erwachsener dort zu &#252;bernachten. Wichtig ist aber, ein Mitglied des Deutschen Jugendherbergswerk zu sein. Das ist die Organisation, zu der alle Jugendherbergen geh&#246;ren. Das Deutsche Jugendherbergswerk, kurz DJH, ist &#252;brigens ein eingetragener Verein. &#220;ber Vereine gab es schon eine Slow German-Folge, Ihr k&#246;nnt sie gerne nachh&#246;ren. Wer also in einer Jugendherberge &#252;bernachten m&#246;chte, muss Mitglied in dieser Organisation werden, und das kostet Geld, aber nicht viel. Momentan liegen die Betr&#228;ge zwischen 12,50 Euro und 21 Euro f&#252;r ein ganzes Jahr. Dazu kommt dann nat&#252;rlich der Preis f&#252;r eine &#220;bernachtung, das Fr&#252;hst&#252;ck ist immer mit dabei.</itunes:summary>
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      <pubDate>Tue, 22 Sep 2009 01:01:41 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German Hinweis</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/25041272-Slow-German-Hinweis</link>
      <description>Die Sommerpause ist fast vorbei, bald gibt es wieder neue Folgen. Hier aber der Hinweis: Es gibt neues Lernmaterial f&#252;r alle Folgen au&#223;er 21-30.</description>
      <itunes:subtitle>Die Sommerpause ist fast vorbei, bald gibt es wieder neue Folgen. Hier aber der Hinweis: Es gibt neues Lernmaterial f&#252;r alle Folgen au&#223;er 21-30.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Die Sommerpause ist fast vorbei, bald gibt es wieder neue Folgen. Hier aber der Hinweis: Es gibt neues Lernmaterial f&#252;r alle Folgen au&#223;er 21-30.</itunes:summary>
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      <pubDate>Sat, 29 Aug 2009 06:00:07 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #055: Fernsehen</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/24777793-Slow-German-055-Fernsehen</link>
      <description>Toshada und viele andere von Euch haben mich gebeten, &#252;ber das Thema Fernsehen in Deutschland zu sprechen. Gerne! K&#246;nnt Ihr Euch vorstellen, dass schon 1929 ein regelm&#228;&#223;iges Fernsehprogramm ausgestrahlt wurde? Zwar noch in schlechter Aufl&#246;sung, aber immerhin! 1936 wurden die Olympischen Sommerspiele im Fernsehen gezeigt, ein gro&#223;es Ereignis f&#252;r das Dritte Reich. Nat&#252;rlich war damals noch alles schwarz-wei&#223; zu sehen. Das Farbfernsehen gab es in Deutschland erst ab 1967 f&#252;r alle Zuschauer, die ein passendes Ger&#228;t hatten. Heute haben 95% der deutschen Haushalte ein Fernsehger&#228;t. Zu Beginn war Fernsehen Luxus &#8211; und eher langweilig. Denn es gab nur wenige Fernsehsender und diese sendeten auch nur kurze Zeit. Sogar als ich ein Kind war, war das Fernsehen noch ganz anders als heute. Nachts gab es nur ein Testbild zu sehen, eine bunte Grafik, und die Sender haben sich ausgeschaltet. Es gab die beiden gro&#223;en &#246;ffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, die dritten Programme, das sind Regionals...</description>
      <itunes:subtitle>Toshada und viele andere von Euch haben mich gebeten, &#252;ber das Thema Fernsehen in Deutschland zu sprechen. Gerne! K&#246;nnt Ihr Euch vorstellen, dass schon 1929 ein regelm&#228;&#223;iges Fernsehprogramm ausgestrahlt wurde? Zwar noch in schlechter Aufl&#246;sung, aber immerhin! 1936 wurden die Olympischen Sommerspiele im Fernsehen gezeigt, ein gro&#223;es Ereignis f&#252;r das Dritte Reich. Nat&#252;rlich war damals noch alles schwarz-wei&#223; zu sehen. Das Farbfernsehen gab es in Deutschland erst ab 1967 f&#252;r alle Zuschauer, die ein passendes Ger&#228;t hatten. Heute haben 95% der deutschen Haushalte ein Fernsehger&#228;t. Zu Beginn war Fernsehen Luxus &#8211; und eher langweilig. Denn es gab nur wenige Fernsehsender und diese sendeten auch nur kurze Zeit. Sogar als ich ein Kind war, war das Fernsehen noch ganz anders als heute. Nachts gab es nur ein Testbild zu sehen, eine bunte Grafik, und die Sender haben sich ausgeschaltet. Es gab die beiden gro&#223;en &#246;ffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, die dritten Programme, das sind Regionalsender f&#252;r jedes Bundesland, und erst ab 1984 gab es auch private Fernsehsender in Deutschland. Am bekanntesten sind hier RTL, SAT1 und ProSieben. Weil es am Anfang so wenige Sender gab, wurden sie von den Zuschauern nummeriert &#8211; und dieses Ph&#228;nomen gibt es noch heute. Die ARD hei&#223;t &#8222;Das Erste&#8220;, mit dem Zweiten meint man das ZDF, das Zweite Deutsche Fernsehen, und die Dritten sind die Regionalprogramme. ARD und ZDF sowie die Dritten finanzieren sich gr&#246;&#223;tenteils aus Rundfunkgeb&#252;hren. Jeder Deutsche, der Geld verdient und einen Fernseher hat, zahlt daf&#252;r Geb&#252;hren an die so genannte GEZ. Abends ab 20 Uhr d&#252;rfen diese Sender keine Werbung mehr zeigen. Die &#246;ffentlich-rechtlichen Sender haben einen Bildungsauftrag, sie sollen vor allem Information bieten. Heute leisten sie aber auch einen Beitrag zur Unterhaltung. Am Freitagabend gibt es in den Dritten gute Talkshows wie &#8222;3 nach 9&#8220; oder die &#8222;NDR Talkshow&#8220;, am Samstagabend gibt es Unterhaltungsshows und am Sonntag Abend in der ARD den &#8222;Tatort&#8220;, den wohl ber&#252;hmtesten deutschen Krimi nach &#8222;Derrick&#8220;. Am Sonntag l&#228;uft auch die &#8222;Lindenstrasse&#8220;, eine w&#246;chentliche Serie, die seit 1985 l&#228;uft. Es gibt drei gro&#223;e deutsche Talkerinnen, sie sind allesamt sehr gute Journalistinnen: Anne Will, Maybrit Illner und Sandra Maischberger. F&#252;r Kinder produziert die ARD auch wunderbare Sendungen, zum Beispiel die ber&#252;hmte &#8222;Sendung mit der Maus&#8220;, eine Wissenssendung, die auch viele Erwachsene sehen. Die privaten Sender finanzieren sich ausschlie&#223;lich aus Werbeeinnahmen. Es gibt vor allem zwei gro&#223;e Konzerne in Deutschland, die Fernsehen machen: Die ProSiebenSat1 Media AG hat ihren Sitz in M&#252;nchen, und zu ihr geh&#246;ren vier Fernsehsender. Wie der Titel schon sagt sind das ProSieben, Sat1, dazu noch kabel eins wo viele amerikanische Sitcoms laufen und N24, ein Nachrichtensender. Die zweite gro&#223;e Firma ist die RTL Group in K&#246;ln, zu ihr geh&#246;ren der Sender RTL, der Nachrichtensender n-tv und Teile von RTL2, VOX und Super RTL. RTL startete 1992 die erste deutsche Seifenoper, also eine Soap. Sie hei&#223;t &#8222;Gute Zeiten, schlechte Zeiten&#8220;, und l&#228;uft t&#228;glich im Fernsehen. Seit einigen Jahren gibt es auch Telenovelas in Deutschland. Abends laufen aber meistens die gro&#223;en amerikanischen Serien wie &#8222;Dr. House&#8220;, &#8222;Desperate Housewives&#8220; und so weiter, sie sind alle ins Deutsche &#252;bersetzt und synchronisiert. Es gibt noch viele andere Sender, zum Beispiel Musiksender wie MTV oder VIVA, wir empfangen CNN und in manchen Gegenden die BBC. Ich selber habe Kabelfernsehen, mein Fernsehprogramm kommt also aus der Steckdose. Ich habe 34 Sender zur Auswahl, das meiste davon ist Quatsch, wie zum Beispiel Shoppingsender. Man kann aber auch eine Satellitensch&#252;ssel installieren, dann hat man eine gr&#246;&#223;ere Auswahl an weltweiten Angeboten. Oder man nutzt Pay-TV und bezahlt f&#252;r eine Settop-Box, dann kann man ebenfalls weitere Kan&#228;le sehen. In Deutschland hie&#223; der Pay-TV-Anbieter bis vor kurzem Premiere, jetzt hei&#223;t er Sky. Rein subjektiv kann ich euch sagen, dass ARD und ZDF qualitativ meistens gute Sendungen machen, allerdings oft f&#252;r ein &#228;lteres Publikum. Dort laufen also auch Volksmusiksendungen am Abend. Die beste Sendezeit beginnt bei uns &#252;brigens um 20.15 Uhr, denn um 20 Uhr l&#228;uft die bekannteste Nachrichtensendung Deutschlands, die Tagesschau, die es &#252;brigens auch als Podcast gibt. RTL macht haupts&#228;chlich Unterhaltung, dort laufen Spielfilme und die Sendungen &#8222;Wer wird Million&#228;r&#8220; oder &#8222;Deutschland sucht den Superstar&#8220;, die aus dem amerikanischen kopiert wurden. &#8222;Deutschland sucht den Superstar&#8220; hei&#223;t im Original &#8222;American Idol&#8220;. Sat1 und ProSieben liefern ebenfalls Spielfilme und Unterhaltungsshows, momentan ist ProSieben bekannt daf&#252;r, Formate wie &#8222;Popstars&#8220; oder Heidi Klums Topmodel-Show auszustrahlen. Derzeit sind &#252;berhaupt Casting-Formate der gro&#223;e Renner in Deutschland. Sie machen Quote, das bedeutet: Die Einschaltquote ist hoch, viele Menschen sehen diese Sendungen. Die wohl bekannteste deutsche Sendung ist allerdings keine amerikanische Kopie, sondern eine rein deutsche Idee: &#8222;Wetten, dass...?&#8220;. Es gibt sie seit 1981. In der Sendung schlie&#223;en Menschen Wetten ab. Das sind oft kuriose Dinge. Zum Beispiel hat ein Mann gewettet, dass er schneller eine Sch&#252;ssel Wasser austrinken kann als sein Hund. Als Wettpaten werden Prominente eingeladen. Sie sagen dann: Ja, der Mann schafft das. Oder: Nein, er schafft es nicht. Wenn sie verlieren, m&#252;ssen sie etwas tun &#8211; zum Beispiel in Frauenkleidern auftreten oder durch einen brennenden Reifen springen. Thomas Gottschalk moderiert diese Sendung seit 1987. Er ist damit der bekannteste Showmaster Deutschlands. Welche wichtigen Menschen gibt es in der deutschen Fernsehlandschaft noch? Zum Beispiel G&#252;nther Jauch. Er moderiert &#8222;Wer wird Million&#228;r&#8220; und &#8222;Stern.TV&#8220;, ein journalistisches Magazin. Er ist so beliebt in Deutschland, dass er bei Umfragen immer zum Bundespr&#228;sidenten gew&#228;hlt wird. Frech und sarkastisch ist Harald Schmidt, der lange als Nighttalker aktiv war in der Rolle, die in den USA Jay Leno und David Letterman innehaben. Es gibt noch viele andere, Stefan Raab, Johannes B. Kerner, J&#246;rg Pilawa, Oliver Pocher, Reinhold Beckmann. Aber f&#252;r heute habe ich genug erz&#228;hlt. Ihr merkt schon, man kann viel zu diesem Thema sagen! Wenn Ihr Lust auf deutsches Fernsehen habt: ARD und ZDF haben eine Mediathek, in der man im Internet st&#246;bern kann. Und alle Sender haben mittlerweile eigene Sendungen oder Teile davon als Podcast ins Internet gestellt. Die Sendung mit der Maus kann ich Euch w&#228;rmstens empfehlen! Jetzt aber wieder Musik, und zwar von den Liedermachern &#8222;Simon &amp; Jan&#8220;. Das St&#252;ck hei&#223;t &#8222;Die Tafel&#8220; und ist auf MySpace zu finden: http://www.myspace.com/simonundjan</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Toshada und viele andere von Euch haben mich gebeten, &#252;ber das Thema Fernsehen in Deutschland zu sprechen. Gerne! K&#246;nnt Ihr Euch vorstellen, dass schon 1929 ein regelm&#228;&#223;iges Fernsehprogramm ausgestrahlt wurde? Zwar noch in schlechter Aufl&#246;sung, aber immerhin! 1936 wurden die Olympischen Sommerspiele im Fernsehen gezeigt, ein gro&#223;es Ereignis f&#252;r das Dritte Reich. Nat&#252;rlich war damals noch alles schwarz-wei&#223; zu sehen. Das Farbfernsehen gab es in Deutschland erst ab 1967 f&#252;r alle Zuschauer, die ein passendes Ger&#228;t hatten. Heute haben 95% der deutschen Haushalte ein Fernsehger&#228;t. Zu Beginn war Fernsehen Luxus &#8211; und eher langweilig. Denn es gab nur wenige Fernsehsender und diese sendeten auch nur kurze Zeit. Sogar als ich ein Kind war, war das Fernsehen noch ganz anders als heute. Nachts gab es nur ein Testbild zu sehen, eine bunte Grafik, und die Sender haben sich ausgeschaltet. Es gab die beiden gro&#223;en &#246;ffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, die dritten Programme, das sind Regionalsender f&#252;r jedes Bundesland, und erst ab 1984 gab es auch private Fernsehsender in Deutschland. Am bekanntesten sind hier RTL, SAT1 und ProSieben. Weil es am Anfang so wenige Sender gab, wurden sie von den Zuschauern nummeriert &#8211; und dieses Ph&#228;nomen gibt es noch heute. Die ARD hei&#223;t &#8222;Das Erste&#8220;, mit dem Zweiten meint man das ZDF, das Zweite Deutsche Fernsehen, und die Dritten sind die Regionalprogramme. ARD und ZDF sowie die Dritten finanzieren sich gr&#246;&#223;tenteils aus Rundfunkgeb&#252;hren. Jeder Deutsche, der Geld verdient und einen Fernseher hat, zahlt daf&#252;r Geb&#252;hren an die so genannte GEZ. Abends ab 20 Uhr d&#252;rfen diese Sender keine Werbung mehr zeigen. Die &#246;ffentlich-rechtlichen Sender haben einen Bildungsauftrag, sie sollen vor allem Information bieten. Heute leisten sie aber auch einen Beitrag zur Unterhaltung. Am Freitagabend gibt es in den Dritten gute Talkshows wie &#8222;3 nach 9&#8220; oder die &#8222;NDR Talkshow&#8220;, am Samstagabend gibt es Unterhaltungsshows und am Sonntag Abend in der ARD den &#8222;Tatort&#8220;, den wohl ber&#252;hmtesten deutschen Krimi nach &#8222;Derrick&#8220;. Am Sonntag l&#228;uft auch die &#8222;Lindenstrasse&#8220;, eine w&#246;chentliche Serie, die seit 1985 l&#228;uft. Es gibt drei gro&#223;e deutsche Talkerinnen, sie sind allesamt sehr gute Journalistinnen: Anne Will, Maybrit Illner und Sandra Maischberger. F&#252;r Kinder produziert die ARD auch wunderbare Sendungen, zum Beispiel die ber&#252;hmte &#8222;Sendung mit der Maus&#8220;, eine Wissenssendung, die auch viele Erwachsene sehen. Die privaten Sender finanzieren sich ausschlie&#223;lich aus Werbeeinnahmen. Es gibt vor allem zwei gro&#223;e Konzerne in Deutschland, die Fernsehen machen: Die ProSiebenSat1 Media AG hat ihren Sitz in M&#252;nchen, und zu ihr geh&#246;ren vier Fernsehsender. Wie der Titel schon sagt sind das ProSieben, Sat1, dazu noch kabel eins wo viele amerikanische Sitcoms laufen und N24, ein Nachrichtensender. Die zweite gro&#223;e Firma ist die RTL Group in K&#246;ln, zu ihr geh&#246;ren der Sender RTL, der Nachrichtensender n-tv und Teile von RTL2, VOX und Super RTL. RTL startete 1992 die erste deutsche Seifenoper, also eine Soap. Sie hei&#223;t &#8222;Gute Zeiten, schlechte Zeiten&#8220;, und l&#228;uft t&#228;glich im Fernsehen. Seit einigen Jahren gibt es auch Telenovelas in Deutschland. Abends laufen aber meistens die gro&#223;en amerikanischen Serien wie &#8222;Dr. House&#8220;, &#8222;Desperate Housewives&#8220; und so weiter, sie sind alle ins Deutsche &#252;bersetzt und synchronisiert. Es gibt noch viele andere Sender, zum Beispiel Musiksender wie MTV oder VIVA, wir empfangen CNN und in manchen Gegenden die BBC. Ich selber habe Kabelfernsehen, mein Fernsehprogramm kommt also aus der Steckdose. Ich habe 34 Sender zur Auswahl, das meiste davon ist Quatsch, wie zum Beispiel Shoppingsender. Man kann aber auch eine Satellitensch&#252;ssel installieren, dann hat man eine gr&#246;&#223;ere Auswahl an weltweiten Angeboten. Oder man nutzt Pay-TV und bezahlt f&#252;r eine Settop-Box, dann kann man ebenfalls weitere Kan&#228;le sehen. In Deutschland hie&#223; der Pay-TV-Anbieter bis vor kurzem Premiere, jetzt hei&#223;t er Sky. Rein subjektiv kann ich euch sagen, dass ARD und ZDF qualitativ meistens gute Sendungen machen, allerdings oft f&#252;r ein &#228;lteres Publikum. Dort laufen also auch Volksmusiksendungen am Abend. Die beste Sendezeit beginnt bei uns &#252;brigens um 20.15 Uhr, denn um 20 Uhr l&#228;uft die bekannteste Nachrichtensendung Deutschlands, die Tagesschau, die es &#252;brigens auch als Podcast gibt. RTL macht haupts&#228;chlich Unterhaltung, dort laufen Spielfilme und die Sendungen &#8222;Wer wird Million&#228;r&#8220; oder &#8222;Deutschland sucht den Superstar&#8220;, die aus dem amerikanischen kopiert wurden. &#8222;Deutschland sucht den Superstar&#8220; hei&#223;t im Original &#8222;American Idol&#8220;. Sat1 und ProSieben liefern ebenfalls Spielfilme und Unterhaltungsshows, momentan ist ProSieben bekannt daf&#252;r, Formate wie &#8222;Popstars&#8220; oder Heidi Klums Topmodel-Show auszustrahlen. Derzeit sind &#252;berhaupt Casting-Formate der gro&#223;e Renner in Deutschland. Sie machen Quote, das bedeutet: Die Einschaltquote ist hoch, viele Menschen sehen diese Sendungen. Die wohl bekannteste deutsche Sendung ist allerdings keine amerikanische Kopie, sondern eine rein deutsche Idee: &#8222;Wetten, dass...?&#8220;. Es gibt sie seit 1981. In der Sendung schlie&#223;en Menschen Wetten ab. Das sind oft kuriose Dinge. Zum Beispiel hat ein Mann gewettet, dass er schneller eine Sch&#252;ssel Wasser austrinken kann als sein Hund. Als Wettpaten werden Prominente eingeladen. Sie sagen dann: Ja, der Mann schafft das. Oder: Nein, er schafft es nicht. Wenn sie verlieren, m&#252;ssen sie etwas tun &#8211; zum Beispiel in Frauenkleidern auftreten oder durch einen brennenden Reifen springen. Thomas Gottschalk moderiert diese Sendung seit 1987. Er ist damit der bekannteste Showmaster Deutschlands. Welche wichtigen Menschen gibt es in der deutschen Fernsehlandschaft noch? Zum Beispiel G&#252;nther Jauch. Er moderiert &#8222;Wer wird Million&#228;r&#8220; und &#8222;Stern.TV&#8220;, ein journalistisches Magazin. Er ist so beliebt in Deutschland, dass er bei Umfragen immer zum Bundespr&#228;sidenten gew&#228;hlt wird. Frech und sarkastisch ist Harald Schmidt, der lange als Nighttalker aktiv war in der Rolle, die in den USA Jay Leno und David Letterman innehaben. Es gibt noch viele andere, Stefan Raab, Johannes B. Kerner, J&#246;rg Pilawa, Oliver Pocher, Reinhold Beckmann. Aber f&#252;r heute habe ich genug erz&#228;hlt. Ihr merkt schon, man kann viel zu diesem Thema sagen! Wenn Ihr Lust auf deutsches Fernsehen habt: ARD und ZDF haben eine Mediathek, in der man im Internet st&#246;bern kann. Und alle Sender haben mittlerweile eigene Sendungen oder Teile davon als Podcast ins Internet gestellt. Die Sendung mit der Maus kann ich Euch w&#228;rmstens empfehlen! Jetzt aber wieder Musik, und zwar von den Liedermachern &#8222;Simon &amp; Jan&#8220;. Das St&#252;ck hei&#223;t &#8222;Die Tafel&#8220; und ist auf MySpace zu finden: http://www.myspace.com/simonundjan</itunes:summary>
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      <pubDate>Fri, 10 Jul 2009 05:49:29 -0700</pubDate>
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      <title>Yes, no, hello! Absolute Beginner #1</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/24759900-Yes-no-hello-Absolute-Beginner-1</link>
      <description>Hello and welcome to a new series here at Slow German. There will be new episodes as before, but I will include a few episodes for absolute beginners. They are meant for people who for example are travelling to Germany and who want to speak a few words in the native language... First of all, you want to be able to say yes and no. That's the easy part. If you want to say yes, say &#8222;Ja&#8220;. &#8222;Ja&#8220;. If you want to say no, say &#8222;nein&#8220;. Nein. When travelling in a foreign country, it is important to be nice to the people you meet. After all, everything you do will reflect on your own country. If you're an American and you're acting loud the Germans will say: Americans are loud! So be careful what you do! Our next words are please, thank you and sorry or pardon. If you want to thank somebody for something, you simply say &#8222;Danke&#8220;. Danke. In reply to that, the other person will answer &#8222;bitte&#8220;. Bitte. If you want to attract the attention of somebody, for example a person working in a store, or if yo...</description>
      <itunes:subtitle>Hello and welcome to a new series here at Slow German. There will be new episodes as before, but I will include a few episodes for absolute beginners. They are meant for people who for example are travelling to Germany and who want to speak a few words in the native language... First of all, you want to be able to say yes and no. That's the easy part. If you want to say yes, say &#8222;Ja&#8220;. &#8222;Ja&#8220;. If you want to say no, say &#8222;nein&#8220;. Nein. When travelling in a foreign country, it is important to be nice to the people you meet. After all, everything you do will reflect on your own country. If you're an American and you're acting loud the Germans will say: Americans are loud! So be careful what you do! Our next words are please, thank you and sorry or pardon. If you want to thank somebody for something, you simply say &#8222;Danke&#8220;. Danke. In reply to that, the other person will answer &#8222;bitte&#8220;. Bitte. If you want to attract the attention of somebody, for example a person working in a store, or if you bump into somebody, you say &#8222;Entschuldigung&#8220;. I know this is a hard word to say and everybody will understand if you say &#8222;sorry&#8220;, but the correct German word is Entschuldigung. Ent-schul-di-gung. Alright, very good so far! Now let's get to four words that you can use for directions. There is left and right. Left is links, links, and right is rechts, rechts. It's easy to memorize, because the first letter of the words is the same. Links and rechts. In rechts you have a sound that is not common in many other languages, the &#8222;ch&#8220;-Sound. Your mouth forms a wide grin, like if you want to say &#8222;eeeee&#8220;. Now if you lift the middle part of your tongue a little bit, you will get this sound. &#8222;Ch&#8220;. Two more words for directions: Up and down. Up is &#8222;oben&#8220;, oben, and down is &#8222;unten&#8220;, unten. Let's get to different greeting formulas. You can always say &#8222;Guten Tag&#8220;, no matter what time it is. It jus means &#8222;A good day to you&#8220;. If you want to specify, you can wish a good morning or good evening. Then it is &#8222;Guten Morgen!&#8220; or &#8222;Guten Abend&#8220;. Guten Morgen. Guten Abend. The more colloquial form is &#8222;Hallo&#8220;. Hallo. If you are in Southern Germany, in Bavaria or even in our neighbor-country Austria, you will often hear &#8222;Gr&#252;&#223; Gott&#8220;. This means &#8222;God is greeting you&#8220;, meaning &#8222;God bless you&#8220;. I am not a Christian and I say it anyway &#8211; it is very common in Southern Germany. Gr&#252;&#223; Gott. If you want to leave, there are also different possibilities. You can say &#8222;Auf Wiedersehen&#8220;, auf Wiedersehen, meaning &#8222;until we see us again&#8220;. The more colloquial form is &#8222;Tsch&#252;ss&#8220; or the Italian &#8222;ciao&#8220;. Tsch&#252;ss. Ciao. Auf Wiedersehen! Four more words to go, then we are through with this first episode of Slow German for Absolute Beginners. Let's say you enter a hotel, or you want to introduce yourself to somebody. Then you say &#8222;Ich hei&#223;e...&#8220; and then your name. I would say &#8222;Ich hei&#223;e Annik&#8220;. In a hotel, you would follow up with something like &#8222;Ich habe eine Reservierung&#8220;, if you have a reservation for a room. We also copied the English form of that sentence, so you can also introduce yourself by saying &#8222;Mein Name ist...&#8220;. Mein Name ist Annik. Ok, now three important places for every traveler. If you travel by train, you need the trainstation. Bahnhof. Bahnhof. If you fly to Germany, you will arrive at the airport, the Flughafen. Flughafen. And if you need a taxi, guess what? You can call a Taxi! I guess that word is the same in almost every language. We just pronounce it a little differently. Taxi. Taxi. That's it for now, in the next easy episode I will tell you what to say if you're in a restaurant. If you have questions or ideas what to teach next, write me an e-mail at podcast@slowgerman.com . You can find the text and the vocabulary to this episode as well as many infos on slowgerman.com. Auf Wiedersehen! Or better: Auf Wiederh&#246;ren!</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Hello and welcome to a new series here at Slow German. There will be new episodes as before, but I will include a few episodes for absolute beginners. They are meant for people who for example are travelling to Germany and who want to speak a few words in the native language... First of all, you want to be able to say yes and no. That's the easy part. If you want to say yes, say &#8222;Ja&#8220;. &#8222;Ja&#8220;. If you want to say no, say &#8222;nein&#8220;. Nein. When travelling in a foreign country, it is important to be nice to the people you meet. After all, everything you do will reflect on your own country. If you're an American and you're acting loud the Germans will say: Americans are loud! So be careful what you do! Our next words are please, thank you and sorry or pardon. If you want to thank somebody for something, you simply say &#8222;Danke&#8220;. Danke. In reply to that, the other person will answer &#8222;bitte&#8220;. Bitte. If you want to attract the attention of somebody, for example a person working in a store, or if you bump into somebody, you say &#8222;Entschuldigung&#8220;. I know this is a hard word to say and everybody will understand if you say &#8222;sorry&#8220;, but the correct German word is Entschuldigung. Ent-schul-di-gung. Alright, very good so far! Now let's get to four words that you can use for directions. There is left and right. Left is links, links, and right is rechts, rechts. It's easy to memorize, because the first letter of the words is the same. Links and rechts. In rechts you have a sound that is not common in many other languages, the &#8222;ch&#8220;-Sound. Your mouth forms a wide grin, like if you want to say &#8222;eeeee&#8220;. Now if you lift the middle part of your tongue a little bit, you will get this sound. &#8222;Ch&#8220;. Two more words for directions: Up and down. Up is &#8222;oben&#8220;, oben, and down is &#8222;unten&#8220;, unten. Let's get to different greeting formulas. You can always say &#8222;Guten Tag&#8220;, no matter what time it is. It jus means &#8222;A good day to you&#8220;. If you want to specify, you can wish a good morning or good evening. Then it is &#8222;Guten Morgen!&#8220; or &#8222;Guten Abend&#8220;. Guten Morgen. Guten Abend. The more colloquial form is &#8222;Hallo&#8220;. Hallo. If you are in Southern Germany, in Bavaria or even in our neighbor-country Austria, you will often hear &#8222;Gr&#252;&#223; Gott&#8220;. This means &#8222;God is greeting you&#8220;, meaning &#8222;God bless you&#8220;. I am not a Christian and I say it anyway &#8211; it is very common in Southern Germany. Gr&#252;&#223; Gott. If you want to leave, there are also different possibilities. You can say &#8222;Auf Wiedersehen&#8220;, auf Wiedersehen, meaning &#8222;until we see us again&#8220;. The more colloquial form is &#8222;Tsch&#252;ss&#8220; or the Italian &#8222;ciao&#8220;. Tsch&#252;ss. Ciao. Auf Wiedersehen! Four more words to go, then we are through with this first episode of Slow German for Absolute Beginners. Let's say you enter a hotel, or you want to introduce yourself to somebody. Then you say &#8222;Ich hei&#223;e...&#8220; and then your name. I would say &#8222;Ich hei&#223;e Annik&#8220;. In a hotel, you would follow up with something like &#8222;Ich habe eine Reservierung&#8220;, if you have a reservation for a room. We also copied the English form of that sentence, so you can also introduce yourself by saying &#8222;Mein Name ist...&#8220;. Mein Name ist Annik. Ok, now three important places for every traveler. If you travel by train, you need the trainstation. Bahnhof. Bahnhof. If you fly to Germany, you will arrive at the airport, the Flughafen. Flughafen. And if you need a taxi, guess what? You can call a Taxi! I guess that word is the same in almost every language. We just pronounce it a little differently. Taxi. Taxi. That's it for now, in the next easy episode I will tell you what to say if you're in a restaurant. If you have questions or ideas what to teach next, write me an e-mail at podcast@slowgerman.com . You can find the text and the vocabulary to this episode as well as many infos on slowgerman.com. Auf Wiedersehen! Or better: Auf Wiederh&#246;ren!</itunes:summary>
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      <pubDate>Mon, 06 Jul 2009 09:05:52 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #054: Banken</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/24695154-Slow-German-054-Banken</link>
      <description>Momentan ist eines der gr&#246;&#223;ten Themen die Finanz- und Wirtschaftkrise. Fan hat mich nun gebeten, &#252;ber das deutsche Bankwesen zu sprechen, und das werde ich gerne tun. Es gibt viele sehr bekannte deutsche Banken, zum Beispiel die Deutsche Bank oder die Commerzbank. In Deutschland gibt es sehr wenige Privatbanken, daf&#252;r aber viele &#246;ffentlich-rechtliche oder genossenschaftliche Banken. Das ist alles etwas kompliziert, im Grunde kann man sagen, es gibt drei verschiedene Arten von Banken in Deutschland. Zum einen gibt es die Genossenschaftsbank &#8211; eine Genossenschaft ist eine bestimmte Rechtsform. Die bekannteste Genossenschaftsbank in Deutschland ist wohl die Volks- und Raiffeisenbank. Die zweite Art ist eine &#246;ffentlich-rechtliche Bank, zum Beispiel eine Sparkasse. Das Hauptziel der Sparkassen ist nicht, Gewinne zu erzielen. Vereinfacht gesagt geht es ihnen mehr um den B&#252;rger als um das Geld. So sollte es zumindest sein. Die dritte Bankenart ist die Privatbank. Was kann man bei einer Ban...</description>
      <itunes:subtitle>Momentan ist eines der gr&#246;&#223;ten Themen die Finanz- und Wirtschaftkrise. Fan hat mich nun gebeten, &#252;ber das deutsche Bankwesen zu sprechen, und das werde ich gerne tun. Es gibt viele sehr bekannte deutsche Banken, zum Beispiel die Deutsche Bank oder die Commerzbank. In Deutschland gibt es sehr wenige Privatbanken, daf&#252;r aber viele &#246;ffentlich-rechtliche oder genossenschaftliche Banken. Das ist alles etwas kompliziert, im Grunde kann man sagen, es gibt drei verschiedene Arten von Banken in Deutschland. Zum einen gibt es die Genossenschaftsbank &#8211; eine Genossenschaft ist eine bestimmte Rechtsform. Die bekannteste Genossenschaftsbank in Deutschland ist wohl die Volks- und Raiffeisenbank. Die zweite Art ist eine &#246;ffentlich-rechtliche Bank, zum Beispiel eine Sparkasse. Das Hauptziel der Sparkassen ist nicht, Gewinne zu erzielen. Vereinfacht gesagt geht es ihnen mehr um den B&#252;rger als um das Geld. So sollte es zumindest sein. Die dritte Bankenart ist die Privatbank. Was kann man bei einer Bank alles machen? Zun&#228;chst mal hat man oft schon als Kind die M&#246;glichkeit, das ersparte Geld zur Bank zu bringen. Ich erinnere mich, dass ich ein Sparschwein hatte &#8211; das war ein Schwein aus Porzellan, das oben einen Schlitz hatte. Dort konnte man M&#252;nzen hineinwerfen. Wenn das Schwein voll war, wurde es zur Bank gebracht und das Geld auf ein Sparkonto eingezahlt. So haben viele deutsche Kinder gelernt, zu sparen. Sp&#228;ter er&#246;ffnet man bei der Bank ein Girokonto. Das passiert meist dann, wenn man anf&#228;ngt zu arbeiten und regelm&#228;&#223;ige Einnahmen hat. Ein Girokonto ist sehr praktisch. Man kann viele Zahlungen automatisieren, das nennt man dann einen Dauerauftrag. Ich habe es zum Beispiel so eingerichtet, dass an jedem ersten Tag im Monat das Geld f&#252;r die Miete automatisch von meinem Konto auf das Konto meiner Vermieterin &#252;berwiesen wird. Schecks werden in Deutschland nur noch sehr selten von Privatpersonen verwendet. Stattdessen gibt es so genannte Einzugserm&#228;chtigungen. Ich habe zum Beispiel einen Vertrag unterschrieben, und dieser Vertrag erlaubt meinem Stromanbieter, dass er jeden Monat oder jedes Quartal Geld von meinem Konto abbuchen darf. Er holt sich also das Geld selber, das der Strom kostet. Das gleiche gilt f&#252;r die Heizung, das Wasser, Versicherungen und &#228;hnliches. Daher muss ich mich um nichts mehr k&#252;mmern, alles ist automatisiert. Wenn ich einer anderen Person Geld schicken m&#246;chte, weil ich zum Beispiel bei eBay etwas gekauft habe, dann kann ich das Geld &#252;berweisen. Eine &#220;berweisung ist ein Blatt Papier, ein Formular. Dort trage ich meinen Namen ein und meine Kontonummer, und den Namen und die Kontonummer des Menschen, bei dem ich etwas gekauft habe. Dann noch den Geldbetrag, und einen so genannten Verwendungszweck, also ein Stichwort, damit der Verk&#228;ufer wei&#223;, wof&#252;r das Geld gedacht ist. Diese &#220;berweisung gebe ich dann bei der Bank ab, und das Geld wird &#252;berwiesen. Noch einfacher ist es online &#8211; die meisten Banken bieten mittlerweile in Deutschland Online-Banking an. Hier kann ich online ausf&#252;llen, wem ich Geld schicken m&#246;chte, und alles geht ganz schnell. Damit die Bank wei&#223;, dass nur ich Zugriff auf das Konto habe, hat sie mir einen Online-Zugang eingerichtet, der mit einem Passwort gesch&#252;tzt ist. Dieses Passwort habe ich per Post zugeschickt bekommen. Au&#223;erdem muss ich jede Transaktion, also zum Beispiel jede &#220;berweisung, mit einer TAN-Nummer best&#228;tigen. Diese TAN-Nummern bekommt man ebenfalls per Post geschickt. Nat&#252;rlich kann man auch in Deutschland l&#228;ngst mit Plastik bezahlen. Das bedeutet, man kann Plastikkarten benutzen, um zu bezahlen. Am weitesten verbreitet sind ec-Karten. EC steht dabei f&#252;r Electronic Cash. Mit so einer Karte kann ich auf mein Girokonto zugreifen. Zum Beispiel kann ich an einem Bankautomaten Geld abheben. Daf&#252;r muss ich die ec-Karte in den Automaten einf&#252;hren, dann meine PIN-Nummer eingeben, das sind vier Zahlen, und dann kann ich Bargeld abheben. Ich kann mit der ec-Karte auch einkaufen. Im Supermarkt fragt mich die Kassiererin dann entweder nach meiner PIN-Nummer, die man dann selber eintippen muss, oder man muss einen Bon unterschreiben, also einen Kassenzettel. Das geht einfach und schnell. Praktisch ist auch, dass man mit der ec-Karte oft auch in ganz Europa bezahlen kann, und zwar immer dann, wenn auf der Karte auch das &#8222;Maestro&#8220;-Zeichen abgedruckt ist. Kreditkarten sind in Deutschland auch verbreitet, aber es ist noch nicht &#252;blich, dass man kleine Betr&#228;ge mit der Kreditkarte bezahlt. Vor allem amerikanische Ketten wie Starbucks akzeptieren zwar Kreditkarten auch f&#252;r einen Kaffee, oft aber ist es nicht so. Das h&#228;ngt vor allem damit zusammen, dass die Kreditkartengesellschaften wie VISA oder Mastercard Geb&#252;hren vom Verk&#228;ufer verlangen. Sein Gewinn ist also geringer, wenn der Kunde mit Karte bezahlt. Vor allem in Tankstellen oder Restaurants und in Kaufh&#228;usern kann man aber ohne Probleme mit der Kreditkarte bezahlen. Nat&#252;rlich gibt es noch viele weitere Funktionen einer Bank. Man kann Geld auf so genannte Festgeldkontos legen, bei denen man dann h&#246;here Zinsen bekommt. Man kann Aktien kaufen oder in Fonds investieren, man kann Kredite aufnehmen und vieles mehr &#8211; aber das f&#252;hrt jetzt zu weit. Wir h&#246;ren lieber Musik &#8211; und zwar diesmal von Trashure &#8222;Die Frau die mich nicht sieht&#8220;. Links und Material: www.slowgerman.com</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Momentan ist eines der gr&#246;&#223;ten Themen die Finanz- und Wirtschaftkrise. Fan hat mich nun gebeten, &#252;ber das deutsche Bankwesen zu sprechen, und das werde ich gerne tun. Es gibt viele sehr bekannte deutsche Banken, zum Beispiel die Deutsche Bank oder die Commerzbank. In Deutschland gibt es sehr wenige Privatbanken, daf&#252;r aber viele &#246;ffentlich-rechtliche oder genossenschaftliche Banken. Das ist alles etwas kompliziert, im Grunde kann man sagen, es gibt drei verschiedene Arten von Banken in Deutschland. Zum einen gibt es die Genossenschaftsbank &#8211; eine Genossenschaft ist eine bestimmte Rechtsform. Die bekannteste Genossenschaftsbank in Deutschland ist wohl die Volks- und Raiffeisenbank. Die zweite Art ist eine &#246;ffentlich-rechtliche Bank, zum Beispiel eine Sparkasse. Das Hauptziel der Sparkassen ist nicht, Gewinne zu erzielen. Vereinfacht gesagt geht es ihnen mehr um den B&#252;rger als um das Geld. So sollte es zumindest sein. Die dritte Bankenart ist die Privatbank. Was kann man bei einer Bank alles machen? Zun&#228;chst mal hat man oft schon als Kind die M&#246;glichkeit, das ersparte Geld zur Bank zu bringen. Ich erinnere mich, dass ich ein Sparschwein hatte &#8211; das war ein Schwein aus Porzellan, das oben einen Schlitz hatte. Dort konnte man M&#252;nzen hineinwerfen. Wenn das Schwein voll war, wurde es zur Bank gebracht und das Geld auf ein Sparkonto eingezahlt. So haben viele deutsche Kinder gelernt, zu sparen. Sp&#228;ter er&#246;ffnet man bei der Bank ein Girokonto. Das passiert meist dann, wenn man anf&#228;ngt zu arbeiten und regelm&#228;&#223;ige Einnahmen hat. Ein Girokonto ist sehr praktisch. Man kann viele Zahlungen automatisieren, das nennt man dann einen Dauerauftrag. Ich habe es zum Beispiel so eingerichtet, dass an jedem ersten Tag im Monat das Geld f&#252;r die Miete automatisch von meinem Konto auf das Konto meiner Vermieterin &#252;berwiesen wird. Schecks werden in Deutschland nur noch sehr selten von Privatpersonen verwendet. Stattdessen gibt es so genannte Einzugserm&#228;chtigungen. Ich habe zum Beispiel einen Vertrag unterschrieben, und dieser Vertrag erlaubt meinem Stromanbieter, dass er jeden Monat oder jedes Quartal Geld von meinem Konto abbuchen darf. Er holt sich also das Geld selber, das der Strom kostet. Das gleiche gilt f&#252;r die Heizung, das Wasser, Versicherungen und &#228;hnliches. Daher muss ich mich um nichts mehr k&#252;mmern, alles ist automatisiert. Wenn ich einer anderen Person Geld schicken m&#246;chte, weil ich zum Beispiel bei eBay etwas gekauft habe, dann kann ich das Geld &#252;berweisen. Eine &#220;berweisung ist ein Blatt Papier, ein Formular. Dort trage ich meinen Namen ein und meine Kontonummer, und den Namen und die Kontonummer des Menschen, bei dem ich etwas gekauft habe. Dann noch den Geldbetrag, und einen so genannten Verwendungszweck, also ein Stichwort, damit der Verk&#228;ufer wei&#223;, wof&#252;r das Geld gedacht ist. Diese &#220;berweisung gebe ich dann bei der Bank ab, und das Geld wird &#252;berwiesen. Noch einfacher ist es online &#8211; die meisten Banken bieten mittlerweile in Deutschland Online-Banking an. Hier kann ich online ausf&#252;llen, wem ich Geld schicken m&#246;chte, und alles geht ganz schnell. Damit die Bank wei&#223;, dass nur ich Zugriff auf das Konto habe, hat sie mir einen Online-Zugang eingerichtet, der mit einem Passwort gesch&#252;tzt ist. Dieses Passwort habe ich per Post zugeschickt bekommen. Au&#223;erdem muss ich jede Transaktion, also zum Beispiel jede &#220;berweisung, mit einer TAN-Nummer best&#228;tigen. Diese TAN-Nummern bekommt man ebenfalls per Post geschickt. Nat&#252;rlich kann man auch in Deutschland l&#228;ngst mit Plastik bezahlen. Das bedeutet, man kann Plastikkarten benutzen, um zu bezahlen. Am weitesten verbreitet sind ec-Karten. EC steht dabei f&#252;r Electronic Cash. Mit so einer Karte kann ich auf mein Girokonto zugreifen. Zum Beispiel kann ich an einem Bankautomaten Geld abheben. Daf&#252;r muss ich die ec-Karte in den Automaten einf&#252;hren, dann meine PIN-Nummer eingeben, das sind vier Zahlen, und dann kann ich Bargeld abheben. Ich kann mit der ec-Karte auch einkaufen. Im Supermarkt fragt mich die Kassiererin dann entweder nach meiner PIN-Nummer, die man dann selber eintippen muss, oder man muss einen Bon unterschreiben, also einen Kassenzettel. Das geht einfach und schnell. Praktisch ist auch, dass man mit der ec-Karte oft auch in ganz Europa bezahlen kann, und zwar immer dann, wenn auf der Karte auch das &#8222;Maestro&#8220;-Zeichen abgedruckt ist. Kreditkarten sind in Deutschland auch verbreitet, aber es ist noch nicht &#252;blich, dass man kleine Betr&#228;ge mit der Kreditkarte bezahlt. Vor allem amerikanische Ketten wie Starbucks akzeptieren zwar Kreditkarten auch f&#252;r einen Kaffee, oft aber ist es nicht so. Das h&#228;ngt vor allem damit zusammen, dass die Kreditkartengesellschaften wie VISA oder Mastercard Geb&#252;hren vom Verk&#228;ufer verlangen. Sein Gewinn ist also geringer, wenn der Kunde mit Karte bezahlt. Vor allem in Tankstellen oder Restaurants und in Kaufh&#228;usern kann man aber ohne Probleme mit der Kreditkarte bezahlen. Nat&#252;rlich gibt es noch viele weitere Funktionen einer Bank. Man kann Geld auf so genannte Festgeldkontos legen, bei denen man dann h&#246;here Zinsen bekommt. Man kann Aktien kaufen oder in Fonds investieren, man kann Kredite aufnehmen und vieles mehr &#8211; aber das f&#252;hrt jetzt zu weit. Wir h&#246;ren lieber Musik &#8211; und zwar diesmal von Trashure &#8222;Die Frau die mich nicht sieht&#8220;. Links und Material: www.slowgerman.com</itunes:summary>
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      <pubDate>Fri, 12 Jun 2009 06:58:27 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #053: Arztbesuch</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/24625760-Slow-German-053-Arztbesuch</link>
      <description>Courtenay aus Tennessee m&#246;chte gerne etwas &#252;ber einen Arztbesuch in Deutschland erfahren. Ich habe Euch ja schon erz&#228;hlt, dass man in der Regel zun&#228;chst einen Termin beim Arzt vereinbart. Die Koordination &#252;bernimmt die Sprechstundenhilfe. Das ist meistens eine Frau, die in der Arztpraxis am Telefon die Termine annimmt und eintr&#228;gt. Sie hat noch weitere Aufgaben, die meisten davon sind B&#252;rot&#228;tigkeiten. Dann nimmt man im Wartezimmer Platz und wartet, bis man an die Reihe kommt. Der Arzt oder eine Arzthelferin kommen dann ins Wartezimmer und rufen entweder den Namen auf oder sagen &#8222;Der N&#228;chste, bitte&#8220;. Der Arzt hat eine Karteikarte, auf der die Krankengeschichte des Patienten steht. Also zum Beispiel wie alt er ist, wieviel er wiegt, wie gro&#223; er ist, welche Krankheiten er bereits hatte, wann er zuletzt beim Arzt war oder welche Medikamente ihm verschrieben wurden. Dann fragt der Arzt den Patienten, was ihm fehlt. Der Patient kann dann beschreiben, dass ihm zum Beispiel der Bauch weh tu...</description>
      <itunes:subtitle>Courtenay aus Tennessee m&#246;chte gerne etwas &#252;ber einen Arztbesuch in Deutschland erfahren. Ich habe Euch ja schon erz&#228;hlt, dass man in der Regel zun&#228;chst einen Termin beim Arzt vereinbart. Die Koordination &#252;bernimmt die Sprechstundenhilfe. Das ist meistens eine Frau, die in der Arztpraxis am Telefon die Termine annimmt und eintr&#228;gt. Sie hat noch weitere Aufgaben, die meisten davon sind B&#252;rot&#228;tigkeiten. Dann nimmt man im Wartezimmer Platz und wartet, bis man an die Reihe kommt. Der Arzt oder eine Arzthelferin kommen dann ins Wartezimmer und rufen entweder den Namen auf oder sagen &#8222;Der N&#228;chste, bitte&#8220;. Der Arzt hat eine Karteikarte, auf der die Krankengeschichte des Patienten steht. Also zum Beispiel wie alt er ist, wieviel er wiegt, wie gro&#223; er ist, welche Krankheiten er bereits hatte, wann er zuletzt beim Arzt war oder welche Medikamente ihm verschrieben wurden. Dann fragt der Arzt den Patienten, was ihm fehlt. Der Patient kann dann beschreiben, dass ihm zum Beispiel der Bauch weh tut. Oder dass er Halsschmerzen hat. Er kann berichten, dass er seit ein paar Tagen Fieber hat, Husten oder Schnupfen. Oder falls er sich verletzt hat kann er erkl&#228;ren, wie alles passiert ist &#8211; wenn er zum Beispiel vom Fahrrad gest&#252;rzt ist und sich dabei ein Bein gebrochen hat oder &#228;hnliches. Der Arzt stellt dabei weitere Fragen. Er fragt, wie lange die Schmerzen schon anhalten. Er fragt, ob die Schmerzen nur manchmal existieren oder immer da sind. Er fragt, ob es zum Beispiel in der Familie &#228;hnliche Probleme gibt, ob man eventuell eine Krankheit geerbt hat. Und ob es Medikamente gibt, die man nicht vertr&#228;gt oder gegen die man allergisch ist. Er versucht, aus den Symptomen eine Diagnose zu ziehen. Das bedeutet: Er setzt die verschiedenen Schmerzen zusammen und versucht herauszufinden, was die Ursache ist. Der Arzt hat verschiedene M&#246;glichkeiten, den Patienten zu untersuchen. Zun&#228;chst wird er oft den Patienten bitten, sich freizumachen. &#8222;Machen Sie sich bitte frei!&#8220; bedeutet in diesem Fall: Die Kleidung ausziehen. Meistens aber nur an der Stelle, die Schmerzen bereitet, also zum Beispiel das T-Shirt ausziehen, damit der Arzt die Lunge abh&#246;ren kann oder den Bauch abtasten. Oft wird er dann Maschinen benutzen, um den Patienten weiter zu untersuchen. Er kann zum Beispiel mit einem Ultraschallger&#228;t arbeiten. Das passiert zum Beispiel bei Schwangeren. Dabei tr&#228;gt er erst ein k&#252;hles Gel auf die entsprechende Stelle auf und f&#228;hrt dann mit einem Ultraschallkopf dar&#252;ber. Auf einem Monitor sieht er dann in den Bauch. Wenn man sich ein Bein gebrochen hat, dann muss man den Bruch r&#246;ntgen, um genau zu sehen, was gebrochen ist. Mit einem R&#246;ntgenger&#228;t kann man Knochen abbilden. Wenn der Arzt die Symptome richtig erkannt hat, kann er eine Diagnose stellen. Er kann dem Patienten dann sagen, an welcher Krankheit er leidet oder welche Ursache die Schmerzen haben. Normalerweise bekommt man dann ein Rezept vom Arzt. Auf diesem Blatt Papier stehen Angaben f&#252;r einen Apotheker. Dort bekommt man die Medizin, die der Arzt verschrieben hat. Oft bekommt man Antibiotika verschrieben, wenn man zum Beispiel eine Lungenentz&#252;ndung hat. Wer sich dagegen ein Bein gebrochen hat, der bekommt wahrscheinlich einen Gips, damit wird der Bruch ruhig gestellt, damit er wieder heilen kann. Manche Patienten werden auch ins Krankenhaus eingewiesen, um dort weiterbehandelt oder operiert zu werden, wenn sie schwer krank sind. Zum Arzt kann man aber auch gehen, wenn man gar nicht krank ist. Ich werde demn&#228;chst dorthin gehen, um meinen Impfschutz zu erneuern. Ich habe ein gelbes Heft, das ich bei meiner Geburt bekommen habe. Darin stehen alle Impfungen, die ich bis jetzt bekommen habe. Impfungen sind in der Regel Injektionen. Man bekommt also zum Beispiel eine Spritze, damit man in Zukunft keine Masern, R&#246;teln oder Windpocken bekommen kann. Man kann auch zu einem Check-Up gehen. Dann macht der Arzt verschiedene Tests. Er l&#228;sst einen zum Beispiel auf einem Hometrainer fahren. Ein Hometrainer ist bei uns ein Fahrrad, das in der Wohnung steht und stabil befestigt ist. Man kann damit nicht wirklich fahren, sondern nur in die Pedale treten. W&#228;hrend dieses Tests ist man an eine Maschine angeschlossen, die zum Beispiel misst, wie stark das Herz klopft. Der Arzt kann dann auch den Blutdruck messen oder Blut abnehmen und es im Labor untersuchen. So wei&#223; man, ob man gesund ist. Heute passenderweise der Song &#8222;Schmerzfrei&#8220; von Max Passion.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Courtenay aus Tennessee m&#246;chte gerne etwas &#252;ber einen Arztbesuch in Deutschland erfahren. Ich habe Euch ja schon erz&#228;hlt, dass man in der Regel zun&#228;chst einen Termin beim Arzt vereinbart. Die Koordination &#252;bernimmt die Sprechstundenhilfe. Das ist meistens eine Frau, die in der Arztpraxis am Telefon die Termine annimmt und eintr&#228;gt. Sie hat noch weitere Aufgaben, die meisten davon sind B&#252;rot&#228;tigkeiten. Dann nimmt man im Wartezimmer Platz und wartet, bis man an die Reihe kommt. Der Arzt oder eine Arzthelferin kommen dann ins Wartezimmer und rufen entweder den Namen auf oder sagen &#8222;Der N&#228;chste, bitte&#8220;. Der Arzt hat eine Karteikarte, auf der die Krankengeschichte des Patienten steht. Also zum Beispiel wie alt er ist, wieviel er wiegt, wie gro&#223; er ist, welche Krankheiten er bereits hatte, wann er zuletzt beim Arzt war oder welche Medikamente ihm verschrieben wurden. Dann fragt der Arzt den Patienten, was ihm fehlt. Der Patient kann dann beschreiben, dass ihm zum Beispiel der Bauch weh tut. Oder dass er Halsschmerzen hat. Er kann berichten, dass er seit ein paar Tagen Fieber hat, Husten oder Schnupfen. Oder falls er sich verletzt hat kann er erkl&#228;ren, wie alles passiert ist &#8211; wenn er zum Beispiel vom Fahrrad gest&#252;rzt ist und sich dabei ein Bein gebrochen hat oder &#228;hnliches. Der Arzt stellt dabei weitere Fragen. Er fragt, wie lange die Schmerzen schon anhalten. Er fragt, ob die Schmerzen nur manchmal existieren oder immer da sind. Er fragt, ob es zum Beispiel in der Familie &#228;hnliche Probleme gibt, ob man eventuell eine Krankheit geerbt hat. Und ob es Medikamente gibt, die man nicht vertr&#228;gt oder gegen die man allergisch ist. Er versucht, aus den Symptomen eine Diagnose zu ziehen. Das bedeutet: Er setzt die verschiedenen Schmerzen zusammen und versucht herauszufinden, was die Ursache ist. Der Arzt hat verschiedene M&#246;glichkeiten, den Patienten zu untersuchen. Zun&#228;chst wird er oft den Patienten bitten, sich freizumachen. &#8222;Machen Sie sich bitte frei!&#8220; bedeutet in diesem Fall: Die Kleidung ausziehen. Meistens aber nur an der Stelle, die Schmerzen bereitet, also zum Beispiel das T-Shirt ausziehen, damit der Arzt die Lunge abh&#246;ren kann oder den Bauch abtasten. Oft wird er dann Maschinen benutzen, um den Patienten weiter zu untersuchen. Er kann zum Beispiel mit einem Ultraschallger&#228;t arbeiten. Das passiert zum Beispiel bei Schwangeren. Dabei tr&#228;gt er erst ein k&#252;hles Gel auf die entsprechende Stelle auf und f&#228;hrt dann mit einem Ultraschallkopf dar&#252;ber. Auf einem Monitor sieht er dann in den Bauch. Wenn man sich ein Bein gebrochen hat, dann muss man den Bruch r&#246;ntgen, um genau zu sehen, was gebrochen ist. Mit einem R&#246;ntgenger&#228;t kann man Knochen abbilden. Wenn der Arzt die Symptome richtig erkannt hat, kann er eine Diagnose stellen. Er kann dem Patienten dann sagen, an welcher Krankheit er leidet oder welche Ursache die Schmerzen haben. Normalerweise bekommt man dann ein Rezept vom Arzt. Auf diesem Blatt Papier stehen Angaben f&#252;r einen Apotheker. Dort bekommt man die Medizin, die der Arzt verschrieben hat. Oft bekommt man Antibiotika verschrieben, wenn man zum Beispiel eine Lungenentz&#252;ndung hat. Wer sich dagegen ein Bein gebrochen hat, der bekommt wahrscheinlich einen Gips, damit wird der Bruch ruhig gestellt, damit er wieder heilen kann. Manche Patienten werden auch ins Krankenhaus eingewiesen, um dort weiterbehandelt oder operiert zu werden, wenn sie schwer krank sind. Zum Arzt kann man aber auch gehen, wenn man gar nicht krank ist. Ich werde demn&#228;chst dorthin gehen, um meinen Impfschutz zu erneuern. Ich habe ein gelbes Heft, das ich bei meiner Geburt bekommen habe. Darin stehen alle Impfungen, die ich bis jetzt bekommen habe. Impfungen sind in der Regel Injektionen. Man bekommt also zum Beispiel eine Spritze, damit man in Zukunft keine Masern, R&#246;teln oder Windpocken bekommen kann. Man kann auch zu einem Check-Up gehen. Dann macht der Arzt verschiedene Tests. Er l&#228;sst einen zum Beispiel auf einem Hometrainer fahren. Ein Hometrainer ist bei uns ein Fahrrad, das in der Wohnung steht und stabil befestigt ist. Man kann damit nicht wirklich fahren, sondern nur in die Pedale treten. W&#228;hrend dieses Tests ist man an eine Maschine angeschlossen, die zum Beispiel misst, wie stark das Herz klopft. Der Arzt kann dann auch den Blutdruck messen oder Blut abnehmen und es im Labor untersuchen. So wei&#223; man, ob man gesund ist. Heute passenderweise der Song &#8222;Schmerzfrei&#8220; von Max Passion.</itunes:summary>
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      <pubDate>Fri, 29 May 2009 06:46:16 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #052: Automobile</title>
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      <description>Autos Wer momentan in Deutschland Nachrichten liest, sieht oder h&#246;rt, dem begegnet ein Thema besonders h&#228;ufig: Die Finanzkrise. Am st&#228;rksten betroffen ist in Deutschland derzeit die Automobilindustrie. Victor aus Mexiko hat mich gebeten, dar&#252;ber zu sprechen. In Deutschland arbeiten rund 800.000 Menschen in der Automobilindustrie. Sie stellen Autos her. Es gibt viele bekannte Automarken, die aus Deutschland stammen. Wer in Deutschland mal die Autos anschaut, der sieht vor allem Volkswagen, Mercedes Benz (also Daimler), Opel, BMW und Audi. Gut, ein paar Porsches gibt es nat&#252;rlich auch noch, und viele andere Automarken, die nicht aus Deutschland stammen. Am erfolgreichsten sind Daimler und Volkswagen. In Deutschland gibt es ungef&#228;hr 41 Millionen PKW, das steht f&#252;r Personenkraftwagen, also normale Autos. Die gr&#246;&#223;eren Lastwagen nennt man LKW f&#252;r Lastkraftwagen. Das bedeutet, dass ungef&#228;hr jeder zweite Deutsche ein Auto hat. Die Automobilindustrie hat eine lange Tradition in Deutschland, ...</description>
      <itunes:subtitle>Autos Wer momentan in Deutschland Nachrichten liest, sieht oder h&#246;rt, dem begegnet ein Thema besonders h&#228;ufig: Die Finanzkrise. Am st&#228;rksten betroffen ist in Deutschland derzeit die Automobilindustrie. Victor aus Mexiko hat mich gebeten, dar&#252;ber zu sprechen. In Deutschland arbeiten rund 800.000 Menschen in der Automobilindustrie. Sie stellen Autos her. Es gibt viele bekannte Automarken, die aus Deutschland stammen. Wer in Deutschland mal die Autos anschaut, der sieht vor allem Volkswagen, Mercedes Benz (also Daimler), Opel, BMW und Audi. Gut, ein paar Porsches gibt es nat&#252;rlich auch noch, und viele andere Automarken, die nicht aus Deutschland stammen. Am erfolgreichsten sind Daimler und Volkswagen. In Deutschland gibt es ungef&#228;hr 41 Millionen PKW, das steht f&#252;r Personenkraftwagen, also normale Autos. Die gr&#246;&#223;eren Lastwagen nennt man LKW f&#252;r Lastkraftwagen. Das bedeutet, dass ungef&#228;hr jeder zweite Deutsche ein Auto hat. Die Automobilindustrie hat eine lange Tradition in Deutschland, und das ist kein Wunder. Denn das Auto wurde 1885 erfunden &#8211; von Carl Benz, einem Deutschen. Es gibt viele Begriffe, die Ihr vielleicht noch nicht kennt. Wisst Ihr zum Beispiel, wie wir ein offenes Auto nennen? Das ist ein Cabrio. Ein Auto, in dem zwei Menschen Platz haben, nennen wir einen Zweisitzer. Das bekannteste deutsche Auto in dem nur zwei Menschen sitzen k&#246;nnen, ist wohl der Smart, ein tolles, kleines Auto! Ein sehr beliebtes Auto der Deutschen ist der VW Golf. Wenn man sich ein Auto kaufen m&#246;chte, kann man entweder ein neues Auto kaufen oder ein gebrauchtes. Beim Verkauf bekommt man die Papiere &#8211; den Fahrzeugschein und den Fahrzeugbrief. Wer diese beiden Papiere offiziell besitzt, dem geh&#246;rt das Auto. Ein Auto darf aber nicht sofort auf die Stra&#223;e: Erst muss es zugelassen werden. Dazu geht man zu einer speziellen Beh&#246;rde, der Zulassungsstelle. Dort meldet man das Auto an, und dann bekommt man Kennzeichen, also Nummernschilder. Das sind zwei l&#228;ngliche Metallschilder, die man vorne und hinten am Auto montiert. Daran kann es erkannt werden. In Deutschland beginnt das Kennzeichen immer mit einem, zwei oder drei Buchstaben. Diese Buchstaben stehen f&#252;r eine Stadt oder eine Region. Je weniger Buchstaben, desto gr&#246;&#223;er die Stadt. M steht f&#252;r M&#252;nchen, B f&#252;r Berlin, S f&#252;r Stuttgart, K f&#252;r K&#246;ln. Auf dem Nummernschild steht nach diesem Buchstaben ein kleiner Strich &#8211; und dar&#252;ber und darunter sind zwei bunte Aufkleber zu sehen, so genannte Plaketten. Diese Plaketten bekommt man vom T&#220;V. Der T&#220;V ist eine Institution, die kontrolliert, ob das Auto in Ordnung ist. Ob es sicher ist und funktioniert. Alle zwei Jahre muss man das Auto zur Kontrolle bringen und bekommt dann eine neue Plakette. Ist das Auto dann endlich zugelassen, kann man damit fahren. Es gibt zwei Arten von Autos: Autos mit Automatikgetriebe und Autos mit manueller Gangschaltung. Als ich ein Kind war, hatten alle Autos in Deutschland eine manuelle Gangschaltung. Heute hat sich das ge&#228;ndert: Immer mehr Deutsche kaufen Automatik-Autos. Ich kann das gut verstehen, es ist bequemer. Mein kleines Auto hat aber nach wie vor eine manuelle Gangschaltung. Bevor man sich hinter das Steuer eines Autos setzen darf, muss man einen F&#252;hrerschein machen. Dazu geht man in die Fahrschule. Hier bezahlt man Geld daf&#252;r, damit ein Fahrlehrer einem beibringt, Auto zu fahren. Man lernt wie die Gangschaltung funktioniert, wo der Blinker ist, wie man einparkt und so weiter. Und nat&#252;rlich muss man auch die Verkehrsregeln beachten. Daher ist der Unterricht in der Fahrschule in einen Theorie- und einen Praxisteil gegliedert. Am Ende muss man eine theoretische und eine praktische Pr&#252;fung machen. Wenn man sie beide besteht, bekommt man den F&#252;hrerschein, der aussieht wie eine Kreditkarte aus Plastik. &#220;brigens m&#252;ssen Autos in Deutschland versichert sein! Das ist Pflicht. Falls man einen Unfall baut, an dem man nicht schuld ist, kann man also sicher sein, dass man unterst&#252;tzt wird. Vor allem wenn man ein altes Auto hat, kann es passieren, dass man eine Autopanne hat. Das Auto ist kaputt und f&#228;hrt einfach nicht mehr. Dann rufe ich den ADAC an, das ist ein Club, bei dem man Mitglied werden kann. Es gibt nat&#252;rlich noch andere Clubs wie den ADAC, ich nehme ihn nur als Beispiel. Jedenfalls kommt der ADAC dann mit einem seiner gelben Autos zu mir und versucht, mein Auto vor Ort zu reparieren, wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Wenn es schlimmer ist, muss das Auto abgeschleppt werden. Dann zieht es ein Abschleppwagen bis zur n&#228;chsten Werkstatt. Mir ist das letztes Jahr passiert, es war sehr aufregend! Ich merke, ich k&#246;nnte Euch noch viel zum Thema Autos erz&#228;hlen &#8211; es ist ein sehr wichtiges Thema in Deutschland! Momentan gibt es zum Beispiel eine so genannte Abwrackpr&#228;mie &#8211; wer sein altes Auto verschrottet, also zu M&#252;ll macht, der bekommt Geld vom Staat, wenn er sich daf&#252;r ein neues Auto kauft. So soll die Automobilindustrie angekurbelt werden, angekurbelt bedeutet in diesem Fall, sie soll unterst&#252;tzt werden. Jetzt noch Musik, und zwar von Hans Dampf &#8222;Dabei dachten wir&#8220;. Adressen: Alle Informationen unter www.slowgerman.com &#220;bungsmaterial als PDF Folge 41-50: 8 Euro http://www.tradebit.com/visit.php/59344/product/-/6912896 Schlaflos in M&#252;nchen: www.schlaflosinmuenchen.com ersatz.TV: www.ersatz.tv Twitter: www.twitter.com/slowgerman Mail: podcast@slowgerman.com</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Autos Wer momentan in Deutschland Nachrichten liest, sieht oder h&#246;rt, dem begegnet ein Thema besonders h&#228;ufig: Die Finanzkrise. Am st&#228;rksten betroffen ist in Deutschland derzeit die Automobilindustrie. Victor aus Mexiko hat mich gebeten, dar&#252;ber zu sprechen. In Deutschland arbeiten rund 800.000 Menschen in der Automobilindustrie. Sie stellen Autos her. Es gibt viele bekannte Automarken, die aus Deutschland stammen. Wer in Deutschland mal die Autos anschaut, der sieht vor allem Volkswagen, Mercedes Benz (also Daimler), Opel, BMW und Audi. Gut, ein paar Porsches gibt es nat&#252;rlich auch noch, und viele andere Automarken, die nicht aus Deutschland stammen. Am erfolgreichsten sind Daimler und Volkswagen. In Deutschland gibt es ungef&#228;hr 41 Millionen PKW, das steht f&#252;r Personenkraftwagen, also normale Autos. Die gr&#246;&#223;eren Lastwagen nennt man LKW f&#252;r Lastkraftwagen. Das bedeutet, dass ungef&#228;hr jeder zweite Deutsche ein Auto hat. Die Automobilindustrie hat eine lange Tradition in Deutschland, und das ist kein Wunder. Denn das Auto wurde 1885 erfunden &#8211; von Carl Benz, einem Deutschen. Es gibt viele Begriffe, die Ihr vielleicht noch nicht kennt. Wisst Ihr zum Beispiel, wie wir ein offenes Auto nennen? Das ist ein Cabrio. Ein Auto, in dem zwei Menschen Platz haben, nennen wir einen Zweisitzer. Das bekannteste deutsche Auto in dem nur zwei Menschen sitzen k&#246;nnen, ist wohl der Smart, ein tolles, kleines Auto! Ein sehr beliebtes Auto der Deutschen ist der VW Golf. Wenn man sich ein Auto kaufen m&#246;chte, kann man entweder ein neues Auto kaufen oder ein gebrauchtes. Beim Verkauf bekommt man die Papiere &#8211; den Fahrzeugschein und den Fahrzeugbrief. Wer diese beiden Papiere offiziell besitzt, dem geh&#246;rt das Auto. Ein Auto darf aber nicht sofort auf die Stra&#223;e: Erst muss es zugelassen werden. Dazu geht man zu einer speziellen Beh&#246;rde, der Zulassungsstelle. Dort meldet man das Auto an, und dann bekommt man Kennzeichen, also Nummernschilder. Das sind zwei l&#228;ngliche Metallschilder, die man vorne und hinten am Auto montiert. Daran kann es erkannt werden. In Deutschland beginnt das Kennzeichen immer mit einem, zwei oder drei Buchstaben. Diese Buchstaben stehen f&#252;r eine Stadt oder eine Region. Je weniger Buchstaben, desto gr&#246;&#223;er die Stadt. M steht f&#252;r M&#252;nchen, B f&#252;r Berlin, S f&#252;r Stuttgart, K f&#252;r K&#246;ln. Auf dem Nummernschild steht nach diesem Buchstaben ein kleiner Strich &#8211; und dar&#252;ber und darunter sind zwei bunte Aufkleber zu sehen, so genannte Plaketten. Diese Plaketten bekommt man vom T&#220;V. Der T&#220;V ist eine Institution, die kontrolliert, ob das Auto in Ordnung ist. Ob es sicher ist und funktioniert. Alle zwei Jahre muss man das Auto zur Kontrolle bringen und bekommt dann eine neue Plakette. Ist das Auto dann endlich zugelassen, kann man damit fahren. Es gibt zwei Arten von Autos: Autos mit Automatikgetriebe und Autos mit manueller Gangschaltung. Als ich ein Kind war, hatten alle Autos in Deutschland eine manuelle Gangschaltung. Heute hat sich das ge&#228;ndert: Immer mehr Deutsche kaufen Automatik-Autos. Ich kann das gut verstehen, es ist bequemer. Mein kleines Auto hat aber nach wie vor eine manuelle Gangschaltung. Bevor man sich hinter das Steuer eines Autos setzen darf, muss man einen F&#252;hrerschein machen. Dazu geht man in die Fahrschule. Hier bezahlt man Geld daf&#252;r, damit ein Fahrlehrer einem beibringt, Auto zu fahren. Man lernt wie die Gangschaltung funktioniert, wo der Blinker ist, wie man einparkt und so weiter. Und nat&#252;rlich muss man auch die Verkehrsregeln beachten. Daher ist der Unterricht in der Fahrschule in einen Theorie- und einen Praxisteil gegliedert. Am Ende muss man eine theoretische und eine praktische Pr&#252;fung machen. Wenn man sie beide besteht, bekommt man den F&#252;hrerschein, der aussieht wie eine Kreditkarte aus Plastik. &#220;brigens m&#252;ssen Autos in Deutschland versichert sein! Das ist Pflicht. Falls man einen Unfall baut, an dem man nicht schuld ist, kann man also sicher sein, dass man unterst&#252;tzt wird. Vor allem wenn man ein altes Auto hat, kann es passieren, dass man eine Autopanne hat. Das Auto ist kaputt und f&#228;hrt einfach nicht mehr. Dann rufe ich den ADAC an, das ist ein Club, bei dem man Mitglied werden kann. Es gibt nat&#252;rlich noch andere Clubs wie den ADAC, ich nehme ihn nur als Beispiel. Jedenfalls kommt der ADAC dann mit einem seiner gelben Autos zu mir und versucht, mein Auto vor Ort zu reparieren, wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Wenn es schlimmer ist, muss das Auto abgeschleppt werden. Dann zieht es ein Abschleppwagen bis zur n&#228;chsten Werkstatt. Mir ist das letztes Jahr passiert, es war sehr aufregend! Ich merke, ich k&#246;nnte Euch noch viel zum Thema Autos erz&#228;hlen &#8211; es ist ein sehr wichtiges Thema in Deutschland! Momentan gibt es zum Beispiel eine so genannte Abwrackpr&#228;mie &#8211; wer sein altes Auto verschrottet, also zu M&#252;ll macht, der bekommt Geld vom Staat, wenn er sich daf&#252;r ein neues Auto kauft. So soll die Automobilindustrie angekurbelt werden, angekurbelt bedeutet in diesem Fall, sie soll unterst&#252;tzt werden. Jetzt noch Musik, und zwar von Hans Dampf &#8222;Dabei dachten wir&#8220;. Adressen: Alle Informationen unter www.slowgerman.com &#220;bungsmaterial als PDF Folge 41-50: 8 Euro http://www.tradebit.com/visit.php/59344/product/-/6912896 Schlaflos in M&#252;nchen: www.schlaflosinmuenchen.com ersatz.TV: www.ersatz.tv Twitter: www.twitter.com/slowgerman Mail: podcast@slowgerman.com</itunes:summary>
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      <pubDate>Tue, 05 May 2009 02:22:45 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #051: Good Bye, Lenin!</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/24513441-Slow-German-051-Good-Bye-Lenin</link>
      <description>Heute mal wieder ein Filmtipp von mir. Er ist aus dem Jahr 2003 und hei&#223;t &#8222;Good Bye, Lenin!&#8220; Im Film geht es um eine Familie in Ostdeutschland. Der Vater hat die Familie verlassen und ist in den Westen gefl&#252;chtet. Die Mutter bleibt mit ihren beiden Kindern in der DDR zur&#252;ck. Sie setzt sich f&#252;r den Sozialismus ein. Eines Tages sieht sie, wie ihr Sohn Alexander bei einer Demonstration festgenommen wird. Der Schock ist f&#252;r sie so gro&#223;, dass sie einen Herzinfarkt bekommt und ins Koma f&#228;llt. Es ist das Jahr 1989, und die Mauer f&#228;llt. Aber Christiane Kerner bekommt davon nichts mit, weil sie im Koma liegt. Erst ein halbes Jahr sp&#228;ter wacht sie wieder auf. Ihr K&#246;rper ist noch schwach, sie darf sich nicht aufregen, das w&#228;re schlecht f&#252;r ihr Herz. Aber es ist viel passiert. Die DDR gibt es nicht mehr. W&#228;re das nicht ein lebensgef&#228;hrlicher Schock f&#252;r die Frau? Deswegen hat ihr Sohn Alexander die Idee, es ihr einfach nicht zu erz&#228;hlen. In ihrer Wohnung l&#228;sst er die DDR wieder aufleben. Gemeins...</description>
      <itunes:subtitle>Heute mal wieder ein Filmtipp von mir. Er ist aus dem Jahr 2003 und hei&#223;t &#8222;Good Bye, Lenin!&#8220; Im Film geht es um eine Familie in Ostdeutschland. Der Vater hat die Familie verlassen und ist in den Westen gefl&#252;chtet. Die Mutter bleibt mit ihren beiden Kindern in der DDR zur&#252;ck. Sie setzt sich f&#252;r den Sozialismus ein. Eines Tages sieht sie, wie ihr Sohn Alexander bei einer Demonstration festgenommen wird. Der Schock ist f&#252;r sie so gro&#223;, dass sie einen Herzinfarkt bekommt und ins Koma f&#228;llt. Es ist das Jahr 1989, und die Mauer f&#228;llt. Aber Christiane Kerner bekommt davon nichts mit, weil sie im Koma liegt. Erst ein halbes Jahr sp&#228;ter wacht sie wieder auf. Ihr K&#246;rper ist noch schwach, sie darf sich nicht aufregen, das w&#228;re schlecht f&#252;r ihr Herz. Aber es ist viel passiert. Die DDR gibt es nicht mehr. W&#228;re das nicht ein lebensgef&#228;hrlicher Schock f&#252;r die Frau? Deswegen hat ihr Sohn Alexander die Idee, es ihr einfach nicht zu erz&#228;hlen. In ihrer Wohnung l&#228;sst er die DDR wieder aufleben. Gemeinsam mit einem Freund nimmt er sogar eine Nachrichtensendung auf, die die Mutter dann im Fernsehen sieht. Es ist r&#252;hrend zu sehen, wie viel M&#252;he sich der Sohn macht, um seine Mutter vor der Aufregung zu sch&#252;tzen. Er hat selber Spa&#223; daran, sich seine eigene DDR zu erfinden. Wie der Film ausgeht, verrate ich hier nicht. Die Hauptrolle des jungen Alexander wird gespielt von Daniel Br&#252;hl, der einer der bekanntesten deutschen Schauspieler seiner Generation ist. Die Regie f&#252;hrte Wolfgang Becker. Der Film war ein gro&#223;er Erfolg in Deutschland, sechs Millionen Menschen haben ihn im Kino gesehen. Er bekam neun Deutsche Filmpreise und den Europ&#228;ischen Filmpreis Felix. Mir hat der Film damals sehr gut gefallen, weil er zum einen die Charaktere sehr warmherzig und humorvoll portr&#228;tiert. Zum anderen zeigt er die Suche eines jungen Mannes danach, was die DDR eigentlich war. Schaut Euch diesen Film an, wenn Ihr ihn noch nicht gesehen habt! Musik gibt es diesmal auch wieder, und zwar von Ewa Firsowicz das Lied &#8222;Kennst Du nicht auch&#8220;. Alle Infos unter www.slowgerman.com Kontakt: podcast@slowgerman.com</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Heute mal wieder ein Filmtipp von mir. Er ist aus dem Jahr 2003 und hei&#223;t &#8222;Good Bye, Lenin!&#8220; Im Film geht es um eine Familie in Ostdeutschland. Der Vater hat die Familie verlassen und ist in den Westen gefl&#252;chtet. Die Mutter bleibt mit ihren beiden Kindern in der DDR zur&#252;ck. Sie setzt sich f&#252;r den Sozialismus ein. Eines Tages sieht sie, wie ihr Sohn Alexander bei einer Demonstration festgenommen wird. Der Schock ist f&#252;r sie so gro&#223;, dass sie einen Herzinfarkt bekommt und ins Koma f&#228;llt. Es ist das Jahr 1989, und die Mauer f&#228;llt. Aber Christiane Kerner bekommt davon nichts mit, weil sie im Koma liegt. Erst ein halbes Jahr sp&#228;ter wacht sie wieder auf. Ihr K&#246;rper ist noch schwach, sie darf sich nicht aufregen, das w&#228;re schlecht f&#252;r ihr Herz. Aber es ist viel passiert. Die DDR gibt es nicht mehr. W&#228;re das nicht ein lebensgef&#228;hrlicher Schock f&#252;r die Frau? Deswegen hat ihr Sohn Alexander die Idee, es ihr einfach nicht zu erz&#228;hlen. In ihrer Wohnung l&#228;sst er die DDR wieder aufleben. Gemeinsam mit einem Freund nimmt er sogar eine Nachrichtensendung auf, die die Mutter dann im Fernsehen sieht. Es ist r&#252;hrend zu sehen, wie viel M&#252;he sich der Sohn macht, um seine Mutter vor der Aufregung zu sch&#252;tzen. Er hat selber Spa&#223; daran, sich seine eigene DDR zu erfinden. Wie der Film ausgeht, verrate ich hier nicht. Die Hauptrolle des jungen Alexander wird gespielt von Daniel Br&#252;hl, der einer der bekanntesten deutschen Schauspieler seiner Generation ist. Die Regie f&#252;hrte Wolfgang Becker. Der Film war ein gro&#223;er Erfolg in Deutschland, sechs Millionen Menschen haben ihn im Kino gesehen. Er bekam neun Deutsche Filmpreise und den Europ&#228;ischen Filmpreis Felix. Mir hat der Film damals sehr gut gefallen, weil er zum einen die Charaktere sehr warmherzig und humorvoll portr&#228;tiert. Zum anderen zeigt er die Suche eines jungen Mannes danach, was die DDR eigentlich war. Schaut Euch diesen Film an, wenn Ihr ihn noch nicht gesehen habt! Musik gibt es diesmal auch wieder, und zwar von Ewa Firsowicz das Lied &#8222;Kennst Du nicht auch&#8220;. Alle Infos unter www.slowgerman.com Kontakt: podcast@slowgerman.com</itunes:summary>
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      <pubDate>Mon, 27 Apr 2009 08:41:53 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #050: Gesundheitssystem</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/25385496-Slow-German-050-Gesundheitssystem</link>
      <description>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com Marcelo, Ekaette und einige andere haben mich gebeten, &#252;ber das deutsche Gesundheitssystem zu sprechen. Das ist gar nicht so einfach, weil es ein sehr komplexes Thema ist. Ich werde versuchen, Euch die Grundz&#252;ge zu erkl&#228;ren. In Deutschland sind die meisten Menschen versichert. Es gibt zwei Arten von Krankenkassen: gesetzliche und private Krankenkassen. In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlt man jeden Monat einen bestimmten Beitrag. Dieser richtet sich danach, wieviel man verdient. Wer viel verdient, muss auch mehr f&#252;r seine Krankenversicherung bezahlen. Wer wenig verdient, zahlt weniger. Die meisten deutschen B&#252;rger sind bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Ich auch. Nur ungef&#228;hr 10 Prozent der Deutschen sind privat versichert. Hier zahlt man auch regelm&#228;&#223;ig Beitr&#228;ge, diese sind aber von anderen Faktoren abh&#228;ngig, zum Beispiel davon, wie alt man ist und ob man eine Frau ist oder ein Mann. In Deutschland gibt es eine ...</description>
      <itunes:subtitle>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com Marcelo, Ekaette und einige andere haben mich gebeten, &#252;ber das deutsche Gesundheitssystem zu sprechen. Das ist gar nicht so einfach, weil es ein sehr komplexes Thema ist. Ich werde versuchen, Euch die Grundz&#252;ge zu erkl&#228;ren. In Deutschland sind die meisten Menschen versichert. Es gibt zwei Arten von Krankenkassen: gesetzliche und private Krankenkassen. In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlt man jeden Monat einen bestimmten Beitrag. Dieser richtet sich danach, wieviel man verdient. Wer viel verdient, muss auch mehr f&#252;r seine Krankenversicherung bezahlen. Wer wenig verdient, zahlt weniger. Die meisten deutschen B&#252;rger sind bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Ich auch. Nur ungef&#228;hr 10 Prozent der Deutschen sind privat versichert. Hier zahlt man auch regelm&#228;&#223;ig Beitr&#228;ge, diese sind aber von anderen Faktoren abh&#228;ngig, zum Beispiel davon, wie alt man ist und ob man eine Frau ist oder ein Mann. In Deutschland gibt es eine Versicherungspflicht. Das hei&#223;t, dass fast jeder versichert sein muss. Nur zum Beispiel Beamte, Soldaten oder Selbst&#228;ndige m&#252;ssen sich nicht versichern. Alle anderen schon. Bei mir sieht das so aus: Ich habe eine kleine Plastikkarte, die aussieht wie eine Kreditkarte. Auf ihr sind meine pers&#246;nlichen Daten gespeichert, also wo ich wohne und bei wem ich versichert bin. Wenn ich zum Arzt komme, gebe ich diese Karte dort ab. Sie wird eingelesen und die Informationen &#252;berpr&#252;ft. Dadurch wei&#223; der Arzt, wem er seine Leistungen in Rechnung stellen muss, wer also f&#252;r seine Arbeit bezahlt. Zus&#228;tzlich muss ich zehn Euro bezahlen. Das ist eine so genannte Praxisgeb&#252;hr. Sie wurde vor einigen Jahren neu eingef&#252;hrt. Dann kann ich auch schon im Wartezimmer Platz nehmen und darauf warten, dass der Arzt Zeit f&#252;r mich hat. Wieviel meine Behandlung kostet und wer sie bezahlt, das erfahre ich als Patient gar nicht. Das l&#228;uft dann alles zwischen Arzt und Versicherung ab. Aber die Versicherung zahlt nicht alles. Wenn ich zum Beispiel meine Z&#228;hne professionell reinigen lassen m&#246;chte, muss ich das selber bezahlen. Bei meinen Kontaktlinsen &#252;bernimmt die Krankenkasse wenigstens einen kleinen Teil der Kosten &#8211; den Rest muss ich zahlen. Wenn ich beim Frauenarzt bestimmte Vorsorgeuntersuchungen machen m&#246;chte, beispielsweise Ultraschall zur Krebsvorsorge, muss ich das auch selber zahlen. Den Begriff Vorsorge muss ich vielleicht erkl&#228;ren: Bei der Vorsorge geht es darum, dass man zum Arzt geht, obwohl man noch nicht krank ist oder sich noch nicht krank f&#252;hlt. Man versucht also zu verhindern, dass man krank wird. Oder man versucht, bestimmte Krankheiten m&#246;glichst fr&#252;h zu entdecken, damit man sie dann leichter bek&#228;mpfen kann. Bei der Vorsorge sorgt man also fr&#252;hzeitig f&#252;r seinen K&#246;rper. Auch wenn man nicht alles bezahlt bekommt, ist das System verglichen mit vielen anderen L&#228;ndern sehr gut. Wer krank ist oder einen Unfall hatte, wird &#228;rztlich versorgt, daf&#252;r sorgt seine Krankenkasse. Das ist auch bei schwangeren Frauen so, die vor der Geburt regelm&#228;&#223;ig untersucht werden. In Deutschland gibt es aber immer wieder Diskussionen &#252;ber das Gesundheitssystem. Da die &#196;rzte an Privatpatienten mehr verdienen als an gesetzlich versicherten Patienten, ist es oft schwieriger, als gesetzlich versicherter Patient einen Termin zu bekommen. F&#252;r teure Untersuchungen muss man dann l&#228;nger warten. Das ist aber nicht immer so &#8211; manche &#196;rzte machen keinen Unterschied. Nach der Untersuchung bekommt man vom Arzt meistens ein Rezept. Das ist ein kleines Blatt Papier, auf dem der Arzt notiert hat, welche Medikamente man braucht. Damit geht man zu einer Apotheke und bekommt dort die verschriebenen Pillen. Musik ist &#252;brigens auch eine gute Medizin, deswegen gibt es heute f&#252;r Euch die Gruppe &#8222;Maximal egal&#8220; mit ihrem Song &#8222;Es geht vorbei&#8220;. Alle Infos: www.slowgerman.com Kontakt: podcast@slowgerman.com</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com Marcelo, Ekaette und einige andere haben mich gebeten, &#252;ber das deutsche Gesundheitssystem zu sprechen. Das ist gar nicht so einfach, weil es ein sehr komplexes Thema ist. Ich werde versuchen, Euch die Grundz&#252;ge zu erkl&#228;ren. In Deutschland sind die meisten Menschen versichert. Es gibt zwei Arten von Krankenkassen: gesetzliche und private Krankenkassen. In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlt man jeden Monat einen bestimmten Beitrag. Dieser richtet sich danach, wieviel man verdient. Wer viel verdient, muss auch mehr f&#252;r seine Krankenversicherung bezahlen. Wer wenig verdient, zahlt weniger. Die meisten deutschen B&#252;rger sind bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Ich auch. Nur ungef&#228;hr 10 Prozent der Deutschen sind privat versichert. Hier zahlt man auch regelm&#228;&#223;ig Beitr&#228;ge, diese sind aber von anderen Faktoren abh&#228;ngig, zum Beispiel davon, wie alt man ist und ob man eine Frau ist oder ein Mann. In Deutschland gibt es eine Versicherungspflicht. Das hei&#223;t, dass fast jeder versichert sein muss. Nur zum Beispiel Beamte, Soldaten oder Selbst&#228;ndige m&#252;ssen sich nicht versichern. Alle anderen schon. Bei mir sieht das so aus: Ich habe eine kleine Plastikkarte, die aussieht wie eine Kreditkarte. Auf ihr sind meine pers&#246;nlichen Daten gespeichert, also wo ich wohne und bei wem ich versichert bin. Wenn ich zum Arzt komme, gebe ich diese Karte dort ab. Sie wird eingelesen und die Informationen &#252;berpr&#252;ft. Dadurch wei&#223; der Arzt, wem er seine Leistungen in Rechnung stellen muss, wer also f&#252;r seine Arbeit bezahlt. Zus&#228;tzlich muss ich zehn Euro bezahlen. Das ist eine so genannte Praxisgeb&#252;hr. Sie wurde vor einigen Jahren neu eingef&#252;hrt. Dann kann ich auch schon im Wartezimmer Platz nehmen und darauf warten, dass der Arzt Zeit f&#252;r mich hat. Wieviel meine Behandlung kostet und wer sie bezahlt, das erfahre ich als Patient gar nicht. Das l&#228;uft dann alles zwischen Arzt und Versicherung ab. Aber die Versicherung zahlt nicht alles. Wenn ich zum Beispiel meine Z&#228;hne professionell reinigen lassen m&#246;chte, muss ich das selber bezahlen. Bei meinen Kontaktlinsen &#252;bernimmt die Krankenkasse wenigstens einen kleinen Teil der Kosten &#8211; den Rest muss ich zahlen. Wenn ich beim Frauenarzt bestimmte Vorsorgeuntersuchungen machen m&#246;chte, beispielsweise Ultraschall zur Krebsvorsorge, muss ich das auch selber zahlen. Den Begriff Vorsorge muss ich vielleicht erkl&#228;ren: Bei der Vorsorge geht es darum, dass man zum Arzt geht, obwohl man noch nicht krank ist oder sich noch nicht krank f&#252;hlt. Man versucht also zu verhindern, dass man krank wird. Oder man versucht, bestimmte Krankheiten m&#246;glichst fr&#252;h zu entdecken, damit man sie dann leichter bek&#228;mpfen kann. Bei der Vorsorge sorgt man also fr&#252;hzeitig f&#252;r seinen K&#246;rper. Auch wenn man nicht alles bezahlt bekommt, ist das System verglichen mit vielen anderen L&#228;ndern sehr gut. Wer krank ist oder einen Unfall hatte, wird &#228;rztlich versorgt, daf&#252;r sorgt seine Krankenkasse. Das ist auch bei schwangeren Frauen so, die vor der Geburt regelm&#228;&#223;ig untersucht werden. In Deutschland gibt es aber immer wieder Diskussionen &#252;ber das Gesundheitssystem. Da die &#196;rzte an Privatpatienten mehr verdienen als an gesetzlich versicherten Patienten, ist es oft schwieriger, als gesetzlich versicherter Patient einen Termin zu bekommen. F&#252;r teure Untersuchungen muss man dann l&#228;nger warten. Das ist aber nicht immer so &#8211; manche &#196;rzte machen keinen Unterschied. Nach der Untersuchung bekommt man vom Arzt meistens ein Rezept. Das ist ein kleines Blatt Papier, auf dem der Arzt notiert hat, welche Medikamente man braucht. Damit geht man zu einer Apotheke und bekommt dort die verschriebenen Pillen. Musik ist &#252;brigens auch eine gute Medizin, deswegen gibt es heute f&#252;r Euch die Gruppe &#8222;Maximal egal&#8220; mit ihrem Song &#8222;Es geht vorbei&#8220;. Alle Infos: www.slowgerman.com Kontakt: podcast@slowgerman.com</itunes:summary>
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      <pubDate>Fri, 17 Apr 2009 08:33:29 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #050: Gesundheitssystem</title>
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      <description>Marcelo, Ekaette und einige andere haben mich gebeten, &#252;ber das deutsche Gesundheitssystem zu sprechen. Das ist gar nicht so einfach, weil es ein sehr komplexes Thema ist. Ich werde versuchen, Euch die Grundz&#252;ge zu erkl&#228;ren. In Deutschland sind die meisten Menschen versichert. Es gibt zwei Arten von Krankenkassen: gesetzliche und private Krankenkassen. In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlt man jeden Monat einen bestimmten Beitrag. Dieser richtet sich danach, wieviel man verdient. Wer viel verdient, muss auch mehr f&#252;r seine Krankenversicherung bezahlen. Wer wenig verdient, zahlt weniger. Die meisten deutschen B&#252;rger sind bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Ich auch. Nur ungef&#228;hr 10 Prozent der Deutschen sind privat versichert. Hier zahlt man auch regelm&#228;&#223;ig Beitr&#228;ge, diese sind aber von anderen Faktoren abh&#228;ngig, zum Beispiel davon, wie alt man ist und ob man eine Frau ist oder ein Mann. In Deutschland gibt es eine Versicherungspflicht. Das hei&#223;t, dass fast jeder ...</description>
      <itunes:subtitle>Marcelo, Ekaette und einige andere haben mich gebeten, &#252;ber das deutsche Gesundheitssystem zu sprechen. Das ist gar nicht so einfach, weil es ein sehr komplexes Thema ist. Ich werde versuchen, Euch die Grundz&#252;ge zu erkl&#228;ren. In Deutschland sind die meisten Menschen versichert. Es gibt zwei Arten von Krankenkassen: gesetzliche und private Krankenkassen. In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlt man jeden Monat einen bestimmten Beitrag. Dieser richtet sich danach, wieviel man verdient. Wer viel verdient, muss auch mehr f&#252;r seine Krankenversicherung bezahlen. Wer wenig verdient, zahlt weniger. Die meisten deutschen B&#252;rger sind bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Ich auch. Nur ungef&#228;hr 10 Prozent der Deutschen sind privat versichert. Hier zahlt man auch regelm&#228;&#223;ig Beitr&#228;ge, diese sind aber von anderen Faktoren abh&#228;ngig, zum Beispiel davon, wie alt man ist und ob man eine Frau ist oder ein Mann. In Deutschland gibt es eine Versicherungspflicht. Das hei&#223;t, dass fast jeder versichert sein muss. Nur zum Beispiel Beamte, Soldaten oder Selbst&#228;ndige m&#252;ssen sich nicht versichern. Alle anderen schon. Bei mir sieht das so aus: Ich habe eine kleine Plastikkarte, die aussieht wie eine Kreditkarte. Auf ihr sind meine pers&#246;nlichen Daten gespeichert, also wo ich wohne und bei wem ich versichert bin. Wenn ich zum Arzt komme, gebe ich diese Karte dort ab. Sie wird eingelesen und die Informationen &#252;berpr&#252;ft. Dadurch wei&#223; der Arzt, wem er seine Leistungen in Rechnung stellen muss, wer also f&#252;r seine Arbeit bezahlt. Zus&#228;tzlich muss ich zehn Euro bezahlen. Das ist eine so genannte Praxisgeb&#252;hr. Sie wurde vor einigen Jahren neu eingef&#252;hrt. Dann kann ich auch schon im Wartezimmer Platz nehmen und darauf warten, dass der Arzt Zeit f&#252;r mich hat. Wieviel meine Behandlung kostet und wer sie bezahlt, das erfahre ich als Patient gar nicht. Das l&#228;uft dann alles zwischen Arzt und Versicherung ab. Aber die Versicherung zahlt nicht alles. Wenn ich zum Beispiel meine Z&#228;hne professionell reinigen lassen m&#246;chte, muss ich das selber bezahlen. Bei meinen Kontaktlinsen &#252;bernimmt die Krankenkasse wenigstens einen kleinen Teil der Kosten &#8211; den Rest muss ich zahlen. Wenn ich beim Frauenarzt bestimmte Vorsorgeuntersuchungen machen m&#246;chte, beispielsweise Ultraschall zur Krebsvorsorge, muss ich das auch selber zahlen. Den Begriff Vorsorge muss ich vielleicht erkl&#228;ren: Bei der Vorsorge geht es darum, dass man zum Arzt geht, obwohl man noch nicht krank ist oder sich noch nicht krank f&#252;hlt. Man versucht also zu verhindern, dass man krank wird. Oder man versucht, bestimmte Krankheiten m&#246;glichst fr&#252;h zu entdecken, damit man sie dann leichter bek&#228;mpfen kann. Bei der Vorsorge sorgt man also fr&#252;hzeitig f&#252;r seinen K&#246;rper. Auch wenn man nicht alles bezahlt bekommt, ist das System verglichen mit vielen anderen L&#228;ndern sehr gut. Wer krank ist oder einen Unfall hatte, wird &#228;rztlich versorgt, daf&#252;r sorgt seine Krankenkasse. Das ist auch bei schwangeren Frauen so, die vor der Geburt regelm&#228;&#223;ig untersucht werden. In Deutschland gibt es aber immer wieder Diskussionen &#252;ber das Gesundheitssystem. Da die &#196;rzte an Privatpatienten mehr verdienen als an gesetzlich versicherten Patienten, ist es oft schwieriger, als gesetzlich versicherter Patient einen Termin zu bekommen. F&#252;r teure Untersuchungen muss man dann l&#228;nger warten. Das ist aber nicht immer so &#8211; manche &#196;rzte machen keinen Unterschied. Nach der Untersuchung bekommt man vom Arzt meistens ein Rezept. Das ist ein kleines Blatt Papier, auf dem der Arzt notiert hat, welche Medikamente man braucht. Damit geht man zu einer Apotheke und bekommt dort die verschriebenen Pillen. Musik ist &#252;brigens auch eine gute Medizin, deswegen gibt es heute f&#252;r Euch die Gruppe &#8222;Maximal egal&#8220; mit ihrem Song &#8222;Es geht vorbei&#8220;. Alle Infos: www.slowgerman.com Kontakt: podcast@slowgerman.com</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Marcelo, Ekaette und einige andere haben mich gebeten, &#252;ber das deutsche Gesundheitssystem zu sprechen. Das ist gar nicht so einfach, weil es ein sehr komplexes Thema ist. Ich werde versuchen, Euch die Grundz&#252;ge zu erkl&#228;ren. In Deutschland sind die meisten Menschen versichert. Es gibt zwei Arten von Krankenkassen: gesetzliche und private Krankenkassen. In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlt man jeden Monat einen bestimmten Beitrag. Dieser richtet sich danach, wieviel man verdient. Wer viel verdient, muss auch mehr f&#252;r seine Krankenversicherung bezahlen. Wer wenig verdient, zahlt weniger. Die meisten deutschen B&#252;rger sind bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Ich auch. Nur ungef&#228;hr 10 Prozent der Deutschen sind privat versichert. Hier zahlt man auch regelm&#228;&#223;ig Beitr&#228;ge, diese sind aber von anderen Faktoren abh&#228;ngig, zum Beispiel davon, wie alt man ist und ob man eine Frau ist oder ein Mann. In Deutschland gibt es eine Versicherungspflicht. Das hei&#223;t, dass fast jeder versichert sein muss. Nur zum Beispiel Beamte, Soldaten oder Selbst&#228;ndige m&#252;ssen sich nicht versichern. Alle anderen schon. Bei mir sieht das so aus: Ich habe eine kleine Plastikkarte, die aussieht wie eine Kreditkarte. Auf ihr sind meine pers&#246;nlichen Daten gespeichert, also wo ich wohne und bei wem ich versichert bin. Wenn ich zum Arzt komme, gebe ich diese Karte dort ab. Sie wird eingelesen und die Informationen &#252;berpr&#252;ft. Dadurch wei&#223; der Arzt, wem er seine Leistungen in Rechnung stellen muss, wer also f&#252;r seine Arbeit bezahlt. Zus&#228;tzlich muss ich zehn Euro bezahlen. Das ist eine so genannte Praxisgeb&#252;hr. Sie wurde vor einigen Jahren neu eingef&#252;hrt. Dann kann ich auch schon im Wartezimmer Platz nehmen und darauf warten, dass der Arzt Zeit f&#252;r mich hat. Wieviel meine Behandlung kostet und wer sie bezahlt, das erfahre ich als Patient gar nicht. Das l&#228;uft dann alles zwischen Arzt und Versicherung ab. Aber die Versicherung zahlt nicht alles. Wenn ich zum Beispiel meine Z&#228;hne professionell reinigen lassen m&#246;chte, muss ich das selber bezahlen. Bei meinen Kontaktlinsen &#252;bernimmt die Krankenkasse wenigstens einen kleinen Teil der Kosten &#8211; den Rest muss ich zahlen. Wenn ich beim Frauenarzt bestimmte Vorsorgeuntersuchungen machen m&#246;chte, beispielsweise Ultraschall zur Krebsvorsorge, muss ich das auch selber zahlen. Den Begriff Vorsorge muss ich vielleicht erkl&#228;ren: Bei der Vorsorge geht es darum, dass man zum Arzt geht, obwohl man noch nicht krank ist oder sich noch nicht krank f&#252;hlt. Man versucht also zu verhindern, dass man krank wird. Oder man versucht, bestimmte Krankheiten m&#246;glichst fr&#252;h zu entdecken, damit man sie dann leichter bek&#228;mpfen kann. Bei der Vorsorge sorgt man also fr&#252;hzeitig f&#252;r seinen K&#246;rper. Auch wenn man nicht alles bezahlt bekommt, ist das System verglichen mit vielen anderen L&#228;ndern sehr gut. Wer krank ist oder einen Unfall hatte, wird &#228;rztlich versorgt, daf&#252;r sorgt seine Krankenkasse. Das ist auch bei schwangeren Frauen so, die vor der Geburt regelm&#228;&#223;ig untersucht werden. In Deutschland gibt es aber immer wieder Diskussionen &#252;ber das Gesundheitssystem. Da die &#196;rzte an Privatpatienten mehr verdienen als an gesetzlich versicherten Patienten, ist es oft schwieriger, als gesetzlich versicherter Patient einen Termin zu bekommen. F&#252;r teure Untersuchungen muss man dann l&#228;nger warten. Das ist aber nicht immer so &#8211; manche &#196;rzte machen keinen Unterschied. Nach der Untersuchung bekommt man vom Arzt meistens ein Rezept. Das ist ein kleines Blatt Papier, auf dem der Arzt notiert hat, welche Medikamente man braucht. Damit geht man zu einer Apotheke und bekommt dort die verschriebenen Pillen. Musik ist &#252;brigens auch eine gute Medizin, deswegen gibt es heute f&#252;r Euch die Gruppe &#8222;Maximal egal&#8220; mit ihrem Song &#8222;Es geht vorbei&#8220;. Alle Infos: www.slowgerman.com Kontakt: podcast@slowgerman.com</itunes:summary>
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      <title>Slow German #049: Radfahren</title>
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      <description>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com Endlich ist der Fr&#252;hling da. Und das bedeutet f&#252;r mich: Ich hole mein Fahrrad aus dem Keller. Viele Deutsche fahren zwar auch im Winter mit ihrem Rad, aber ich nicht. Mir macht das nur Spa&#223;, wenn es warm ist. Im Fr&#252;hling muss ich das Fahrrad erst einmal putzen und die Kette neu &#246;len. Dann muss ich die Reifen aufpumpen, weil sie sonst zu wenig Luft haben. Noch ein kurzer Bremsen-Check &#8211; und schon kann es losgehen. Ein Fahrrad besteht aus zwei Reifen, die mit Speichen best&#252;ckt sind. Man setzt sich auf den Sattel und tritt in die Pedale. Mit dem Lenker kann man die Richtung bestimmen, und eine Klingel haben die meisten Fahrr&#228;der auch, um zu warnen. Damit man auch nachts gesehen wird, hat das Rad vorne und hinten ein Licht und zwischen den Speichen orangefarbene Reflektoren, Katzenaugen genannt. Man kann entweder mit einer Bremse am Lenker bremsen oder mit einer R&#252;cktrittbremse durch die Pedale. Viele R&#228;der haben eine Gangschaltung, damit...</description>
      <itunes:subtitle>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com Endlich ist der Fr&#252;hling da. Und das bedeutet f&#252;r mich: Ich hole mein Fahrrad aus dem Keller. Viele Deutsche fahren zwar auch im Winter mit ihrem Rad, aber ich nicht. Mir macht das nur Spa&#223;, wenn es warm ist. Im Fr&#252;hling muss ich das Fahrrad erst einmal putzen und die Kette neu &#246;len. Dann muss ich die Reifen aufpumpen, weil sie sonst zu wenig Luft haben. Noch ein kurzer Bremsen-Check &#8211; und schon kann es losgehen. Ein Fahrrad besteht aus zwei Reifen, die mit Speichen best&#252;ckt sind. Man setzt sich auf den Sattel und tritt in die Pedale. Mit dem Lenker kann man die Richtung bestimmen, und eine Klingel haben die meisten Fahrr&#228;der auch, um zu warnen. Damit man auch nachts gesehen wird, hat das Rad vorne und hinten ein Licht und zwischen den Speichen orangefarbene Reflektoren, Katzenaugen genannt. Man kann entweder mit einer Bremse am Lenker bremsen oder mit einer R&#252;cktrittbremse durch die Pedale. Viele R&#228;der haben eine Gangschaltung, damit man mal schneller und mal langsamer treten kann und so leichter vorw&#228;rtskommt. Wenn man jemanden mitnehmen m&#246;chte, kann sich dieser entweder auf die Lenkerstange setzen oder hinten auf den Gep&#228;cktr&#228;ger. Viele Deutsche fahren Fahrrad. Manche von ihnen sehen das Radfahren als Sport, sie tragen enge Trikots und einen Helm und brausen so schnell es geht durch das Land. Andere fahren lieber gem&#252;tlich herum und sehen sich die Landschaft an. Zu denen geh&#246;re ich auch. M&#252;nchen ist ein wahres Radfahr-Paradies. Radfahrer haben ihre eigenen Radwege, die von den Autostra&#223;en getrennt sind. An manchen Kreuzungen gibt es sogar kleine Ampeln nur f&#252;r Radfahrer. Und eigene Stra&#223;enschilder, die die Entfernung zu bestimmten Orten anzeigen. So kann man sch&#246;ne Radtouren machen. F&#252;r mich ist das Fahrrad eine M&#246;glichkeit, mich sehr schnell in der Stadt zu bewegen. Wenn ich von meiner Wohnung aus zu meinem Arbeitsplatz fahren m&#246;chte, brauche ich mit dem Auto 20 Minuten &#8211; und muss dann einen Parkplatz suchen. Mit der Stra&#223;enbahn brauche ich zwar nur 11 Minuten, aber oft muss ich lange warten, bis eine Bahn kommt. Mit dem Fahrrad bin ich in 15 Minuten dort &#8211; und habe gleichzeitig ein wenig Sport gemacht. Letztes Jahr habe ich von meinen Eltern einen Fahrradhelm geschenkt bekommen. Kinder sind es in Deutschland gew&#246;hnt, einen solchen Helm zu tragen. Ich bin es noch nicht &#8211; aber ich versuche ihn so oft wie m&#246;glich aufzusetzen. So ist die Verletzungsgefahr bei einem Unfall viel kleiner. &#220;brigens lernen die Kinder in Deutschland sehr fr&#252;h, Fahrrad zu fahren. Manche ben&#252;tzen daf&#252;r so genannte St&#252;tzr&#228;der. Das sind kleine R&#228;der, die man rechts und links an das Fahrrad montiert. So wird aus dem Fahrrad ein Rad mit vier R&#228;dern, das nicht umfallen kann. In der Grundschule gibt es dann einen speziellen Unterricht bei der Polizei. Sie zeigen auf einem Verkehrs&#252;bungsplatz, welche Regeln man als Fahrradfahrer beachten muss. Bis zum achten Lebensjahr d&#252;rfen Kinder mit ihrem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Danach m&#252;ssen sie auf der Stra&#223;e bei den Autos fahren. Normalerweise nehmen Autofahrer R&#252;cksicht auf die Fahrradfahrer &#8211; aber leider nicht immer. In gro&#223;en St&#228;dten gibt es meistens auch Sightseeing mit dem Fahrrad. Da kann man sich dann ein Fahrrad ausleihen und mit einer Gruppe von Touristen durch die Stadt fahren und sich alles zeigen lassen. Wer kein eigenes Fahrrad hat und trotzdem gerne radeln m&#246;chte, der kann sich ein Fahrrad mieten. Die Deutsche Bahn bietet diesen Service an, er hei&#223;t &#8222;Call a Bike&#8220;. Diese silbern-orangefarbenen Fahrr&#228;der stehen &#252;berall herum, und man kann sie mit einem Telefonanruf freischalten. Nach der Benutzung sperrt man das Fahrrad wieder ab und gibt Bescheid, wo es steht. Dieser Service ist aber leider nicht kostenlos. Begeisterte Radfahrer radeln &#252;brigens auch gerne mehrere Tage lang in ihrem Urlaub. Zum Beispiel kann man einmal um den Bodensee fahren, oder bis nach Venedig. Daf&#252;r braucht man aber ordentlich Kondition, um so lange in die Pedale zu treten! So, genug geradelt! Jetzt erstmal Musik, und zwar &#8222;Kleine Geschichten&#8220; von Phil und Pete. Alle Infos unter www.slowgerman.com Kontakt: podcast@slowgerman.com</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com Endlich ist der Fr&#252;hling da. Und das bedeutet f&#252;r mich: Ich hole mein Fahrrad aus dem Keller. Viele Deutsche fahren zwar auch im Winter mit ihrem Rad, aber ich nicht. Mir macht das nur Spa&#223;, wenn es warm ist. Im Fr&#252;hling muss ich das Fahrrad erst einmal putzen und die Kette neu &#246;len. Dann muss ich die Reifen aufpumpen, weil sie sonst zu wenig Luft haben. Noch ein kurzer Bremsen-Check &#8211; und schon kann es losgehen. Ein Fahrrad besteht aus zwei Reifen, die mit Speichen best&#252;ckt sind. Man setzt sich auf den Sattel und tritt in die Pedale. Mit dem Lenker kann man die Richtung bestimmen, und eine Klingel haben die meisten Fahrr&#228;der auch, um zu warnen. Damit man auch nachts gesehen wird, hat das Rad vorne und hinten ein Licht und zwischen den Speichen orangefarbene Reflektoren, Katzenaugen genannt. Man kann entweder mit einer Bremse am Lenker bremsen oder mit einer R&#252;cktrittbremse durch die Pedale. Viele R&#228;der haben eine Gangschaltung, damit man mal schneller und mal langsamer treten kann und so leichter vorw&#228;rtskommt. Wenn man jemanden mitnehmen m&#246;chte, kann sich dieser entweder auf die Lenkerstange setzen oder hinten auf den Gep&#228;cktr&#228;ger. Viele Deutsche fahren Fahrrad. Manche von ihnen sehen das Radfahren als Sport, sie tragen enge Trikots und einen Helm und brausen so schnell es geht durch das Land. Andere fahren lieber gem&#252;tlich herum und sehen sich die Landschaft an. Zu denen geh&#246;re ich auch. M&#252;nchen ist ein wahres Radfahr-Paradies. Radfahrer haben ihre eigenen Radwege, die von den Autostra&#223;en getrennt sind. An manchen Kreuzungen gibt es sogar kleine Ampeln nur f&#252;r Radfahrer. Und eigene Stra&#223;enschilder, die die Entfernung zu bestimmten Orten anzeigen. So kann man sch&#246;ne Radtouren machen. F&#252;r mich ist das Fahrrad eine M&#246;glichkeit, mich sehr schnell in der Stadt zu bewegen. Wenn ich von meiner Wohnung aus zu meinem Arbeitsplatz fahren m&#246;chte, brauche ich mit dem Auto 20 Minuten &#8211; und muss dann einen Parkplatz suchen. Mit der Stra&#223;enbahn brauche ich zwar nur 11 Minuten, aber oft muss ich lange warten, bis eine Bahn kommt. Mit dem Fahrrad bin ich in 15 Minuten dort &#8211; und habe gleichzeitig ein wenig Sport gemacht. Letztes Jahr habe ich von meinen Eltern einen Fahrradhelm geschenkt bekommen. Kinder sind es in Deutschland gew&#246;hnt, einen solchen Helm zu tragen. Ich bin es noch nicht &#8211; aber ich versuche ihn so oft wie m&#246;glich aufzusetzen. So ist die Verletzungsgefahr bei einem Unfall viel kleiner. &#220;brigens lernen die Kinder in Deutschland sehr fr&#252;h, Fahrrad zu fahren. Manche ben&#252;tzen daf&#252;r so genannte St&#252;tzr&#228;der. Das sind kleine R&#228;der, die man rechts und links an das Fahrrad montiert. So wird aus dem Fahrrad ein Rad mit vier R&#228;dern, das nicht umfallen kann. In der Grundschule gibt es dann einen speziellen Unterricht bei der Polizei. Sie zeigen auf einem Verkehrs&#252;bungsplatz, welche Regeln man als Fahrradfahrer beachten muss. Bis zum achten Lebensjahr d&#252;rfen Kinder mit ihrem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Danach m&#252;ssen sie auf der Stra&#223;e bei den Autos fahren. Normalerweise nehmen Autofahrer R&#252;cksicht auf die Fahrradfahrer &#8211; aber leider nicht immer. In gro&#223;en St&#228;dten gibt es meistens auch Sightseeing mit dem Fahrrad. Da kann man sich dann ein Fahrrad ausleihen und mit einer Gruppe von Touristen durch die Stadt fahren und sich alles zeigen lassen. Wer kein eigenes Fahrrad hat und trotzdem gerne radeln m&#246;chte, der kann sich ein Fahrrad mieten. Die Deutsche Bahn bietet diesen Service an, er hei&#223;t &#8222;Call a Bike&#8220;. Diese silbern-orangefarbenen Fahrr&#228;der stehen &#252;berall herum, und man kann sie mit einem Telefonanruf freischalten. Nach der Benutzung sperrt man das Fahrrad wieder ab und gibt Bescheid, wo es steht. Dieser Service ist aber leider nicht kostenlos. Begeisterte Radfahrer radeln &#252;brigens auch gerne mehrere Tage lang in ihrem Urlaub. Zum Beispiel kann man einmal um den Bodensee fahren, oder bis nach Venedig. Daf&#252;r braucht man aber ordentlich Kondition, um so lange in die Pedale zu treten! So, genug geradelt! Jetzt erstmal Musik, und zwar &#8222;Kleine Geschichten&#8220; von Phil und Pete. Alle Infos unter www.slowgerman.com Kontakt: podcast@slowgerman.com</itunes:summary>
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      <description>Endlich ist der Fr&#252;hling da. Und das bedeutet f&#252;r mich: Ich hole mein Fahrrad aus dem Keller. Viele Deutsche fahren zwar auch im Winter mit ihrem Rad, aber ich nicht. Mir macht das nur Spa&#223;, wenn es warm ist. Im Fr&#252;hling muss ich das Fahrrad erst einmal putzen und die Kette neu &#246;len. Dann muss ich die Reifen aufpumpen, weil sie sonst zu wenig Luft haben. Noch ein kurzer Bremsen-Check &#8211; und schon kann es losgehen. Ein Fahrrad besteht aus zwei Reifen, die mit Speichen best&#252;ckt sind. Man setzt sich auf den Sattel und tritt in die Pedale. Mit dem Lenker kann man die Richtung bestimmen, und eine Klingel haben die meisten Fahrr&#228;der auch, um zu warnen. Damit man auch nachts gesehen wird, hat das Rad vorne und hinten ein Licht und zwischen den Speichen orangefarbene Reflektoren, Katzenaugen genannt. Man kann entweder mit einer Bremse am Lenker bremsen oder mit einer R&#252;cktrittbremse durch die Pedale. Viele R&#228;der haben eine Gangschaltung, damit man mal schneller und mal langsamer treten kann ...</description>
      <itunes:subtitle>Endlich ist der Fr&#252;hling da. Und das bedeutet f&#252;r mich: Ich hole mein Fahrrad aus dem Keller. Viele Deutsche fahren zwar auch im Winter mit ihrem Rad, aber ich nicht. Mir macht das nur Spa&#223;, wenn es warm ist. Im Fr&#252;hling muss ich das Fahrrad erst einmal putzen und die Kette neu &#246;len. Dann muss ich die Reifen aufpumpen, weil sie sonst zu wenig Luft haben. Noch ein kurzer Bremsen-Check &#8211; und schon kann es losgehen. Ein Fahrrad besteht aus zwei Reifen, die mit Speichen best&#252;ckt sind. Man setzt sich auf den Sattel und tritt in die Pedale. Mit dem Lenker kann man die Richtung bestimmen, und eine Klingel haben die meisten Fahrr&#228;der auch, um zu warnen. Damit man auch nachts gesehen wird, hat das Rad vorne und hinten ein Licht und zwischen den Speichen orangefarbene Reflektoren, Katzenaugen genannt. Man kann entweder mit einer Bremse am Lenker bremsen oder mit einer R&#252;cktrittbremse durch die Pedale. Viele R&#228;der haben eine Gangschaltung, damit man mal schneller und mal langsamer treten kann und so leichter vorw&#228;rtskommt. Wenn man jemanden mitnehmen m&#246;chte, kann sich dieser entweder auf die Lenkerstange setzen oder hinten auf den Gep&#228;cktr&#228;ger. Viele Deutsche fahren Fahrrad. Manche von ihnen sehen das Radfahren als Sport, sie tragen enge Trikots und einen Helm und brausen so schnell es geht durch das Land. Andere fahren lieber gem&#252;tlich herum und sehen sich die Landschaft an. Zu denen geh&#246;re ich auch. M&#252;nchen ist ein wahres Radfahr-Paradies. Radfahrer haben ihre eigenen Radwege, die von den Autostra&#223;en getrennt sind. An manchen Kreuzungen gibt es sogar kleine Ampeln nur f&#252;r Radfahrer. Und eigene Stra&#223;enschilder, die die Entfernung zu bestimmten Orten anzeigen. So kann man sch&#246;ne Radtouren machen. F&#252;r mich ist das Fahrrad eine M&#246;glichkeit, mich sehr schnell in der Stadt zu bewegen. Wenn ich von meiner Wohnung aus zu meinem Arbeitsplatz fahren m&#246;chte, brauche ich mit dem Auto 20 Minuten &#8211; und muss dann einen Parkplatz suchen. Mit der Stra&#223;enbahn brauche ich zwar nur 11 Minuten, aber oft muss ich lange warten, bis eine Bahn kommt. Mit dem Fahrrad bin ich in 15 Minuten dort &#8211; und habe gleichzeitig ein wenig Sport gemacht. Letztes Jahr habe ich von meinen Eltern einen Fahrradhelm geschenkt bekommen. Kinder sind es in Deutschland gew&#246;hnt, einen solchen Helm zu tragen. Ich bin es noch nicht &#8211; aber ich versuche ihn so oft wie m&#246;glich aufzusetzen. So ist die Verletzungsgefahr bei einem Unfall viel kleiner. &#220;brigens lernen die Kinder in Deutschland sehr fr&#252;h, Fahrrad zu fahren. Manche ben&#252;tzen daf&#252;r so genannte St&#252;tzr&#228;der. Das sind kleine R&#228;der, die man rechts und links an das Fahrrad montiert. So wird aus dem Fahrrad ein Rad mit vier R&#228;dern, das nicht umfallen kann. In der Grundschule gibt es dann einen speziellen Unterricht bei der Polizei. Sie zeigen auf einem Verkehrs&#252;bungsplatz, welche Regeln man als Fahrradfahrer beachten muss. Bis zum achten Lebensjahr d&#252;rfen Kinder mit ihrem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Danach m&#252;ssen sie auf der Stra&#223;e bei den Autos fahren. Normalerweise nehmen Autofahrer R&#252;cksicht auf die Fahrradfahrer &#8211; aber leider nicht immer. In gro&#223;en St&#228;dten gibt es meistens auch Sightseeing mit dem Fahrrad. Da kann man sich dann ein Fahrrad ausleihen und mit einer Gruppe von Touristen durch die Stadt fahren und sich alles zeigen lassen. Wer kein eigenes Fahrrad hat und trotzdem gerne radeln m&#246;chte, der kann sich ein Fahrrad mieten. Die Deutsche Bahn bietet diesen Service an, er hei&#223;t &#8222;Call a Bike&#8220;. Diese silbern-orangefarbenen Fahrr&#228;der stehen &#252;berall herum, und man kann sie mit einem Telefonanruf freischalten. Nach der Benutzung sperrt man das Fahrrad wieder ab und gibt Bescheid, wo es steht. Dieser Service ist aber leider nicht kostenlos. Begeisterte Radfahrer radeln &#252;brigens auch gerne mehrere Tage lang in ihrem Urlaub. Zum Beispiel kann man einmal um den Bodensee fahren, oder bis nach Venedig. Daf&#252;r braucht man aber ordentlich Kondition, um so lange in die Pedale zu treten! So, genug geradelt! Jetzt erstmal Musik, und zwar &#8222;Kleine Geschichten&#8220; von Phil und Pete. Alle Infos unter www.slowgerman.com Kontakt: podcast@slowgerman.com</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Endlich ist der Fr&#252;hling da. Und das bedeutet f&#252;r mich: Ich hole mein Fahrrad aus dem Keller. Viele Deutsche fahren zwar auch im Winter mit ihrem Rad, aber ich nicht. Mir macht das nur Spa&#223;, wenn es warm ist. Im Fr&#252;hling muss ich das Fahrrad erst einmal putzen und die Kette neu &#246;len. Dann muss ich die Reifen aufpumpen, weil sie sonst zu wenig Luft haben. Noch ein kurzer Bremsen-Check &#8211; und schon kann es losgehen. Ein Fahrrad besteht aus zwei Reifen, die mit Speichen best&#252;ckt sind. Man setzt sich auf den Sattel und tritt in die Pedale. Mit dem Lenker kann man die Richtung bestimmen, und eine Klingel haben die meisten Fahrr&#228;der auch, um zu warnen. Damit man auch nachts gesehen wird, hat das Rad vorne und hinten ein Licht und zwischen den Speichen orangefarbene Reflektoren, Katzenaugen genannt. Man kann entweder mit einer Bremse am Lenker bremsen oder mit einer R&#252;cktrittbremse durch die Pedale. Viele R&#228;der haben eine Gangschaltung, damit man mal schneller und mal langsamer treten kann und so leichter vorw&#228;rtskommt. Wenn man jemanden mitnehmen m&#246;chte, kann sich dieser entweder auf die Lenkerstange setzen oder hinten auf den Gep&#228;cktr&#228;ger. Viele Deutsche fahren Fahrrad. Manche von ihnen sehen das Radfahren als Sport, sie tragen enge Trikots und einen Helm und brausen so schnell es geht durch das Land. Andere fahren lieber gem&#252;tlich herum und sehen sich die Landschaft an. Zu denen geh&#246;re ich auch. M&#252;nchen ist ein wahres Radfahr-Paradies. Radfahrer haben ihre eigenen Radwege, die von den Autostra&#223;en getrennt sind. An manchen Kreuzungen gibt es sogar kleine Ampeln nur f&#252;r Radfahrer. Und eigene Stra&#223;enschilder, die die Entfernung zu bestimmten Orten anzeigen. So kann man sch&#246;ne Radtouren machen. F&#252;r mich ist das Fahrrad eine M&#246;glichkeit, mich sehr schnell in der Stadt zu bewegen. Wenn ich von meiner Wohnung aus zu meinem Arbeitsplatz fahren m&#246;chte, brauche ich mit dem Auto 20 Minuten &#8211; und muss dann einen Parkplatz suchen. Mit der Stra&#223;enbahn brauche ich zwar nur 11 Minuten, aber oft muss ich lange warten, bis eine Bahn kommt. Mit dem Fahrrad bin ich in 15 Minuten dort &#8211; und habe gleichzeitig ein wenig Sport gemacht. Letztes Jahr habe ich von meinen Eltern einen Fahrradhelm geschenkt bekommen. Kinder sind es in Deutschland gew&#246;hnt, einen solchen Helm zu tragen. Ich bin es noch nicht &#8211; aber ich versuche ihn so oft wie m&#246;glich aufzusetzen. So ist die Verletzungsgefahr bei einem Unfall viel kleiner. &#220;brigens lernen die Kinder in Deutschland sehr fr&#252;h, Fahrrad zu fahren. Manche ben&#252;tzen daf&#252;r so genannte St&#252;tzr&#228;der. Das sind kleine R&#228;der, die man rechts und links an das Fahrrad montiert. So wird aus dem Fahrrad ein Rad mit vier R&#228;dern, das nicht umfallen kann. In der Grundschule gibt es dann einen speziellen Unterricht bei der Polizei. Sie zeigen auf einem Verkehrs&#252;bungsplatz, welche Regeln man als Fahrradfahrer beachten muss. Bis zum achten Lebensjahr d&#252;rfen Kinder mit ihrem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Danach m&#252;ssen sie auf der Stra&#223;e bei den Autos fahren. Normalerweise nehmen Autofahrer R&#252;cksicht auf die Fahrradfahrer &#8211; aber leider nicht immer. In gro&#223;en St&#228;dten gibt es meistens auch Sightseeing mit dem Fahrrad. Da kann man sich dann ein Fahrrad ausleihen und mit einer Gruppe von Touristen durch die Stadt fahren und sich alles zeigen lassen. Wer kein eigenes Fahrrad hat und trotzdem gerne radeln m&#246;chte, der kann sich ein Fahrrad mieten. Die Deutsche Bahn bietet diesen Service an, er hei&#223;t &#8222;Call a Bike&#8220;. Diese silbern-orangefarbenen Fahrr&#228;der stehen &#252;berall herum, und man kann sie mit einem Telefonanruf freischalten. Nach der Benutzung sperrt man das Fahrrad wieder ab und gibt Bescheid, wo es steht. Dieser Service ist aber leider nicht kostenlos. Begeisterte Radfahrer radeln &#252;brigens auch gerne mehrere Tage lang in ihrem Urlaub. Zum Beispiel kann man einmal um den Bodensee fahren, oder bis nach Venedig. Daf&#252;r braucht man aber ordentlich Kondition, um so lange in die Pedale zu treten! So, genug geradelt! Jetzt erstmal Musik, und zwar &#8222;Kleine Geschichten&#8220; von Phil und Pete. Alle Infos unter www.slowgerman.com Kontakt: podcast@slowgerman.com</itunes:summary>
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      <pubDate>Wed, 08 Apr 2009 07:33:39 -0700</pubDate>
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      <itunes:author>Slow German</itunes:author>
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      <title>Slow German #048: Die Bundeswehr</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/25385504-Slow-German-048-Die-Bundeswehr</link>
      <description>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com In Deutschland gibt es ein Gesetz, nach dem alle m&#228;nnlichen deutschen Staatsb&#252;rger wehrpflichtig sind, sobald sie 18 Jahre alt werden. Das bedeutet: Sie m&#252;ssen Wehrdienst leisten. Wie lange, das &#228;ndert sich immer wieder. Fr&#252;her waren es 18 Monate, mittlerweile nur noch halb so lang. Wenn man am Freitag oder Sonntag in Deutschland mit dem Zug f&#228;hrt, sieht man viele sehr junge M&#228;nner in Tarnuniform. Ich finde das meistens ein h&#228;&#223;liches und erschreckendes Bild, denn man denkt dann sofort an Krieg. Die Jungs sitzen dann aber friedlich im Zug und fahren f&#252;r das Wochenende nach Hause zu ihren Familien. Am Montag m&#252;ssen sie dann wieder lernen, ihr Land zu verteidigen. Es gibt aber auch eine Alternative zum Wehrdienst, dazu am Ende dieser Episode mehr. Erst m&#252;ssen alle Wehrdienstleistenden drei Monate lang in die Grundausbildung. Dort lernen sie zum Beispiel zu schie&#223;en und auch wie man anderen hilft. Nach einer Pr&#252;fung geht es weiter zu eine...</description>
      <itunes:subtitle>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com In Deutschland gibt es ein Gesetz, nach dem alle m&#228;nnlichen deutschen Staatsb&#252;rger wehrpflichtig sind, sobald sie 18 Jahre alt werden. Das bedeutet: Sie m&#252;ssen Wehrdienst leisten. Wie lange, das &#228;ndert sich immer wieder. Fr&#252;her waren es 18 Monate, mittlerweile nur noch halb so lang. Wenn man am Freitag oder Sonntag in Deutschland mit dem Zug f&#228;hrt, sieht man viele sehr junge M&#228;nner in Tarnuniform. Ich finde das meistens ein h&#228;&#223;liches und erschreckendes Bild, denn man denkt dann sofort an Krieg. Die Jungs sitzen dann aber friedlich im Zug und fahren f&#252;r das Wochenende nach Hause zu ihren Familien. Am Montag m&#252;ssen sie dann wieder lernen, ihr Land zu verteidigen. Es gibt aber auch eine Alternative zum Wehrdienst, dazu am Ende dieser Episode mehr. Erst m&#252;ssen alle Wehrdienstleistenden drei Monate lang in die Grundausbildung. Dort lernen sie zum Beispiel zu schie&#223;en und auch wie man anderen hilft. Nach einer Pr&#252;fung geht es weiter zu einer Spezialisierung. Man kann Fallschirmj&#228;ger werden oder zur Marine gehen. Bei der Bundeswehr kann man verschiedene Ausbildungen machen, man kann den F&#252;hrerschein f&#252;r Lastwagen machen und &#228;hnliches. Also auch einige Dinge, die man sp&#228;ter im zivilen Leben brauchen kann. Es gibt auch Bundeswehr-Universit&#228;ten f&#252;r sp&#228;tere Offiziere. Man kann sich auch freiwillig l&#228;nger verpflichten als neun Monate. Dann bleibt man als Soldat auf Zeit mehrere Jahre bei der Bundeswehr. Das k&#246;nnen zwei Jahre sein, es k&#246;nnen aber auch zw&#246;lf Jahre oder mehr werden. Viele M&#228;nner machen dies, um bei der Bundeswehr eine teure Ausbildung machen zu k&#246;nnen und sp&#228;ter im zivilen Leben in einem neuen Beruf zu arbeiten. Angeblich sind das 85 Prozent der Zeitsoldaten. Es gibt aber noch eine M&#246;glichkeit: Man kann in Deutschland auch Berufssoldat werden und somit also von Berufs wegen Soldat sein. Die Bundeswehr besteht grob gesagt aus drei Bereichen. Es gibt das Heer, dazu geh&#246;ren die Truppen an Land. Es gibt die Luftwaffe, die sich wie der Name schon sagt um die Luft k&#252;mmert, und es gibt die Marine, die zur See f&#228;hrt. Der Chef des Milit&#228;rs ist der Bundesverteidigungsminister. Er ist &#252;brigens kein Milit&#228;r, sondern ein Zivilist &#8211; und darf den Milit&#228;rs trotzdem Befehle erteilen. Falls wieder Krieg w&#228;re oder Deutschland sich irgendwie verteidigen m&#252;sste, w&#228;re der Oberchef allerdings der Bundeskanzler. Wie viele Soldaten es in Deutschland gibt, wird immer wieder neu festgelegt. W&#228;hrend des Kalten Krieges waren es fast eine halbe Million M&#228;nner. Nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands waren es 370.000. Bis n&#228;chstes Jahr sollen es 250.000 sein. &#220;brigens gibt es seit 2001 auch Frauen bei der Bundeswehr, sie m&#252;ssen allerdings keinen Wehrdienst leisten, sondern k&#246;nnen rein freiwillig zur Bundeswehr gehen. Ungef&#228;hr 15 Prozent der deutschen Soldaten sind Frauen. Ein funktionierendes Milit&#228;r zu haben kostet viel Geld. 2009 sollen in Deutschland 31 Milliarden Euro ausgegeben werden. Es gibt immer wieder Diskussionen im Land, ob dieses Geld richtig investiert ist und ob man es nicht lieber f&#252;r Bereiche wie die Bildung ausgeben sollte. Wie kommt man als junger Mann zur Bundeswehr? Man muss zur so genannten Musterung. Das ist eine Untersuchung bei einem speziellen Arzt. Hier wird er gemessen, gewogen und befragt. Dann muss er eine Urinprobe abgeben, einen Seh- und H&#246;rtest machen und dann werden ihm Puls und Blutdruck gemessen. Nach weiteren Kontrollen entscheidet der Arzt, ob der Bewerber fit genug ist f&#252;r das Milit&#228;r. Zwei Drittel werden in der Regel als fit genug eingestuft, der Rest wird ausgemustert und muss nicht zum Wehrdienst. Wer die k&#246;rperliche Pr&#252;fung bestanden hat und trotzdem nicht zum Milit&#228;r m&#246;chte, der kann den Kriegsdienst verweigern. Dieses Recht ist sogar in der Verfassung verankert. Dazu muss man einen schriftlichen Antrag stellen in dem man mitteilt, dass man aus Gewissensgr&#252;nden nicht am Wehrdienst teilnehmen kann. Die Begr&#252;ndung lautet einfach, dass man es nicht ertragen kann, eine Waffe zu benutzen. Wird dem Antrag stattgegeben, kann man einen sogenannten zivilen Ersatzdienst leisten. In der Umgangssprache wird er einfach Zivildienst genannt. Ein Zivildienstleistender, kurz Zivi, verrichtet neun Monate in einer sozialen Einrichtung, also genauso lang wie seine Kollegen beim Milit&#228;r. Zivis arbeiten zum Beispiel in der Kranken- oder Altenpflege, sie fahren Krankenwagen oder helfen in Kinderg&#228;rten aus. Oft betreuen sie auch behinderte Menschen. So, das waren jetzt einige Informationen zum Bereich Milit&#228;r und Zivildienst. Das ist nat&#252;rlich mal wieder ein Thema, zu dem man noch viel mehr erz&#228;hlen k&#246;nnte, zum Beispiel auch &#252;ber die Geschichte des Milit&#228;rs. Aber das k&#246;nnt Ihr alles im Internet nachlesen. Zum Schluss mal wieder deutsche Musik, und zwar von der Band BILK das Lied Ph&#228;nomenal. Mehr Informationen auf www.slowgerman.com</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com In Deutschland gibt es ein Gesetz, nach dem alle m&#228;nnlichen deutschen Staatsb&#252;rger wehrpflichtig sind, sobald sie 18 Jahre alt werden. Das bedeutet: Sie m&#252;ssen Wehrdienst leisten. Wie lange, das &#228;ndert sich immer wieder. Fr&#252;her waren es 18 Monate, mittlerweile nur noch halb so lang. Wenn man am Freitag oder Sonntag in Deutschland mit dem Zug f&#228;hrt, sieht man viele sehr junge M&#228;nner in Tarnuniform. Ich finde das meistens ein h&#228;&#223;liches und erschreckendes Bild, denn man denkt dann sofort an Krieg. Die Jungs sitzen dann aber friedlich im Zug und fahren f&#252;r das Wochenende nach Hause zu ihren Familien. Am Montag m&#252;ssen sie dann wieder lernen, ihr Land zu verteidigen. Es gibt aber auch eine Alternative zum Wehrdienst, dazu am Ende dieser Episode mehr. Erst m&#252;ssen alle Wehrdienstleistenden drei Monate lang in die Grundausbildung. Dort lernen sie zum Beispiel zu schie&#223;en und auch wie man anderen hilft. Nach einer Pr&#252;fung geht es weiter zu einer Spezialisierung. Man kann Fallschirmj&#228;ger werden oder zur Marine gehen. Bei der Bundeswehr kann man verschiedene Ausbildungen machen, man kann den F&#252;hrerschein f&#252;r Lastwagen machen und &#228;hnliches. Also auch einige Dinge, die man sp&#228;ter im zivilen Leben brauchen kann. Es gibt auch Bundeswehr-Universit&#228;ten f&#252;r sp&#228;tere Offiziere. Man kann sich auch freiwillig l&#228;nger verpflichten als neun Monate. Dann bleibt man als Soldat auf Zeit mehrere Jahre bei der Bundeswehr. Das k&#246;nnen zwei Jahre sein, es k&#246;nnen aber auch zw&#246;lf Jahre oder mehr werden. Viele M&#228;nner machen dies, um bei der Bundeswehr eine teure Ausbildung machen zu k&#246;nnen und sp&#228;ter im zivilen Leben in einem neuen Beruf zu arbeiten. Angeblich sind das 85 Prozent der Zeitsoldaten. Es gibt aber noch eine M&#246;glichkeit: Man kann in Deutschland auch Berufssoldat werden und somit also von Berufs wegen Soldat sein. Die Bundeswehr besteht grob gesagt aus drei Bereichen. Es gibt das Heer, dazu geh&#246;ren die Truppen an Land. Es gibt die Luftwaffe, die sich wie der Name schon sagt um die Luft k&#252;mmert, und es gibt die Marine, die zur See f&#228;hrt. Der Chef des Milit&#228;rs ist der Bundesverteidigungsminister. Er ist &#252;brigens kein Milit&#228;r, sondern ein Zivilist &#8211; und darf den Milit&#228;rs trotzdem Befehle erteilen. Falls wieder Krieg w&#228;re oder Deutschland sich irgendwie verteidigen m&#252;sste, w&#228;re der Oberchef allerdings der Bundeskanzler. Wie viele Soldaten es in Deutschland gibt, wird immer wieder neu festgelegt. W&#228;hrend des Kalten Krieges waren es fast eine halbe Million M&#228;nner. Nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands waren es 370.000. Bis n&#228;chstes Jahr sollen es 250.000 sein. &#220;brigens gibt es seit 2001 auch Frauen bei der Bundeswehr, sie m&#252;ssen allerdings keinen Wehrdienst leisten, sondern k&#246;nnen rein freiwillig zur Bundeswehr gehen. Ungef&#228;hr 15 Prozent der deutschen Soldaten sind Frauen. Ein funktionierendes Milit&#228;r zu haben kostet viel Geld. 2009 sollen in Deutschland 31 Milliarden Euro ausgegeben werden. Es gibt immer wieder Diskussionen im Land, ob dieses Geld richtig investiert ist und ob man es nicht lieber f&#252;r Bereiche wie die Bildung ausgeben sollte. Wie kommt man als junger Mann zur Bundeswehr? Man muss zur so genannten Musterung. Das ist eine Untersuchung bei einem speziellen Arzt. Hier wird er gemessen, gewogen und befragt. Dann muss er eine Urinprobe abgeben, einen Seh- und H&#246;rtest machen und dann werden ihm Puls und Blutdruck gemessen. Nach weiteren Kontrollen entscheidet der Arzt, ob der Bewerber fit genug ist f&#252;r das Milit&#228;r. Zwei Drittel werden in der Regel als fit genug eingestuft, der Rest wird ausgemustert und muss nicht zum Wehrdienst. Wer die k&#246;rperliche Pr&#252;fung bestanden hat und trotzdem nicht zum Milit&#228;r m&#246;chte, der kann den Kriegsdienst verweigern. Dieses Recht ist sogar in der Verfassung verankert. Dazu muss man einen schriftlichen Antrag stellen in dem man mitteilt, dass man aus Gewissensgr&#252;nden nicht am Wehrdienst teilnehmen kann. Die Begr&#252;ndung lautet einfach, dass man es nicht ertragen kann, eine Waffe zu benutzen. Wird dem Antrag stattgegeben, kann man einen sogenannten zivilen Ersatzdienst leisten. In der Umgangssprache wird er einfach Zivildienst genannt. Ein Zivildienstleistender, kurz Zivi, verrichtet neun Monate in einer sozialen Einrichtung, also genauso lang wie seine Kollegen beim Milit&#228;r. Zivis arbeiten zum Beispiel in der Kranken- oder Altenpflege, sie fahren Krankenwagen oder helfen in Kinderg&#228;rten aus. Oft betreuen sie auch behinderte Menschen. So, das waren jetzt einige Informationen zum Bereich Milit&#228;r und Zivildienst. Das ist nat&#252;rlich mal wieder ein Thema, zu dem man noch viel mehr erz&#228;hlen k&#246;nnte, zum Beispiel auch &#252;ber die Geschichte des Milit&#228;rs. Aber das k&#246;nnt Ihr alles im Internet nachlesen. Zum Schluss mal wieder deutsche Musik, und zwar von der Band BILK das Lied Ph&#228;nomenal. Mehr Informationen auf www.slowgerman.com</itunes:summary>
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      <pubDate>Fri, 13 Mar 2009 03:01:35 -0700</pubDate>
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      <description>In Deutschland gibt es ein Gesetz, nach dem alle m&#228;nnlichen deutschen Staatsb&#252;rger wehrpflichtig sind, sobald sie 18 Jahre alt werden. Das bedeutet: Sie m&#252;ssen Wehrdienst leisten. Wie lange, das &#228;ndert sich immer wieder. Fr&#252;her waren es 18 Monate, mittlerweile nur noch halb so lang. Wenn man am Freitag oder Sonntag in Deutschland mit dem Zug f&#228;hrt, sieht man viele sehr junge M&#228;nner in Tarnuniform. Ich finde das meistens ein h&#228;&#223;liches und erschreckendes Bild, denn man denkt dann sofort an Krieg. Die Jungs sitzen dann aber friedlich im Zug und fahren f&#252;r das Wochenende nach Hause zu ihren Familien. Am Montag m&#252;ssen sie dann wieder lernen, ihr Land zu verteidigen. Es gibt aber auch eine Alternative zum Wehrdienst, dazu am Ende dieser Episode mehr. Erst m&#252;ssen alle Wehrdienstleistenden drei Monate lang in die Grundausbildung. Dort lernen sie zum Beispiel zu schie&#223;en und auch wie man anderen hilft. Nach einer Pr&#252;fung geht es weiter zu einer Spezialisierung. Man kann Fallschirmj&#228;ger werde...</description>
      <itunes:subtitle>In Deutschland gibt es ein Gesetz, nach dem alle m&#228;nnlichen deutschen Staatsb&#252;rger wehrpflichtig sind, sobald sie 18 Jahre alt werden. Das bedeutet: Sie m&#252;ssen Wehrdienst leisten. Wie lange, das &#228;ndert sich immer wieder. Fr&#252;her waren es 18 Monate, mittlerweile nur noch halb so lang. Wenn man am Freitag oder Sonntag in Deutschland mit dem Zug f&#228;hrt, sieht man viele sehr junge M&#228;nner in Tarnuniform. Ich finde das meistens ein h&#228;&#223;liches und erschreckendes Bild, denn man denkt dann sofort an Krieg. Die Jungs sitzen dann aber friedlich im Zug und fahren f&#252;r das Wochenende nach Hause zu ihren Familien. Am Montag m&#252;ssen sie dann wieder lernen, ihr Land zu verteidigen. Es gibt aber auch eine Alternative zum Wehrdienst, dazu am Ende dieser Episode mehr. Erst m&#252;ssen alle Wehrdienstleistenden drei Monate lang in die Grundausbildung. Dort lernen sie zum Beispiel zu schie&#223;en und auch wie man anderen hilft. Nach einer Pr&#252;fung geht es weiter zu einer Spezialisierung. Man kann Fallschirmj&#228;ger werden oder zur Marine gehen. Bei der Bundeswehr kann man verschiedene Ausbildungen machen, man kann den F&#252;hrerschein f&#252;r Lastwagen machen und &#228;hnliches. Also auch einige Dinge, die man sp&#228;ter im zivilen Leben brauchen kann. Es gibt auch Bundeswehr-Universit&#228;ten f&#252;r sp&#228;tere Offiziere. Man kann sich auch freiwillig l&#228;nger verpflichten als neun Monate. Dann bleibt man als Soldat auf Zeit mehrere Jahre bei der Bundeswehr. Das k&#246;nnen zwei Jahre sein, es k&#246;nnen aber auch zw&#246;lf Jahre oder mehr werden. Viele M&#228;nner machen dies, um bei der Bundeswehr eine teure Ausbildung machen zu k&#246;nnen und sp&#228;ter im zivilen Leben in einem neuen Beruf zu arbeiten. Angeblich sind das 85 Prozent der Zeitsoldaten. Es gibt aber noch eine M&#246;glichkeit: Man kann in Deutschland auch Berufssoldat werden und somit also von Berufs wegen Soldat sein. Die Bundeswehr besteht grob gesagt aus drei Bereichen. Es gibt das Heer, dazu geh&#246;ren die Truppen an Land. Es gibt die Luftwaffe, die sich wie der Name schon sagt um die Luft k&#252;mmert, und es gibt die Marine, die zur See f&#228;hrt. Der Chef des Milit&#228;rs ist der Bundesverteidigungsminister. Er ist &#252;brigens kein Milit&#228;r, sondern ein Zivilist &#8211; und darf den Milit&#228;rs trotzdem Befehle erteilen. Falls wieder Krieg w&#228;re oder Deutschland sich irgendwie verteidigen m&#252;sste, w&#228;re der Oberchef allerdings der Bundeskanzler. Wie viele Soldaten es in Deutschland gibt, wird immer wieder neu festgelegt. W&#228;hrend des Kalten Krieges waren es fast eine halbe Million M&#228;nner. Nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands waren es 370.000. Bis n&#228;chstes Jahr sollen es 250.000 sein. &#220;brigens gibt es seit 2001 auch Frauen bei der Bundeswehr, sie m&#252;ssen allerdings keinen Wehrdienst leisten, sondern k&#246;nnen rein freiwillig zur Bundeswehr gehen. Ungef&#228;hr 15 Prozent der deutschen Soldaten sind Frauen. Ein funktionierendes Milit&#228;r zu haben kostet viel Geld. 2009 sollen in Deutschland 31 Milliarden Euro ausgegeben werden. Es gibt immer wieder Diskussionen im Land, ob dieses Geld richtig investiert ist und ob man es nicht lieber f&#252;r Bereiche wie die Bildung ausgeben sollte. Wie kommt man als junger Mann zur Bundeswehr? Man muss zur so genannten Musterung. Das ist eine Untersuchung bei einem speziellen Arzt. Hier wird er gemessen, gewogen und befragt. Dann muss er eine Urinprobe abgeben, einen Seh- und H&#246;rtest machen und dann werden ihm Puls und Blutdruck gemessen. Nach weiteren Kontrollen entscheidet der Arzt, ob der Bewerber fit genug ist f&#252;r das Milit&#228;r. Zwei Drittel werden in der Regel als fit genug eingestuft, der Rest wird ausgemustert und muss nicht zum Wehrdienst. Wer die k&#246;rperliche Pr&#252;fung bestanden hat und trotzdem nicht zum Milit&#228;r m&#246;chte, der kann den Kriegsdienst verweigern. Dieses Recht ist sogar in der Verfassung verankert. Dazu muss man einen schriftlichen Antrag stellen in dem man mitteilt, dass man aus Gewissensgr&#252;nden nicht am Wehrdienst teilnehmen kann. Die Begr&#252;ndung lautet einfach, dass man es nicht ertragen kann, eine Waffe zu benutzen. Wird dem Antrag stattgegeben, kann man einen sogenannten zivilen Ersatzdienst leisten. In der Umgangssprache wird er einfach Zivildienst genannt. Ein Zivildienstleistender, kurz Zivi, verrichtet neun Monate in einer sozialen Einrichtung, also genauso lang wie seine Kollegen beim Milit&#228;r. Zivis arbeiten zum Beispiel in der Kranken- oder Altenpflege, sie fahren Krankenwagen oder helfen in Kinderg&#228;rten aus. Oft betreuen sie auch behinderte Menschen. So, das waren jetzt einige Informationen zum Bereich Milit&#228;r und Zivildienst. Das ist nat&#252;rlich mal wieder ein Thema, zu dem man noch viel mehr erz&#228;hlen k&#246;nnte, zum Beispiel auch &#252;ber die Geschichte des Milit&#228;rs. Aber das k&#246;nnt Ihr alles im Internet nachlesen. Zum Schluss mal wieder deutsche Musik, und zwar von der Band BILK das Lied Ph&#228;nomenal. Mehr Informationen auf www.slowgerman.com</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>In Deutschland gibt es ein Gesetz, nach dem alle m&#228;nnlichen deutschen Staatsb&#252;rger wehrpflichtig sind, sobald sie 18 Jahre alt werden. Das bedeutet: Sie m&#252;ssen Wehrdienst leisten. Wie lange, das &#228;ndert sich immer wieder. Fr&#252;her waren es 18 Monate, mittlerweile nur noch halb so lang. Wenn man am Freitag oder Sonntag in Deutschland mit dem Zug f&#228;hrt, sieht man viele sehr junge M&#228;nner in Tarnuniform. Ich finde das meistens ein h&#228;&#223;liches und erschreckendes Bild, denn man denkt dann sofort an Krieg. Die Jungs sitzen dann aber friedlich im Zug und fahren f&#252;r das Wochenende nach Hause zu ihren Familien. Am Montag m&#252;ssen sie dann wieder lernen, ihr Land zu verteidigen. Es gibt aber auch eine Alternative zum Wehrdienst, dazu am Ende dieser Episode mehr. Erst m&#252;ssen alle Wehrdienstleistenden drei Monate lang in die Grundausbildung. Dort lernen sie zum Beispiel zu schie&#223;en und auch wie man anderen hilft. Nach einer Pr&#252;fung geht es weiter zu einer Spezialisierung. Man kann Fallschirmj&#228;ger werden oder zur Marine gehen. Bei der Bundeswehr kann man verschiedene Ausbildungen machen, man kann den F&#252;hrerschein f&#252;r Lastwagen machen und &#228;hnliches. Also auch einige Dinge, die man sp&#228;ter im zivilen Leben brauchen kann. Es gibt auch Bundeswehr-Universit&#228;ten f&#252;r sp&#228;tere Offiziere. Man kann sich auch freiwillig l&#228;nger verpflichten als neun Monate. Dann bleibt man als Soldat auf Zeit mehrere Jahre bei der Bundeswehr. Das k&#246;nnen zwei Jahre sein, es k&#246;nnen aber auch zw&#246;lf Jahre oder mehr werden. Viele M&#228;nner machen dies, um bei der Bundeswehr eine teure Ausbildung machen zu k&#246;nnen und sp&#228;ter im zivilen Leben in einem neuen Beruf zu arbeiten. Angeblich sind das 85 Prozent der Zeitsoldaten. Es gibt aber noch eine M&#246;glichkeit: Man kann in Deutschland auch Berufssoldat werden und somit also von Berufs wegen Soldat sein. Die Bundeswehr besteht grob gesagt aus drei Bereichen. Es gibt das Heer, dazu geh&#246;ren die Truppen an Land. Es gibt die Luftwaffe, die sich wie der Name schon sagt um die Luft k&#252;mmert, und es gibt die Marine, die zur See f&#228;hrt. Der Chef des Milit&#228;rs ist der Bundesverteidigungsminister. Er ist &#252;brigens kein Milit&#228;r, sondern ein Zivilist &#8211; und darf den Milit&#228;rs trotzdem Befehle erteilen. Falls wieder Krieg w&#228;re oder Deutschland sich irgendwie verteidigen m&#252;sste, w&#228;re der Oberchef allerdings der Bundeskanzler. Wie viele Soldaten es in Deutschland gibt, wird immer wieder neu festgelegt. W&#228;hrend des Kalten Krieges waren es fast eine halbe Million M&#228;nner. Nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands waren es 370.000. Bis n&#228;chstes Jahr sollen es 250.000 sein. &#220;brigens gibt es seit 2001 auch Frauen bei der Bundeswehr, sie m&#252;ssen allerdings keinen Wehrdienst leisten, sondern k&#246;nnen rein freiwillig zur Bundeswehr gehen. Ungef&#228;hr 15 Prozent der deutschen Soldaten sind Frauen. Ein funktionierendes Milit&#228;r zu haben kostet viel Geld. 2009 sollen in Deutschland 31 Milliarden Euro ausgegeben werden. Es gibt immer wieder Diskussionen im Land, ob dieses Geld richtig investiert ist und ob man es nicht lieber f&#252;r Bereiche wie die Bildung ausgeben sollte. Wie kommt man als junger Mann zur Bundeswehr? Man muss zur so genannten Musterung. Das ist eine Untersuchung bei einem speziellen Arzt. Hier wird er gemessen, gewogen und befragt. Dann muss er eine Urinprobe abgeben, einen Seh- und H&#246;rtest machen und dann werden ihm Puls und Blutdruck gemessen. Nach weiteren Kontrollen entscheidet der Arzt, ob der Bewerber fit genug ist f&#252;r das Milit&#228;r. Zwei Drittel werden in der Regel als fit genug eingestuft, der Rest wird ausgemustert und muss nicht zum Wehrdienst. Wer die k&#246;rperliche Pr&#252;fung bestanden hat und trotzdem nicht zum Milit&#228;r m&#246;chte, der kann den Kriegsdienst verweigern. Dieses Recht ist sogar in der Verfassung verankert. Dazu muss man einen schriftlichen Antrag stellen in dem man mitteilt, dass man aus Gewissensgr&#252;nden nicht am Wehrdienst teilnehmen kann. Die Begr&#252;ndung lautet einfach, dass man es nicht ertragen kann, eine Waffe zu benutzen. Wird dem Antrag stattgegeben, kann man einen sogenannten zivilen Ersatzdienst leisten. In der Umgangssprache wird er einfach Zivildienst genannt. Ein Zivildienstleistender, kurz Zivi, verrichtet neun Monate in einer sozialen Einrichtung, also genauso lang wie seine Kollegen beim Milit&#228;r. Zivis arbeiten zum Beispiel in der Kranken- oder Altenpflege, sie fahren Krankenwagen oder helfen in Kinderg&#228;rten aus. Oft betreuen sie auch behinderte Menschen. So, das waren jetzt einige Informationen zum Bereich Milit&#228;r und Zivildienst. Das ist nat&#252;rlich mal wieder ein Thema, zu dem man noch viel mehr erz&#228;hlen k&#246;nnte, zum Beispiel auch &#252;ber die Geschichte des Milit&#228;rs. Aber das k&#246;nnt Ihr alles im Internet nachlesen. Zum Schluss mal wieder deutsche Musik, und zwar von der Band BILK das Lied Ph&#228;nomenal. Mehr Informationen auf www.slowgerman.com</itunes:summary>
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      <pubDate>Fri, 13 Mar 2009 02:01:35 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #047: Unregelm&#228;&#223;ige Verben</title>
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      <description>Alessio hat sich gew&#252;nscht, dass ich die unregelm&#228;&#223;igen Verben spreche. Das tue ich in dieser Folge. Nach den Verben ist immer etwas Pause, so dass Ihr mitsprechen k&#246;nnt. Die Liste der Verben k&#246;nnt Ihr als PDF auf slowgerman.com herunterladen.</description>
      <itunes:subtitle>Alessio hat sich gew&#252;nscht, dass ich die unregelm&#228;&#223;igen Verben spreche. Das tue ich in dieser Folge. Nach den Verben ist immer etwas Pause, so dass Ihr mitsprechen k&#246;nnt. Die Liste der Verben k&#246;nnt Ihr als PDF auf slowgerman.com herunterladen.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alessio hat sich gew&#252;nscht, dass ich die unregelm&#228;&#223;igen Verben spreche. Das tue ich in dieser Folge. Nach den Verben ist immer etwas Pause, so dass Ihr mitsprechen k&#246;nnt. Die Liste der Verben k&#246;nnt Ihr als PDF auf slowgerman.com herunterladen.</itunes:summary>
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      <pubDate>Thu, 26 Feb 2009 01:44:51 -0800</pubDate>
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      <title>Slow German #046: Deutsche Kunst</title>
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      <description>Vor einiger Zeit war ich im Franz-Marc-Museum in Kochel. Weil Sara mich gebeten hat, &#252;ber deutsche Kunst zu sprechen, werde ich das heute tun. Ich werde Euch etwas erz&#228;hlen vom Blauen Reiter. Der Blaue Reiter war ein K&#252;nstlerkreis in M&#252;nchen. Gegr&#252;ndet wurde er von Franz Marc und Wassily Kandinsky 1911. Sie wollten die festgefahrenen Traditionen der akademischen Malerei befreien. Mit dabei waren auch August Macke, Alexej von Jawlensky und Kandinskys Lebensgef&#228;hrtin Gabriele M&#252;nter. Sie alle sind bis heute ber&#252;hmte K&#252;nstler, deren Werke in vielen Museen weltweit zu sehen sind. Gemeinsam brachten sie einen Almanach heraus und organisierten Ausstellungen. Die abstrakten, farbenfrohen und oft grafisch wirkenden Bilder von Wassily Kandinsky sind bis heute auf Postern, Postkarten und allen m&#246;glichen anderen Gegenst&#228;nden zu sehen. Er ist eigentlich schon fast ein Pop-Art-K&#252;nstler, auch wenn er nat&#252;rlich offiziell nicht zu dieser Gruppe geh&#246;rt. Franz Marc ist ber&#252;hmt geworden durch seine im...</description>
      <itunes:subtitle>Vor einiger Zeit war ich im Franz-Marc-Museum in Kochel. Weil Sara mich gebeten hat, &#252;ber deutsche Kunst zu sprechen, werde ich das heute tun. Ich werde Euch etwas erz&#228;hlen vom Blauen Reiter. Der Blaue Reiter war ein K&#252;nstlerkreis in M&#252;nchen. Gegr&#252;ndet wurde er von Franz Marc und Wassily Kandinsky 1911. Sie wollten die festgefahrenen Traditionen der akademischen Malerei befreien. Mit dabei waren auch August Macke, Alexej von Jawlensky und Kandinskys Lebensgef&#228;hrtin Gabriele M&#252;nter. Sie alle sind bis heute ber&#252;hmte K&#252;nstler, deren Werke in vielen Museen weltweit zu sehen sind. Gemeinsam brachten sie einen Almanach heraus und organisierten Ausstellungen. Die abstrakten, farbenfrohen und oft grafisch wirkenden Bilder von Wassily Kandinsky sind bis heute auf Postern, Postkarten und allen m&#246;glichen anderen Gegenst&#228;nden zu sehen. Er ist eigentlich schon fast ein Pop-Art-K&#252;nstler, auch wenn er nat&#252;rlich offiziell nicht zu dieser Gruppe geh&#246;rt. Franz Marc ist ber&#252;hmt geworden durch seine immer weiter verfremdeten Bilder von Pferden und anderen Tieren. Besonders interessant ist es, wenn man in Bayern nach den Spuren dieser K&#252;nstler sucht. Zum Beispiel lebten sie lange in Schwabing, genauer gesagt in der Ainmillerstra&#223;e. Schwabing ist ein Stadtteil von M&#252;nchen, der in den 20er-Jahren ber&#252;hmt war f&#252;r seine K&#252;nstlerateliers. Hier in den Kneipen trafen sich ber&#252;hmte Autoren und Maler. Wenn die K&#252;nstler genug hatten von der Stadt, gingen sie aufs Land. Franz Marc und Kandinsky lie&#223;en sich in Murnau nieder, am Kochelsee. Es ist wundersch&#246;n dort &#8211; man f&#228;hrt von M&#252;nchen aus gut eine Stunde mit dem Auto Richtung S&#252;den und in die Alpen hinein. Und dort steht dann zum einen das so genannte Russenhaus, in dem Kandinsky und M&#252;nter lebten, und das gerade modernisierte und erweiterte Franz-Marc-Museum. Es ist tragisch, dass einige dieser interessanten K&#252;nstler so jung gestorben sind. Franz Marc und August Macke fielen im Ersten Weltkrieg, Marc war gerade mal 36 Jahre alt. Kandinsky ging zur&#252;ck nach Ru&#223;land und lebte sp&#228;ter in Paris, wo er 1944 starb. Der Blaue Reiter existierte nicht mehr, und M&#252;nchen war nicht l&#228;nger eine internationale Kunst- und Kulturhauptstadt. Wenn Ihr nach M&#252;nchen kommt, dann m&#252;sst Ihr unbedingt in das Lenbachhaus gehen. Das Lenbachhaus ist mein Lieblingsmuseum. Es ist eine sch&#246;ne Villa, die beinahe so aussieht, als st&#252;nde sie in der Toskana. Dabei liegt sie mitten in M&#252;nchen, gleich in der N&#228;he des K&#246;nigsplatzes. Hier sind viele Bilder des Blauen Reiter zu sehen, viele davon wurden von Gabriele M&#252;nter der Stadt M&#252;nchen geschenkt. Im Moment ist eine Kandinsky-Sonderausstellung hier zu sehen, die sp&#228;ter in diesem Jahr nach Paris weiterzieht und nach New York. Was die deutsche Kunstszene heute macht? Sie ist weiterhin lebendig. Es gibt einige gro&#223;e Namen, haupts&#228;chlich allerdings sind es M&#228;nner. Zum Beispiel J&#246;rg Immendorff und Georg Baselitz. Ich empfehle Euch die Werke von Gerhard Richter, vor allem die &#228;lteren Gem&#228;lde von ihm. Den Link zu seiner Homepage (http://www.gerhard-richter.com/) gibt es unter slowgerman.com. Kontakt: podcast@slowgerman.com Homepage: www.slowgerman.com Twitter: twitter.com/slowgerman</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Vor einiger Zeit war ich im Franz-Marc-Museum in Kochel. Weil Sara mich gebeten hat, &#252;ber deutsche Kunst zu sprechen, werde ich das heute tun. Ich werde Euch etwas erz&#228;hlen vom Blauen Reiter. Der Blaue Reiter war ein K&#252;nstlerkreis in M&#252;nchen. Gegr&#252;ndet wurde er von Franz Marc und Wassily Kandinsky 1911. Sie wollten die festgefahrenen Traditionen der akademischen Malerei befreien. Mit dabei waren auch August Macke, Alexej von Jawlensky und Kandinskys Lebensgef&#228;hrtin Gabriele M&#252;nter. Sie alle sind bis heute ber&#252;hmte K&#252;nstler, deren Werke in vielen Museen weltweit zu sehen sind. Gemeinsam brachten sie einen Almanach heraus und organisierten Ausstellungen. Die abstrakten, farbenfrohen und oft grafisch wirkenden Bilder von Wassily Kandinsky sind bis heute auf Postern, Postkarten und allen m&#246;glichen anderen Gegenst&#228;nden zu sehen. Er ist eigentlich schon fast ein Pop-Art-K&#252;nstler, auch wenn er nat&#252;rlich offiziell nicht zu dieser Gruppe geh&#246;rt. Franz Marc ist ber&#252;hmt geworden durch seine immer weiter verfremdeten Bilder von Pferden und anderen Tieren. Besonders interessant ist es, wenn man in Bayern nach den Spuren dieser K&#252;nstler sucht. Zum Beispiel lebten sie lange in Schwabing, genauer gesagt in der Ainmillerstra&#223;e. Schwabing ist ein Stadtteil von M&#252;nchen, der in den 20er-Jahren ber&#252;hmt war f&#252;r seine K&#252;nstlerateliers. Hier in den Kneipen trafen sich ber&#252;hmte Autoren und Maler. Wenn die K&#252;nstler genug hatten von der Stadt, gingen sie aufs Land. Franz Marc und Kandinsky lie&#223;en sich in Murnau nieder, am Kochelsee. Es ist wundersch&#246;n dort &#8211; man f&#228;hrt von M&#252;nchen aus gut eine Stunde mit dem Auto Richtung S&#252;den und in die Alpen hinein. Und dort steht dann zum einen das so genannte Russenhaus, in dem Kandinsky und M&#252;nter lebten, und das gerade modernisierte und erweiterte Franz-Marc-Museum. Es ist tragisch, dass einige dieser interessanten K&#252;nstler so jung gestorben sind. Franz Marc und August Macke fielen im Ersten Weltkrieg, Marc war gerade mal 36 Jahre alt. Kandinsky ging zur&#252;ck nach Ru&#223;land und lebte sp&#228;ter in Paris, wo er 1944 starb. Der Blaue Reiter existierte nicht mehr, und M&#252;nchen war nicht l&#228;nger eine internationale Kunst- und Kulturhauptstadt. Wenn Ihr nach M&#252;nchen kommt, dann m&#252;sst Ihr unbedingt in das Lenbachhaus gehen. Das Lenbachhaus ist mein Lieblingsmuseum. Es ist eine sch&#246;ne Villa, die beinahe so aussieht, als st&#252;nde sie in der Toskana. Dabei liegt sie mitten in M&#252;nchen, gleich in der N&#228;he des K&#246;nigsplatzes. Hier sind viele Bilder des Blauen Reiter zu sehen, viele davon wurden von Gabriele M&#252;nter der Stadt M&#252;nchen geschenkt. Im Moment ist eine Kandinsky-Sonderausstellung hier zu sehen, die sp&#228;ter in diesem Jahr nach Paris weiterzieht und nach New York. Was die deutsche Kunstszene heute macht? Sie ist weiterhin lebendig. Es gibt einige gro&#223;e Namen, haupts&#228;chlich allerdings sind es M&#228;nner. Zum Beispiel J&#246;rg Immendorff und Georg Baselitz. Ich empfehle Euch die Werke von Gerhard Richter, vor allem die &#228;lteren Gem&#228;lde von ihm. Den Link zu seiner Homepage (http://www.gerhard-richter.com/) gibt es unter slowgerman.com. Kontakt: podcast@slowgerman.com Homepage: www.slowgerman.com Twitter: twitter.com/slowgerman</itunes:summary>
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      <pubDate>Wed, 18 Feb 2009 23:55:35 -0800</pubDate>
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      <title>Slow German #045: Deutsche Literatur</title>
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      <description>Ivan aus Bulgarien interessiert sich f&#252;r deutsche Literatur. Es ist schwer, so ein Thema in eine einzige Podcastfolge zu packen &#8211; ich versuche es dennoch. Wie immer sage ich Euch einfach, was ich pers&#246;nlich gerne lese. Eine vollst&#228;ndige Liste aller deutschen Autoren wird das hier jedenfalls nicht werden! Nat&#252;rlich kennt jedes Kind hier in Deutschland Schiller und Goethe. In der Schule lernt man viel &#252;ber diese gro&#223;en deutschen Dichter. Ich selbst hatte im Gymnasium in den letzten zwei Jahren meiner Ausbildung Deutsch als Leistungskurs. Das bedeutet: Man sucht sich in den letzten zwei Jahren der Schulzeit zwei F&#228;cher aus, auf die man sich konzentriert. Man verbringt mehr Zeit mit diesen beiden F&#228;chern. Nat&#252;rlich gibt es bestimmte Regeln, welche F&#228;cher das sein k&#246;nnen. Bei mir waren es Englisch und Deutsch &#8211; und im Deutsch-Leistungskurs haben wir sehr viel &#252;ber Goethe gelernt. Viele Wochen lang haben wir uns nur mit &#8222;Faust&#8220; besch&#228;ftigt. Wir haben es gelesen, besprochen und drei versch...</description>
      <itunes:subtitle>Ivan aus Bulgarien interessiert sich f&#252;r deutsche Literatur. Es ist schwer, so ein Thema in eine einzige Podcastfolge zu packen &#8211; ich versuche es dennoch. Wie immer sage ich Euch einfach, was ich pers&#246;nlich gerne lese. Eine vollst&#228;ndige Liste aller deutschen Autoren wird das hier jedenfalls nicht werden! Nat&#252;rlich kennt jedes Kind hier in Deutschland Schiller und Goethe. In der Schule lernt man viel &#252;ber diese gro&#223;en deutschen Dichter. Ich selbst hatte im Gymnasium in den letzten zwei Jahren meiner Ausbildung Deutsch als Leistungskurs. Das bedeutet: Man sucht sich in den letzten zwei Jahren der Schulzeit zwei F&#228;cher aus, auf die man sich konzentriert. Man verbringt mehr Zeit mit diesen beiden F&#228;chern. Nat&#252;rlich gibt es bestimmte Regeln, welche F&#228;cher das sein k&#246;nnen. Bei mir waren es Englisch und Deutsch &#8211; und im Deutsch-Leistungskurs haben wir sehr viel &#252;ber Goethe gelernt. Viele Wochen lang haben wir uns nur mit &#8222;Faust&#8220; besch&#228;ftigt. Wir haben es gelesen, besprochen und drei verschiedene Theatervorstellungen von &#8222;Faust&#8220; angesehen. Aber ich gebe zu: F&#252;r einen Deutschlernenden und auch f&#252;r viele Deutsche ist das schwere Kost. Also schwer zu verstehen. Damals sind wir &#252;brigens auch mit der ganzen Klasse nach Weimar gefahren &#8211; dort hat Goethe lange Zeit gelebt. Wenn es um alte B&#252;cher geht, dann stehen in meinem Regal allerdings nicht Schiller und Goethe, sondern Heinrich Heine. Er galt als revolution&#228;r und sehr modern und daher hatte er auch viele Kritiker. Ich habe viele alte B&#252;cher von ihm. Am Liebsten mag ich aber drei dicke B&#228;nde, die seine Briefe zusammenfassen. Heine hat wunderbare Briefe geschrieben! Aus solchen Briefen kann man sehr gut herauslesen, was f&#252;r ein Mensch er wohl war. Aber wandern wir weiter in die Zukunft. Gerade war ein Film in den deutschen Kinos namens &#8222;Buddenbrooks&#8220;. Das ist ein ber&#252;hmtes Buch von Thomas Mann, in dem es um eine Kaufmannsfamilie geht. Ich finde man kann es ein wenig vergleichen mit &#8222;Jenseits von Eden&#8220; von John Steinbeck. Ich habe das Buch erst diesen Sommer gelesen und fand es gut &#8211; es ist allerdings fast 700 Seiten dick. Noch weiter in die Zukunft! Bertolt Brecht und Erich K&#228;stner &#252;berspringe ich. Sie sind aber nat&#252;rlich sehr wichtig! N&#228;chste Station: Hermann Hesse. Seine B&#252;cher &#8222;Siddharta&#8220; und &#8222;Der Steppenwolf&#8220; habe ich sehr gemocht. Immer geht es eigentlich um die Suche nach dem eigenen Ich und nach dem Sinn des Lebens. Wahrscheinlich lesen deswegen so viele junge Deutsche gerne Hesse. Gerade habe ich von Stefan Zweig die &#8222;Schachnovelle&#8220; gelesen, ein sehr d&#252;nnes Buch &#252;ber einen Schachspieler an Bord eines Schiffes. Ich fand es sehr interessant! So, und schon sind wir in der Gegenwart. Hier &#252;berspringe ich G&#252;nter Grass und Martin Walser und widme mich den j&#252;ngeren Autoren. Walter Moers schreibt wunderbare B&#252;cher, die wie M&#228;rchen f&#252;r Erwachsene sind. Allen voran nat&#252;rlich &#8222;Die 13 &#189; Leben des K&#228;pt'n Blaub&#228;r&#8220;. Andreas Eschbach und Frank Sch&#228;tzing sind Bestsellerautoren, die Science-Fiction schreiben. Mein guter Freund Richard liest selber gerne deutsche B&#252;cher, und er empfiehlt Euch allen &#8222;Herr Lehmann&#8220; von Sven Regener, &#8222;Die Entdeckung der Currywurst&#8220; von Uwe Timm &#8211; wobei ich das f&#252;r sprachlich sehr anspruchsvoll halte, &#8222;Momo&#8220; von Michael Ende und noch einige mehr. Links gibt es auf meiner Seite. Wenn ich Euch gute deutsche B&#252;cher empfehlen soll, dann lege ich Euch Patrick S&#252;skind ans Herz. Sein wohl ber&#252;hmtestes Buch ist &#8222;Das Parfum&#8220;, aber ich habe gerade &#8222;Die Geschichte von Herrn Sommer&#8220; gelesen und es hat mich ger&#252;hrt. Besonders sch&#246;n zu lesen sind auch Glossen und Kolumnen der bekanntesten deutschen Kolumnisten Max Goldt, Harald Martenstein, Axel Hacke oder Harry Rowohlt. Habt Ihr Buchempfehlungen? Dann schreibt in die Kommentarfunktion auf slowgerman.com! Ich bin sicher, ich habe die H&#228;lfte meiner Lieblingsb&#252;cher hier vergessen. Dann gibt es eben irgendwann noch einmal eine Folge &#252;ber Literatur. Kontakt: podcast@slowgerman.com Homepage: www.slowgerman.com Twitter: twitter.com/slowgerman</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Ivan aus Bulgarien interessiert sich f&#252;r deutsche Literatur. Es ist schwer, so ein Thema in eine einzige Podcastfolge zu packen &#8211; ich versuche es dennoch. Wie immer sage ich Euch einfach, was ich pers&#246;nlich gerne lese. Eine vollst&#228;ndige Liste aller deutschen Autoren wird das hier jedenfalls nicht werden! Nat&#252;rlich kennt jedes Kind hier in Deutschland Schiller und Goethe. In der Schule lernt man viel &#252;ber diese gro&#223;en deutschen Dichter. Ich selbst hatte im Gymnasium in den letzten zwei Jahren meiner Ausbildung Deutsch als Leistungskurs. Das bedeutet: Man sucht sich in den letzten zwei Jahren der Schulzeit zwei F&#228;cher aus, auf die man sich konzentriert. Man verbringt mehr Zeit mit diesen beiden F&#228;chern. Nat&#252;rlich gibt es bestimmte Regeln, welche F&#228;cher das sein k&#246;nnen. Bei mir waren es Englisch und Deutsch &#8211; und im Deutsch-Leistungskurs haben wir sehr viel &#252;ber Goethe gelernt. Viele Wochen lang haben wir uns nur mit &#8222;Faust&#8220; besch&#228;ftigt. Wir haben es gelesen, besprochen und drei verschiedene Theatervorstellungen von &#8222;Faust&#8220; angesehen. Aber ich gebe zu: F&#252;r einen Deutschlernenden und auch f&#252;r viele Deutsche ist das schwere Kost. Also schwer zu verstehen. Damals sind wir &#252;brigens auch mit der ganzen Klasse nach Weimar gefahren &#8211; dort hat Goethe lange Zeit gelebt. Wenn es um alte B&#252;cher geht, dann stehen in meinem Regal allerdings nicht Schiller und Goethe, sondern Heinrich Heine. Er galt als revolution&#228;r und sehr modern und daher hatte er auch viele Kritiker. Ich habe viele alte B&#252;cher von ihm. Am Liebsten mag ich aber drei dicke B&#228;nde, die seine Briefe zusammenfassen. Heine hat wunderbare Briefe geschrieben! Aus solchen Briefen kann man sehr gut herauslesen, was f&#252;r ein Mensch er wohl war. Aber wandern wir weiter in die Zukunft. Gerade war ein Film in den deutschen Kinos namens &#8222;Buddenbrooks&#8220;. Das ist ein ber&#252;hmtes Buch von Thomas Mann, in dem es um eine Kaufmannsfamilie geht. Ich finde man kann es ein wenig vergleichen mit &#8222;Jenseits von Eden&#8220; von John Steinbeck. Ich habe das Buch erst diesen Sommer gelesen und fand es gut &#8211; es ist allerdings fast 700 Seiten dick. Noch weiter in die Zukunft! Bertolt Brecht und Erich K&#228;stner &#252;berspringe ich. Sie sind aber nat&#252;rlich sehr wichtig! N&#228;chste Station: Hermann Hesse. Seine B&#252;cher &#8222;Siddharta&#8220; und &#8222;Der Steppenwolf&#8220; habe ich sehr gemocht. Immer geht es eigentlich um die Suche nach dem eigenen Ich und nach dem Sinn des Lebens. Wahrscheinlich lesen deswegen so viele junge Deutsche gerne Hesse. Gerade habe ich von Stefan Zweig die &#8222;Schachnovelle&#8220; gelesen, ein sehr d&#252;nnes Buch &#252;ber einen Schachspieler an Bord eines Schiffes. Ich fand es sehr interessant! So, und schon sind wir in der Gegenwart. Hier &#252;berspringe ich G&#252;nter Grass und Martin Walser und widme mich den j&#252;ngeren Autoren. Walter Moers schreibt wunderbare B&#252;cher, die wie M&#228;rchen f&#252;r Erwachsene sind. Allen voran nat&#252;rlich &#8222;Die 13 &#189; Leben des K&#228;pt'n Blaub&#228;r&#8220;. Andreas Eschbach und Frank Sch&#228;tzing sind Bestsellerautoren, die Science-Fiction schreiben. Mein guter Freund Richard liest selber gerne deutsche B&#252;cher, und er empfiehlt Euch allen &#8222;Herr Lehmann&#8220; von Sven Regener, &#8222;Die Entdeckung der Currywurst&#8220; von Uwe Timm &#8211; wobei ich das f&#252;r sprachlich sehr anspruchsvoll halte, &#8222;Momo&#8220; von Michael Ende und noch einige mehr. Links gibt es auf meiner Seite. Wenn ich Euch gute deutsche B&#252;cher empfehlen soll, dann lege ich Euch Patrick S&#252;skind ans Herz. Sein wohl ber&#252;hmtestes Buch ist &#8222;Das Parfum&#8220;, aber ich habe gerade &#8222;Die Geschichte von Herrn Sommer&#8220; gelesen und es hat mich ger&#252;hrt. Besonders sch&#246;n zu lesen sind auch Glossen und Kolumnen der bekanntesten deutschen Kolumnisten Max Goldt, Harald Martenstein, Axel Hacke oder Harry Rowohlt. Habt Ihr Buchempfehlungen? Dann schreibt in die Kommentarfunktion auf slowgerman.com! Ich bin sicher, ich habe die H&#228;lfte meiner Lieblingsb&#252;cher hier vergessen. Dann gibt es eben irgendwann noch einmal eine Folge &#252;ber Literatur. Kontakt: podcast@slowgerman.com Homepage: www.slowgerman.com Twitter: twitter.com/slowgerman</itunes:summary>
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      <pubDate>Wed, 11 Feb 2009 23:59:09 -0800</pubDate>
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      <title>Slow German #044: Essen</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/24042263-Slow-German-044-Essen</link>
      <description>Leah aus Kalifornien hat mich gebeten, &#252;ber das Essen zu schreiben. Da bekomme ich ja sofort Hunger! Man sagt auch: Da l&#228;uft mir das Wasser im Munde zusammen. Also, legen wir los! Was essen wir hier in Deutschland? Kartoffeln und Sauerkraut? Das sind die Vorurteile, die man in der Welt hat. Die Realit&#228;t sieht anders aus. Die Deutschen lieben gutes Essen, und sie lieben internationales Essen. Ein scharfes Curry oder ein s&#252;&#223;-saures chinesisches Essen, ein s&#252;&#223;er italienischer Nachtisch hinterher &#8211; das ist wunderbar! Essen ist Mode. Daher gibt es Trends, die sich ver&#228;ndern. Als ich ein Kind war, ging man meistens zum Griechen zum Essen oder zum Jugoslawen. Dort gab es dann meistens sehr viel Fleisch mit viel Knoblauch zu essen. Heute isst man lieber italienisch oder indisch. Nicht ganz so fettig, nicht ganz so viel Fleisch. Ein typisches Modeessen f&#252;r alle, die nicht dick werden wollen, ist Salat mit Putenbruststreifen. Das gibt es wirklich in jedem Lokal auf der Speisekarte. Dazu eine ...</description>
      <itunes:subtitle>Leah aus Kalifornien hat mich gebeten, &#252;ber das Essen zu schreiben. Da bekomme ich ja sofort Hunger! Man sagt auch: Da l&#228;uft mir das Wasser im Munde zusammen. Also, legen wir los! Was essen wir hier in Deutschland? Kartoffeln und Sauerkraut? Das sind die Vorurteile, die man in der Welt hat. Die Realit&#228;t sieht anders aus. Die Deutschen lieben gutes Essen, und sie lieben internationales Essen. Ein scharfes Curry oder ein s&#252;&#223;-saures chinesisches Essen, ein s&#252;&#223;er italienischer Nachtisch hinterher &#8211; das ist wunderbar! Essen ist Mode. Daher gibt es Trends, die sich ver&#228;ndern. Als ich ein Kind war, ging man meistens zum Griechen zum Essen oder zum Jugoslawen. Dort gab es dann meistens sehr viel Fleisch mit viel Knoblauch zu essen. Heute isst man lieber italienisch oder indisch. Nicht ganz so fettig, nicht ganz so viel Fleisch. Ein typisches Modeessen f&#252;r alle, die nicht dick werden wollen, ist Salat mit Putenbruststreifen. Das gibt es wirklich in jedem Lokal auf der Speisekarte. Dazu eine Apfelschorle, das Modegetr&#228;nk der Deutschen. Wenn man zum Essen geht, muss man zun&#228;chst oft telefonisch einen Tisch reservieren. Gerade bei beliebten Restaurants sind sonst alle Tische besetzt. Hat man seinen Platz gefunden, bekommt man eine Speisekarte und kann sich etwas aussuchen. Vielleicht zun&#228;chst eine Vorspeise? Oder ein kleiner Salat zum Hauptgericht? Und nat&#252;rlich danach noch eine Nachspeise, ein Dessert. Und einen Kaffee, einen Espresso oder Capucchino. Wenn man m&#246;chte, kann man so lange man will am Tisch sitzenbleiben. Anders als in Amerika. Dort wird man nach dem Essen h&#246;flich aufgefordert, die Rechnung zu bezahlen und zu gehen. In Deutschland passiert es oft, dass man nach dem Essen noch sitzen bleibt, einen Kaffee trinkt oder eine Flasche Wein bestellt, und lange einfach nur redet. Irgendwann ist jedoch auch der sch&#246;nste Restaurantbesuch zu Ende und man bestellt beim Kellner oder der Bedienung die Rechnung. Man gibt gute zehn Prozent Trinkgeld, bezahlt die Rechnung und geht nach Hause. Momentan ist in Deutschland allerdings das Kochfieber ausgebrochen. W&#228;hrend es fr&#252;her schick war, Essen zu gehen, isst man heute in der eigenen Wohnung. Im Fernsehen gibt es zahllose Kochshows, viele K&#246;che sind zu Fernsehstars geworden. Was in England Jamie Oliver ist, ist bei uns Tim M&#228;lzer. Ich finde diesen Trend super. Vor zwei Jahren habe ich selber angefangen zu kochen. Aber ich koche nicht gerne allein. Am meisten Spa&#223; macht es, wenn zwei oder drei Freunde zusammen kochen. Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn etwas mal nicht schmeckt &#8211; denn dann sind alle drei K&#246;che schuld daran! Kontakt: podcast@slowgerman.com Homepage: www.slowgerman.com Twitter: twitter.com/slowgerman</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Leah aus Kalifornien hat mich gebeten, &#252;ber das Essen zu schreiben. Da bekomme ich ja sofort Hunger! Man sagt auch: Da l&#228;uft mir das Wasser im Munde zusammen. Also, legen wir los! Was essen wir hier in Deutschland? Kartoffeln und Sauerkraut? Das sind die Vorurteile, die man in der Welt hat. Die Realit&#228;t sieht anders aus. Die Deutschen lieben gutes Essen, und sie lieben internationales Essen. Ein scharfes Curry oder ein s&#252;&#223;-saures chinesisches Essen, ein s&#252;&#223;er italienischer Nachtisch hinterher &#8211; das ist wunderbar! Essen ist Mode. Daher gibt es Trends, die sich ver&#228;ndern. Als ich ein Kind war, ging man meistens zum Griechen zum Essen oder zum Jugoslawen. Dort gab es dann meistens sehr viel Fleisch mit viel Knoblauch zu essen. Heute isst man lieber italienisch oder indisch. Nicht ganz so fettig, nicht ganz so viel Fleisch. Ein typisches Modeessen f&#252;r alle, die nicht dick werden wollen, ist Salat mit Putenbruststreifen. Das gibt es wirklich in jedem Lokal auf der Speisekarte. Dazu eine Apfelschorle, das Modegetr&#228;nk der Deutschen. Wenn man zum Essen geht, muss man zun&#228;chst oft telefonisch einen Tisch reservieren. Gerade bei beliebten Restaurants sind sonst alle Tische besetzt. Hat man seinen Platz gefunden, bekommt man eine Speisekarte und kann sich etwas aussuchen. Vielleicht zun&#228;chst eine Vorspeise? Oder ein kleiner Salat zum Hauptgericht? Und nat&#252;rlich danach noch eine Nachspeise, ein Dessert. Und einen Kaffee, einen Espresso oder Capucchino. Wenn man m&#246;chte, kann man so lange man will am Tisch sitzenbleiben. Anders als in Amerika. Dort wird man nach dem Essen h&#246;flich aufgefordert, die Rechnung zu bezahlen und zu gehen. In Deutschland passiert es oft, dass man nach dem Essen noch sitzen bleibt, einen Kaffee trinkt oder eine Flasche Wein bestellt, und lange einfach nur redet. Irgendwann ist jedoch auch der sch&#246;nste Restaurantbesuch zu Ende und man bestellt beim Kellner oder der Bedienung die Rechnung. Man gibt gute zehn Prozent Trinkgeld, bezahlt die Rechnung und geht nach Hause. Momentan ist in Deutschland allerdings das Kochfieber ausgebrochen. W&#228;hrend es fr&#252;her schick war, Essen zu gehen, isst man heute in der eigenen Wohnung. Im Fernsehen gibt es zahllose Kochshows, viele K&#246;che sind zu Fernsehstars geworden. Was in England Jamie Oliver ist, ist bei uns Tim M&#228;lzer. Ich finde diesen Trend super. Vor zwei Jahren habe ich selber angefangen zu kochen. Aber ich koche nicht gerne allein. Am meisten Spa&#223; macht es, wenn zwei oder drei Freunde zusammen kochen. Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn etwas mal nicht schmeckt &#8211; denn dann sind alle drei K&#246;che schuld daran! Kontakt: podcast@slowgerman.com Homepage: www.slowgerman.com Twitter: twitter.com/slowgerman</itunes:summary>
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      <pubDate>Thu, 05 Feb 2009 00:57:24 -0800</pubDate>
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      <title>Slow German #043: Stauffenberg</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/23978635-Slow-German-043-Stauffenberg</link>
      <description>Gerade ist im Kino der Film &#8222;Operation Walk&#252;re &#8211; Das Stauffenberg-Attentat&#8220; angelaufen. Tom Cruise spielt darin die Hauptrolle. Gedreht wurde der Film haupts&#228;chlich in Berlin. Viele der Schauspieler sind bekannte Deutsche. Ich selber werde ihn mir nicht ansehen &#8211; und zwar weil Tom Cruise die Hauptrolle spielt. Das &#228;rgert mich. Denn eigentlich sollte der wunderbare deutsche Schauspieler Thomas Kretschmann die Hauptrolle spielen. Doch dann meldete sich Tom Cruise aus Hollywood und schnappte ihm die Rolle weg. Aber vielleicht ist Thomas Kretschmann heute froh dar&#252;ber, dass er die Rolle nicht gespielt hat. Denn ich habe viele schlechte Kritiken &#252;ber den Film gelesen. Dort wird vor allem kritisiert, dass der Film viele Tatsachen falsch darstellt. Historisch ist der Film also nicht korrekt. Au&#223;erdem scheint es ein typischer Hollywoodfilm zu sein mit vielen Explosionen, Spannung, Action und aufregender Musik. Ich finde in diesem Fall w&#228;re es sinnvoller, eine Charakterstudie zu machen. Also...</description>
      <itunes:subtitle>Gerade ist im Kino der Film &#8222;Operation Walk&#252;re &#8211; Das Stauffenberg-Attentat&#8220; angelaufen. Tom Cruise spielt darin die Hauptrolle. Gedreht wurde der Film haupts&#228;chlich in Berlin. Viele der Schauspieler sind bekannte Deutsche. Ich selber werde ihn mir nicht ansehen &#8211; und zwar weil Tom Cruise die Hauptrolle spielt. Das &#228;rgert mich. Denn eigentlich sollte der wunderbare deutsche Schauspieler Thomas Kretschmann die Hauptrolle spielen. Doch dann meldete sich Tom Cruise aus Hollywood und schnappte ihm die Rolle weg. Aber vielleicht ist Thomas Kretschmann heute froh dar&#252;ber, dass er die Rolle nicht gespielt hat. Denn ich habe viele schlechte Kritiken &#252;ber den Film gelesen. Dort wird vor allem kritisiert, dass der Film viele Tatsachen falsch darstellt. Historisch ist der Film also nicht korrekt. Au&#223;erdem scheint es ein typischer Hollywoodfilm zu sein mit vielen Explosionen, Spannung, Action und aufregender Musik. Ich finde in diesem Fall w&#228;re es sinnvoller, eine Charakterstudie zu machen. Also genauer darauf einzugehen, was Stauffenberg gef&#252;hlt, gedacht und geplant hat. Was f&#252;r ein Mensch er war. Ein paar Fakten will ich Euch hier erz&#228;hlen. Sein voller Name war Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg. Daran merkt man also schon, dass er ein Adeliger war. Nach dem Abitur ging er zum Milit&#228;r und machte dort Karriere. Er wurde Leutnant, Offizier und Oberst. Er heiratete 1933 seine Frau Nina und sie bekamen f&#252;nf Kinder. Politisch war Stauffenberg eher auf der konservativen Seite, war aber nicht gegen alles, was die Nationalsozialisten und der neue Reichskanzler Hitler beschlossen. Als der Zweite Weltkrieg begann, hatte er verschiedene Aufgaben. 1943 wurde er bei einem Angriff von Tieffliegern schwer verletzt &#8211; er verlor ein Auge, eine Hand und zwei Finger der anderen Hand. Immer mehr w&#228;chst in ihm der Wunsch, dem Nazi-Regime ein Ende zu machen. Angeblich schon seit 1941. Es gibt unterschiedliche Gr&#252;nde, die immer wieder genannt werden. Nicht alle waren heldenhaft. Stauffenberg war offenbar gegen eine parlamentarische Demokratie und hatte wohl auch keine wirklich zukunftsweisenden Visionen. Dennoch arbeitete er mit weiteren hohen Milit&#228;rs, die meisten von ihnen ebenfalls adelig, einen Plan aus, den Operationsplan Walk&#252;re. Mit diesem Plan wollte man gegen innere Unruhen k&#228;mpfen. Das war die offizielle Version. Aber in diesem Plan steckte ein Staatsstreich: Hitler sollte ermordet werden, wichtige Befehlshaber verhaftet. Stauffenberg selbst sollte das Attentat aus&#252;ben, dann aber eine andere Gruppe daf&#252;r verantwortlich machen. Zwei Mal versuchte Stauffenberg, Hitler zu t&#246;ten &#8211; beide Male musste er sein Vorhaben abbrechen. Beim dritten Versuch deponierte Stauffenberg Sprengstoff in der N&#228;he von Hitler &#8211; bei der Explosion wurden vier Menschen get&#246;tet &#8211; Hitler und 19 weitere &#252;berlebten. Die Operation Walk&#252;re scheiterte, Stauffenberg und die anderen wurden verhaftet und erschossen. Hier in Deutschland wird viel &#252;ber den Film mit Tom Cruise diskutiert. Zum einen wird kritisiert, dass ein Schauspieler, der offen Scientologe ist, den Hitler-Attent&#228;ter spielt. Zum anderen wird aber auch gelobt, dass durch diesen Film auf der ganzen Welt bekannt wird, dass es mutige Menschen wie Stauffenberg gab. Ihr kennt bestimmt auch die Geschichte der Geschwister Scholl, die hier in M&#252;nchen Widerstand gegen die Nazis geleistet haben. Wenn Euch Graf Stauffenberg und der Widerstand gegen Hitler interessiert, dann habe ich einen Tipp f&#252;r Euch: Es gibt eine gute Seite des ZDF im Internet, also des Zweiten Deutschen Fernsehens, in dem man noch mehr &#252;ber dieses Thema lesen kann. Den Link (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,7504547,00.html) findet Ihr auf meiner Seite slowgerman.com. Kontakt: podcast@slowgerman.com Homepage: www.slowgerman.com Twitter: twitter.com/slowgerman</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Gerade ist im Kino der Film &#8222;Operation Walk&#252;re &#8211; Das Stauffenberg-Attentat&#8220; angelaufen. Tom Cruise spielt darin die Hauptrolle. Gedreht wurde der Film haupts&#228;chlich in Berlin. Viele der Schauspieler sind bekannte Deutsche. Ich selber werde ihn mir nicht ansehen &#8211; und zwar weil Tom Cruise die Hauptrolle spielt. Das &#228;rgert mich. Denn eigentlich sollte der wunderbare deutsche Schauspieler Thomas Kretschmann die Hauptrolle spielen. Doch dann meldete sich Tom Cruise aus Hollywood und schnappte ihm die Rolle weg. Aber vielleicht ist Thomas Kretschmann heute froh dar&#252;ber, dass er die Rolle nicht gespielt hat. Denn ich habe viele schlechte Kritiken &#252;ber den Film gelesen. Dort wird vor allem kritisiert, dass der Film viele Tatsachen falsch darstellt. Historisch ist der Film also nicht korrekt. Au&#223;erdem scheint es ein typischer Hollywoodfilm zu sein mit vielen Explosionen, Spannung, Action und aufregender Musik. Ich finde in diesem Fall w&#228;re es sinnvoller, eine Charakterstudie zu machen. Also genauer darauf einzugehen, was Stauffenberg gef&#252;hlt, gedacht und geplant hat. Was f&#252;r ein Mensch er war. Ein paar Fakten will ich Euch hier erz&#228;hlen. Sein voller Name war Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg. Daran merkt man also schon, dass er ein Adeliger war. Nach dem Abitur ging er zum Milit&#228;r und machte dort Karriere. Er wurde Leutnant, Offizier und Oberst. Er heiratete 1933 seine Frau Nina und sie bekamen f&#252;nf Kinder. Politisch war Stauffenberg eher auf der konservativen Seite, war aber nicht gegen alles, was die Nationalsozialisten und der neue Reichskanzler Hitler beschlossen. Als der Zweite Weltkrieg begann, hatte er verschiedene Aufgaben. 1943 wurde er bei einem Angriff von Tieffliegern schwer verletzt &#8211; er verlor ein Auge, eine Hand und zwei Finger der anderen Hand. Immer mehr w&#228;chst in ihm der Wunsch, dem Nazi-Regime ein Ende zu machen. Angeblich schon seit 1941. Es gibt unterschiedliche Gr&#252;nde, die immer wieder genannt werden. Nicht alle waren heldenhaft. Stauffenberg war offenbar gegen eine parlamentarische Demokratie und hatte wohl auch keine wirklich zukunftsweisenden Visionen. Dennoch arbeitete er mit weiteren hohen Milit&#228;rs, die meisten von ihnen ebenfalls adelig, einen Plan aus, den Operationsplan Walk&#252;re. Mit diesem Plan wollte man gegen innere Unruhen k&#228;mpfen. Das war die offizielle Version. Aber in diesem Plan steckte ein Staatsstreich: Hitler sollte ermordet werden, wichtige Befehlshaber verhaftet. Stauffenberg selbst sollte das Attentat aus&#252;ben, dann aber eine andere Gruppe daf&#252;r verantwortlich machen. Zwei Mal versuchte Stauffenberg, Hitler zu t&#246;ten &#8211; beide Male musste er sein Vorhaben abbrechen. Beim dritten Versuch deponierte Stauffenberg Sprengstoff in der N&#228;he von Hitler &#8211; bei der Explosion wurden vier Menschen get&#246;tet &#8211; Hitler und 19 weitere &#252;berlebten. Die Operation Walk&#252;re scheiterte, Stauffenberg und die anderen wurden verhaftet und erschossen. Hier in Deutschland wird viel &#252;ber den Film mit Tom Cruise diskutiert. Zum einen wird kritisiert, dass ein Schauspieler, der offen Scientologe ist, den Hitler-Attent&#228;ter spielt. Zum anderen wird aber auch gelobt, dass durch diesen Film auf der ganzen Welt bekannt wird, dass es mutige Menschen wie Stauffenberg gab. Ihr kennt bestimmt auch die Geschichte der Geschwister Scholl, die hier in M&#252;nchen Widerstand gegen die Nazis geleistet haben. Wenn Euch Graf Stauffenberg und der Widerstand gegen Hitler interessiert, dann habe ich einen Tipp f&#252;r Euch: Es gibt eine gute Seite des ZDF im Internet, also des Zweiten Deutschen Fernsehens, in dem man noch mehr &#252;ber dieses Thema lesen kann. Den Link (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,7504547,00.html) findet Ihr auf meiner Seite slowgerman.com. Kontakt: podcast@slowgerman.com Homepage: www.slowgerman.com Twitter: twitter.com/slowgerman</itunes:summary>
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      <pubDate>Thu, 29 Jan 2009 04:21:26 -0800</pubDate>
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      <title>Slow German #042: Finns Reise im Schlafanzug</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/23810926-Slow-German-042-Finns-Reise-im-Schlafanzug</link>
      <description>Mehr Info: www.finnsreise.de Geschichten kaufen (und PDF): http://finnsreise.tradebit.de/files.php/3-Musik-MP3 Kuck mal, was ich gefunden habe!&#8220;, ruft Hannibal die Weltenbummler-Maus. Mit einem gro&#223;en Satz h&#252;pft er auf die Bettdecke und l&#228;uft so schnell es geht zu Finns Gesicht. In seiner Hand h&#228;lt er ein St&#252;ck Seil aus dickem, festem Draht. Stolz h&#228;lt er es vor Finns Augen. Finn reibt sich die Augen, denn eigentlich war er gerade eingeschlafen. Noch etwas m&#252;de setzt er sich auf und sieht seinen kleinen Freund Hannibal neugierig an. &#8222;Was ist denn das?&#8220;, fragt Finn und schaut sich das silberfarbene Teil in Hannibals Hand etwas genauer an. &#8222;Na was schon&#8220;, sagt Hannibal ungeduldig. Aber Finn kommt nicht drauf. &#8222;Ein Drahtseil, nat&#252;rlich!&#8220;, ruft Hannibal und dr&#252;ckt Finn das St&#252;ck Seil in die Hand. Kaum hat Finn es ber&#252;hrt, h&#246;rt er auch schon ein lautes Knistern. Er f&#252;hlt sich, als w&#252;rde er auf bunten Wolken schweben. Doch im n&#228;chsten Augenblick plumpst er auf den Boden. Ist er etwa aus s...</description>
      <itunes:subtitle>Mehr Info: www.finnsreise.de Geschichten kaufen (und PDF): http://finnsreise.tradebit.de/files.php/3-Musik-MP3 Kuck mal, was ich gefunden habe!&#8220;, ruft Hannibal die Weltenbummler-Maus. Mit einem gro&#223;en Satz h&#252;pft er auf die Bettdecke und l&#228;uft so schnell es geht zu Finns Gesicht. In seiner Hand h&#228;lt er ein St&#252;ck Seil aus dickem, festem Draht. Stolz h&#228;lt er es vor Finns Augen. Finn reibt sich die Augen, denn eigentlich war er gerade eingeschlafen. Noch etwas m&#252;de setzt er sich auf und sieht seinen kleinen Freund Hannibal neugierig an. &#8222;Was ist denn das?&#8220;, fragt Finn und schaut sich das silberfarbene Teil in Hannibals Hand etwas genauer an. &#8222;Na was schon&#8220;, sagt Hannibal ungeduldig. Aber Finn kommt nicht drauf. &#8222;Ein Drahtseil, nat&#252;rlich!&#8220;, ruft Hannibal und dr&#252;ckt Finn das St&#252;ck Seil in die Hand. Kaum hat Finn es ber&#252;hrt, h&#246;rt er auch schon ein lautes Knistern. Er f&#252;hlt sich, als w&#252;rde er auf bunten Wolken schweben. Doch im n&#228;chsten Augenblick plumpst er auf den Boden. Ist er etwa aus seinem Bett gefallen? Nein, denn der Boden um ihn herum ist kr&#228;ftiges gr&#252;nes Gras, es f&#252;hlt sich ganz anders an als der flauschige blaue Teppichboden in seinem Kinderzimmer. Seine Reise im Schlafanzug hat begonnen. Aber wo er und Hannibal gelandet sind, das muss er erst noch herausfinden. Finn steht auf und sieht an sich herunter. Ein paar gr&#252;ne Bl&#228;tter kleben an seiner Schlafanzugshose. Um ihn herum sind lauter Pflanzen, mit riesigen gr&#252;nen Bl&#228;ttern und bunten Bl&#252;ten, die s&#252;&#223;lich duften. Von &#252;berall her ist Vogelgezwitscher zu h&#246;ren und ein gro&#223;er K&#228;fer krabbelt &#252;ber den Boden. &#8222;Komm schnell&#8220;, ruft Hannibal, der ungeduldig an Finns Hosenbein zupft. &#8222;Wir m&#252;ssen uns beeilen, die Schule beginnt bald.&#8220; Finn schaut seinen kleinen Freund ungl&#228;ubig an: &#8222;Welche Schule denn?&#8220; Hannibal zeigt ins Tal hinunter. Erst jetzt bemerkt Finn, dass sie sich auf einem hohen Berg befinden. Und auch um die beiden herum kann Finn nur Berge erkennen. Einer neben dem anderen, und alle sind mit gro&#223;en gr&#252;nen B&#228;umen bewachsen. Als Finn noch einmal ins Tal schaut, wird ihm ganz mulmig. &#8222;Da m&#252;ssen wir runter?&#8220;, fragt er etwas &#228;ngstlich. &#8222;Und wie sollen wir das machen?&#8220; Hannibal l&#228;chelt und zeigt seinem Freund eine Rolle aus Eisen. So eine Rolle hat er schon einmal gesehen, auf einem Abenteuer-Spielplatz. Da konnte er sich an ein Seil h&#228;ngen und von einem Mast zum anderen schwingen. Das hatte ihm Spa&#223; gemacht und er hatte sich wie Tarzan im Dschungel gef&#252;hlt. Doch was hatte solch eine Rolle mit der Schule im Tal zu tun? &#8222;Was sollen wir denn damit machen?&#8220;, fragt er. &#8222;Na, wir machen es wie alle anderen auch&#8220;, antwortet Hannibal und zeigt auf drei kolumbianische Kinder, die bei einem dicken Mast stehen. Von dort f&#252;hrt ein starkes Drahtseil zu einem der gegen&#252;berliegenden Berge. Jetzt bemerkt Finn auch auf den anderen Bergen weitere Seile. Diese h&#228;ngen hoch &#252;ber den T&#228;lern, es w&#252;rde sogar ein Hochhaus unter sie passen. Den breiten und wilden Fluss im Tal kann man kaum noch erkennen. &#8222;Das glaube ich nicht! Du machst doch einen Scherz, Hannibal. Oder?&#8220;, fragt Finn seinen Freund. Hannibal lacht und antwortet nur: &#8222;Nein, wir schauen uns das nur an. Das ist n&#228;mlich ganz sch&#246;n schwierig und sehr gef&#228;hrlich.&#8220; Finn und Hannibal schauen die drei Kinder erwartungsvoll an. Alle haben eine Art G&#252;rtel mit einem verl&#228;ngerten Riemen. Damit machen sie sich an der Rolle und am Seil fest. Die Kinder zeigen Finn eine Holzgabel. &#8222;Wenn sie bremsen m&#246;chten, dr&#252;cken sie die Gabel gegen das Seil&#8220;, erkl&#228;rt Hannibal. Finn dreht sich zu den Kindern um. Eines hat sich bereits an das Seil geh&#228;ngt, st&#246;&#223;t sich kr&#228;ftig vom Boden ab und gleitet wie ein Trapezk&#252;nstler in Richtung des gegen&#252;berliegenden Berges. &#8222;Warum gibt es hier denn keine Stra&#223;en oder keine Br&#252;cken?&#8220;, fragt Finn nachdenklich. &#8222;Das w&#228;re doch viel sicherer.&#8220; Hannibal nickt. &#8222;Das stimmt wohl&#8220;, antwortet er. &#8222;Aber Stra&#223;en und Br&#252;cken sind sehr teuer und die Menschen hier in Kolumbien sind sehr arm.&#8220; Finn nickt und traut seinen Augen nicht. Am Seil vom gegen&#252;berliegenden Berg kommt eine Kuh an. Ungl&#228;ubig starrt er Hannibal an. &#8222;Das Seil transportiert nicht nur Menschen, sondern auch Tiere und wenn es sein muss, dann auch ein M&#246;belst&#252;ck&#8220;, erkl&#228;rt Hannibal, der inzwischen auf Finns Schulter sitzt und ungeduldig an seinem Ohr zieht. &#8222;Komm, wir m&#252;ssen gehen. Es ist schon sp&#228;t!&#8220;, fl&#252;stert er ihm ins Ohr. &#8222;Was? Jetzt schon?&#8220;, fragt Finn. &#8222;Ich wollte doch noch einen fliegenden Teppich oder einen fliegenden Schrank sehen&#8220;, sagt Finn entt&#228;uscht. &#8222;Das n&#228;chste Mal vielleicht&#8220;, antwortet Hannibal. Und als Finn das St&#252;ck Seil in seiner Hand zu Boden fallen l&#228;sst, h&#246;rt er wieder das laute Knistern und schwebt auf den bunten Wolken, die ihn schnell nach Hause in sein weiches warmes Bett tragen. Er ist m&#252;de geworden und kuschelt sich mit Hannibal ganz tief in seine Daunendecke ein. &#8222;Bin ich froh, dass wir Stra&#223;en und Gehwege haben, auf denen ich zur Schule gehen kann&#8220;, denkt er sich und schl&#228;ft, von der Reise ganz ersch&#246;pft, ein.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Mehr Info: www.finnsreise.de Geschichten kaufen (und PDF): http://finnsreise.tradebit.de/files.php/3-Musik-MP3 Kuck mal, was ich gefunden habe!&#8220;, ruft Hannibal die Weltenbummler-Maus. Mit einem gro&#223;en Satz h&#252;pft er auf die Bettdecke und l&#228;uft so schnell es geht zu Finns Gesicht. In seiner Hand h&#228;lt er ein St&#252;ck Seil aus dickem, festem Draht. Stolz h&#228;lt er es vor Finns Augen. Finn reibt sich die Augen, denn eigentlich war er gerade eingeschlafen. Noch etwas m&#252;de setzt er sich auf und sieht seinen kleinen Freund Hannibal neugierig an. &#8222;Was ist denn das?&#8220;, fragt Finn und schaut sich das silberfarbene Teil in Hannibals Hand etwas genauer an. &#8222;Na was schon&#8220;, sagt Hannibal ungeduldig. Aber Finn kommt nicht drauf. &#8222;Ein Drahtseil, nat&#252;rlich!&#8220;, ruft Hannibal und dr&#252;ckt Finn das St&#252;ck Seil in die Hand. Kaum hat Finn es ber&#252;hrt, h&#246;rt er auch schon ein lautes Knistern. Er f&#252;hlt sich, als w&#252;rde er auf bunten Wolken schweben. Doch im n&#228;chsten Augenblick plumpst er auf den Boden. Ist er etwa aus seinem Bett gefallen? Nein, denn der Boden um ihn herum ist kr&#228;ftiges gr&#252;nes Gras, es f&#252;hlt sich ganz anders an als der flauschige blaue Teppichboden in seinem Kinderzimmer. Seine Reise im Schlafanzug hat begonnen. Aber wo er und Hannibal gelandet sind, das muss er erst noch herausfinden. Finn steht auf und sieht an sich herunter. Ein paar gr&#252;ne Bl&#228;tter kleben an seiner Schlafanzugshose. Um ihn herum sind lauter Pflanzen, mit riesigen gr&#252;nen Bl&#228;ttern und bunten Bl&#252;ten, die s&#252;&#223;lich duften. Von &#252;berall her ist Vogelgezwitscher zu h&#246;ren und ein gro&#223;er K&#228;fer krabbelt &#252;ber den Boden. &#8222;Komm schnell&#8220;, ruft Hannibal, der ungeduldig an Finns Hosenbein zupft. &#8222;Wir m&#252;ssen uns beeilen, die Schule beginnt bald.&#8220; Finn schaut seinen kleinen Freund ungl&#228;ubig an: &#8222;Welche Schule denn?&#8220; Hannibal zeigt ins Tal hinunter. Erst jetzt bemerkt Finn, dass sie sich auf einem hohen Berg befinden. Und auch um die beiden herum kann Finn nur Berge erkennen. Einer neben dem anderen, und alle sind mit gro&#223;en gr&#252;nen B&#228;umen bewachsen. Als Finn noch einmal ins Tal schaut, wird ihm ganz mulmig. &#8222;Da m&#252;ssen wir runter?&#8220;, fragt er etwas &#228;ngstlich. &#8222;Und wie sollen wir das machen?&#8220; Hannibal l&#228;chelt und zeigt seinem Freund eine Rolle aus Eisen. So eine Rolle hat er schon einmal gesehen, auf einem Abenteuer-Spielplatz. Da konnte er sich an ein Seil h&#228;ngen und von einem Mast zum anderen schwingen. Das hatte ihm Spa&#223; gemacht und er hatte sich wie Tarzan im Dschungel gef&#252;hlt. Doch was hatte solch eine Rolle mit der Schule im Tal zu tun? &#8222;Was sollen wir denn damit machen?&#8220;, fragt er. &#8222;Na, wir machen es wie alle anderen auch&#8220;, antwortet Hannibal und zeigt auf drei kolumbianische Kinder, die bei einem dicken Mast stehen. Von dort f&#252;hrt ein starkes Drahtseil zu einem der gegen&#252;berliegenden Berge. Jetzt bemerkt Finn auch auf den anderen Bergen weitere Seile. Diese h&#228;ngen hoch &#252;ber den T&#228;lern, es w&#252;rde sogar ein Hochhaus unter sie passen. Den breiten und wilden Fluss im Tal kann man kaum noch erkennen. &#8222;Das glaube ich nicht! Du machst doch einen Scherz, Hannibal. Oder?&#8220;, fragt Finn seinen Freund. Hannibal lacht und antwortet nur: &#8222;Nein, wir schauen uns das nur an. Das ist n&#228;mlich ganz sch&#246;n schwierig und sehr gef&#228;hrlich.&#8220; Finn und Hannibal schauen die drei Kinder erwartungsvoll an. Alle haben eine Art G&#252;rtel mit einem verl&#228;ngerten Riemen. Damit machen sie sich an der Rolle und am Seil fest. Die Kinder zeigen Finn eine Holzgabel. &#8222;Wenn sie bremsen m&#246;chten, dr&#252;cken sie die Gabel gegen das Seil&#8220;, erkl&#228;rt Hannibal. Finn dreht sich zu den Kindern um. Eines hat sich bereits an das Seil geh&#228;ngt, st&#246;&#223;t sich kr&#228;ftig vom Boden ab und gleitet wie ein Trapezk&#252;nstler in Richtung des gegen&#252;berliegenden Berges. &#8222;Warum gibt es hier denn keine Stra&#223;en oder keine Br&#252;cken?&#8220;, fragt Finn nachdenklich. &#8222;Das w&#228;re doch viel sicherer.&#8220; Hannibal nickt. &#8222;Das stimmt wohl&#8220;, antwortet er. &#8222;Aber Stra&#223;en und Br&#252;cken sind sehr teuer und die Menschen hier in Kolumbien sind sehr arm.&#8220; Finn nickt und traut seinen Augen nicht. Am Seil vom gegen&#252;berliegenden Berg kommt eine Kuh an. Ungl&#228;ubig starrt er Hannibal an. &#8222;Das Seil transportiert nicht nur Menschen, sondern auch Tiere und wenn es sein muss, dann auch ein M&#246;belst&#252;ck&#8220;, erkl&#228;rt Hannibal, der inzwischen auf Finns Schulter sitzt und ungeduldig an seinem Ohr zieht. &#8222;Komm, wir m&#252;ssen gehen. Es ist schon sp&#228;t!&#8220;, fl&#252;stert er ihm ins Ohr. &#8222;Was? Jetzt schon?&#8220;, fragt Finn. &#8222;Ich wollte doch noch einen fliegenden Teppich oder einen fliegenden Schrank sehen&#8220;, sagt Finn entt&#228;uscht. &#8222;Das n&#228;chste Mal vielleicht&#8220;, antwortet Hannibal. Und als Finn das St&#252;ck Seil in seiner Hand zu Boden fallen l&#228;sst, h&#246;rt er wieder das laute Knistern und schwebt auf den bunten Wolken, die ihn schnell nach Hause in sein weiches warmes Bett tragen. Er ist m&#252;de geworden und kuschelt sich mit Hannibal ganz tief in seine Daunendecke ein. &#8222;Bin ich froh, dass wir Stra&#223;en und Gehwege haben, auf denen ich zur Schule gehen kann&#8220;, denkt er sich und schl&#228;ft, von der Reise ganz ersch&#246;pft, ein.</itunes:summary>
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      <pubDate>Tue, 23 Dec 2008 15:00:19 -0800</pubDate>
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      <title>Slow German #041: Weihnachten</title>
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      <description>Ich kann es selber kaum glauben - aber ich habe Euch noch gar nichts von Weihnachten erz&#228;hlt! Also hole ich das heute nach. In Deutschland ist Weihnachten das wahrscheinlich wichtigste Fest des Jahres. Ich wei&#223;, Ostern ist f&#252;r die Christen noch viel wichtiger, aber Weihnachten ist auch f&#252;r weniger religi&#246;se Menschen wie mich ein gro&#223;es Datum. Ich habe Euch ja schon erz&#228;hlt, dass es in Deutschland den Advent gibt. Die vier Sonntage vor Weihnachten wird also jeweils eine Kerze angez&#252;ndet auf einem Adventskranz. Und man hat einen Adventskalender, hinter dessen T&#252;rchen jeden Tag Schokolade oder etwas anderes zu finden ist. Ist diese Wartezeit endlich vorbei, dann ist Weihnachten. Wir feiern schon am 24. Dezember. In meiner Familie beginnt der Tag nach einem sch&#246;nen Fr&#252;hst&#252;ck und Mittagessen damit, dass wir den Tannenbaum von drau&#223;en hereinholen, ihn in der Wohnung aufstellen und gemeinsam schm&#252;cken. Das macht aber jede Familie anders. Dann ziehen wir uns festlich an, versammeln uns wenn...</description>
      <itunes:subtitle>Ich kann es selber kaum glauben - aber ich habe Euch noch gar nichts von Weihnachten erz&#228;hlt! Also hole ich das heute nach. In Deutschland ist Weihnachten das wahrscheinlich wichtigste Fest des Jahres. Ich wei&#223;, Ostern ist f&#252;r die Christen noch viel wichtiger, aber Weihnachten ist auch f&#252;r weniger religi&#246;se Menschen wie mich ein gro&#223;es Datum. Ich habe Euch ja schon erz&#228;hlt, dass es in Deutschland den Advent gibt. Die vier Sonntage vor Weihnachten wird also jeweils eine Kerze angez&#252;ndet auf einem Adventskranz. Und man hat einen Adventskalender, hinter dessen T&#252;rchen jeden Tag Schokolade oder etwas anderes zu finden ist. Ist diese Wartezeit endlich vorbei, dann ist Weihnachten. Wir feiern schon am 24. Dezember. In meiner Familie beginnt der Tag nach einem sch&#246;nen Fr&#252;hst&#252;ck und Mittagessen damit, dass wir den Tannenbaum von drau&#223;en hereinholen, ihn in der Wohnung aufstellen und gemeinsam schm&#252;cken. Das macht aber jede Familie anders. Dann ziehen wir uns festlich an, versammeln uns wenn es dunkel ist um den sch&#246;nen Baum, h&#246;ren Weihnachtsmusik und z&#252;nden die Kerzen an. Und dann ist die Bescherung. Wir &#252;berreichen einander die Geschenke und packen sie aus. Danach gibt es ein festliches Essen. In vielen Familien gibt es am Heiligabend selber nichts Besonderes zu essen, sondern erst am ersten Weihnachts-Feiertag, also am 25. Dezember. Bei uns aber gibt es schon am 24. abends ein leckeres Fondue. Ich habe Euch ja schon erz&#228;hlt, dass ich nicht religi&#246;s bin. F&#252;r mich ist Weihnachten ein Familienfest, ein Ritual, auf das ich mich freue. Aber nat&#252;rlich respektiere ich es, wenn die Christen in meiner Umgebung an diesem Tag die Geburt von Jesus feiern m&#246;chten. Viele von ihnen gehen am 24. Dezember in die Kirche. Es gibt verschiedene M&#246;glichkeiten, das zu tun. Man kann schon am Nachmittag in die Kirche gehen - dann gibt es meist eine Kindermette mit Krippenspiel, oder man geht sp&#228;t abends, gegen Mitternacht. Dann ist die Kirche festlich erleuchtet, am Altar steht ein geschm&#252;ckter Baum mit Kerzen und man sieht eine geschnitzte Krippe mit den Figuren von Maria und Josef und dem Neugeborenen. Bei dieser Christmette, wie der Gottesdienst genannt wird, sind die Kirchen in Deutschland voll. Auch viele der Menschen, die sonst nie in die Kirche gehen, m&#246;chten sich diesen besonderen Abend nicht entgehen lassen. Am 25. und 26. Dezember ist in Deutschland gesetzlicher Feiertag, die meisten Menschen m&#252;ssen also nicht arbeiten. Diese Zeit wird oft genutzt, um die Familie zu besuchen und mit ihnen noch einmal zu feiern. Ich w&#252;nsche Euch jetzt auch: Frohe Weihnachten! Und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Ich kann es selber kaum glauben - aber ich habe Euch noch gar nichts von Weihnachten erz&#228;hlt! Also hole ich das heute nach. In Deutschland ist Weihnachten das wahrscheinlich wichtigste Fest des Jahres. Ich wei&#223;, Ostern ist f&#252;r die Christen noch viel wichtiger, aber Weihnachten ist auch f&#252;r weniger religi&#246;se Menschen wie mich ein gro&#223;es Datum. Ich habe Euch ja schon erz&#228;hlt, dass es in Deutschland den Advent gibt. Die vier Sonntage vor Weihnachten wird also jeweils eine Kerze angez&#252;ndet auf einem Adventskranz. Und man hat einen Adventskalender, hinter dessen T&#252;rchen jeden Tag Schokolade oder etwas anderes zu finden ist. Ist diese Wartezeit endlich vorbei, dann ist Weihnachten. Wir feiern schon am 24. Dezember. In meiner Familie beginnt der Tag nach einem sch&#246;nen Fr&#252;hst&#252;ck und Mittagessen damit, dass wir den Tannenbaum von drau&#223;en hereinholen, ihn in der Wohnung aufstellen und gemeinsam schm&#252;cken. Das macht aber jede Familie anders. Dann ziehen wir uns festlich an, versammeln uns wenn es dunkel ist um den sch&#246;nen Baum, h&#246;ren Weihnachtsmusik und z&#252;nden die Kerzen an. Und dann ist die Bescherung. Wir &#252;berreichen einander die Geschenke und packen sie aus. Danach gibt es ein festliches Essen. In vielen Familien gibt es am Heiligabend selber nichts Besonderes zu essen, sondern erst am ersten Weihnachts-Feiertag, also am 25. Dezember. Bei uns aber gibt es schon am 24. abends ein leckeres Fondue. Ich habe Euch ja schon erz&#228;hlt, dass ich nicht religi&#246;s bin. F&#252;r mich ist Weihnachten ein Familienfest, ein Ritual, auf das ich mich freue. Aber nat&#252;rlich respektiere ich es, wenn die Christen in meiner Umgebung an diesem Tag die Geburt von Jesus feiern m&#246;chten. Viele von ihnen gehen am 24. Dezember in die Kirche. Es gibt verschiedene M&#246;glichkeiten, das zu tun. Man kann schon am Nachmittag in die Kirche gehen - dann gibt es meist eine Kindermette mit Krippenspiel, oder man geht sp&#228;t abends, gegen Mitternacht. Dann ist die Kirche festlich erleuchtet, am Altar steht ein geschm&#252;ckter Baum mit Kerzen und man sieht eine geschnitzte Krippe mit den Figuren von Maria und Josef und dem Neugeborenen. Bei dieser Christmette, wie der Gottesdienst genannt wird, sind die Kirchen in Deutschland voll. Auch viele der Menschen, die sonst nie in die Kirche gehen, m&#246;chten sich diesen besonderen Abend nicht entgehen lassen. Am 25. und 26. Dezember ist in Deutschland gesetzlicher Feiertag, die meisten Menschen m&#252;ssen also nicht arbeiten. Diese Zeit wird oft genutzt, um die Familie zu besuchen und mit ihnen noch einmal zu feiern. Ich w&#252;nsche Euch jetzt auch: Frohe Weihnachten! Und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.</itunes:summary>
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      <pubDate>Sun, 21 Dec 2008 15:15:49 -0800</pubDate>
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      <title>Slow German #040: Beruf und Karriere</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/23754656-Slow-German-040-Beruf-und-Karriere</link>
      <description>Vicki aus den USA m&#246;chte, dass ich &#252;ber Beruf und Karriere spreche. Ich werde es versuchen. Alles beginnt nat&#252;rlich mit einer guten Ausbildung. Man kann zum Beispiel an einer Universit&#228;t studieren. Oder man macht ein Praktikum, man arbeitet also einige Zeit bei einer Firma, um dort etwas zu lernen. Danach f&#228;ngt eine schwierige Zeit an: Man muss sich n&#228;mlich bei verschiedenen Firmen bewerben. Dazu sucht man zum Beispiel im Internet oder im Stellenmarkt der Tageszeitung nach Anzeigen. Viele Firmen suchen durch Anzeigen neue Mitarbeiter. Wenn man dieser Firma dann schreiben m&#246;chte, muss man ihnen eine Bewerbungsmappe schicken. In der Mappe enthalten sind ein Lebenslauf, meistens auch ein Foto, dazu noch Zeugnisse oder Arbeitsproben. Wenn die Personalabteilung der Firma diese Mappe gut findet, wird man zu einem Vorstellungsgespr&#228;ch eingeladen. Hier versucht man sich m&#246;glichst positiv zu pr&#228;sentieren. Denn wenn das Gespr&#228;ch gut l&#228;uft, hat man den Job. Wenn nicht, dann bekommt ihn ein and...</description>
      <itunes:subtitle>Vicki aus den USA m&#246;chte, dass ich &#252;ber Beruf und Karriere spreche. Ich werde es versuchen. Alles beginnt nat&#252;rlich mit einer guten Ausbildung. Man kann zum Beispiel an einer Universit&#228;t studieren. Oder man macht ein Praktikum, man arbeitet also einige Zeit bei einer Firma, um dort etwas zu lernen. Danach f&#228;ngt eine schwierige Zeit an: Man muss sich n&#228;mlich bei verschiedenen Firmen bewerben. Dazu sucht man zum Beispiel im Internet oder im Stellenmarkt der Tageszeitung nach Anzeigen. Viele Firmen suchen durch Anzeigen neue Mitarbeiter. Wenn man dieser Firma dann schreiben m&#246;chte, muss man ihnen eine Bewerbungsmappe schicken. In der Mappe enthalten sind ein Lebenslauf, meistens auch ein Foto, dazu noch Zeugnisse oder Arbeitsproben. Wenn die Personalabteilung der Firma diese Mappe gut findet, wird man zu einem Vorstellungsgespr&#228;ch eingeladen. Hier versucht man sich m&#246;glichst positiv zu pr&#228;sentieren. Denn wenn das Gespr&#228;ch gut l&#228;uft, hat man den Job. Wenn nicht, dann bekommt ihn ein anderer Bewerber. Bevor man allerdings anf&#228;ngt zu arbeiten, muss man meistens erst einen Arbeitsvertrag unterschreiben. In diesem Vertrag wird festgehalten, wie viele Stunden man arbeiten muss und wieviel Geld man verdient. Manchmal ist dieser Vertrag Verhandlungssache - das hei&#223;t, man kann in einem Gespr&#228;ch festlegen, wie hoch die Summen sind. Manchmal aber, vor allem in bestimmten Branchen, sind die Preise bereits festgelegt. Das nennt man Tarifvertr&#228;ge. Diese Tarife wurden bereits in der Vergangenheit ausgehandelt und gelten dann f&#252;r alle in diesem Bereich t&#228;tigen Menschen. Zum Beispiel: Wenn ich einen Workshop halte bei einer Firma, dann kann ich sagen, wie teuer das ist, und die Firma entscheidet dann, ob sie diesen Preis zahlen m&#246;chte. Wenn ich aber f&#252;r einen Radiosender wie den Bayerischen Rundfunk arbeite, dann bekomme ich genau das gleiche Geld wie meine Kollegen. Ich kann nicht verhandeln oder mehr verlangen. Wer gerne immer mehr Geld verdienen m&#246;chte und immer wichtiger sein will in seiner Firma, den nennt man in Deutschland einen Karrieristen. Er m&#246;chte die Karriereleiter emporklettern. Oft sind das sehr ehrgeizige Menschen. Und viele Firmen haben eine klare Hierarchie, bei der man Stufe um Stufe erklimmen kann. Wichtig ist den meisten Menschen nat&#252;rlich, wieviel Geld sie verdienen. Diesen Betrag nennt man Gehalt. Oft redet man vom Nettogehalt. Das ist dann das Geld, das man tats&#228;chlich vom Arbeitgeber bekommt. Denn der zieht schon Betr&#228;ge ab, zum Beispiel f&#252;r Kranken- oder Rentenversicherung. Auch die Steuer wird gleich an das Finanzamt abgef&#252;hrt. Ein Angestellter bekommt daf&#252;r jedes Jahr vom Finanzamt eine Lohnsteuerkarte. Diese Karte gibt er bei seinem Arbeitgeber ab. Am Ende des Jahres wird auf dieser Karte eingetragen, wie viele Steuern der Arbeiter gezahlt hat. Bei mir ist es anders. Ich bin kein Angestellter. Ich bin freiberuflich und selbst&#228;ndig. Das bedeutet, ich muss mich selber um alles k&#252;mmern, um die Krankenversicherung und die Rentenversicherung und auch um die Steuer. Daf&#252;r kann ich aber f&#252;r viele verschiedene Firmen arbeiten und bin flexibel. Ich habe keine festen Arbeitszeiten, wie andere Menschen. Viele Menschen, die als Verk&#228;ufer arbeiten, arbeiten &#252;brigens auf Provision. Sie bekommen also einen Anteil an dem, was sie verkauft haben, f&#252;r sich. So, ich hoffe, ich konnte Euch viele neue W&#246;rter beibringen. Ihr wisst ja: Wenn ihr etwas nicht versteht, einfach auf der Internetseite www.slowgerman.com auf das Wort mit der Maus klicken, zwei Mal, dann seht Ihr die englische &#220;bersetzung. Oder Ihr lasst Euch den ganzen Text in Eure Muttersprache &#252;bersetzen, indem Ihr in der rechten Spalte auf die Fahne Eures Landes klickt. Aber Vorsicht: Dann stimmt nat&#252;rlich die Grammatik nicht mehr! Kontakt: podcast@slowgerman.com Homepage: www.slowgerman.com</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Vicki aus den USA m&#246;chte, dass ich &#252;ber Beruf und Karriere spreche. Ich werde es versuchen. Alles beginnt nat&#252;rlich mit einer guten Ausbildung. Man kann zum Beispiel an einer Universit&#228;t studieren. Oder man macht ein Praktikum, man arbeitet also einige Zeit bei einer Firma, um dort etwas zu lernen. Danach f&#228;ngt eine schwierige Zeit an: Man muss sich n&#228;mlich bei verschiedenen Firmen bewerben. Dazu sucht man zum Beispiel im Internet oder im Stellenmarkt der Tageszeitung nach Anzeigen. Viele Firmen suchen durch Anzeigen neue Mitarbeiter. Wenn man dieser Firma dann schreiben m&#246;chte, muss man ihnen eine Bewerbungsmappe schicken. In der Mappe enthalten sind ein Lebenslauf, meistens auch ein Foto, dazu noch Zeugnisse oder Arbeitsproben. Wenn die Personalabteilung der Firma diese Mappe gut findet, wird man zu einem Vorstellungsgespr&#228;ch eingeladen. Hier versucht man sich m&#246;glichst positiv zu pr&#228;sentieren. Denn wenn das Gespr&#228;ch gut l&#228;uft, hat man den Job. Wenn nicht, dann bekommt ihn ein anderer Bewerber. Bevor man allerdings anf&#228;ngt zu arbeiten, muss man meistens erst einen Arbeitsvertrag unterschreiben. In diesem Vertrag wird festgehalten, wie viele Stunden man arbeiten muss und wieviel Geld man verdient. Manchmal ist dieser Vertrag Verhandlungssache - das hei&#223;t, man kann in einem Gespr&#228;ch festlegen, wie hoch die Summen sind. Manchmal aber, vor allem in bestimmten Branchen, sind die Preise bereits festgelegt. Das nennt man Tarifvertr&#228;ge. Diese Tarife wurden bereits in der Vergangenheit ausgehandelt und gelten dann f&#252;r alle in diesem Bereich t&#228;tigen Menschen. Zum Beispiel: Wenn ich einen Workshop halte bei einer Firma, dann kann ich sagen, wie teuer das ist, und die Firma entscheidet dann, ob sie diesen Preis zahlen m&#246;chte. Wenn ich aber f&#252;r einen Radiosender wie den Bayerischen Rundfunk arbeite, dann bekomme ich genau das gleiche Geld wie meine Kollegen. Ich kann nicht verhandeln oder mehr verlangen. Wer gerne immer mehr Geld verdienen m&#246;chte und immer wichtiger sein will in seiner Firma, den nennt man in Deutschland einen Karrieristen. Er m&#246;chte die Karriereleiter emporklettern. Oft sind das sehr ehrgeizige Menschen. Und viele Firmen haben eine klare Hierarchie, bei der man Stufe um Stufe erklimmen kann. Wichtig ist den meisten Menschen nat&#252;rlich, wieviel Geld sie verdienen. Diesen Betrag nennt man Gehalt. Oft redet man vom Nettogehalt. Das ist dann das Geld, das man tats&#228;chlich vom Arbeitgeber bekommt. Denn der zieht schon Betr&#228;ge ab, zum Beispiel f&#252;r Kranken- oder Rentenversicherung. Auch die Steuer wird gleich an das Finanzamt abgef&#252;hrt. Ein Angestellter bekommt daf&#252;r jedes Jahr vom Finanzamt eine Lohnsteuerkarte. Diese Karte gibt er bei seinem Arbeitgeber ab. Am Ende des Jahres wird auf dieser Karte eingetragen, wie viele Steuern der Arbeiter gezahlt hat. Bei mir ist es anders. Ich bin kein Angestellter. Ich bin freiberuflich und selbst&#228;ndig. Das bedeutet, ich muss mich selber um alles k&#252;mmern, um die Krankenversicherung und die Rentenversicherung und auch um die Steuer. Daf&#252;r kann ich aber f&#252;r viele verschiedene Firmen arbeiten und bin flexibel. Ich habe keine festen Arbeitszeiten, wie andere Menschen. Viele Menschen, die als Verk&#228;ufer arbeiten, arbeiten &#252;brigens auf Provision. Sie bekommen also einen Anteil an dem, was sie verkauft haben, f&#252;r sich. So, ich hoffe, ich konnte Euch viele neue W&#246;rter beibringen. Ihr wisst ja: Wenn ihr etwas nicht versteht, einfach auf der Internetseite www.slowgerman.com auf das Wort mit der Maus klicken, zwei Mal, dann seht Ihr die englische &#220;bersetzung. Oder Ihr lasst Euch den ganzen Text in Eure Muttersprache &#252;bersetzen, indem Ihr in der rechten Spalte auf die Fahne Eures Landes klickt. Aber Vorsicht: Dann stimmt nat&#252;rlich die Grammatik nicht mehr! Kontakt: podcast@slowgerman.com Homepage: www.slowgerman.com</itunes:summary>
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      <pubDate>Sun, 14 Dec 2008 15:00:06 -0800</pubDate>
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      <title>Slow German #039: Urlaub</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/23720192-Slow-German-039-Urlaub</link>
      <description>Chris aus Oklahoma hat mich gefragt, wo die Deutschen gerne im Urlaub hinfahren. Ich habe mir jetzt eine aktuelle Statistik angeschaut, und das ist wirklich erstaunlich. 23 Prozent der Deutschen bleiben im Urlaub in ihrem eigenen Land. Ich kann das schon verstehen, denn in Deutschland gibt es viele sch&#246;ne Dinge zu sehen. Man kann an die Nord- oder Ostsee fahren und Urlaub am Strand machen, oder man kann in die bayerischen Alpen fahren und sich die Berge und Seen dort anschauen. Oder man kann nat&#252;rlich auch eine sch&#246;ne St&#228;dtereise machen, zum Beispiel nach Berlin. Aber f&#252;r mich geh&#246;rt zum Urlaub auch dazu, eine andere Kultur und eine andere Sprache zu erleben. Acht Prozent der Deutschen fahren zum Beispiel gerne nach Spanien. Vor allem aber nach Mallorca. Mallorca ist die liebste Urlaubsinsel der Deutschen. Mittlerweile fahren so viele Menschen nach Malle, wie viele es nennen, dass die Menschen dort schon angefangen haben, Deutsch zu sprechen. Es gibt deutsche Restaurants und Kneipen...</description>
      <itunes:subtitle>Chris aus Oklahoma hat mich gefragt, wo die Deutschen gerne im Urlaub hinfahren. Ich habe mir jetzt eine aktuelle Statistik angeschaut, und das ist wirklich erstaunlich. 23 Prozent der Deutschen bleiben im Urlaub in ihrem eigenen Land. Ich kann das schon verstehen, denn in Deutschland gibt es viele sch&#246;ne Dinge zu sehen. Man kann an die Nord- oder Ostsee fahren und Urlaub am Strand machen, oder man kann in die bayerischen Alpen fahren und sich die Berge und Seen dort anschauen. Oder man kann nat&#252;rlich auch eine sch&#246;ne St&#228;dtereise machen, zum Beispiel nach Berlin. Aber f&#252;r mich geh&#246;rt zum Urlaub auch dazu, eine andere Kultur und eine andere Sprache zu erleben. Acht Prozent der Deutschen fahren zum Beispiel gerne nach Spanien. Vor allem aber nach Mallorca. Mallorca ist die liebste Urlaubsinsel der Deutschen. Mittlerweile fahren so viele Menschen nach Malle, wie viele es nennen, dass die Menschen dort schon angefangen haben, Deutsch zu sprechen. Es gibt deutsche Restaurants und Kneipen dort - ich finde das schade. Gleich nach Spanien kommt Italien. Fast sieben Prozent der Deutschen fahren am Liebsten nach Italien. Als ich ein Kind war, sind meine Eltern mit mir mit dem Auto jeden Sommer nach Italien gefahren. Gerade f&#252;r Familien ist das optimal. Das Essen schmeckt allen Kindern, es gibt sch&#246;ne Str&#228;nde, die Menschen sind sehr nett und familienfreundlich und vor allem: Es ist nicht weit weg. Mit dem Auto sind wir von S&#252;ddeutschland aus nur sieben oder acht Stunden unterwegs gewesen. Viele Deutsche reisen auch gerne nach Ungarn, Tschechien oder &#214;sterreich. Oder in den hohen Norden, nach Skandinavien. Und immerhin 3 Prozent tr&#228;umen von Frankreich. Dort w&#252;rde ich gerne n&#228;chstes Jahr Urlaub machen, mal sehen, ob es klappt. Griechenland und Kroatien sind ebenfalls beliebt, und nat&#252;rlich fliegen auch viele Deutsche - rund 3 Prozent - nach Nordamerika. Die meisten meiner Freunde waren auch schon in Thailand, es ist das wahrscheinlich beliebteste Reiseziel in Asien f&#252;r Deutsche. In meiner Familie ist derzeit noch ein Trend zu erkennen: Sie fahren alle nach &#196;gypten und machen dort eine Nil-Kreuzfahrt. Nat&#252;rlich gibt es verschiedene M&#246;glichkeiten, Urlaub zu machen. Man kann mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen oder man f&#228;hrt mit dem Auto oder dem Zug. Und man kann nat&#252;rlich auch mit dem Campingwagen in den Urlaub fahren, dort dann einfach auf einem Campingplatz parken und die Zeit dort verbringen. Man hat eine kleine K&#252;che mit dabei und ein Bett. Viele Camper fahren jedes Jahr an den gleichen Campingplatz, und treffen dort jedes Jahr die gleichen Menschen. F&#252;r viele Deutsche bedeutet Urlaub einfach warmes Wetter, viel Sonne, Strand und gutes Essen. Daher sind die s&#252;dlichen L&#228;nder beliebter als die n&#246;rdlichen. Ich finde es allerdings langweilig, den ganzen Tag am Strand zu liegen. Ich m&#246;chte im Urlaub etwas erleben, ich m&#246;chte viel sehen, viel zu Fu&#223; herumlaufen und neue Eindr&#252;cke sammeln. Ich m&#246;chte versuchen, die Menschen zu beobachten und zu verstehen, und so viel von ihrem Essen zu probieren wie m&#246;glich. Denn andere L&#228;nder sind spannend, findet Ihr nicht auch? Bestimmt. Sonst w&#252;rdet Ihr nicht Deutsch lernen... So, jetzt wieder Musik am Schluss, und zwar von "The Golden Kissers" das St&#252;ck "Der wei&#223;e Matrose". Viel Spa&#223;!</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Chris aus Oklahoma hat mich gefragt, wo die Deutschen gerne im Urlaub hinfahren. Ich habe mir jetzt eine aktuelle Statistik angeschaut, und das ist wirklich erstaunlich. 23 Prozent der Deutschen bleiben im Urlaub in ihrem eigenen Land. Ich kann das schon verstehen, denn in Deutschland gibt es viele sch&#246;ne Dinge zu sehen. Man kann an die Nord- oder Ostsee fahren und Urlaub am Strand machen, oder man kann in die bayerischen Alpen fahren und sich die Berge und Seen dort anschauen. Oder man kann nat&#252;rlich auch eine sch&#246;ne St&#228;dtereise machen, zum Beispiel nach Berlin. Aber f&#252;r mich geh&#246;rt zum Urlaub auch dazu, eine andere Kultur und eine andere Sprache zu erleben. Acht Prozent der Deutschen fahren zum Beispiel gerne nach Spanien. Vor allem aber nach Mallorca. Mallorca ist die liebste Urlaubsinsel der Deutschen. Mittlerweile fahren so viele Menschen nach Malle, wie viele es nennen, dass die Menschen dort schon angefangen haben, Deutsch zu sprechen. Es gibt deutsche Restaurants und Kneipen dort - ich finde das schade. Gleich nach Spanien kommt Italien. Fast sieben Prozent der Deutschen fahren am Liebsten nach Italien. Als ich ein Kind war, sind meine Eltern mit mir mit dem Auto jeden Sommer nach Italien gefahren. Gerade f&#252;r Familien ist das optimal. Das Essen schmeckt allen Kindern, es gibt sch&#246;ne Str&#228;nde, die Menschen sind sehr nett und familienfreundlich und vor allem: Es ist nicht weit weg. Mit dem Auto sind wir von S&#252;ddeutschland aus nur sieben oder acht Stunden unterwegs gewesen. Viele Deutsche reisen auch gerne nach Ungarn, Tschechien oder &#214;sterreich. Oder in den hohen Norden, nach Skandinavien. Und immerhin 3 Prozent tr&#228;umen von Frankreich. Dort w&#252;rde ich gerne n&#228;chstes Jahr Urlaub machen, mal sehen, ob es klappt. Griechenland und Kroatien sind ebenfalls beliebt, und nat&#252;rlich fliegen auch viele Deutsche - rund 3 Prozent - nach Nordamerika. Die meisten meiner Freunde waren auch schon in Thailand, es ist das wahrscheinlich beliebteste Reiseziel in Asien f&#252;r Deutsche. In meiner Familie ist derzeit noch ein Trend zu erkennen: Sie fahren alle nach &#196;gypten und machen dort eine Nil-Kreuzfahrt. Nat&#252;rlich gibt es verschiedene M&#246;glichkeiten, Urlaub zu machen. Man kann mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen oder man f&#228;hrt mit dem Auto oder dem Zug. Und man kann nat&#252;rlich auch mit dem Campingwagen in den Urlaub fahren, dort dann einfach auf einem Campingplatz parken und die Zeit dort verbringen. Man hat eine kleine K&#252;che mit dabei und ein Bett. Viele Camper fahren jedes Jahr an den gleichen Campingplatz, und treffen dort jedes Jahr die gleichen Menschen. F&#252;r viele Deutsche bedeutet Urlaub einfach warmes Wetter, viel Sonne, Strand und gutes Essen. Daher sind die s&#252;dlichen L&#228;nder beliebter als die n&#246;rdlichen. Ich finde es allerdings langweilig, den ganzen Tag am Strand zu liegen. Ich m&#246;chte im Urlaub etwas erleben, ich m&#246;chte viel sehen, viel zu Fu&#223; herumlaufen und neue Eindr&#252;cke sammeln. Ich m&#246;chte versuchen, die Menschen zu beobachten und zu verstehen, und so viel von ihrem Essen zu probieren wie m&#246;glich. Denn andere L&#228;nder sind spannend, findet Ihr nicht auch? Bestimmt. Sonst w&#252;rdet Ihr nicht Deutsch lernen... So, jetzt wieder Musik am Schluss, und zwar von "The Golden Kissers" das St&#252;ck "Der wei&#223;e Matrose". Viel Spa&#223;!</itunes:summary>
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      <pubDate>Mon, 08 Dec 2008 02:06:26 -0800</pubDate>
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      <title>Slow German #038: Einkaufen</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/23686211-Slow-German-038-Einkaufen</link>
      <description>Julio hat mich gefragt, wo wir Deutschen einkaufen und was wir als Geschenk mitnehmen, wenn wir irgendwo eingeladen sind. Da bald Weihnachten ist, erz&#228;hle ich es Euch gerne. In Deutschland ist es wie in vielen anderen L&#228;ndern: Fr&#252;her gab es viele sehr kleine Gesch&#228;fte in der Innenstadt oder in D&#246;rfern. Heute verschwinden diese kleinen L&#228;den immer mehr. Die L&#228;den, in denen man alles m&#246;gliche kaufen konnte, von Lebensmitteln bis hin zu Babywindeln oder &#228;hnlichem nennt man in Deutschland &#252;brigens "Tante-Emma-Laden". Aber wie gesagt: Es gibt nicht mehr viele davon. Heute orientieren sich die Deutschen am amerikanischen Vorbild. Es gibt immer mehr Malls, also Einkaufszentren, in denen viele Gesch&#228;fte unter einem Dach zu finden sind. Vor allem in Deutschland hat dies einen Vorteil: Denn hier ist das Wetter oft sehr schlecht und es regnet viel, da ist es nat&#252;rlich sch&#246;n, wenn man trockenen Fu&#223;es von einem Laden in den n&#228;chsten gehen kann. Schade daran ist, dass diese Einkaufszentren &#252;beral...</description>
      <itunes:subtitle>Julio hat mich gefragt, wo wir Deutschen einkaufen und was wir als Geschenk mitnehmen, wenn wir irgendwo eingeladen sind. Da bald Weihnachten ist, erz&#228;hle ich es Euch gerne. In Deutschland ist es wie in vielen anderen L&#228;ndern: Fr&#252;her gab es viele sehr kleine Gesch&#228;fte in der Innenstadt oder in D&#246;rfern. Heute verschwinden diese kleinen L&#228;den immer mehr. Die L&#228;den, in denen man alles m&#246;gliche kaufen konnte, von Lebensmitteln bis hin zu Babywindeln oder &#228;hnlichem nennt man in Deutschland &#252;brigens "Tante-Emma-Laden". Aber wie gesagt: Es gibt nicht mehr viele davon. Heute orientieren sich die Deutschen am amerikanischen Vorbild. Es gibt immer mehr Malls, also Einkaufszentren, in denen viele Gesch&#228;fte unter einem Dach zu finden sind. Vor allem in Deutschland hat dies einen Vorteil: Denn hier ist das Wetter oft sehr schlecht und es regnet viel, da ist es nat&#252;rlich sch&#246;n, wenn man trockenen Fu&#223;es von einem Laden in den n&#228;chsten gehen kann. Schade daran ist, dass diese Einkaufszentren &#252;berall sehr &#228;hnlich sind. Hier gibt es keine kleinen netten L&#228;den zu entdecken, sondern meistens findet man hier nur die gro&#223;en Ketten. Eine Kette ist in diesem Fall eine Ladenkette. Also zum Beispiel H&amp;M, C&amp;A, Starbucks oder McDonald's. Ich finde es daher langweilig, in anderen St&#228;dten in solche Malls zu gehen - denn sie sehen &#252;berall gleich aus. Viel interessanter sind die vielen kleinen Boutiquen und Gesch&#228;fte, die es in manchen Stra&#223;en in der Innenstadt noch zu finden gibt. Zudem hat nahezu jede deutsche Stadt eine Fu&#223;g&#228;ngerzone, also eine gro&#223;e Stra&#223;e voller Gesch&#228;fte, die nur f&#252;r Fu&#223;g&#228;nger offen ist. Autos, Busse oder Taxen d&#252;rfen hier nicht fahren, auch keine Fahrr&#228;der. Gerade in der Vorweihnachtszeit sind diese Fu&#223;g&#228;ngerzonen aber meistens sehr &#252;berf&#252;llt. Es sind einfach zu viele Menschen unterwegs. Die &#214;ffnungszeiten sind in Deutschland sehr streng geregelt. In M&#252;nchen schlie&#223;en nahezu alle Gesch&#228;fte abends um acht Uhr. Am Sonntag bleiben alle Gesch&#228;fte geschlossen. Auch die Superm&#228;rkte. Man kann dann Lebensmittel wie Milch oder Toastbrot nur bei einer Tankstelle kaufen - meistens zu hohen Preisen. Ausnahmen gibt es nat&#252;rlich schon: In Berlin zum Beispiel haben die Gesch&#228;fte oft l&#228;nger offen, manchmal auch am Sonntag. Ich finde es schade, dass man abends nicht l&#228;nger einkaufen kann. Jeden Sommer wird dar&#252;ber diskutiert, ob man diese &#214;ffnungszeiten nicht ausweiten k&#246;nnte. Aber wenn ich mich daran erinnere, als ich ein Kind war, haben wir heute paradiesische Verh&#228;ltnisse. Als Kind hatten die Gesch&#228;fte nur bis sechs Uhr abends ge&#246;ffnet, und in der kleinen Stadt, in der ich aufgewachsen bin, hatten die meisten L&#228;den am Mittwoch Nachmittag zu. Lebensmittel gibt es entweder im Supermarkt, oder in kleineren Gesch&#228;ften. Es gibt zumindest in Gro&#223;st&#228;dten meistens spezielle Gesch&#228;fte f&#252;r asiatische oder t&#252;rkische Lebensmittel. Im Sommer gibt es an vielen Stra&#223;en Obst-St&#228;nde, wo man sich also Obst und Gem&#252;se direkt frisch kaufen kann. Und es gibt viele Wochenm&#228;rkte. Das bedeutet, dass einmal pro Woche viele H&#228;ndler ihre Ware auf einem Dorfplatz pr&#228;sentieren und verkaufen. K&#228;se, Fisch, Blumen, Obst und Gem&#252;se - einfach alles. Hier in M&#252;nchen gibt es noch so einen Markt, der sehr ber&#252;hmt ist: Den Viktualienmarkt. Es gibt ihn seit vielen, vielen Jahrzehnten und hier kann man im Freien bei kleinen St&#228;nden einkaufen, egal, wie schlecht das Wetter ist. Der Viktualienmarkt ist eine Touristenattraktion, aber auch die M&#252;nchner selber kaufen hier gerne ein. Die Ware gilt als besonders frisch - aber manches ist hier auch sehr teuer. Was wir anderen schenken, wenn wir eingeladen sind? Angenommen, jemand l&#228;dt mich zum Abendessen zu sich nach Hause ein. Dann bringe ich einer Frau eventuell Blumen mit oder etwas S&#252;&#223;es, oder irgendetwas Nettes, das ich gesehen habe. Eine sch&#246;ne Kerze, einen netten Bilderrahmen oder so etwas. F&#252;r einen Mann bringe ich dann doch eher eine Flasche Rotwein mit, wenn er das mag. Oft kann man sich unter Freunden nat&#252;rlich auch absprechen, und bringt beispielsweise einen Kuchen mit, als Dessert. Weil Weihnachten vor der T&#252;r steht, &#252;berlege ich nat&#252;rlich auch schon wieder, was ich meinen Freunden und Verwandten schenken k&#246;nnte. Das ist gar nicht so leicht! Manche Menschen geben hier in Deutschland sehr viel Geld f&#252;r Weihnachtsgeschenke aus. Ich versuche, Menschen auch mit kleinen Geschenken eine Freude zu machen. Und dann muss ich nat&#252;rlich auch selber noch einen Wunschzettel schreiben, wie die Kinder es tun... Zum Schluss noch das Lied "Fein sein" vom Konservenfabrikant K&#246;berle, &#252;brigens auch ein Podcaster aus Bayern, den Link zu seinem Podcast findet Ihr auf slowgerman.com bei der heutigen Folge. Kontakt: podcast@slowgerman.com Homepage: www.slowgerman.com</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Julio hat mich gefragt, wo wir Deutschen einkaufen und was wir als Geschenk mitnehmen, wenn wir irgendwo eingeladen sind. Da bald Weihnachten ist, erz&#228;hle ich es Euch gerne. In Deutschland ist es wie in vielen anderen L&#228;ndern: Fr&#252;her gab es viele sehr kleine Gesch&#228;fte in der Innenstadt oder in D&#246;rfern. Heute verschwinden diese kleinen L&#228;den immer mehr. Die L&#228;den, in denen man alles m&#246;gliche kaufen konnte, von Lebensmitteln bis hin zu Babywindeln oder &#228;hnlichem nennt man in Deutschland &#252;brigens "Tante-Emma-Laden". Aber wie gesagt: Es gibt nicht mehr viele davon. Heute orientieren sich die Deutschen am amerikanischen Vorbild. Es gibt immer mehr Malls, also Einkaufszentren, in denen viele Gesch&#228;fte unter einem Dach zu finden sind. Vor allem in Deutschland hat dies einen Vorteil: Denn hier ist das Wetter oft sehr schlecht und es regnet viel, da ist es nat&#252;rlich sch&#246;n, wenn man trockenen Fu&#223;es von einem Laden in den n&#228;chsten gehen kann. Schade daran ist, dass diese Einkaufszentren &#252;berall sehr &#228;hnlich sind. Hier gibt es keine kleinen netten L&#228;den zu entdecken, sondern meistens findet man hier nur die gro&#223;en Ketten. Eine Kette ist in diesem Fall eine Ladenkette. Also zum Beispiel H&amp;M, C&amp;A, Starbucks oder McDonald's. Ich finde es daher langweilig, in anderen St&#228;dten in solche Malls zu gehen - denn sie sehen &#252;berall gleich aus. Viel interessanter sind die vielen kleinen Boutiquen und Gesch&#228;fte, die es in manchen Stra&#223;en in der Innenstadt noch zu finden gibt. Zudem hat nahezu jede deutsche Stadt eine Fu&#223;g&#228;ngerzone, also eine gro&#223;e Stra&#223;e voller Gesch&#228;fte, die nur f&#252;r Fu&#223;g&#228;nger offen ist. Autos, Busse oder Taxen d&#252;rfen hier nicht fahren, auch keine Fahrr&#228;der. Gerade in der Vorweihnachtszeit sind diese Fu&#223;g&#228;ngerzonen aber meistens sehr &#252;berf&#252;llt. Es sind einfach zu viele Menschen unterwegs. Die &#214;ffnungszeiten sind in Deutschland sehr streng geregelt. In M&#252;nchen schlie&#223;en nahezu alle Gesch&#228;fte abends um acht Uhr. Am Sonntag bleiben alle Gesch&#228;fte geschlossen. Auch die Superm&#228;rkte. Man kann dann Lebensmittel wie Milch oder Toastbrot nur bei einer Tankstelle kaufen - meistens zu hohen Preisen. Ausnahmen gibt es nat&#252;rlich schon: In Berlin zum Beispiel haben die Gesch&#228;fte oft l&#228;nger offen, manchmal auch am Sonntag. Ich finde es schade, dass man abends nicht l&#228;nger einkaufen kann. Jeden Sommer wird dar&#252;ber diskutiert, ob man diese &#214;ffnungszeiten nicht ausweiten k&#246;nnte. Aber wenn ich mich daran erinnere, als ich ein Kind war, haben wir heute paradiesische Verh&#228;ltnisse. Als Kind hatten die Gesch&#228;fte nur bis sechs Uhr abends ge&#246;ffnet, und in der kleinen Stadt, in der ich aufgewachsen bin, hatten die meisten L&#228;den am Mittwoch Nachmittag zu. Lebensmittel gibt es entweder im Supermarkt, oder in kleineren Gesch&#228;ften. Es gibt zumindest in Gro&#223;st&#228;dten meistens spezielle Gesch&#228;fte f&#252;r asiatische oder t&#252;rkische Lebensmittel. Im Sommer gibt es an vielen Stra&#223;en Obst-St&#228;nde, wo man sich also Obst und Gem&#252;se direkt frisch kaufen kann. Und es gibt viele Wochenm&#228;rkte. Das bedeutet, dass einmal pro Woche viele H&#228;ndler ihre Ware auf einem Dorfplatz pr&#228;sentieren und verkaufen. K&#228;se, Fisch, Blumen, Obst und Gem&#252;se - einfach alles. Hier in M&#252;nchen gibt es noch so einen Markt, der sehr ber&#252;hmt ist: Den Viktualienmarkt. Es gibt ihn seit vielen, vielen Jahrzehnten und hier kann man im Freien bei kleinen St&#228;nden einkaufen, egal, wie schlecht das Wetter ist. Der Viktualienmarkt ist eine Touristenattraktion, aber auch die M&#252;nchner selber kaufen hier gerne ein. Die Ware gilt als besonders frisch - aber manches ist hier auch sehr teuer. Was wir anderen schenken, wenn wir eingeladen sind? Angenommen, jemand l&#228;dt mich zum Abendessen zu sich nach Hause ein. Dann bringe ich einer Frau eventuell Blumen mit oder etwas S&#252;&#223;es, oder irgendetwas Nettes, das ich gesehen habe. Eine sch&#246;ne Kerze, einen netten Bilderrahmen oder so etwas. F&#252;r einen Mann bringe ich dann doch eher eine Flasche Rotwein mit, wenn er das mag. Oft kann man sich unter Freunden nat&#252;rlich auch absprechen, und bringt beispielsweise einen Kuchen mit, als Dessert. Weil Weihnachten vor der T&#252;r steht, &#252;berlege ich nat&#252;rlich auch schon wieder, was ich meinen Freunden und Verwandten schenken k&#246;nnte. Das ist gar nicht so leicht! Manche Menschen geben hier in Deutschland sehr viel Geld f&#252;r Weihnachtsgeschenke aus. Ich versuche, Menschen auch mit kleinen Geschenken eine Freude zu machen. Und dann muss ich nat&#252;rlich auch selber noch einen Wunschzettel schreiben, wie die Kinder es tun... Zum Schluss noch das Lied "Fein sein" vom Konservenfabrikant K&#246;berle, &#252;brigens auch ein Podcaster aus Bayern, den Link zu seinem Podcast findet Ihr auf slowgerman.com bei der heutigen Folge. Kontakt: podcast@slowgerman.com Homepage: www.slowgerman.com</itunes:summary>
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      <pubDate>Sun, 30 Nov 2008 15:00:12 -0800</pubDate>
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      <title>Slow German #037: Zeitungen</title>
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      <description>Einen sch&#246;nen Gruss an Tessa - sie hat mich so geschimpft, dass ich keine neue Episode mehr gemacht habe, dass ich sofort eine aufgenommen habe! Anna lebt in Berlin und w&#252;rde gerne eine Zeitung lesen. Sie hat mich gefragt, welche deutschen Zeitungen es auf dem Markt gibt. Nat&#252;rlich kann ich Euch nicht alle Zeitungen vorstellen, aber ich hoffe, dass ich die wichtigsten nennen kann und ihre Unterschiede. Zun&#228;chst einmal gibt es einen Unterschied in der deutschen Sprache zwischen Zeitung und Zeitschrift. Eine Zeitschrift ist ein Magazin, also ein kleines, buntes Heft. Meistens erscheint es nur ein Mal pro Woche oder pro Monat. Eine Zeitung ist viel gr&#246;&#223;er und kann auch t&#228;glich erscheinen. Ich spreche erst einmal &#252;ber die Zeitungen. Da gibt es einen Unterschied: Es gibt regionale und &#252;berregionale Zeitungen. Regionale Zeitungen erscheinen in einem kleinen Gebiet, sie berichten haupts&#228;chlich &#252;ber dieses Gebiet. Also zum Beispiel gibt es das G&#246;ttinger Tageblatt oder die Berliner Morgenpos...</description>
      <itunes:subtitle>Einen sch&#246;nen Gruss an Tessa - sie hat mich so geschimpft, dass ich keine neue Episode mehr gemacht habe, dass ich sofort eine aufgenommen habe! Anna lebt in Berlin und w&#252;rde gerne eine Zeitung lesen. Sie hat mich gefragt, welche deutschen Zeitungen es auf dem Markt gibt. Nat&#252;rlich kann ich Euch nicht alle Zeitungen vorstellen, aber ich hoffe, dass ich die wichtigsten nennen kann und ihre Unterschiede. Zun&#228;chst einmal gibt es einen Unterschied in der deutschen Sprache zwischen Zeitung und Zeitschrift. Eine Zeitschrift ist ein Magazin, also ein kleines, buntes Heft. Meistens erscheint es nur ein Mal pro Woche oder pro Monat. Eine Zeitung ist viel gr&#246;&#223;er und kann auch t&#228;glich erscheinen. Ich spreche erst einmal &#252;ber die Zeitungen. Da gibt es einen Unterschied: Es gibt regionale und &#252;berregionale Zeitungen. Regionale Zeitungen erscheinen in einem kleinen Gebiet, sie berichten haupts&#228;chlich &#252;ber dieses Gebiet. Also zum Beispiel gibt es das G&#246;ttinger Tageblatt oder die Berliner Morgenpost. In diesen Zeitungen kann man viele Informationen lesen &#252;ber G&#246;ttingen oder Berlin. Das ist f&#252;r Menschen, die dort leben, sehr interessant. F&#252;r mich in M&#252;nchen allerdings bringt das wenig. Au&#223;erdem gibt es die meisten dieser Zeitungen nur in der jeweiligen Region zu kaufen. Mich interessieren &#252;berregionale Zeitungen, also Zeitungen, in denen viele Nachrichten aus aller Welt stehen. Diese Zeitungen gibt es in ganz Deutschland zu kaufen. Man kauft Zeitungen entweder am Kiosk oder im Supermarkt, oder auch an Tankstellen. Und es gibt stumme Verk&#228;ufer, also Zeitungsautomaten, wie ich in Folge 13 erkl&#228;rt habe. Die wohl bekannteste &#252;berregionale Zeitung in Deutschland ist die Bild-Zeitung. Sie ist eine Boulevardzeitung. Im englischen Raum nennt man das Yellow Press. Sie kostet nicht viel, ist d&#252;nn und schnell auf dem Weg zur Arbeit durchgebl&#228;ttert. Die Bild-Zeitung gibt es seit 1952 und sie ist die Zeitung mit der gr&#246;&#223;ten Auflage in ganz Europa. 3,3 Millionen Exemplare werden von ihr jeden Tag gedruckt. Oft geht es hier um Skandale von Prominenten oder &#228;hnliches. Im gleichen Verlag, dem ber&#252;hmten Axel-Springer-Verlag, erscheint auch die Welt. Mehr Niveau hat die S&#252;ddeutsche Zeitung. Sie wird in M&#252;nchen hergestellt und existiert seit 1945. Jede Zeitung ist in verschiedene Ressorts unterteilt, so auch die SZ. Es gibt die Nachrichten, den Sport-Teil, das Feuilleton, also die Kultur, einen Serviceteil mit Hinweisen auf Kulturveranstaltungen und &#228;hnlichem und nat&#252;rlich auch den Wirtschaftsteil mit aktuellen B&#246;rsenkursen. Die S&#252;ddeutsche Zeitung gilt als politisch linksliberal und kritisch. Sehr bekannt ist auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung, deren Berichterstattung eher konservativ ist. Besonders ist dagegen die taz aus Berlin. Die Abk&#252;rzung taz steht f&#252;r "Tageszeitung". Von ihr werden nur rund 50.000 Exemplare gedruckt. Sie ist etwas kleiner als andere Tageszeitungen und gilt als politisch links-alternativ. Was die Zeitschriften angeht, also die Magazine, so gibt es vor allem drei, die in Deutschland eine Rolle spielen. Der Spiegel erscheint jeden Montag. Er wurde 1947 gegr&#252;ndet. Seine Journalisten sind sehr angesehen, und die Schwerpunkte Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sind fundiert recherchiert. Der Stern ist etwas bunter, hier geht es oft auch um Fotostrecken oder weniger brisante und intellektuelle Themen. Relativ neu dazugekommen ist 1993 der Focus. Er sollte eine Konkurrenz zum Spiegel sein und ist weitaus konservativer. Nach wie vor lesen mehr Deutsche den Spiegel als den Focus. So, das waren nat&#252;rlich nicht alle deutschen Zeitungen. Es gibt auch noch die Frankfurter Rundschau und die sehr gute, einmal in der Woche am Donnerstag erscheinende "Zeit", die ich sehr empfehlen kann. Aber ich glaube, Ihr habt einen guten &#220;berblick bekommen. &#220;brigens gibt es in gro&#223;en St&#228;dten nochmal eigene Regionalzeitungen, wie vorher angedeutet. In M&#252;nchen zum Beispiel gibt es die tz, die Abendzeitung und den M&#252;nchner Merkur. Jede Zeitung hat ihre eigene Ausrichtung, und daher kann man an den Lesern jeweils ungef&#228;hr absch&#228;tzen, welche politische oder gesellschaftliche Ausrichtung sie haben. Kontakt: podcast@slowgerman.com Homepage: www.slowgerman.com</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Einen sch&#246;nen Gruss an Tessa - sie hat mich so geschimpft, dass ich keine neue Episode mehr gemacht habe, dass ich sofort eine aufgenommen habe! Anna lebt in Berlin und w&#252;rde gerne eine Zeitung lesen. Sie hat mich gefragt, welche deutschen Zeitungen es auf dem Markt gibt. Nat&#252;rlich kann ich Euch nicht alle Zeitungen vorstellen, aber ich hoffe, dass ich die wichtigsten nennen kann und ihre Unterschiede. Zun&#228;chst einmal gibt es einen Unterschied in der deutschen Sprache zwischen Zeitung und Zeitschrift. Eine Zeitschrift ist ein Magazin, also ein kleines, buntes Heft. Meistens erscheint es nur ein Mal pro Woche oder pro Monat. Eine Zeitung ist viel gr&#246;&#223;er und kann auch t&#228;glich erscheinen. Ich spreche erst einmal &#252;ber die Zeitungen. Da gibt es einen Unterschied: Es gibt regionale und &#252;berregionale Zeitungen. Regionale Zeitungen erscheinen in einem kleinen Gebiet, sie berichten haupts&#228;chlich &#252;ber dieses Gebiet. Also zum Beispiel gibt es das G&#246;ttinger Tageblatt oder die Berliner Morgenpost. In diesen Zeitungen kann man viele Informationen lesen &#252;ber G&#246;ttingen oder Berlin. Das ist f&#252;r Menschen, die dort leben, sehr interessant. F&#252;r mich in M&#252;nchen allerdings bringt das wenig. Au&#223;erdem gibt es die meisten dieser Zeitungen nur in der jeweiligen Region zu kaufen. Mich interessieren &#252;berregionale Zeitungen, also Zeitungen, in denen viele Nachrichten aus aller Welt stehen. Diese Zeitungen gibt es in ganz Deutschland zu kaufen. Man kauft Zeitungen entweder am Kiosk oder im Supermarkt, oder auch an Tankstellen. Und es gibt stumme Verk&#228;ufer, also Zeitungsautomaten, wie ich in Folge 13 erkl&#228;rt habe. Die wohl bekannteste &#252;berregionale Zeitung in Deutschland ist die Bild-Zeitung. Sie ist eine Boulevardzeitung. Im englischen Raum nennt man das Yellow Press. Sie kostet nicht viel, ist d&#252;nn und schnell auf dem Weg zur Arbeit durchgebl&#228;ttert. Die Bild-Zeitung gibt es seit 1952 und sie ist die Zeitung mit der gr&#246;&#223;ten Auflage in ganz Europa. 3,3 Millionen Exemplare werden von ihr jeden Tag gedruckt. Oft geht es hier um Skandale von Prominenten oder &#228;hnliches. Im gleichen Verlag, dem ber&#252;hmten Axel-Springer-Verlag, erscheint auch die Welt. Mehr Niveau hat die S&#252;ddeutsche Zeitung. Sie wird in M&#252;nchen hergestellt und existiert seit 1945. Jede Zeitung ist in verschiedene Ressorts unterteilt, so auch die SZ. Es gibt die Nachrichten, den Sport-Teil, das Feuilleton, also die Kultur, einen Serviceteil mit Hinweisen auf Kulturveranstaltungen und &#228;hnlichem und nat&#252;rlich auch den Wirtschaftsteil mit aktuellen B&#246;rsenkursen. Die S&#252;ddeutsche Zeitung gilt als politisch linksliberal und kritisch. Sehr bekannt ist auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung, deren Berichterstattung eher konservativ ist. Besonders ist dagegen die taz aus Berlin. Die Abk&#252;rzung taz steht f&#252;r "Tageszeitung". Von ihr werden nur rund 50.000 Exemplare gedruckt. Sie ist etwas kleiner als andere Tageszeitungen und gilt als politisch links-alternativ. Was die Zeitschriften angeht, also die Magazine, so gibt es vor allem drei, die in Deutschland eine Rolle spielen. Der Spiegel erscheint jeden Montag. Er wurde 1947 gegr&#252;ndet. Seine Journalisten sind sehr angesehen, und die Schwerpunkte Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sind fundiert recherchiert. Der Stern ist etwas bunter, hier geht es oft auch um Fotostrecken oder weniger brisante und intellektuelle Themen. Relativ neu dazugekommen ist 1993 der Focus. Er sollte eine Konkurrenz zum Spiegel sein und ist weitaus konservativer. Nach wie vor lesen mehr Deutsche den Spiegel als den Focus. So, das waren nat&#252;rlich nicht alle deutschen Zeitungen. Es gibt auch noch die Frankfurter Rundschau und die sehr gute, einmal in der Woche am Donnerstag erscheinende "Zeit", die ich sehr empfehlen kann. Aber ich glaube, Ihr habt einen guten &#220;berblick bekommen. &#220;brigens gibt es in gro&#223;en St&#228;dten nochmal eigene Regionalzeitungen, wie vorher angedeutet. In M&#252;nchen zum Beispiel gibt es die tz, die Abendzeitung und den M&#252;nchner Merkur. Jede Zeitung hat ihre eigene Ausrichtung, und daher kann man an den Lesern jeweils ungef&#228;hr absch&#228;tzen, welche politische oder gesellschaftliche Ausrichtung sie haben. Kontakt: podcast@slowgerman.com Homepage: www.slowgerman.com</itunes:summary>
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      <pubDate>Mon, 24 Nov 2008 03:52:38 -0800</pubDate>
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      <title>Slow German #036: Kinderlieder</title>
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      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Heute m&#246;chte ich Euch etwas &#252;ber Kinderlieder erz&#228;hlen, denn ich wei&#223;, dass viele meiner H&#246;rer Eltern sind und selber kleine Kinder haben. Es gibt eine Menge Lieder, und sp&#228;ter werde ich Euch auch einige vorsingen lassen. Meine Podcast-Kolleginnen Rickie und Tina haben extra ein Medley eingesungen. Die meisten Kinderlieder in Deutschland stammen aus dem 19. Jahrhundert. Manche Autoren haben bis zu 500 Texte f&#252;r Kinderlieder geschrieben. Kinderlieder werden Kindern vor allem von den Eltern vorgesungen. Kinder lernen durch die Musik und den Text viel Neues dazu. Die st&#228;ndigen Wiederholungen mancher Zeilen machen ihnen Spa&#223;. Und f&#252;r viele Kinderlieder gibt es auch Handbewegungen oder &#228;hnliches. Jedes Kind in Deutschland kenn das Lied "Hoppe, hoppe, Reiter". Da sitzt das Kind auf dem Knie eines Erwachsenen, als w&#228;re es ein Reiter auf einem Pferd. An einer Stelle im Lied f&#228;llt de...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Heute m&#246;chte ich Euch etwas &#252;ber Kinderlieder erz&#228;hlen, denn ich wei&#223;, dass viele meiner H&#246;rer Eltern sind und selber kleine Kinder haben. Es gibt eine Menge Lieder, und sp&#228;ter werde ich Euch auch einige vorsingen lassen. Meine Podcast-Kolleginnen Rickie und Tina haben extra ein Medley eingesungen. Die meisten Kinderlieder in Deutschland stammen aus dem 19. Jahrhundert. Manche Autoren haben bis zu 500 Texte f&#252;r Kinderlieder geschrieben. Kinderlieder werden Kindern vor allem von den Eltern vorgesungen. Kinder lernen durch die Musik und den Text viel Neues dazu. Die st&#228;ndigen Wiederholungen mancher Zeilen machen ihnen Spa&#223;. Und f&#252;r viele Kinderlieder gibt es auch Handbewegungen oder &#228;hnliches. Jedes Kind in Deutschland kenn das Lied "Hoppe, hoppe, Reiter". Da sitzt das Kind auf dem Knie eines Erwachsenen, als w&#228;re es ein Reiter auf einem Pferd. An einer Stelle im Lied f&#228;llt der Reiter aber vom Pferd hinunter - der Erwachsene simuliert das mit dem Kind, h&#228;lt es dabei aber nat&#252;rlich fest, damit es sich nicht verletzt. F&#252;r Kinder ist das ein gro&#223;er Spa&#223;. Auch im Kindergarten oder in der Grundschule werden die alten Lieder immer wieder gesungen. Die Lieder haben mehrere Strophen, und ich muss gestehen, dass ich meistens nur noch die erste auswendig kann - wenn &#252;berhaupt. Das einfachste Kinderlied ist wohl "Alle meine Entchen", das man auch sehr leicht auf dem Klavier spielen kann. Dann gibt es noch "H&#228;nschen Klein", "Ein Vogel wollte Hochzeit machen", "Alle V&#246;gel sind schon da" oder "Kommt ein Vogel geflogen" oder "H&#228;schen in der Grube". Ihr merkt schon - in vielen Liedern geht es um Tiere und um die Natur. Oft merkt man aber, dass die Lieder schon sehr alt sind. So beginnt ein Lied mit der Zeile "es klappert die M&#252;hle am rauschenden Bach, klipp-klapp". Kinder in unserer heutigen Welt werden nicht wissen, was eine M&#252;hle ist - dass dort fr&#252;her Mehl gemahlen wurde und es einen M&#252;ller gab. Viele Lieder widmen sich besonderen Anl&#228;ssen. "Ich geh mit meiner Laterne" singen die Kinder im Herbst, am St. Martinstag. Ich werde Euch bald davon erz&#228;hlen. Wichtig sind vor allem auch die Schlaflieder, also Lieder, die man Kindern vorsingt, wenn sie schon im Bett liegen und einschlafen sollen. Das sind beruhigende, sch&#246;ne Lieder. Das bekannteste ist bestimmt "Schlaf, Kindlein, schlaf" oder "Wei&#223;t Du, wie viel sternlein stehen". Einen Link zu einer guten Internetseite mit deutschen Kinderliedern und dem Text dazu stelle ich Euch auf meine Seite slowgerman.com. Oder Ihr schaut jetzt auf Euren iPod und dr&#252;ckt auf die mittlere Taste, bis der Text kommt. Am Ende des Textes steht der Link. http://www.spiellieder.de/kinderlied-standards/kinderlied-standards.htm Jetzt h&#246;ren wir aber Rickie und Tina mit ihrem Kinderliedermedley. Die beiden wohnen hier in M&#252;nchen und sind professionelle S&#228;ngerinnen. Sie machen auch einen Podcast, er hei&#223;t "Chicks on Tour". XXX Zum Schluss noch eine Empfehlung von meinem H&#246;rer Jaume aus Brasilien. Er empfiehlt das Magazin "Deutsch Perfekt" (www.deutsch-perfekt.com), den Link findet Ihr auf meiner Homepage.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Heute m&#246;chte ich Euch etwas &#252;ber Kinderlieder erz&#228;hlen, denn ich wei&#223;, dass viele meiner H&#246;rer Eltern sind und selber kleine Kinder haben. Es gibt eine Menge Lieder, und sp&#228;ter werde ich Euch auch einige vorsingen lassen. Meine Podcast-Kolleginnen Rickie und Tina haben extra ein Medley eingesungen. Die meisten Kinderlieder in Deutschland stammen aus dem 19. Jahrhundert. Manche Autoren haben bis zu 500 Texte f&#252;r Kinderlieder geschrieben. Kinderlieder werden Kindern vor allem von den Eltern vorgesungen. Kinder lernen durch die Musik und den Text viel Neues dazu. Die st&#228;ndigen Wiederholungen mancher Zeilen machen ihnen Spa&#223;. Und f&#252;r viele Kinderlieder gibt es auch Handbewegungen oder &#228;hnliches. Jedes Kind in Deutschland kenn das Lied "Hoppe, hoppe, Reiter". Da sitzt das Kind auf dem Knie eines Erwachsenen, als w&#228;re es ein Reiter auf einem Pferd. An einer Stelle im Lied f&#228;llt der Reiter aber vom Pferd hinunter - der Erwachsene simuliert das mit dem Kind, h&#228;lt es dabei aber nat&#252;rlich fest, damit es sich nicht verletzt. F&#252;r Kinder ist das ein gro&#223;er Spa&#223;. Auch im Kindergarten oder in der Grundschule werden die alten Lieder immer wieder gesungen. Die Lieder haben mehrere Strophen, und ich muss gestehen, dass ich meistens nur noch die erste auswendig kann - wenn &#252;berhaupt. Das einfachste Kinderlied ist wohl "Alle meine Entchen", das man auch sehr leicht auf dem Klavier spielen kann. Dann gibt es noch "H&#228;nschen Klein", "Ein Vogel wollte Hochzeit machen", "Alle V&#246;gel sind schon da" oder "Kommt ein Vogel geflogen" oder "H&#228;schen in der Grube". Ihr merkt schon - in vielen Liedern geht es um Tiere und um die Natur. Oft merkt man aber, dass die Lieder schon sehr alt sind. So beginnt ein Lied mit der Zeile "es klappert die M&#252;hle am rauschenden Bach, klipp-klapp". Kinder in unserer heutigen Welt werden nicht wissen, was eine M&#252;hle ist - dass dort fr&#252;her Mehl gemahlen wurde und es einen M&#252;ller gab. Viele Lieder widmen sich besonderen Anl&#228;ssen. "Ich geh mit meiner Laterne" singen die Kinder im Herbst, am St. Martinstag. Ich werde Euch bald davon erz&#228;hlen. Wichtig sind vor allem auch die Schlaflieder, also Lieder, die man Kindern vorsingt, wenn sie schon im Bett liegen und einschlafen sollen. Das sind beruhigende, sch&#246;ne Lieder. Das bekannteste ist bestimmt "Schlaf, Kindlein, schlaf" oder "Wei&#223;t Du, wie viel sternlein stehen". Einen Link zu einer guten Internetseite mit deutschen Kinderliedern und dem Text dazu stelle ich Euch auf meine Seite slowgerman.com. Oder Ihr schaut jetzt auf Euren iPod und dr&#252;ckt auf die mittlere Taste, bis der Text kommt. Am Ende des Textes steht der Link. http://www.spiellieder.de/kinderlied-standards/kinderlied-standards.htm Jetzt h&#246;ren wir aber Rickie und Tina mit ihrem Kinderliedermedley. Die beiden wohnen hier in M&#252;nchen und sind professionelle S&#228;ngerinnen. Sie machen auch einen Podcast, er hei&#223;t "Chicks on Tour". XXX Zum Schluss noch eine Empfehlung von meinem H&#246;rer Jaume aus Brasilien. Er empfiehlt das Magazin "Deutsch Perfekt" (www.deutsch-perfekt.com), den Link findet Ihr auf meiner Homepage.</itunes:summary>
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      <pubDate>Wed, 01 Oct 2008 22:36:53 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #035: Religion</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/23379119-Slow-German-035-Religion</link>
      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Ich wurde gebeten, &#252;ber Religion zu sprechen. Religion in Deutschland. Wie so oft muss man bei diesem Thema unterscheiden zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland. Denn in Ostdeutschland, also in der ehemaligen DDR, hatte die Regierung eine antikirchliche Haltung. Daher sind noch heute 68 Prozent der Ostdeutschen nicht religi&#246;s. Genauer gesagt: Sie geh&#246;ren keiner Kirche an. Ob sie f&#252;r sich einen Glauben haben, ist schwer zu erforschen. In Westdeutschland sieht diese Zahl ganz anders aus: Hier sind es nur 15 Prozent, die keiner Religionsgemeinschaft angeh&#246;ren. Ich geh&#246;re dazu. Die meisten Deutschen sind Christen. Ein Drittel der Deutschen sind Katholiken, ein Drittel sind evangelisch, also Protestanten. Der Rest geh&#246;rt zu keiner dieser Gemeinschaften. Man kann eine regionale Unterteilung erkennen: Der Norden von Deutschland ist eher protestantisch, der S&#252;den katholisch. Na...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Ich wurde gebeten, &#252;ber Religion zu sprechen. Religion in Deutschland. Wie so oft muss man bei diesem Thema unterscheiden zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland. Denn in Ostdeutschland, also in der ehemaligen DDR, hatte die Regierung eine antikirchliche Haltung. Daher sind noch heute 68 Prozent der Ostdeutschen nicht religi&#246;s. Genauer gesagt: Sie geh&#246;ren keiner Kirche an. Ob sie f&#252;r sich einen Glauben haben, ist schwer zu erforschen. In Westdeutschland sieht diese Zahl ganz anders aus: Hier sind es nur 15 Prozent, die keiner Religionsgemeinschaft angeh&#246;ren. Ich geh&#246;re dazu. Die meisten Deutschen sind Christen. Ein Drittel der Deutschen sind Katholiken, ein Drittel sind evangelisch, also Protestanten. Der Rest geh&#246;rt zu keiner dieser Gemeinschaften. Man kann eine regionale Unterteilung erkennen: Der Norden von Deutschland ist eher protestantisch, der S&#252;den katholisch. Nat&#252;rlich gibt es noch andere Konfessionen in Deutschland, es gibt Juden oder orthodoxe Christen, Baptisten und Zeugen Jehovas, allerdings ist ihre Zahl sehr klein. Nach den Katholiken und Protestanten gibt es vor allem Muslime in Deutschland, sie machen vier Prozent der Bev&#246;lkerung aus. Das kommt daher, weil in den 60er-Jahren viele Gastarbeiter aus der T&#252;rkei nach Deutschland kamen und hier geblieben sind. Die christlichen Kirchen in Deutschland haben gro&#223;e Sorgen. Immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus, das hei&#223;t sie wollen offiziell nicht mehr zu dieser Religionsgemeinschaft geh&#246;ren. Das bringt nicht nur spirituelle Probleme f&#252;r die Kirche, sondern auch finanzielle. Denn jeder Gl&#228;ubige in Deutschland zahlt die so genannte Kirchensteuer. Sie wird vom Staat mit den anderen Steuern eingezogen und an die Kirchen weitergegeben. Von diesem Geld werden vor allem soziale Einrichtungen finanziert, wie kirchliche Kinderg&#228;rten, Altenheime und andere Betreuungsangebote. Je mehr Menschen aus der Kirche austreten, desto weniger Menschen zahlen Kirchensteuer. Wichtig ist der Kirchenbesuch f&#252;r die meisten Christen an Weihnachten oder Ostern. Hier wird dann das jeweilige Fest gro&#223; gefeiert. Die wenigsten Deutschen aber gehen jeden Sonntag in die Kirche. In einer katholischen Stadt wie M&#252;nchen ist die Kirche allgegenw&#228;rtig. Das bedeutet, sie ist &#252;berall. Vor allem in der Altstadt stehen zahlreiche katholische Kirchen, alte Bauwerke, die sehr prunkvoll sind. Auch das Wahrzeichen von M&#252;nchen, die Frauenkirche, ist eine Kirche mit zwei T&#252;rmen. Zur vollen Stunde h&#246;rt man &#252;berall Kirchenglocken l&#228;uten. F&#252;r mich ist das ein sch&#246;ner Klang, obwohl ich nicht gl&#228;ubig bin. Die Religion ist zwar seit 1919 in der deutschen Verfassung vom Staat getrennt worden, sie spielt aber immer wieder eine Rolle. Zum Beispiel gibt es viele religi&#246;se Feiertage in Deutschland, wie zum Beispiel Allerheiligen, von dem ich Euch ja schon erz&#228;hlt habe. In vielen Gerichtss&#228;len und Schulen h&#228;ngen Kreuze an der Wand. Das l&#246;ste vor einigen Jahren den so genannten Kruzifix-Beschluss aus. Wenn sich ein Kind in seinem Klassenzimmer von dem Kreuz gest&#246;rt f&#252;hlt, muss das Kreuz entfernt werden. Einen weiteren Streit vor Gericht gab es dar&#252;ber, ob Lehrer und Sch&#252;ler in der Schule Kopft&#252;cher tragen d&#252;rfen, also ein deutliches Zeichen ihrer muslimischen Religion. In der Schule gibt es zudem Religionsunterricht, der Pflicht f&#252;r alle Sch&#252;ler ist. Wer nicht in den katholischen oder evangelischen Unterricht gehen m&#246;chte, der geht stattdessen heute in einen Ethikunterricht. Heute mal Musik von Kat-Musik, http://www.kat-musik.de/, der Song hei&#223;t Kopf Kino. Gefunden im Podsafe Music Network.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Ich wurde gebeten, &#252;ber Religion zu sprechen. Religion in Deutschland. Wie so oft muss man bei diesem Thema unterscheiden zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland. Denn in Ostdeutschland, also in der ehemaligen DDR, hatte die Regierung eine antikirchliche Haltung. Daher sind noch heute 68 Prozent der Ostdeutschen nicht religi&#246;s. Genauer gesagt: Sie geh&#246;ren keiner Kirche an. Ob sie f&#252;r sich einen Glauben haben, ist schwer zu erforschen. In Westdeutschland sieht diese Zahl ganz anders aus: Hier sind es nur 15 Prozent, die keiner Religionsgemeinschaft angeh&#246;ren. Ich geh&#246;re dazu. Die meisten Deutschen sind Christen. Ein Drittel der Deutschen sind Katholiken, ein Drittel sind evangelisch, also Protestanten. Der Rest geh&#246;rt zu keiner dieser Gemeinschaften. Man kann eine regionale Unterteilung erkennen: Der Norden von Deutschland ist eher protestantisch, der S&#252;den katholisch. Nat&#252;rlich gibt es noch andere Konfessionen in Deutschland, es gibt Juden oder orthodoxe Christen, Baptisten und Zeugen Jehovas, allerdings ist ihre Zahl sehr klein. Nach den Katholiken und Protestanten gibt es vor allem Muslime in Deutschland, sie machen vier Prozent der Bev&#246;lkerung aus. Das kommt daher, weil in den 60er-Jahren viele Gastarbeiter aus der T&#252;rkei nach Deutschland kamen und hier geblieben sind. Die christlichen Kirchen in Deutschland haben gro&#223;e Sorgen. Immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus, das hei&#223;t sie wollen offiziell nicht mehr zu dieser Religionsgemeinschaft geh&#246;ren. Das bringt nicht nur spirituelle Probleme f&#252;r die Kirche, sondern auch finanzielle. Denn jeder Gl&#228;ubige in Deutschland zahlt die so genannte Kirchensteuer. Sie wird vom Staat mit den anderen Steuern eingezogen und an die Kirchen weitergegeben. Von diesem Geld werden vor allem soziale Einrichtungen finanziert, wie kirchliche Kinderg&#228;rten, Altenheime und andere Betreuungsangebote. Je mehr Menschen aus der Kirche austreten, desto weniger Menschen zahlen Kirchensteuer. Wichtig ist der Kirchenbesuch f&#252;r die meisten Christen an Weihnachten oder Ostern. Hier wird dann das jeweilige Fest gro&#223; gefeiert. Die wenigsten Deutschen aber gehen jeden Sonntag in die Kirche. In einer katholischen Stadt wie M&#252;nchen ist die Kirche allgegenw&#228;rtig. Das bedeutet, sie ist &#252;berall. Vor allem in der Altstadt stehen zahlreiche katholische Kirchen, alte Bauwerke, die sehr prunkvoll sind. Auch das Wahrzeichen von M&#252;nchen, die Frauenkirche, ist eine Kirche mit zwei T&#252;rmen. Zur vollen Stunde h&#246;rt man &#252;berall Kirchenglocken l&#228;uten. F&#252;r mich ist das ein sch&#246;ner Klang, obwohl ich nicht gl&#228;ubig bin. Die Religion ist zwar seit 1919 in der deutschen Verfassung vom Staat getrennt worden, sie spielt aber immer wieder eine Rolle. Zum Beispiel gibt es viele religi&#246;se Feiertage in Deutschland, wie zum Beispiel Allerheiligen, von dem ich Euch ja schon erz&#228;hlt habe. In vielen Gerichtss&#228;len und Schulen h&#228;ngen Kreuze an der Wand. Das l&#246;ste vor einigen Jahren den so genannten Kruzifix-Beschluss aus. Wenn sich ein Kind in seinem Klassenzimmer von dem Kreuz gest&#246;rt f&#252;hlt, muss das Kreuz entfernt werden. Einen weiteren Streit vor Gericht gab es dar&#252;ber, ob Lehrer und Sch&#252;ler in der Schule Kopft&#252;cher tragen d&#252;rfen, also ein deutliches Zeichen ihrer muslimischen Religion. In der Schule gibt es zudem Religionsunterricht, der Pflicht f&#252;r alle Sch&#252;ler ist. Wer nicht in den katholischen oder evangelischen Unterricht gehen m&#246;chte, der geht stattdessen heute in einen Ethikunterricht. Heute mal Musik von Kat-Musik, http://www.kat-musik.de/, der Song hei&#223;t Kopf Kino. Gefunden im Podsafe Music Network.</itunes:summary>
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      <pubDate>Sun, 21 Sep 2008 01:35:28 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #034 - Das R</title>
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      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Dorothy aus Peking hat mich gefragt, wie man das "R" im Deutschen richtig ausspricht. Es ist schwer, das zu erkl&#228;ren. Ich versuche es trotzdem. Im S&#252;den Deutschlands spricht man das "R" gerollt aus. Es klingt dann so wie in der spanischen oder italienischen Sprache. Dabei legt man die Zungenspitze an die Z&#228;hne und st&#246;&#223;t Luft aus - so dass die Zunge leicht vibriert. Ich selber kann Euch das leider nicht vormachen - meine Mutter ist zwar aus Bayern und kann das "R" rollen, aber ich bin nicht in Bayern aufgewachsen und habe es daher nicht gelernt. Im Norden Deutschlands und vor allem im Hochdeutschen spricht man das "R" anders aus. Hier wird es zwar auch gerollt, aber weiter hinten, fast schon im Hals. So spreche ich es auch aus: RRRRRRRR. Das ist auch das R, wie es im Franz&#246;sischen ausgesprochen wird. Wenn Ihr also eine perfekte deutsche Aussprache haben wollt, m&#252;sst Ihr diese...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Dorothy aus Peking hat mich gefragt, wie man das "R" im Deutschen richtig ausspricht. Es ist schwer, das zu erkl&#228;ren. Ich versuche es trotzdem. Im S&#252;den Deutschlands spricht man das "R" gerollt aus. Es klingt dann so wie in der spanischen oder italienischen Sprache. Dabei legt man die Zungenspitze an die Z&#228;hne und st&#246;&#223;t Luft aus - so dass die Zunge leicht vibriert. Ich selber kann Euch das leider nicht vormachen - meine Mutter ist zwar aus Bayern und kann das "R" rollen, aber ich bin nicht in Bayern aufgewachsen und habe es daher nicht gelernt. Im Norden Deutschlands und vor allem im Hochdeutschen spricht man das "R" anders aus. Hier wird es zwar auch gerollt, aber weiter hinten, fast schon im Hals. So spreche ich es auch aus: RRRRRRRR. Das ist auch das R, wie es im Franz&#246;sischen ausgesprochen wird. Wenn Ihr also eine perfekte deutsche Aussprache haben wollt, m&#252;sst Ihr dieses zweite R lernen. Aber auch wenn Ihr das R rollt, wird Euch jeder verstehen - und vielleicht denken, Ihr w&#228;rt aus Bayern. Den Unterschied beider Varianten m&#246;chte ich Euch noch demonstrieren. Daf&#252;r habe ich mir Verst&#228;rkung geholt. Ein Freund von mir, Hartmut, kann beide Varianten aussprechen. Ich habe ihn einige W&#246;rter sagen lassen, und das h&#246;rt Ihr jetzt: XXX Musik habe ich Euch heute extra passend zum Thema herausgesucht. Denn das Elisabeth Lohninger Quartett l&#228;sst beim Lied &#8220;Ob ich dich liebe&#8221; ganz sch&#246;n das R rollen! Gefunden habe ich es beim Podsafe Music Network.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Dorothy aus Peking hat mich gefragt, wie man das "R" im Deutschen richtig ausspricht. Es ist schwer, das zu erkl&#228;ren. Ich versuche es trotzdem. Im S&#252;den Deutschlands spricht man das "R" gerollt aus. Es klingt dann so wie in der spanischen oder italienischen Sprache. Dabei legt man die Zungenspitze an die Z&#228;hne und st&#246;&#223;t Luft aus - so dass die Zunge leicht vibriert. Ich selber kann Euch das leider nicht vormachen - meine Mutter ist zwar aus Bayern und kann das "R" rollen, aber ich bin nicht in Bayern aufgewachsen und habe es daher nicht gelernt. Im Norden Deutschlands und vor allem im Hochdeutschen spricht man das "R" anders aus. Hier wird es zwar auch gerollt, aber weiter hinten, fast schon im Hals. So spreche ich es auch aus: RRRRRRRR. Das ist auch das R, wie es im Franz&#246;sischen ausgesprochen wird. Wenn Ihr also eine perfekte deutsche Aussprache haben wollt, m&#252;sst Ihr dieses zweite R lernen. Aber auch wenn Ihr das R rollt, wird Euch jeder verstehen - und vielleicht denken, Ihr w&#228;rt aus Bayern. Den Unterschied beider Varianten m&#246;chte ich Euch noch demonstrieren. Daf&#252;r habe ich mir Verst&#228;rkung geholt. Ein Freund von mir, Hartmut, kann beide Varianten aussprechen. Ich habe ihn einige W&#246;rter sagen lassen, und das h&#246;rt Ihr jetzt: XXX Musik habe ich Euch heute extra passend zum Thema herausgesucht. Denn das Elisabeth Lohninger Quartett l&#228;sst beim Lied &#8220;Ob ich dich liebe&#8221; ganz sch&#246;n das R rollen! Gefunden habe ich es beim Podsafe Music Network.</itunes:summary>
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      <pubDate>Thu, 11 Sep 2008 01:34:04 -0700</pubDate>
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      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Dorothy aus Peking hat mich gefragt, wie man das "R" im Deutschen richtig ausspricht. Es ist schwer, das zu erkl&#228;ren. Ich versuche es trotzdem. Im S&#252;den Deutschlands spricht man das "R" gerollt aus. Es klingt dann so wie in der spanischen oder italienischen Sprache. Dabei legt man die Zungenspitze an die Z&#228;hne und st&#246;&#223;t Luft aus - so dass die Zunge leicht vibriert. Ich selber kann Euch das leider nicht vormachen - meine Mutter ist zwar aus Bayern und kann das "R" rollen, aber ich bin nicht in Bayern aufgewachsen und habe es daher nicht gelernt. Im Norden Deutschlands und vor allem im Hochdeutschen spricht man das "R" anders aus. Hier wird es zwar auch gerollt, aber weiter hinten, fast schon im Hals. So spreche ich es auch aus: RRRRRRRR. Das ist auch das R, wie es im Franz&#246;sischen ausgesprochen wird. Wenn Ihr also eine perfekte deutsche Aussprache haben wollt, m&#252;sst Ihr diese...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Dorothy aus Peking hat mich gefragt, wie man das "R" im Deutschen richtig ausspricht. Es ist schwer, das zu erkl&#228;ren. Ich versuche es trotzdem. Im S&#252;den Deutschlands spricht man das "R" gerollt aus. Es klingt dann so wie in der spanischen oder italienischen Sprache. Dabei legt man die Zungenspitze an die Z&#228;hne und st&#246;&#223;t Luft aus - so dass die Zunge leicht vibriert. Ich selber kann Euch das leider nicht vormachen - meine Mutter ist zwar aus Bayern und kann das "R" rollen, aber ich bin nicht in Bayern aufgewachsen und habe es daher nicht gelernt. Im Norden Deutschlands und vor allem im Hochdeutschen spricht man das "R" anders aus. Hier wird es zwar auch gerollt, aber weiter hinten, fast schon im Hals. So spreche ich es auch aus: RRRRRRRR. Das ist auch das R, wie es im Franz&#246;sischen ausgesprochen wird. Wenn Ihr also eine perfekte deutsche Aussprache haben wollt, m&#252;sst Ihr dieses zweite R lernen. Aber auch wenn Ihr das R rollt, wird Euch jeder verstehen - und vielleicht denken, Ihr w&#228;rt aus Bayern. Den Unterschied beider Varianten m&#246;chte ich Euch noch demonstrieren. Daf&#252;r habe ich mir Verst&#228;rkung geholt. Ein Freund von mir, Hartmut, kann beide Varianten aussprechen. Ich habe ihn einige W&#246;rter sagen lassen, und das h&#246;rt Ihr jetzt: XXX Musik habe ich Euch heute extra passend zum Thema herausgesucht. Denn das Elisabeth Lohninger Quartett l&#228;sst beim Lied &#8220;Ob ich dich liebe&#8221; ganz sch&#246;n das R rollen! Gefunden habe ich es beim Podsafe Music Network.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Dorothy aus Peking hat mich gefragt, wie man das "R" im Deutschen richtig ausspricht. Es ist schwer, das zu erkl&#228;ren. Ich versuche es trotzdem. Im S&#252;den Deutschlands spricht man das "R" gerollt aus. Es klingt dann so wie in der spanischen oder italienischen Sprache. Dabei legt man die Zungenspitze an die Z&#228;hne und st&#246;&#223;t Luft aus - so dass die Zunge leicht vibriert. Ich selber kann Euch das leider nicht vormachen - meine Mutter ist zwar aus Bayern und kann das "R" rollen, aber ich bin nicht in Bayern aufgewachsen und habe es daher nicht gelernt. Im Norden Deutschlands und vor allem im Hochdeutschen spricht man das "R" anders aus. Hier wird es zwar auch gerollt, aber weiter hinten, fast schon im Hals. So spreche ich es auch aus: RRRRRRRR. Das ist auch das R, wie es im Franz&#246;sischen ausgesprochen wird. Wenn Ihr also eine perfekte deutsche Aussprache haben wollt, m&#252;sst Ihr dieses zweite R lernen. Aber auch wenn Ihr das R rollt, wird Euch jeder verstehen - und vielleicht denken, Ihr w&#228;rt aus Bayern. Den Unterschied beider Varianten m&#246;chte ich Euch noch demonstrieren. Daf&#252;r habe ich mir Verst&#228;rkung geholt. Ein Freund von mir, Hartmut, kann beide Varianten aussprechen. Ich habe ihn einige W&#246;rter sagen lassen, und das h&#246;rt Ihr jetzt: XXX Musik habe ich Euch heute extra passend zum Thema herausgesucht. Denn das Elisabeth Lohninger Quartett l&#228;sst beim Lied &#8220;Ob ich dich liebe&#8221; ganz sch&#246;n das R rollen! Gefunden habe ich es beim Podsafe Music Network.</itunes:summary>
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      <pubDate>Thu, 11 Sep 2008 01:34:04 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #033: Die Autobahn</title>
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      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Ralph ist Kanadier in der ersten Generation, das hei&#223;t seine Eltern kamen aus Deutschland nach Kanada und er ist dort aufgewachsen. Ihn interessiert, wie das in Deutschland mit der Fahrschule funktioniert und mit den Autobahnen. Wir fangen an mit der deutschen Autobahn, die ja weltweit bekannt ist. Die erste offizielle Autobahn wurde 1932 eingeweiht. Die meisten Amerikaner sind entt&#228;uscht, wenn sie das erste Mal eine Autobahn sehen. Denn verglichen mit den Freeways oder den gro&#223;en, zehnspurigen Stra&#223;en in Los Angeles sind Autobahnen eher winzig. Eine Autobahn ist eine Stra&#223;e in beide Richtungen. Jede Richtung hat mindestens zwei Spuren. In der Mitte sind die beiden Richtungen getrennt, entweder durch Betonmauern oder durch Leitplanken aus Stahl. Wenn ein Auto &#252;brigens trotzdem auf der falschen Seite in die falsche Richtung f&#228;hrt, meistens geschieht das aus Absicht als Mutpro...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Ralph ist Kanadier in der ersten Generation, das hei&#223;t seine Eltern kamen aus Deutschland nach Kanada und er ist dort aufgewachsen. Ihn interessiert, wie das in Deutschland mit der Fahrschule funktioniert und mit den Autobahnen. Wir fangen an mit der deutschen Autobahn, die ja weltweit bekannt ist. Die erste offizielle Autobahn wurde 1932 eingeweiht. Die meisten Amerikaner sind entt&#228;uscht, wenn sie das erste Mal eine Autobahn sehen. Denn verglichen mit den Freeways oder den gro&#223;en, zehnspurigen Stra&#223;en in Los Angeles sind Autobahnen eher winzig. Eine Autobahn ist eine Stra&#223;e in beide Richtungen. Jede Richtung hat mindestens zwei Spuren. In der Mitte sind die beiden Richtungen getrennt, entweder durch Betonmauern oder durch Leitplanken aus Stahl. Wenn ein Auto &#252;brigens trotzdem auf der falschen Seite in die falsche Richtung f&#228;hrt, meistens geschieht das aus Absicht als Mutprobe, oder als Selbstmordversuch, manchmal sind es aber auch einfach verwirrte Menschen, dann nennt man diese Fahrer Geisterfahrer. Autobahnen sind meistens so konstruiert, dass man weder enge Kurven hat noch gro&#223;e H&#246;henunterschiede, sofern sich das machen lie&#223;. Wenn zu viel los ist, vor allem in der Urlaubszeit, dann ist Stau auf der Autobahn. Dann stehen die Autos mehr als dass sie fahren. Auf einer Autobahn gibt es eine Mindestgeschwindigkeit. Man muss also mindestens ein Fahrzeug haben, das 60 Kilometer pro Stunde oder schneller fahren kann. Radfahrer d&#252;rfen also selbstverst&#228;ndlich nicht auf die Autobahn, kleine Vesparoller oder &#228;hnliches auch nicht. Urspr&#252;nglich hatte die Autobahn kaum eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Man durfte also so schnell fahren, wie man wollte. Mittlerweile hat sich das an vielen Stellen ge&#228;ndert, die Geschwindigkeit ist dort festgelegt und man darf nicht schneller als zum Beispiel 120 km/h fahren. Grund f&#252;r die Begrenzung ist die Sicherheit &#8211; wenn ein Auto 210 f&#228;hrt und das andere 100, dann kann es leichter zu Unf&#228;llen kommen als wenn beide ungef&#228;hr gleich schnell &#8211; oder langsam &#8211; fahren. Ein Drittel des deutschen Verkehrs l&#228;uft &#252;ber die Autobahn. Hier sind auch die meisten Lastwagen unterwegs. Sie m&#252;ssen bezahlen, um auf der Autobahn fahren zu d&#252;rfen. Selten hat eine Autobahn mehr als drei Spuren. Da die Autobahn auch viel f&#252;r den Fernverkehr genutzt wird, also f&#252;r Menschen, die weite Strecken zur&#252;cklegen m&#252;ssen, gibt es Rastst&#228;tten. Man f&#228;hrt also kurz neben die Autobahn um etwas zu Essen oder zu Tanken. Es gibt sogar Autobahnkirchen. Und wisst Ihr, was der Bau einer Autobahn kostet? Pro Kilometer 26,8 Millionen Euro. Am teuersten ist die Planung, die normalerweise rund 20 Jahre lang dauert. Dann braucht man Ingenieure, die mithelfen und beraten, und der Bau selbst kostet 6,7 Millionen Euro. Wenn Ihr mal in Deutschland seid und Ihr sucht eine Autobahn, sucht nach blauen Schildern mit wei&#223;er Schrift. Zum Schluss wie immer ein wenig Musik, diesmal der Gema-Song von den Reeperboys.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Ralph ist Kanadier in der ersten Generation, das hei&#223;t seine Eltern kamen aus Deutschland nach Kanada und er ist dort aufgewachsen. Ihn interessiert, wie das in Deutschland mit der Fahrschule funktioniert und mit den Autobahnen. Wir fangen an mit der deutschen Autobahn, die ja weltweit bekannt ist. Die erste offizielle Autobahn wurde 1932 eingeweiht. Die meisten Amerikaner sind entt&#228;uscht, wenn sie das erste Mal eine Autobahn sehen. Denn verglichen mit den Freeways oder den gro&#223;en, zehnspurigen Stra&#223;en in Los Angeles sind Autobahnen eher winzig. Eine Autobahn ist eine Stra&#223;e in beide Richtungen. Jede Richtung hat mindestens zwei Spuren. In der Mitte sind die beiden Richtungen getrennt, entweder durch Betonmauern oder durch Leitplanken aus Stahl. Wenn ein Auto &#252;brigens trotzdem auf der falschen Seite in die falsche Richtung f&#228;hrt, meistens geschieht das aus Absicht als Mutprobe, oder als Selbstmordversuch, manchmal sind es aber auch einfach verwirrte Menschen, dann nennt man diese Fahrer Geisterfahrer. Autobahnen sind meistens so konstruiert, dass man weder enge Kurven hat noch gro&#223;e H&#246;henunterschiede, sofern sich das machen lie&#223;. Wenn zu viel los ist, vor allem in der Urlaubszeit, dann ist Stau auf der Autobahn. Dann stehen die Autos mehr als dass sie fahren. Auf einer Autobahn gibt es eine Mindestgeschwindigkeit. Man muss also mindestens ein Fahrzeug haben, das 60 Kilometer pro Stunde oder schneller fahren kann. Radfahrer d&#252;rfen also selbstverst&#228;ndlich nicht auf die Autobahn, kleine Vesparoller oder &#228;hnliches auch nicht. Urspr&#252;nglich hatte die Autobahn kaum eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Man durfte also so schnell fahren, wie man wollte. Mittlerweile hat sich das an vielen Stellen ge&#228;ndert, die Geschwindigkeit ist dort festgelegt und man darf nicht schneller als zum Beispiel 120 km/h fahren. Grund f&#252;r die Begrenzung ist die Sicherheit &#8211; wenn ein Auto 210 f&#228;hrt und das andere 100, dann kann es leichter zu Unf&#228;llen kommen als wenn beide ungef&#228;hr gleich schnell &#8211; oder langsam &#8211; fahren. Ein Drittel des deutschen Verkehrs l&#228;uft &#252;ber die Autobahn. Hier sind auch die meisten Lastwagen unterwegs. Sie m&#252;ssen bezahlen, um auf der Autobahn fahren zu d&#252;rfen. Selten hat eine Autobahn mehr als drei Spuren. Da die Autobahn auch viel f&#252;r den Fernverkehr genutzt wird, also f&#252;r Menschen, die weite Strecken zur&#252;cklegen m&#252;ssen, gibt es Rastst&#228;tten. Man f&#228;hrt also kurz neben die Autobahn um etwas zu Essen oder zu Tanken. Es gibt sogar Autobahnkirchen. Und wisst Ihr, was der Bau einer Autobahn kostet? Pro Kilometer 26,8 Millionen Euro. Am teuersten ist die Planung, die normalerweise rund 20 Jahre lang dauert. Dann braucht man Ingenieure, die mithelfen und beraten, und der Bau selbst kostet 6,7 Millionen Euro. Wenn Ihr mal in Deutschland seid und Ihr sucht eine Autobahn, sucht nach blauen Schildern mit wei&#223;er Schrift. Zum Schluss wie immer ein wenig Musik, diesmal der Gema-Song von den Reeperboys.</itunes:summary>
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      <pubDate>Mon, 04 Aug 2008 14:09:43 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #033 - Die Autobahn</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/23157178-Slow-German-033-Die-Autobahn</link>
      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Ralph ist Kanadier in der ersten Generation, das hei&#223;t seine Eltern kamen aus Deutschland nach Kanada und er ist dort aufgewachsen. Ihn interessiert, wie das in Deutschland mit der Fahrschule funktioniert und mit den Autobahnen. Wir fangen an mit der deutschen Autobahn, die ja weltweit bekannt ist. Die erste offizielle Autobahn wurde 1932 eingeweiht. Die meisten Amerikaner sind entt&#228;uscht, wenn sie das erste Mal eine Autobahn sehen. Denn verglichen mit den Freeways oder den gro&#223;en, zehnspurigen Stra&#223;en in Los Angeles sind Autobahnen eher winzig. Eine Autobahn ist eine Stra&#223;e in beide Richtungen. Jede Richtung hat mindestens zwei Spuren. In der Mitte sind die beiden Richtungen getrennt, entweder durch Betonmauern oder durch Leitplanken aus Stahl. Wenn ein Auto &#252;brigens trotzdem auf der falschen Seite in die falsche Richtung f&#228;hrt, meistens geschieht das aus Absicht als Mutpro...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Ralph ist Kanadier in der ersten Generation, das hei&#223;t seine Eltern kamen aus Deutschland nach Kanada und er ist dort aufgewachsen. Ihn interessiert, wie das in Deutschland mit der Fahrschule funktioniert und mit den Autobahnen. Wir fangen an mit der deutschen Autobahn, die ja weltweit bekannt ist. Die erste offizielle Autobahn wurde 1932 eingeweiht. Die meisten Amerikaner sind entt&#228;uscht, wenn sie das erste Mal eine Autobahn sehen. Denn verglichen mit den Freeways oder den gro&#223;en, zehnspurigen Stra&#223;en in Los Angeles sind Autobahnen eher winzig. Eine Autobahn ist eine Stra&#223;e in beide Richtungen. Jede Richtung hat mindestens zwei Spuren. In der Mitte sind die beiden Richtungen getrennt, entweder durch Betonmauern oder durch Leitplanken aus Stahl. Wenn ein Auto &#252;brigens trotzdem auf der falschen Seite in die falsche Richtung f&#228;hrt, meistens geschieht das aus Absicht als Mutprobe, oder als Selbstmordversuch, manchmal sind es aber auch einfach verwirrte Menschen, dann nennt man diese Fahrer Geisterfahrer. Autobahnen sind meistens so konstruiert, dass man weder enge Kurven hat noch gro&#223;e H&#246;henunterschiede, sofern sich das machen lie&#223;. Wenn zu viel los ist, vor allem in der Urlaubszeit, dann ist Stau auf der Autobahn. Dann stehen die Autos mehr als dass sie fahren. Auf einer Autobahn gibt es eine Mindestgeschwindigkeit. Man muss also mindestens ein Fahrzeug haben, das 60 Kilometer pro Stunde oder schneller fahren kann. Radfahrer d&#252;rfen also selbstverst&#228;ndlich nicht auf die Autobahn, kleine Vesparoller oder &#228;hnliches auch nicht. Urspr&#252;nglich hatte die Autobahn kaum eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Man durfte also so schnell fahren, wie man wollte. Mittlerweile hat sich das an vielen Stellen ge&#228;ndert, die Geschwindigkeit ist dort festgelegt und man darf nicht schneller als zum Beispiel 120 km/h fahren. Grund f&#252;r die Begrenzung ist die Sicherheit &#8211; wenn ein Auto 210 f&#228;hrt und das andere 100, dann kann es leichter zu Unf&#228;llen kommen als wenn beide ungef&#228;hr gleich schnell &#8211; oder langsam &#8211; fahren. Ein Drittel des deutschen Verkehrs l&#228;uft &#252;ber die Autobahn. Hier sind auch die meisten Lastwagen unterwegs. Sie m&#252;ssen bezahlen, um auf der Autobahn fahren zu d&#252;rfen. Selten hat eine Autobahn mehr als drei Spuren. Da die Autobahn auch viel f&#252;r den Fernverkehr genutzt wird, also f&#252;r Menschen, die weite Strecken zur&#252;cklegen m&#252;ssen, gibt es Rastst&#228;tten. Man f&#228;hrt also kurz neben die Autobahn um etwas zu Essen oder zu Tanken. Es gibt sogar Autobahnkirchen. Und wisst Ihr, was der Bau einer Autobahn kostet? Pro Kilometer 26,8 Millionen Euro. Am teuersten ist die Planung, die normalerweise rund 20 Jahre lang dauert. Dann braucht man Ingenieure, die mithelfen und beraten, und der Bau selbst kostet 6,7 Millionen Euro. Wenn Ihr mal in Deutschland seid und Ihr sucht eine Autobahn, sucht nach blauen Schildern mit wei&#223;er Schrift. Zum Schluss wie immer ein wenig Musik, diesmal der Gema-Song von den Reeperboys.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Ralph ist Kanadier in der ersten Generation, das hei&#223;t seine Eltern kamen aus Deutschland nach Kanada und er ist dort aufgewachsen. Ihn interessiert, wie das in Deutschland mit der Fahrschule funktioniert und mit den Autobahnen. Wir fangen an mit der deutschen Autobahn, die ja weltweit bekannt ist. Die erste offizielle Autobahn wurde 1932 eingeweiht. Die meisten Amerikaner sind entt&#228;uscht, wenn sie das erste Mal eine Autobahn sehen. Denn verglichen mit den Freeways oder den gro&#223;en, zehnspurigen Stra&#223;en in Los Angeles sind Autobahnen eher winzig. Eine Autobahn ist eine Stra&#223;e in beide Richtungen. Jede Richtung hat mindestens zwei Spuren. In der Mitte sind die beiden Richtungen getrennt, entweder durch Betonmauern oder durch Leitplanken aus Stahl. Wenn ein Auto &#252;brigens trotzdem auf der falschen Seite in die falsche Richtung f&#228;hrt, meistens geschieht das aus Absicht als Mutprobe, oder als Selbstmordversuch, manchmal sind es aber auch einfach verwirrte Menschen, dann nennt man diese Fahrer Geisterfahrer. Autobahnen sind meistens so konstruiert, dass man weder enge Kurven hat noch gro&#223;e H&#246;henunterschiede, sofern sich das machen lie&#223;. Wenn zu viel los ist, vor allem in der Urlaubszeit, dann ist Stau auf der Autobahn. Dann stehen die Autos mehr als dass sie fahren. Auf einer Autobahn gibt es eine Mindestgeschwindigkeit. Man muss also mindestens ein Fahrzeug haben, das 60 Kilometer pro Stunde oder schneller fahren kann. Radfahrer d&#252;rfen also selbstverst&#228;ndlich nicht auf die Autobahn, kleine Vesparoller oder &#228;hnliches auch nicht. Urspr&#252;nglich hatte die Autobahn kaum eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Man durfte also so schnell fahren, wie man wollte. Mittlerweile hat sich das an vielen Stellen ge&#228;ndert, die Geschwindigkeit ist dort festgelegt und man darf nicht schneller als zum Beispiel 120 km/h fahren. Grund f&#252;r die Begrenzung ist die Sicherheit &#8211; wenn ein Auto 210 f&#228;hrt und das andere 100, dann kann es leichter zu Unf&#228;llen kommen als wenn beide ungef&#228;hr gleich schnell &#8211; oder langsam &#8211; fahren. Ein Drittel des deutschen Verkehrs l&#228;uft &#252;ber die Autobahn. Hier sind auch die meisten Lastwagen unterwegs. Sie m&#252;ssen bezahlen, um auf der Autobahn fahren zu d&#252;rfen. Selten hat eine Autobahn mehr als drei Spuren. Da die Autobahn auch viel f&#252;r den Fernverkehr genutzt wird, also f&#252;r Menschen, die weite Strecken zur&#252;cklegen m&#252;ssen, gibt es Rastst&#228;tten. Man f&#228;hrt also kurz neben die Autobahn um etwas zu Essen oder zu Tanken. Es gibt sogar Autobahnkirchen. Und wisst Ihr, was der Bau einer Autobahn kostet? Pro Kilometer 26,8 Millionen Euro. Am teuersten ist die Planung, die normalerweise rund 20 Jahre lang dauert. Dann braucht man Ingenieure, die mithelfen und beraten, und der Bau selbst kostet 6,7 Millionen Euro. Wenn Ihr mal in Deutschland seid und Ihr sucht eine Autobahn, sucht nach blauen Schildern mit wei&#223;er Schrift. Zum Schluss wie immer ein wenig Musik, diesmal der Gema-Song von den Reeperboys.</itunes:summary>
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      <pubDate>Mon, 04 Aug 2008 14:09:43 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #032 - Wohnungen mieten</title>
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      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Timo aus Finnland zieht im Herbst nach Deutschland. Er hat mich gefragt, wie man hier eine Wohnung findet. Ich bin ja selber gerade erst umgezogen, daher werde ich versuchen, es zu erkl&#228;ren. Am einfachsten ist es nat&#252;rlich &#252;ber Mundpropaganda. Das hei&#223;t man h&#246;rt &#252;ber Freunde oder die Familie, dass irgendwo eine Wohnung frei wird. Aber so funktioniert das eben nicht immer. Also muss man entweder in Tageszeitungen eine Anzeige aufgeben oder die Anzeigen im Immobilienmarkt lesen, also in dem Teil der Zeitung, in dem es um Wohnungen und H&#228;user geht. Oder man sucht im Internet, die gr&#246;&#223;te B&#246;rse ist hier immobilienscout24.de. In Deutschland misst man die Gr&#246;&#223;e einer Wohnung erstmal in Zimmern. Eine 2-Zimmer-Wohnung hei&#223;t also, man hat K&#252;che, Bad und zwei Zimmer. Bei einer 4-Zimmer-Wohnung hat man K&#252;che, Bad und vier Zimmer. Aber Vorsicht: Oft ist die K&#252;che leer. Das bedeutet, es g...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Timo aus Finnland zieht im Herbst nach Deutschland. Er hat mich gefragt, wie man hier eine Wohnung findet. Ich bin ja selber gerade erst umgezogen, daher werde ich versuchen, es zu erkl&#228;ren. Am einfachsten ist es nat&#252;rlich &#252;ber Mundpropaganda. Das hei&#223;t man h&#246;rt &#252;ber Freunde oder die Familie, dass irgendwo eine Wohnung frei wird. Aber so funktioniert das eben nicht immer. Also muss man entweder in Tageszeitungen eine Anzeige aufgeben oder die Anzeigen im Immobilienmarkt lesen, also in dem Teil der Zeitung, in dem es um Wohnungen und H&#228;user geht. Oder man sucht im Internet, die gr&#246;&#223;te B&#246;rse ist hier immobilienscout24.de. In Deutschland misst man die Gr&#246;&#223;e einer Wohnung erstmal in Zimmern. Eine 2-Zimmer-Wohnung hei&#223;t also, man hat K&#252;che, Bad und zwei Zimmer. Bei einer 4-Zimmer-Wohnung hat man K&#252;che, Bad und vier Zimmer. Aber Vorsicht: Oft ist die K&#252;che leer. Das bedeutet, es gibt zwar einen Raum f&#252;r die K&#252;che, aber es gibt dort keine M&#246;bel, keine Ger&#228;te. Der Raum ist leer. Man muss also oft noch viel Geld investieren und eine komplette neue K&#252;che kaufen, wenn man eine Wohnung mieten will. Ihr werdet oft die Abk&#252;rzung EBK sehen, das bedeutet Einbauk&#252;che. Wenn das also bei einer Anzeige dabeisteht, bedeutet das, die Wohnung hat eine K&#252;che. Die Gr&#246;&#223;e einer Wohnung wird nat&#252;rlich auch in Quadratmetern gemessen. Wobei es einen Unterschied gibt: Wenn zum Beispiel ein gro&#223;er Balkon oder eine Terrasse dabei sind, dann werden diese Fl&#228;chen nicht ganz mitgez&#228;hlt. Wer also 30 Quadratmeter Terrasse hat, bei dem wird das als 15 Quadratmeter Nutzfl&#228;che berechnet. Kompliziert, oder? Noch zwei wichtige Unterschiede: Kaltmiete und Warmmiete. Bei der Warmmiete ist alles inklusive. Das ist also der Betrag, den man wirklich an den Vermieter zahlen muss. Normalerweise steht in Anzeigen aber nur die Kaltmiete. Zur Kaltmiete hinzu kommen die so genannten Nebenkosten. Das sind Kosten f&#252;r die M&#252;llabfuhr, das Wasser, die Heizung, manchmal auch f&#252;r die Beleuchtung des Hauses oder den Kabelanschluss. Stromkosten und Telefonkosten zahlt man normalerweise direkt an die Strom- oder Telefonkonzerne, das hat mit dem Vermieter nichts zu tun. Wenn man dann im Internet oder in einer Zeitung eine Wohnung gefunden hat, macht man einen Besichtigungstermin. Manchmal organisiert diese Termine der Vermieter selber. Normalerweise aber &#252;bernimmt das ein Makler. Man darf sich also die Wohnung ansehen und Fragen stellen. Oft ist die Konkurrenz gro&#223;, vor allem in St&#228;dten wie M&#252;nchen. Viele Menschen wollen die Wohnung haben, und der Vermieter kann sich f&#252;r einen Mieter entscheiden. Damit ihm diese Entscheidung leichter f&#228;llt, verlangt er meist eine so genannte Selbstauskunft. Das ist ein Blatt Papier, ein Formular, auf dem der potenzielle Mieter Informationen &#252;ber sich selbst ausf&#252;llt. Welchen Beruf er hat, wieviel Geld er verdient, wo er vorher gewohnt hat, manchmal sogar ob er ein Instrument spielt (wegen der Lautst&#228;rke) oder nicht. Wenn dann alles in Ordnung ist, kann man den Mietvertrag unterschreiben. All das ist nat&#252;rlich mit Kosten verbunden. Der Makler verlangt eine so genannte Provision. Diese darf bis zu 2,38 Monatsmieten hoch sein. Das hei&#223;t, angenommen die Miete kostet 1000 Euro Miete, dann zahlt man 2380 Euro an den Makler. Der Vermieter verlangt dann noch eine Kaution. Meistens sind das auch drei Mal die Kaltmiete &#8211; also in unserem Fall auch rund 3000 Euro. Wenn dann noch eine K&#252;che bereits eingebaut ist, oder zum Beispiel ein Einbauschrank, verlangt der Vormieter eine Abl&#246;se. Man kauft ihm also die K&#252;che und den Schrank ab. Kein Wunder, dass die Deutschen nicht so gerne umziehen, oder? Damit man versteht, was in Wohnungsanzeigen steht, ist diese Liste aus der Wikipedia sehr n&#252;tzlich, mit allen Abk&#252;rzungen: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Abk%C3%BCrzungen_(Wohnungsanzeigen) Und wieder deutsche Musik zum Schluss, diesmal von St&#246;rte Priester das St&#252;ck &#8222;Heiliges Kind&#8220;, die neue CD der Band ist ab 1. August auf dem Markt.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Timo aus Finnland zieht im Herbst nach Deutschland. Er hat mich gefragt, wie man hier eine Wohnung findet. Ich bin ja selber gerade erst umgezogen, daher werde ich versuchen, es zu erkl&#228;ren. Am einfachsten ist es nat&#252;rlich &#252;ber Mundpropaganda. Das hei&#223;t man h&#246;rt &#252;ber Freunde oder die Familie, dass irgendwo eine Wohnung frei wird. Aber so funktioniert das eben nicht immer. Also muss man entweder in Tageszeitungen eine Anzeige aufgeben oder die Anzeigen im Immobilienmarkt lesen, also in dem Teil der Zeitung, in dem es um Wohnungen und H&#228;user geht. Oder man sucht im Internet, die gr&#246;&#223;te B&#246;rse ist hier immobilienscout24.de. In Deutschland misst man die Gr&#246;&#223;e einer Wohnung erstmal in Zimmern. Eine 2-Zimmer-Wohnung hei&#223;t also, man hat K&#252;che, Bad und zwei Zimmer. Bei einer 4-Zimmer-Wohnung hat man K&#252;che, Bad und vier Zimmer. Aber Vorsicht: Oft ist die K&#252;che leer. Das bedeutet, es gibt zwar einen Raum f&#252;r die K&#252;che, aber es gibt dort keine M&#246;bel, keine Ger&#228;te. Der Raum ist leer. Man muss also oft noch viel Geld investieren und eine komplette neue K&#252;che kaufen, wenn man eine Wohnung mieten will. Ihr werdet oft die Abk&#252;rzung EBK sehen, das bedeutet Einbauk&#252;che. Wenn das also bei einer Anzeige dabeisteht, bedeutet das, die Wohnung hat eine K&#252;che. Die Gr&#246;&#223;e einer Wohnung wird nat&#252;rlich auch in Quadratmetern gemessen. Wobei es einen Unterschied gibt: Wenn zum Beispiel ein gro&#223;er Balkon oder eine Terrasse dabei sind, dann werden diese Fl&#228;chen nicht ganz mitgez&#228;hlt. Wer also 30 Quadratmeter Terrasse hat, bei dem wird das als 15 Quadratmeter Nutzfl&#228;che berechnet. Kompliziert, oder? Noch zwei wichtige Unterschiede: Kaltmiete und Warmmiete. Bei der Warmmiete ist alles inklusive. Das ist also der Betrag, den man wirklich an den Vermieter zahlen muss. Normalerweise steht in Anzeigen aber nur die Kaltmiete. Zur Kaltmiete hinzu kommen die so genannten Nebenkosten. Das sind Kosten f&#252;r die M&#252;llabfuhr, das Wasser, die Heizung, manchmal auch f&#252;r die Beleuchtung des Hauses oder den Kabelanschluss. Stromkosten und Telefonkosten zahlt man normalerweise direkt an die Strom- oder Telefonkonzerne, das hat mit dem Vermieter nichts zu tun. Wenn man dann im Internet oder in einer Zeitung eine Wohnung gefunden hat, macht man einen Besichtigungstermin. Manchmal organisiert diese Termine der Vermieter selber. Normalerweise aber &#252;bernimmt das ein Makler. Man darf sich also die Wohnung ansehen und Fragen stellen. Oft ist die Konkurrenz gro&#223;, vor allem in St&#228;dten wie M&#252;nchen. Viele Menschen wollen die Wohnung haben, und der Vermieter kann sich f&#252;r einen Mieter entscheiden. Damit ihm diese Entscheidung leichter f&#228;llt, verlangt er meist eine so genannte Selbstauskunft. Das ist ein Blatt Papier, ein Formular, auf dem der potenzielle Mieter Informationen &#252;ber sich selbst ausf&#252;llt. Welchen Beruf er hat, wieviel Geld er verdient, wo er vorher gewohnt hat, manchmal sogar ob er ein Instrument spielt (wegen der Lautst&#228;rke) oder nicht. Wenn dann alles in Ordnung ist, kann man den Mietvertrag unterschreiben. All das ist nat&#252;rlich mit Kosten verbunden. Der Makler verlangt eine so genannte Provision. Diese darf bis zu 2,38 Monatsmieten hoch sein. Das hei&#223;t, angenommen die Miete kostet 1000 Euro Miete, dann zahlt man 2380 Euro an den Makler. Der Vermieter verlangt dann noch eine Kaution. Meistens sind das auch drei Mal die Kaltmiete &#8211; also in unserem Fall auch rund 3000 Euro. Wenn dann noch eine K&#252;che bereits eingebaut ist, oder zum Beispiel ein Einbauschrank, verlangt der Vormieter eine Abl&#246;se. Man kauft ihm also die K&#252;che und den Schrank ab. Kein Wunder, dass die Deutschen nicht so gerne umziehen, oder? Damit man versteht, was in Wohnungsanzeigen steht, ist diese Liste aus der Wikipedia sehr n&#252;tzlich, mit allen Abk&#252;rzungen: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Abk%C3%BCrzungen_(Wohnungsanzeigen) Und wieder deutsche Musik zum Schluss, diesmal von St&#246;rte Priester das St&#252;ck &#8222;Heiliges Kind&#8220;, die neue CD der Band ist ab 1. August auf dem Markt.</itunes:summary>
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      <pubDate>Fri, 25 Jul 2008 14:09:27 -0700</pubDate>
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      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Timo aus Finnland zieht im Herbst nach Deutschland. Er hat mich gefragt, wie man hier eine Wohnung findet. Ich bin ja selber gerade erst umgezogen, daher werde ich versuchen, es zu erkl&#228;ren. Am einfachsten ist es nat&#252;rlich &#252;ber Mundpropaganda. Das hei&#223;t man h&#246;rt &#252;ber Freunde oder die Familie, dass irgendwo eine Wohnung frei wird. Aber so funktioniert das eben nicht immer. Also muss man entweder in Tageszeitungen eine Anzeige aufgeben oder die Anzeigen im Immobilienmarkt lesen, also in dem Teil der Zeitung, in dem es um Wohnungen und H&#228;user geht. Oder man sucht im Internet, die gr&#246;&#223;te B&#246;rse ist hier immobilienscout24.de. In Deutschland misst man die Gr&#246;&#223;e einer Wohnung erstmal in Zimmern. Eine 2-Zimmer-Wohnung hei&#223;t also, man hat K&#252;che, Bad und zwei Zimmer. Bei einer 4-Zimmer-Wohnung hat man K&#252;che, Bad und vier Zimmer. Aber Vorsicht: Oft ist die K&#252;che leer. Das bedeutet, es g...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Timo aus Finnland zieht im Herbst nach Deutschland. Er hat mich gefragt, wie man hier eine Wohnung findet. Ich bin ja selber gerade erst umgezogen, daher werde ich versuchen, es zu erkl&#228;ren. Am einfachsten ist es nat&#252;rlich &#252;ber Mundpropaganda. Das hei&#223;t man h&#246;rt &#252;ber Freunde oder die Familie, dass irgendwo eine Wohnung frei wird. Aber so funktioniert das eben nicht immer. Also muss man entweder in Tageszeitungen eine Anzeige aufgeben oder die Anzeigen im Immobilienmarkt lesen, also in dem Teil der Zeitung, in dem es um Wohnungen und H&#228;user geht. Oder man sucht im Internet, die gr&#246;&#223;te B&#246;rse ist hier immobilienscout24.de. In Deutschland misst man die Gr&#246;&#223;e einer Wohnung erstmal in Zimmern. Eine 2-Zimmer-Wohnung hei&#223;t also, man hat K&#252;che, Bad und zwei Zimmer. Bei einer 4-Zimmer-Wohnung hat man K&#252;che, Bad und vier Zimmer. Aber Vorsicht: Oft ist die K&#252;che leer. Das bedeutet, es gibt zwar einen Raum f&#252;r die K&#252;che, aber es gibt dort keine M&#246;bel, keine Ger&#228;te. Der Raum ist leer. Man muss also oft noch viel Geld investieren und eine komplette neue K&#252;che kaufen, wenn man eine Wohnung mieten will. Ihr werdet oft die Abk&#252;rzung EBK sehen, das bedeutet Einbauk&#252;che. Wenn das also bei einer Anzeige dabeisteht, bedeutet das, die Wohnung hat eine K&#252;che. Die Gr&#246;&#223;e einer Wohnung wird nat&#252;rlich auch in Quadratmetern gemessen. Wobei es einen Unterschied gibt: Wenn zum Beispiel ein gro&#223;er Balkon oder eine Terrasse dabei sind, dann werden diese Fl&#228;chen nicht ganz mitgez&#228;hlt. Wer also 30 Quadratmeter Terrasse hat, bei dem wird das als 15 Quadratmeter Nutzfl&#228;che berechnet. Kompliziert, oder? Noch zwei wichtige Unterschiede: Kaltmiete und Warmmiete. Bei der Warmmiete ist alles inklusive. Das ist also der Betrag, den man wirklich an den Vermieter zahlen muss. Normalerweise steht in Anzeigen aber nur die Kaltmiete. Zur Kaltmiete hinzu kommen die so genannten Nebenkosten. Das sind Kosten f&#252;r die M&#252;llabfuhr, das Wasser, die Heizung, manchmal auch f&#252;r die Beleuchtung des Hauses oder den Kabelanschluss. Stromkosten und Telefonkosten zahlt man normalerweise direkt an die Strom- oder Telefonkonzerne, das hat mit dem Vermieter nichts zu tun. Wenn man dann im Internet oder in einer Zeitung eine Wohnung gefunden hat, macht man einen Besichtigungstermin. Manchmal organisiert diese Termine der Vermieter selber. Normalerweise aber &#252;bernimmt das ein Makler. Man darf sich also die Wohnung ansehen und Fragen stellen. Oft ist die Konkurrenz gro&#223;, vor allem in St&#228;dten wie M&#252;nchen. Viele Menschen wollen die Wohnung haben, und der Vermieter kann sich f&#252;r einen Mieter entscheiden. Damit ihm diese Entscheidung leichter f&#228;llt, verlangt er meist eine so genannte Selbstauskunft. Das ist ein Blatt Papier, ein Formular, auf dem der potenzielle Mieter Informationen &#252;ber sich selbst ausf&#252;llt. Welchen Beruf er hat, wieviel Geld er verdient, wo er vorher gewohnt hat, manchmal sogar ob er ein Instrument spielt (wegen der Lautst&#228;rke) oder nicht. Wenn dann alles in Ordnung ist, kann man den Mietvertrag unterschreiben. All das ist nat&#252;rlich mit Kosten verbunden. Der Makler verlangt eine so genannte Provision. Diese darf bis zu 2,38 Monatsmieten hoch sein. Das hei&#223;t, angenommen die Miete kostet 1000 Euro Miete, dann zahlt man 2380 Euro an den Makler. Der Vermieter verlangt dann noch eine Kaution. Meistens sind das auch drei Mal die Kaltmiete &#8211; also in unserem Fall auch rund 3000 Euro. Wenn dann noch eine K&#252;che bereits eingebaut ist, oder zum Beispiel ein Einbauschrank, verlangt der Vormieter eine Abl&#246;se. Man kauft ihm also die K&#252;che und den Schrank ab. Kein Wunder, dass die Deutschen nicht so gerne umziehen, oder? Damit man versteht, was in Wohnungsanzeigen steht, ist diese Liste aus der Wikipedia sehr n&#252;tzlich, mit allen Abk&#252;rzungen: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Abk%C3%BCrzungen_(Wohnungsanzeigen) Und wieder deutsche Musik zum Schluss, diesmal von St&#246;rte Priester das St&#252;ck &#8222;Heiliges Kind&#8220;, die neue CD der Band ist ab 1. August auf dem Markt.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Timo aus Finnland zieht im Herbst nach Deutschland. Er hat mich gefragt, wie man hier eine Wohnung findet. Ich bin ja selber gerade erst umgezogen, daher werde ich versuchen, es zu erkl&#228;ren. Am einfachsten ist es nat&#252;rlich &#252;ber Mundpropaganda. Das hei&#223;t man h&#246;rt &#252;ber Freunde oder die Familie, dass irgendwo eine Wohnung frei wird. Aber so funktioniert das eben nicht immer. Also muss man entweder in Tageszeitungen eine Anzeige aufgeben oder die Anzeigen im Immobilienmarkt lesen, also in dem Teil der Zeitung, in dem es um Wohnungen und H&#228;user geht. Oder man sucht im Internet, die gr&#246;&#223;te B&#246;rse ist hier immobilienscout24.de. In Deutschland misst man die Gr&#246;&#223;e einer Wohnung erstmal in Zimmern. Eine 2-Zimmer-Wohnung hei&#223;t also, man hat K&#252;che, Bad und zwei Zimmer. Bei einer 4-Zimmer-Wohnung hat man K&#252;che, Bad und vier Zimmer. Aber Vorsicht: Oft ist die K&#252;che leer. Das bedeutet, es gibt zwar einen Raum f&#252;r die K&#252;che, aber es gibt dort keine M&#246;bel, keine Ger&#228;te. Der Raum ist leer. Man muss also oft noch viel Geld investieren und eine komplette neue K&#252;che kaufen, wenn man eine Wohnung mieten will. Ihr werdet oft die Abk&#252;rzung EBK sehen, das bedeutet Einbauk&#252;che. Wenn das also bei einer Anzeige dabeisteht, bedeutet das, die Wohnung hat eine K&#252;che. Die Gr&#246;&#223;e einer Wohnung wird nat&#252;rlich auch in Quadratmetern gemessen. Wobei es einen Unterschied gibt: Wenn zum Beispiel ein gro&#223;er Balkon oder eine Terrasse dabei sind, dann werden diese Fl&#228;chen nicht ganz mitgez&#228;hlt. Wer also 30 Quadratmeter Terrasse hat, bei dem wird das als 15 Quadratmeter Nutzfl&#228;che berechnet. Kompliziert, oder? Noch zwei wichtige Unterschiede: Kaltmiete und Warmmiete. Bei der Warmmiete ist alles inklusive. Das ist also der Betrag, den man wirklich an den Vermieter zahlen muss. Normalerweise steht in Anzeigen aber nur die Kaltmiete. Zur Kaltmiete hinzu kommen die so genannten Nebenkosten. Das sind Kosten f&#252;r die M&#252;llabfuhr, das Wasser, die Heizung, manchmal auch f&#252;r die Beleuchtung des Hauses oder den Kabelanschluss. Stromkosten und Telefonkosten zahlt man normalerweise direkt an die Strom- oder Telefonkonzerne, das hat mit dem Vermieter nichts zu tun. Wenn man dann im Internet oder in einer Zeitung eine Wohnung gefunden hat, macht man einen Besichtigungstermin. Manchmal organisiert diese Termine der Vermieter selber. Normalerweise aber &#252;bernimmt das ein Makler. Man darf sich also die Wohnung ansehen und Fragen stellen. Oft ist die Konkurrenz gro&#223;, vor allem in St&#228;dten wie M&#252;nchen. Viele Menschen wollen die Wohnung haben, und der Vermieter kann sich f&#252;r einen Mieter entscheiden. Damit ihm diese Entscheidung leichter f&#228;llt, verlangt er meist eine so genannte Selbstauskunft. Das ist ein Blatt Papier, ein Formular, auf dem der potenzielle Mieter Informationen &#252;ber sich selbst ausf&#252;llt. Welchen Beruf er hat, wieviel Geld er verdient, wo er vorher gewohnt hat, manchmal sogar ob er ein Instrument spielt (wegen der Lautst&#228;rke) oder nicht. Wenn dann alles in Ordnung ist, kann man den Mietvertrag unterschreiben. All das ist nat&#252;rlich mit Kosten verbunden. Der Makler verlangt eine so genannte Provision. Diese darf bis zu 2,38 Monatsmieten hoch sein. Das hei&#223;t, angenommen die Miete kostet 1000 Euro Miete, dann zahlt man 2380 Euro an den Makler. Der Vermieter verlangt dann noch eine Kaution. Meistens sind das auch drei Mal die Kaltmiete &#8211; also in unserem Fall auch rund 3000 Euro. Wenn dann noch eine K&#252;che bereits eingebaut ist, oder zum Beispiel ein Einbauschrank, verlangt der Vormieter eine Abl&#246;se. Man kauft ihm also die K&#252;che und den Schrank ab. Kein Wunder, dass die Deutschen nicht so gerne umziehen, oder? Damit man versteht, was in Wohnungsanzeigen steht, ist diese Liste aus der Wikipedia sehr n&#252;tzlich, mit allen Abk&#252;rzungen: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Abk%C3%BCrzungen_(Wohnungsanzeigen) Und wieder deutsche Musik zum Schluss, diesmal von St&#246;rte Priester das St&#252;ck &#8222;Heiliges Kind&#8220;, die neue CD der Band ist ab 1. August auf dem Markt.</itunes:summary>
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      <pubDate>Fri, 25 Jul 2008 14:09:27 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #031: Das politische System Deutschlands</title>
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      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Fernando aus Brasilien interessiert das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Ich werde versuchen, es so einfach wie m&#246;glich zu erkl&#228;ren. Dennoch wird diese Folge von Slow German sehr kompliziert und schwer zu verstehen. Aber glaubt mir: Auch viele Deutsche kennen das politische System nicht! Zun&#228;chst einmal zur Struktur von Deutschland: Deutschland besteht aus 16 Bundesl&#228;ndern. Die Bundeshauptstadt ist Berlin. Gegr&#252;ndet wurde die Bundesrepublik am 24. Mai 1949, also vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Es war aufgeteilt worden: Im Oktober wurde die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik, also der DDR, in Kraft gesetzt. Seit dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland wiedervereinigt, also wieder ein Land. An diesem Tag wird daher jedes Jahr der &#8222;Tag der deutschen Einheit&#8220; gefeiert. Folgende wichtige Begriffe werde ich nun erkl&#228;ren: Bundestag, Bundesrat...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Fernando aus Brasilien interessiert das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Ich werde versuchen, es so einfach wie m&#246;glich zu erkl&#228;ren. Dennoch wird diese Folge von Slow German sehr kompliziert und schwer zu verstehen. Aber glaubt mir: Auch viele Deutsche kennen das politische System nicht! Zun&#228;chst einmal zur Struktur von Deutschland: Deutschland besteht aus 16 Bundesl&#228;ndern. Die Bundeshauptstadt ist Berlin. Gegr&#252;ndet wurde die Bundesrepublik am 24. Mai 1949, also vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Es war aufgeteilt worden: Im Oktober wurde die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik, also der DDR, in Kraft gesetzt. Seit dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland wiedervereinigt, also wieder ein Land. An diesem Tag wird daher jedes Jahr der &#8222;Tag der deutschen Einheit&#8220; gefeiert. Folgende wichtige Begriffe werde ich nun erkl&#228;ren: Bundestag, Bundesrat, Kanzler, Pr&#228;sident. Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer, sozialer Bundesstaat, genauer gesagt eine parlamentarische Demokratie. Sie ist auch ein f&#246;deraler Rechtsstaat. Es gibt die Bundesebene und die Landesebene. Die einzelnen Bundesl&#228;nder haben eigene Verfassungen. Wobei die Verfassung der BRD das Grundgesetz ist. Das hei&#223;t: Jedes Bundesland hat zwar eigene Gesetze, das Grundgesetz ist aber im Zweifelsfall das entscheidende. Ein einfaches Beispiel: In manchen Bundesl&#228;ndern steht in der alten Verfassung noch drin, dass es die Todesstrafe gibt. Laut der deutschen Verfassung gibt es sie aber nicht mehr. Also existiert sie in Deutschland nicht. Das Staatsoberhaupt ist der Bundespr&#228;sident. Er hat aber vor allem repr&#228;sentative Aufgaben, politisch gesehen ist er also nicht sehr wichtig. Gew&#228;hlt wird er alle f&#252;nf Jahre, und zwar von der Bundesversammlung. Dies ist die einzige Aufgabe der Bundesversammlung. Die Bundesversammlung setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Deutschen Bundestages und einer gleichen Zahl von anderen Mitgliedern aus dem ganzen Land. Bei der letzten Wahl waren es 1205 Mitglieder. Ein einziges Mal darf der Bundespr&#228;sident wiedergew&#228;hlt werden, dann w&#228;re er also 10 Jahre im Amt. Die n&#228;chste Wahl findet am 23. Mai 2009 statt. Der momentane Bundespr&#228;sident hei&#223;t Horst K&#246;hler, und eine weitere Kandidatin ist eine Frau &#8211; Gesine Schwan. Angeblich verdient der Bundespr&#228;sident 199.000 Euro pro Jahr (2007). Der Regierungschef ist der Bundeskanzler. Er wird vom Bundestag gew&#228;hlt. Vorher hat ihn der Bundespr&#228;sident vorgeschlagen. Der Kanzler &#8211; oder wie momentan die Kanzlerin, denn unsere Chefin ist Angela Merkel &#8211; schl&#228;gt dann die Bundesminister vor. Kanzler und Minister sind dann die Bundesregierung. Manchmal wird die Bundesrepublik Deutschland auch als Kanzlerdemokratie bezeichnet, weil der Kanzler eine sehr starke Stellung hat. Ein Kanzler kann beliebig oft wiedergew&#228;hlt werden. Helmut Kohl war am l&#228;ngsten deutscher Kanzler: Von 1982 bis 1998, also 16 Jahre lang. Die Kanzlerin verdient angeblich rund 240.000 Euro im Jahr. Zwei wichtige Institutionen muss ich noch erkl&#228;ren &#8211; manchmal werden sie von vielen Deutschen verwechselt. Es gibt den Bundestag und den Bundesrat. Der Bundestag ist das Parlament. Er wird direkt vom Volk gew&#228;hlt. Eine so genannte Legislaturperiode, also die Zeit, in der der Bundestag in mehr oder weniger gleicher Zusammensetzung Politik macht, dauert in der Regel vier Jahre. Momentan gibt es im Bundestag 612 Abgeordnete aus allen Bundesl&#228;ndern. Der Bundestagspr&#228;sident ist momentan Norbert Lammert. Der Bundestag schafft das Bundesrecht und &#228;ndert die Verfassung. Er kann auch internationale Vertr&#228;ge mit anderen Staaten genehmigen und beschlie&#223;t den Bundeshaushalt, also die Finanzen des Landes. Er w&#228;hlt wie vorhin schon gesagt den Bundeskanzler und kontrolliert den Einsatz der Bundeswehr, also des Milit&#228;rs. Der Bundesrat dagegen hat andere Aufgaben: Hier sind Mitglieder aller Bundesl&#228;nder vertreten. Jedes Bundesland hat drei bis sechs Sitzpl&#228;tze, je nach Einwohnerzahl. Sie k&#246;nnen so bei der Gesetzgebung auf Bundesebene mitwirken. Der Bundesrat hat momentan 69 Mitglieder und kann nicht abgeschafft werden. Zum Schluss, auch wenn es bis hierhin schon sehr kompliziert war, noch ein Wort zu den deutschen Parteien. Die gr&#246;&#223;ten Parteien in Deutschland sind die SPD und die CDU/CSU. Die SPD ist die Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Der letzte Kanzler, Gerhard Schr&#246;der, war von der SPD. Die Farbe der SPD ist Rot. Die CSU gibt es nur in Bayern, sie hat sich mit ihrer Schwesterpartei CDU zusammengetan. Die Farbe der CDU/CSU ist Schwarz, die Abk&#252;rzung steht f&#252;r Christlich-Demokratische Union beziehungsweise Christlich-Soziale Union. Die beiden gro&#223;en Parteien haben eine Koalition gebildet und regieren momentan gemeinsam. Kleinere Parteien sind die FDP (gelb), die oft als Liberale bezeichnet werden, und Die Gr&#252;nen (gr&#252;n), die es erst seit 1980 gibt und die sich zu Beginn ihrer Zeit vor allem f&#252;r die Umwelt eingesetzt haben. Erst seit einem Jahr gibt es &#8222;Die Linke&#8220;, eine sehr umstrittene Partei. So, das war also das komplizierte Thema Politik, besser gesagt das politische System von Deutschland. Im Alltag merkt man das als Deutscher so: Man darf w&#228;hlen gehen und w&#228;hlt Mitglieder des Bundestages oder des Landtages. Dann wartet man, bis der Kanzler gew&#228;hlt wird. Oft wird kritisiert, dass wir den Kanzler nicht direkt w&#228;hlen d&#252;rfen &#8211; aber das ist ja in vielen L&#228;ndern so. Zum Abschluss noch etwas Musik, und zwar von Markus Kaes, gesungen von Judith Jahn. Der Song hei&#223;t &#8222;Schon wieder.&#8220; &#220;brigens gibt es ein neues Tool auf slowgerman.com. Wenn Ihr mit der Maus doppelklickt auf irgendein Wort, also zwei Mal klicken, dann seht Ihr die englische &#220;bersetzung. Danke an Stan f&#252;r dieses Widget!</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Fernando aus Brasilien interessiert das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Ich werde versuchen, es so einfach wie m&#246;glich zu erkl&#228;ren. Dennoch wird diese Folge von Slow German sehr kompliziert und schwer zu verstehen. Aber glaubt mir: Auch viele Deutsche kennen das politische System nicht! Zun&#228;chst einmal zur Struktur von Deutschland: Deutschland besteht aus 16 Bundesl&#228;ndern. Die Bundeshauptstadt ist Berlin. Gegr&#252;ndet wurde die Bundesrepublik am 24. Mai 1949, also vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Es war aufgeteilt worden: Im Oktober wurde die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik, also der DDR, in Kraft gesetzt. Seit dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland wiedervereinigt, also wieder ein Land. An diesem Tag wird daher jedes Jahr der &#8222;Tag der deutschen Einheit&#8220; gefeiert. Folgende wichtige Begriffe werde ich nun erkl&#228;ren: Bundestag, Bundesrat, Kanzler, Pr&#228;sident. Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer, sozialer Bundesstaat, genauer gesagt eine parlamentarische Demokratie. Sie ist auch ein f&#246;deraler Rechtsstaat. Es gibt die Bundesebene und die Landesebene. Die einzelnen Bundesl&#228;nder haben eigene Verfassungen. Wobei die Verfassung der BRD das Grundgesetz ist. Das hei&#223;t: Jedes Bundesland hat zwar eigene Gesetze, das Grundgesetz ist aber im Zweifelsfall das entscheidende. Ein einfaches Beispiel: In manchen Bundesl&#228;ndern steht in der alten Verfassung noch drin, dass es die Todesstrafe gibt. Laut der deutschen Verfassung gibt es sie aber nicht mehr. Also existiert sie in Deutschland nicht. Das Staatsoberhaupt ist der Bundespr&#228;sident. Er hat aber vor allem repr&#228;sentative Aufgaben, politisch gesehen ist er also nicht sehr wichtig. Gew&#228;hlt wird er alle f&#252;nf Jahre, und zwar von der Bundesversammlung. Dies ist die einzige Aufgabe der Bundesversammlung. Die Bundesversammlung setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Deutschen Bundestages und einer gleichen Zahl von anderen Mitgliedern aus dem ganzen Land. Bei der letzten Wahl waren es 1205 Mitglieder. Ein einziges Mal darf der Bundespr&#228;sident wiedergew&#228;hlt werden, dann w&#228;re er also 10 Jahre im Amt. Die n&#228;chste Wahl findet am 23. Mai 2009 statt. Der momentane Bundespr&#228;sident hei&#223;t Horst K&#246;hler, und eine weitere Kandidatin ist eine Frau &#8211; Gesine Schwan. Angeblich verdient der Bundespr&#228;sident 199.000 Euro pro Jahr (2007). Der Regierungschef ist der Bundeskanzler. Er wird vom Bundestag gew&#228;hlt. Vorher hat ihn der Bundespr&#228;sident vorgeschlagen. Der Kanzler &#8211; oder wie momentan die Kanzlerin, denn unsere Chefin ist Angela Merkel &#8211; schl&#228;gt dann die Bundesminister vor. Kanzler und Minister sind dann die Bundesregierung. Manchmal wird die Bundesrepublik Deutschland auch als Kanzlerdemokratie bezeichnet, weil der Kanzler eine sehr starke Stellung hat. Ein Kanzler kann beliebig oft wiedergew&#228;hlt werden. Helmut Kohl war am l&#228;ngsten deutscher Kanzler: Von 1982 bis 1998, also 16 Jahre lang. Die Kanzlerin verdient angeblich rund 240.000 Euro im Jahr. Zwei wichtige Institutionen muss ich noch erkl&#228;ren &#8211; manchmal werden sie von vielen Deutschen verwechselt. Es gibt den Bundestag und den Bundesrat. Der Bundestag ist das Parlament. Er wird direkt vom Volk gew&#228;hlt. Eine so genannte Legislaturperiode, also die Zeit, in der der Bundestag in mehr oder weniger gleicher Zusammensetzung Politik macht, dauert in der Regel vier Jahre. Momentan gibt es im Bundestag 612 Abgeordnete aus allen Bundesl&#228;ndern. Der Bundestagspr&#228;sident ist momentan Norbert Lammert. Der Bundestag schafft das Bundesrecht und &#228;ndert die Verfassung. Er kann auch internationale Vertr&#228;ge mit anderen Staaten genehmigen und beschlie&#223;t den Bundeshaushalt, also die Finanzen des Landes. Er w&#228;hlt wie vorhin schon gesagt den Bundeskanzler und kontrolliert den Einsatz der Bundeswehr, also des Milit&#228;rs. Der Bundesrat dagegen hat andere Aufgaben: Hier sind Mitglieder aller Bundesl&#228;nder vertreten. Jedes Bundesland hat drei bis sechs Sitzpl&#228;tze, je nach Einwohnerzahl. Sie k&#246;nnen so bei der Gesetzgebung auf Bundesebene mitwirken. Der Bundesrat hat momentan 69 Mitglieder und kann nicht abgeschafft werden. Zum Schluss, auch wenn es bis hierhin schon sehr kompliziert war, noch ein Wort zu den deutschen Parteien. Die gr&#246;&#223;ten Parteien in Deutschland sind die SPD und die CDU/CSU. Die SPD ist die Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Der letzte Kanzler, Gerhard Schr&#246;der, war von der SPD. Die Farbe der SPD ist Rot. Die CSU gibt es nur in Bayern, sie hat sich mit ihrer Schwesterpartei CDU zusammengetan. Die Farbe der CDU/CSU ist Schwarz, die Abk&#252;rzung steht f&#252;r Christlich-Demokratische Union beziehungsweise Christlich-Soziale Union. Die beiden gro&#223;en Parteien haben eine Koalition gebildet und regieren momentan gemeinsam. Kleinere Parteien sind die FDP (gelb), die oft als Liberale bezeichnet werden, und Die Gr&#252;nen (gr&#252;n), die es erst seit 1980 gibt und die sich zu Beginn ihrer Zeit vor allem f&#252;r die Umwelt eingesetzt haben. Erst seit einem Jahr gibt es &#8222;Die Linke&#8220;, eine sehr umstrittene Partei. So, das war also das komplizierte Thema Politik, besser gesagt das politische System von Deutschland. Im Alltag merkt man das als Deutscher so: Man darf w&#228;hlen gehen und w&#228;hlt Mitglieder des Bundestages oder des Landtages. Dann wartet man, bis der Kanzler gew&#228;hlt wird. Oft wird kritisiert, dass wir den Kanzler nicht direkt w&#228;hlen d&#252;rfen &#8211; aber das ist ja in vielen L&#228;ndern so. Zum Abschluss noch etwas Musik, und zwar von Markus Kaes, gesungen von Judith Jahn. Der Song hei&#223;t &#8222;Schon wieder.&#8220; &#220;brigens gibt es ein neues Tool auf slowgerman.com. Wenn Ihr mit der Maus doppelklickt auf irgendein Wort, also zwei Mal klicken, dann seht Ihr die englische &#220;bersetzung. Danke an Stan f&#252;r dieses Widget!</itunes:summary>
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      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Fernando aus Brasilien interessiert das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Ich werde versuchen, es so einfach wie m&#246;glich zu erkl&#228;ren. Dennoch wird diese Folge von Slow German sehr kompliziert und schwer zu verstehen. Aber glaubt mir: Auch viele Deutsche kennen das politische System nicht! Zun&#228;chst einmal zur Struktur von Deutschland: Deutschland besteht aus 16 Bundesl&#228;ndern. Die Bundeshauptstadt ist Berlin. Gegr&#252;ndet wurde die Bundesrepublik am 24. Mai 1949, also vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Es war aufgeteilt worden: Im Oktober wurde die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik, also der DDR, in Kraft gesetzt. Seit dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland wiedervereinigt, also wieder ein Land. An diesem Tag wird daher jedes Jahr der &#8222;Tag der deutschen Einheit&#8220; gefeiert. Folgende wichtige Begriffe werde ich nun erkl&#228;ren: Bundestag, Bundesrat, Kanzler, Pr&#228;sident. Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer, sozialer Bundesstaat, genauer gesagt eine parlamentarische Demokratie. Sie ist auch ein f&#246;deraler Rechtsstaat. Es gibt die Bundesebene und die Landesebene. Die einzelnen Bundesl&#228;nder haben eigene Verfassungen. Wobei die Verfassung der BRD das Grundgesetz ist. Das hei&#223;t: Jedes Bundesland hat zwar eigene Gesetze, das Grundgesetz ist aber im Zweifelsfall das entscheidende. Ein einfaches Beispiel: In manchen Bundesl&#228;ndern steht in der alten Verfassung noch drin, dass es die Todesstrafe gibt. Laut der deutschen Verfassung gibt es sie aber nicht mehr. Also existiert sie in Deutschland nicht. Das Staatsoberhaupt ist der Bundespr&#228;sident. Er hat aber vor allem repr&#228;sentative Aufgaben, politisch gesehen ist er also nicht sehr wichtig. Gew&#228;hlt wird er alle f&#252;nf Jahre, und zwar von der Bundesversammlung. Dies ist die einzige Aufgabe der Bundesversammlung. Die Bundesversammlung setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Deutschen Bundestages und einer gleichen Zahl von anderen Mitgliedern aus dem ganzen Land. Bei der letzten Wahl waren es 1205 Mitglieder. Ein einziges Mal darf der Bundespr&#228;sident wiedergew&#228;hlt werden, dann w&#228;re er also 10 Jahre im Amt. Die n&#228;chste Wahl findet am 23. Mai 2009 statt. Der momentane Bundespr&#228;sident hei&#223;t Horst K&#246;hler, und eine weitere Kandidatin ist eine Frau &#8211; Gesine Schwan. Angeblich verdient der Bundespr&#228;sident 199.000 Euro pro Jahr (2007). Der Regierungschef ist der Bundeskanzler. Er wird vom Bundestag gew&#228;hlt. Vorher hat ihn der Bundespr&#228;sident vorgeschlagen. Der Kanzler &#8211; oder wie momentan die Kanzlerin, denn unsere Chefin ist Angela Merkel &#8211; schl&#228;gt dann die Bundesminister vor. Kanzler und Minister sind dann die Bundesregierung. Manchmal wird die Bundesrepublik Deutschland auch als Kanzlerdemokratie bezeichnet, weil der Kanzler eine sehr starke Stellung hat. Ein Kanzler kann beliebig oft wiedergew&#228;hlt werden. Helmut Kohl war am l&#228;ngsten deutscher Kanzler: Von 1982 bis 1998, also 16 Jahre lang. Die Kanzlerin verdient angeblich rund 240.000 Euro im Jahr. Zwei wichtige Institutionen muss ich noch erkl&#228;ren &#8211; manchmal werden sie von vielen Deutschen verwechselt. Es gibt den Bundestag und den Bundesrat. Der Bundestag ist das Parlament. Er wird direkt vom Volk gew&#228;hlt. Eine so genannte Legislaturperiode, also die Zeit, in der der Bundestag in mehr oder weniger gleicher Zusammensetzung Politik macht, dauert in der Regel vier Jahre. Momentan gibt es im Bundestag 612 Abgeordnete aus allen Bundesl&#228;ndern. Der Bundestagspr&#228;sident ist momentan Norbert Lammert. Der Bundestag schafft das Bundesrecht und &#228;ndert die Verfassung. Er kann auch internationale Vertr&#228;ge mit anderen Staaten genehmigen und beschlie&#223;t den Bundeshaushalt, also die Finanzen des Landes. Er w&#228;hlt wie vorhin schon gesagt den Bundeskanzler und kontrolliert den Einsatz der Bundeswehr, also des Milit&#228;rs. Der Bundesrat dagegen hat andere Aufgaben: Hier sind Mitglieder aller Bundesl&#228;nder vertreten. Jedes Bundesland hat drei bis sechs Sitzpl&#228;tze, je nach Einwohnerzahl. Sie k&#246;nnen so bei der Gesetzgebung auf Bundesebene mitwirken. Der Bundesrat hat momentan 69 Mitglieder und kann nicht abgeschafft werden. Zum Schluss, auch wenn es bis hierhin schon sehr kompliziert war, noch ein Wort zu den deutschen Parteien. Die gr&#246;&#223;ten Parteien in Deutschland sind die SPD und die CDU/CSU. Die SPD ist die Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Der letzte Kanzler, Gerhard Schr&#246;der, war von der SPD. Die Farbe der SPD ist Rot. Die CSU gibt es nur in Bayern, sie hat sich mit ihrer Schwesterpartei CDU zusammengetan. Die Farbe der CDU/CSU ist Schwarz, die Abk&#252;rzung steht f&#252;r Christlich-Demokratische Union beziehungsweise Christlich-Soziale Union. Die beiden gro&#223;en Parteien haben eine Koalition gebildet und regieren momentan gemeinsam. Kleinere Parteien sind die FDP (gelb), die oft als Liberale bezeichnet werden, und Die Gr&#252;nen (gr&#252;n), die es erst seit 1980 gibt und die sich zu Beginn ihrer Zeit vor allem f&#252;r die Umwelt eingesetzt haben. Erst seit einem Jahr gibt es &#8222;Die Linke&#8220;, eine sehr umstrittene Partei. So, das war also das komplizierte Thema Politik, besser gesagt das politische System von Deutschland. Im Alltag merkt man das als Deutscher so: Man darf w&#228;hlen gehen und w&#228;hlt Mitglieder des Bundestages oder des Landtages. Dann wartet man, bis der Kanzler gew&#228;hlt wird. Oft wird kritisiert, dass wir den Kanzler nicht direkt w&#228;hlen d&#252;rfen &#8211; aber das ist ja in vielen L&#228;ndern so. Zum Abschluss noch etwas Musik, und zwar von Markus Kaes, gesungen von Judith Jahn. Der Song hei&#223;t &#8222;Schon wieder.&#8220; &#220;brigens gibt es ein neues Tool auf slowgerman.com. Wenn Ihr mit der Maus doppelklickt auf irgendein Wort, also zwei Mal klicken, dann seht Ihr die englische &#220;bersetzung. Danke an Stan f&#252;r dieses Widget!</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Fernando aus Brasilien interessiert das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Ich werde versuchen, es so einfach wie m&#246;glich zu erkl&#228;ren. Dennoch wird diese Folge von Slow German sehr kompliziert und schwer zu verstehen. Aber glaubt mir: Auch viele Deutsche kennen das politische System nicht! Zun&#228;chst einmal zur Struktur von Deutschland: Deutschland besteht aus 16 Bundesl&#228;ndern. Die Bundeshauptstadt ist Berlin. Gegr&#252;ndet wurde die Bundesrepublik am 24. Mai 1949, also vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Es war aufgeteilt worden: Im Oktober wurde die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik, also der DDR, in Kraft gesetzt. Seit dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland wiedervereinigt, also wieder ein Land. An diesem Tag wird daher jedes Jahr der &#8222;Tag der deutschen Einheit&#8220; gefeiert. Folgende wichtige Begriffe werde ich nun erkl&#228;ren: Bundestag, Bundesrat, Kanzler, Pr&#228;sident. Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer, sozialer Bundesstaat, genauer gesagt eine parlamentarische Demokratie. Sie ist auch ein f&#246;deraler Rechtsstaat. Es gibt die Bundesebene und die Landesebene. Die einzelnen Bundesl&#228;nder haben eigene Verfassungen. Wobei die Verfassung der BRD das Grundgesetz ist. Das hei&#223;t: Jedes Bundesland hat zwar eigene Gesetze, das Grundgesetz ist aber im Zweifelsfall das entscheidende. Ein einfaches Beispiel: In manchen Bundesl&#228;ndern steht in der alten Verfassung noch drin, dass es die Todesstrafe gibt. Laut der deutschen Verfassung gibt es sie aber nicht mehr. Also existiert sie in Deutschland nicht. Das Staatsoberhaupt ist der Bundespr&#228;sident. Er hat aber vor allem repr&#228;sentative Aufgaben, politisch gesehen ist er also nicht sehr wichtig. Gew&#228;hlt wird er alle f&#252;nf Jahre, und zwar von der Bundesversammlung. Dies ist die einzige Aufgabe der Bundesversammlung. Die Bundesversammlung setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Deutschen Bundestages und einer gleichen Zahl von anderen Mitgliedern aus dem ganzen Land. Bei der letzten Wahl waren es 1205 Mitglieder. Ein einziges Mal darf der Bundespr&#228;sident wiedergew&#228;hlt werden, dann w&#228;re er also 10 Jahre im Amt. Die n&#228;chste Wahl findet am 23. Mai 2009 statt. Der momentane Bundespr&#228;sident hei&#223;t Horst K&#246;hler, und eine weitere Kandidatin ist eine Frau &#8211; Gesine Schwan. Angeblich verdient der Bundespr&#228;sident 199.000 Euro pro Jahr (2007). Der Regierungschef ist der Bundeskanzler. Er wird vom Bundestag gew&#228;hlt. Vorher hat ihn der Bundespr&#228;sident vorgeschlagen. Der Kanzler &#8211; oder wie momentan die Kanzlerin, denn unsere Chefin ist Angela Merkel &#8211; schl&#228;gt dann die Bundesminister vor. Kanzler und Minister sind dann die Bundesregierung. Manchmal wird die Bundesrepublik Deutschland auch als Kanzlerdemokratie bezeichnet, weil der Kanzler eine sehr starke Stellung hat. Ein Kanzler kann beliebig oft wiedergew&#228;hlt werden. Helmut Kohl war am l&#228;ngsten deutscher Kanzler: Von 1982 bis 1998, also 16 Jahre lang. Die Kanzlerin verdient angeblich rund 240.000 Euro im Jahr. Zwei wichtige Institutionen muss ich noch erkl&#228;ren &#8211; manchmal werden sie von vielen Deutschen verwechselt. Es gibt den Bundestag und den Bundesrat. Der Bundestag ist das Parlament. Er wird direkt vom Volk gew&#228;hlt. Eine so genannte Legislaturperiode, also die Zeit, in der der Bundestag in mehr oder weniger gleicher Zusammensetzung Politik macht, dauert in der Regel vier Jahre. Momentan gibt es im Bundestag 612 Abgeordnete aus allen Bundesl&#228;ndern. Der Bundestagspr&#228;sident ist momentan Norbert Lammert. Der Bundestag schafft das Bundesrecht und &#228;ndert die Verfassung. Er kann auch internationale Vertr&#228;ge mit anderen Staaten genehmigen und beschlie&#223;t den Bundeshaushalt, also die Finanzen des Landes. Er w&#228;hlt wie vorhin schon gesagt den Bundeskanzler und kontrolliert den Einsatz der Bundeswehr, also des Milit&#228;rs. Der Bundesrat dagegen hat andere Aufgaben: Hier sind Mitglieder aller Bundesl&#228;nder vertreten. Jedes Bundesland hat drei bis sechs Sitzpl&#228;tze, je nach Einwohnerzahl. Sie k&#246;nnen so bei der Gesetzgebung auf Bundesebene mitwirken. Der Bundesrat hat momentan 69 Mitglieder und kann nicht abgeschafft werden. Zum Schluss, auch wenn es bis hierhin schon sehr kompliziert war, noch ein Wort zu den deutschen Parteien. Die gr&#246;&#223;ten Parteien in Deutschland sind die SPD und die CDU/CSU. Die SPD ist die Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Der letzte Kanzler, Gerhard Schr&#246;der, war von der SPD. Die Farbe der SPD ist Rot. Die CSU gibt es nur in Bayern, sie hat sich mit ihrer Schwesterpartei CDU zusammengetan. Die Farbe der CDU/CSU ist Schwarz, die Abk&#252;rzung steht f&#252;r Christlich-Demokratische Union beziehungsweise Christlich-Soziale Union. Die beiden gro&#223;en Parteien haben eine Koalition gebildet und regieren momentan gemeinsam. Kleinere Parteien sind die FDP (gelb), die oft als Liberale bezeichnet werden, und Die Gr&#252;nen (gr&#252;n), die es erst seit 1980 gibt und die sich zu Beginn ihrer Zeit vor allem f&#252;r die Umwelt eingesetzt haben. Erst seit einem Jahr gibt es &#8222;Die Linke&#8220;, eine sehr umstrittene Partei. So, das war also das komplizierte Thema Politik, besser gesagt das politische System von Deutschland. Im Alltag merkt man das als Deutscher so: Man darf w&#228;hlen gehen und w&#228;hlt Mitglieder des Bundestages oder des Landtages. Dann wartet man, bis der Kanzler gew&#228;hlt wird. Oft wird kritisiert, dass wir den Kanzler nicht direkt w&#228;hlen d&#252;rfen &#8211; aber das ist ja in vielen L&#228;ndern so. Zum Abschluss noch etwas Musik, und zwar von Markus Kaes, gesungen von Judith Jahn. Der Song hei&#223;t &#8222;Schon wieder.&#8220; &#220;brigens gibt es ein neues Tool auf slowgerman.com. Wenn Ihr mit der Maus doppelklickt auf irgendein Wort, also zwei Mal klicken, dann seht Ihr die englische &#220;bersetzung. Danke an Stan f&#252;r dieses Widget!</itunes:summary>
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      <pubDate>Wed, 16 Jul 2008 14:14:50 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #030: Hochzeit</title>
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      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Im Sommer heiraten besonders viele Paare. Deswegen habe ich mir gedacht ich erz&#228;hle Euch heute etwas &#252;ber Hochzeiten in Deutschland. Die beliebtesten Monate sind Mai und Juni, aber auch in den anderen Monaten finden viele Hochzeiten statt. Vor der Heirat steht die Verlobung. Sie ist in Deutschland viel weniger wichtig als beispielsweise in den USA. Es gibt weder einen gro&#223;en Diamantring, noch eine gro&#223;e Feier. Wer in Deutschland heiraten m&#246;chte, der muss in erster Linie eine Menge Papierkram erledigen. Also Dokumente vorweisen bei den staatlichen Beh&#246;rden. Wenn das erledigt ist, kann man standesamtlich heiraten. Man geht also an einem vereinbarten Termin zum Standesamt, und dort wird man vom Staat verheiratet. Meist geht das sehr schnell. Der Standesbeamte, der die Zeremonie leitet, spricht aber dennoch einige Worte, um das Paar auf eine gemeinsame Zukunft einzustimmen. Es g...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Im Sommer heiraten besonders viele Paare. Deswegen habe ich mir gedacht ich erz&#228;hle Euch heute etwas &#252;ber Hochzeiten in Deutschland. Die beliebtesten Monate sind Mai und Juni, aber auch in den anderen Monaten finden viele Hochzeiten statt. Vor der Heirat steht die Verlobung. Sie ist in Deutschland viel weniger wichtig als beispielsweise in den USA. Es gibt weder einen gro&#223;en Diamantring, noch eine gro&#223;e Feier. Wer in Deutschland heiraten m&#246;chte, der muss in erster Linie eine Menge Papierkram erledigen. Also Dokumente vorweisen bei den staatlichen Beh&#246;rden. Wenn das erledigt ist, kann man standesamtlich heiraten. Man geht also an einem vereinbarten Termin zum Standesamt, und dort wird man vom Staat verheiratet. Meist geht das sehr schnell. Der Standesbeamte, der die Zeremonie leitet, spricht aber dennoch einige Worte, um das Paar auf eine gemeinsame Zukunft einzustimmen. Es gibt verschiedene Standes&#228;mter. Manchmal sind das nur relativ offizielle B&#252;ror&#228;ume, ohne Schmuck. Manchmal sind es aber auch alte Rathauss&#228;le, kleine Schl&#246;sser oder man kann auch auf Burgen oder auf Inseln heiraten. Deutsche heiraten aber fast immer in Geb&#228;uden. Hochzeiten im Freien, wie sie in Amerika &#252;blich sind, gibt es hier kaum. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Wetter einfach zu schlecht ist. Zur Heirat im Standesamt braucht man nur als Paar anwesend sein. Fr&#252;her war es Pflicht, Trauzeugen zu haben. Das waren zwei Menschen, die dem Paar nahe standen und die als Zeuge bei der Trauung anwesend waren. Heute ist das gesetzlich nicht mehr vorgeschrieben. Wer m&#246;chte, kann nach der standesamtlichen Trauung auch noch einmal kirchlich heiraten. Wer zum Beispiel katholisch ist, der heiratet dann in einer katholischen Kirche noch einmal. Da die meisten Deutschen aber nicht sehr religi&#246;s sind, ist ihnen die kirchliche Trauung eher wichtig, weil es hier um ein feierliches Ritual geht. In der Kirche gibt es festliche Musik, die Braut tr&#228;gt ein sch&#246;nes wei&#223;es Kleid, und alle Freunde und Verwandten k&#246;nnen dabei sein. Wie gro&#223; eine Hochzeit ist, bleibt dem Brautpaar &#252;berlassen. Nat&#252;rlich gibt es Feiern mit &#252;ber 100 G&#228;sten, aber viele Paare ziehen es vor, in kleinem Kreis zu feiern. H&#228;ufig ist es auch so, dass man nur mit wenigen G&#228;sten die eigentliche Hochzeit feiert &#8211; und sp&#228;ter dann ein gro&#223;es Fest feiert mit allen anderen Freunden und Verwandten. Oft ist es so, dass am Samstag Vormittag im Standesamt geheiratet wird, und danach in der Kirche. Es gibt aber auch viele Paare, die zwischen beiden Trauungen Monate oder sogar Jahre vergehen lassen. V&#246;llig un&#252;blich ist es, mehrere Trauzeugen zu haben, so wie in den USA. Auch das &#8222;Rehearsal Dinner&#8220; gibt es nicht. Stattdessen gibt es einen Polterabend, bei dem man den letzten Single-Abend des Paares feiert. Dabei wird Geschirr zerbrochen, das das Paar dann zusammenkehren und aufr&#228;umen muss. Scherben sollen Gl&#252;ck bringen. Nach der Eheschlie&#223;ung im Standesamt oder in der Kirche wird nat&#252;rlich noch gefeiert. Man isst zusammen, tanzt und freut sich mit dem Brautpaar. Wichtig ist der erste Tanz von Braut und Br&#228;utigam, der erste Walzer, den sie gemeinsam tanzen. Dabei sehen ihnen alle zu, um danach aber mitzutanzen. Ein Brauch ist es auch, gemeinsam die Hochzeitstorte anzuschneiden. Es gibt viele verschiedene Rituale und Br&#228;uche. Manchmal s&#228;gen Braut und Br&#228;utigam gemeinsam einen Baumstumpf ab &#8211; Teamwork sozusagen. Viele Feiern gehen bis weit nach Mitternacht, und wenn das Brautpaar nicht gleich in die Flitterwochen f&#228;hrt, feiern sie bis zum Ende mit. Die Deutschen heiraten sehr sp&#228;t. 2004 war ein deutscher Mann statistisch gesehen im Durchschnitt 36 Jahre alt bei der Heirat. Die Frau war 33 Jahre alt. &#220;brigens scheitert in Deutschland ungef&#228;hr jede dritte Ehe. Das hei&#223;t, dass von drei Ehepaaren sich eines scheiden l&#228;sst. Passend dazu habe ich Euch heute Musik mitgebracht, und zwar &#8222;Die gro&#223;e Liebe ist vorbei&#8220; von Marc Loehrwald, gefunden im Podsafe Music Network.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Im Sommer heiraten besonders viele Paare. Deswegen habe ich mir gedacht ich erz&#228;hle Euch heute etwas &#252;ber Hochzeiten in Deutschland. Die beliebtesten Monate sind Mai und Juni, aber auch in den anderen Monaten finden viele Hochzeiten statt. Vor der Heirat steht die Verlobung. Sie ist in Deutschland viel weniger wichtig als beispielsweise in den USA. Es gibt weder einen gro&#223;en Diamantring, noch eine gro&#223;e Feier. Wer in Deutschland heiraten m&#246;chte, der muss in erster Linie eine Menge Papierkram erledigen. Also Dokumente vorweisen bei den staatlichen Beh&#246;rden. Wenn das erledigt ist, kann man standesamtlich heiraten. Man geht also an einem vereinbarten Termin zum Standesamt, und dort wird man vom Staat verheiratet. Meist geht das sehr schnell. Der Standesbeamte, der die Zeremonie leitet, spricht aber dennoch einige Worte, um das Paar auf eine gemeinsame Zukunft einzustimmen. Es gibt verschiedene Standes&#228;mter. Manchmal sind das nur relativ offizielle B&#252;ror&#228;ume, ohne Schmuck. Manchmal sind es aber auch alte Rathauss&#228;le, kleine Schl&#246;sser oder man kann auch auf Burgen oder auf Inseln heiraten. Deutsche heiraten aber fast immer in Geb&#228;uden. Hochzeiten im Freien, wie sie in Amerika &#252;blich sind, gibt es hier kaum. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Wetter einfach zu schlecht ist. Zur Heirat im Standesamt braucht man nur als Paar anwesend sein. Fr&#252;her war es Pflicht, Trauzeugen zu haben. Das waren zwei Menschen, die dem Paar nahe standen und die als Zeuge bei der Trauung anwesend waren. Heute ist das gesetzlich nicht mehr vorgeschrieben. Wer m&#246;chte, kann nach der standesamtlichen Trauung auch noch einmal kirchlich heiraten. Wer zum Beispiel katholisch ist, der heiratet dann in einer katholischen Kirche noch einmal. Da die meisten Deutschen aber nicht sehr religi&#246;s sind, ist ihnen die kirchliche Trauung eher wichtig, weil es hier um ein feierliches Ritual geht. In der Kirche gibt es festliche Musik, die Braut tr&#228;gt ein sch&#246;nes wei&#223;es Kleid, und alle Freunde und Verwandten k&#246;nnen dabei sein. Wie gro&#223; eine Hochzeit ist, bleibt dem Brautpaar &#252;berlassen. Nat&#252;rlich gibt es Feiern mit &#252;ber 100 G&#228;sten, aber viele Paare ziehen es vor, in kleinem Kreis zu feiern. H&#228;ufig ist es auch so, dass man nur mit wenigen G&#228;sten die eigentliche Hochzeit feiert &#8211; und sp&#228;ter dann ein gro&#223;es Fest feiert mit allen anderen Freunden und Verwandten. Oft ist es so, dass am Samstag Vormittag im Standesamt geheiratet wird, und danach in der Kirche. Es gibt aber auch viele Paare, die zwischen beiden Trauungen Monate oder sogar Jahre vergehen lassen. V&#246;llig un&#252;blich ist es, mehrere Trauzeugen zu haben, so wie in den USA. Auch das &#8222;Rehearsal Dinner&#8220; gibt es nicht. Stattdessen gibt es einen Polterabend, bei dem man den letzten Single-Abend des Paares feiert. Dabei wird Geschirr zerbrochen, das das Paar dann zusammenkehren und aufr&#228;umen muss. Scherben sollen Gl&#252;ck bringen. Nach der Eheschlie&#223;ung im Standesamt oder in der Kirche wird nat&#252;rlich noch gefeiert. Man isst zusammen, tanzt und freut sich mit dem Brautpaar. Wichtig ist der erste Tanz von Braut und Br&#228;utigam, der erste Walzer, den sie gemeinsam tanzen. Dabei sehen ihnen alle zu, um danach aber mitzutanzen. Ein Brauch ist es auch, gemeinsam die Hochzeitstorte anzuschneiden. Es gibt viele verschiedene Rituale und Br&#228;uche. Manchmal s&#228;gen Braut und Br&#228;utigam gemeinsam einen Baumstumpf ab &#8211; Teamwork sozusagen. Viele Feiern gehen bis weit nach Mitternacht, und wenn das Brautpaar nicht gleich in die Flitterwochen f&#228;hrt, feiern sie bis zum Ende mit. Die Deutschen heiraten sehr sp&#228;t. 2004 war ein deutscher Mann statistisch gesehen im Durchschnitt 36 Jahre alt bei der Heirat. Die Frau war 33 Jahre alt. &#220;brigens scheitert in Deutschland ungef&#228;hr jede dritte Ehe. Das hei&#223;t, dass von drei Ehepaaren sich eines scheiden l&#228;sst. Passend dazu habe ich Euch heute Musik mitgebracht, und zwar &#8222;Die gro&#223;e Liebe ist vorbei&#8220; von Marc Loehrwald, gefunden im Podsafe Music Network.</itunes:summary>
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      <pubDate>Sun, 06 Jul 2008 13:40:26 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #029: Film "Das Leben der Anderen"</title>
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      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Ich m&#246;chte Euch heute ausnahmsweise mal einen deutschen Film vorstellen, den Ihr Euch anschauen solltet. Er hei&#223;t &#8222;Das Leben der Anderen&#8220;, und wurde mit einem Oscar ausgezeichnet. Ich m&#246;chte Euch deswegen von ihm erz&#228;hlen, weil er einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte zeigt. Im Mittelpunkt des Dramas steht Gerd Wiesler. Er ist Hauptmann bei der Stasi. Die Stasi war das Ministerium f&#252;r Staatssicherheit in der DDR, der Deutschen Demokratischen Republik. 1984 bekommt Gerd Wiesler in Ost-Berlin den Auftrag, einen Theaterschriftsteller zu bespitzeln. Er soll ihn also belauschen wie ein Spion. Wiesler sitzt also auf dem Dachboden, hat Kopfh&#246;rer auf und h&#246;rt, was in der Wohnung des Schriftstellers alles passiert. Was f&#252;hrt dieser im Schilde? Plant er Aktivit&#228;ten gegen das DDR-System? Je l&#228;nger Wiesler den Schriftsteller und seine Freundin belauscht, desto mehr verwandelt er...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Ich m&#246;chte Euch heute ausnahmsweise mal einen deutschen Film vorstellen, den Ihr Euch anschauen solltet. Er hei&#223;t &#8222;Das Leben der Anderen&#8220;, und wurde mit einem Oscar ausgezeichnet. Ich m&#246;chte Euch deswegen von ihm erz&#228;hlen, weil er einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte zeigt. Im Mittelpunkt des Dramas steht Gerd Wiesler. Er ist Hauptmann bei der Stasi. Die Stasi war das Ministerium f&#252;r Staatssicherheit in der DDR, der Deutschen Demokratischen Republik. 1984 bekommt Gerd Wiesler in Ost-Berlin den Auftrag, einen Theaterschriftsteller zu bespitzeln. Er soll ihn also belauschen wie ein Spion. Wiesler sitzt also auf dem Dachboden, hat Kopfh&#246;rer auf und h&#246;rt, was in der Wohnung des Schriftstellers alles passiert. Was f&#252;hrt dieser im Schilde? Plant er Aktivit&#228;ten gegen das DDR-System? Je l&#228;nger Wiesler den Schriftsteller und seine Freundin belauscht, desto mehr verwandelt er sich. Er empfindet Sympathie f&#252;r diese Menschen, er will sie sch&#252;tzen und ihnen nicht schaden. Dadurch begibt er sich selbst in Gefahr. Wie der Film ausgeht, erz&#228;hle ich Euch nicht. Aber ich kann Euch sagen, dass es einer der besten Filme ist, die ich gesehen habe. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die besten deutschen Schauspieler in diesem Film spielen. In der Hauptrolle des Gerd Wiesler ist Ulrich M&#252;he zu sehen, der leider kurz nach der Oscarverleihung an Krebs gestorben ist. Sebastian Koch und Martina Gedeck sind das bespitzelte Paar. Der Film ist spannend und emotional erz&#228;hlt, und hinter der Geschichte steckt ein Mann namens Florian Henckel von Donnersmarck. Er hat das Drehbuch geschrieben. Die Idee dazu hatte er bereits auf der Filmhochschule, um es dann aber zu schreiben zog er sich in ein Kloster zur&#252;ck, damit er v&#246;llige Ruhe hatte. Donnersmarck f&#252;hrte auch Regie bei diesem Film, der 2006 in Deutschland in die Kinos kam. Obwohl der Film nur 1,8 Millionen Euro gekostet hat und somit ein Low-Budget Film war, hatte er enormen internationalen Erfolg. Mehr als zwei Millionen Menschen haben ihn allein in Deutschland im Kino gesehen. Link zum Trailer: http://de.youtube.com/watch?v=n3_iLOp6IhM Oder: http://de.youtube.com/watch?v=r7rK_bfsQbs Den Link zu diesem Film und zu zwei Trailern stelle ich Euch auf slowgerman.com. So, jetzt gibt es wieder Musik, und zwar von Brackwasser &#8222;Salz in deinen Augen&#8220;. Gefunden im Podsafe Music Network.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Ich m&#246;chte Euch heute ausnahmsweise mal einen deutschen Film vorstellen, den Ihr Euch anschauen solltet. Er hei&#223;t &#8222;Das Leben der Anderen&#8220;, und wurde mit einem Oscar ausgezeichnet. Ich m&#246;chte Euch deswegen von ihm erz&#228;hlen, weil er einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte zeigt. Im Mittelpunkt des Dramas steht Gerd Wiesler. Er ist Hauptmann bei der Stasi. Die Stasi war das Ministerium f&#252;r Staatssicherheit in der DDR, der Deutschen Demokratischen Republik. 1984 bekommt Gerd Wiesler in Ost-Berlin den Auftrag, einen Theaterschriftsteller zu bespitzeln. Er soll ihn also belauschen wie ein Spion. Wiesler sitzt also auf dem Dachboden, hat Kopfh&#246;rer auf und h&#246;rt, was in der Wohnung des Schriftstellers alles passiert. Was f&#252;hrt dieser im Schilde? Plant er Aktivit&#228;ten gegen das DDR-System? Je l&#228;nger Wiesler den Schriftsteller und seine Freundin belauscht, desto mehr verwandelt er sich. Er empfindet Sympathie f&#252;r diese Menschen, er will sie sch&#252;tzen und ihnen nicht schaden. Dadurch begibt er sich selbst in Gefahr. Wie der Film ausgeht, erz&#228;hle ich Euch nicht. Aber ich kann Euch sagen, dass es einer der besten Filme ist, die ich gesehen habe. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die besten deutschen Schauspieler in diesem Film spielen. In der Hauptrolle des Gerd Wiesler ist Ulrich M&#252;he zu sehen, der leider kurz nach der Oscarverleihung an Krebs gestorben ist. Sebastian Koch und Martina Gedeck sind das bespitzelte Paar. Der Film ist spannend und emotional erz&#228;hlt, und hinter der Geschichte steckt ein Mann namens Florian Henckel von Donnersmarck. Er hat das Drehbuch geschrieben. Die Idee dazu hatte er bereits auf der Filmhochschule, um es dann aber zu schreiben zog er sich in ein Kloster zur&#252;ck, damit er v&#246;llige Ruhe hatte. Donnersmarck f&#252;hrte auch Regie bei diesem Film, der 2006 in Deutschland in die Kinos kam. Obwohl der Film nur 1,8 Millionen Euro gekostet hat und somit ein Low-Budget Film war, hatte er enormen internationalen Erfolg. Mehr als zwei Millionen Menschen haben ihn allein in Deutschland im Kino gesehen. Link zum Trailer: http://de.youtube.com/watch?v=n3_iLOp6IhM Oder: http://de.youtube.com/watch?v=r7rK_bfsQbs Den Link zu diesem Film und zu zwei Trailern stelle ich Euch auf slowgerman.com. So, jetzt gibt es wieder Musik, und zwar von Brackwasser &#8222;Salz in deinen Augen&#8220;. Gefunden im Podsafe Music Network.</itunes:summary>
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      <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 13:40:03 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #028: Kleidung</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/22618139-Slow-German-028-Kleidung</link>
      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Barbara hat mir eine Mail geschrieben. Sie reist im Juli nach Deutschland und m&#246;chte nicht als Touristin auffallen. Sie ist 50 Jahre alt und fragt, ob sie Jeans tragen kann, oder ob sie einen Rock anziehen soll. Ich finde es toll, dass sie sich &#252;ber so etwas Gedanken macht! Also werde ich in dieser Folge &#252;ber Kleidung sprechen. In der Umgangssprache kann man Kleidung auch Klamotten nennen. Fr&#252;her gab es einen gro&#223;en Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland, was Kleidung angeht. Heute ist dieser Unterschied viel kleiner geworden. &#220;berhaupt werden die Unterschiede immer kleiner, weil es in jeder Stadt die gleichen Gesch&#228;fte gibt. Der Grund daf&#252;r ist die Globalisierung &#8211; viele L&#228;den sind Ladenketten. Also gibt es in jeder Stadt einen C&amp;A, H&amp;M, Benetton oder Esprit. Weil viele Deutsche ihre Kleidung &#252;ber das Internet bestellen, sehen auch die meisten Deutschen &#228;hnlich aus. ...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Barbara hat mir eine Mail geschrieben. Sie reist im Juli nach Deutschland und m&#246;chte nicht als Touristin auffallen. Sie ist 50 Jahre alt und fragt, ob sie Jeans tragen kann, oder ob sie einen Rock anziehen soll. Ich finde es toll, dass sie sich &#252;ber so etwas Gedanken macht! Also werde ich in dieser Folge &#252;ber Kleidung sprechen. In der Umgangssprache kann man Kleidung auch Klamotten nennen. Fr&#252;her gab es einen gro&#223;en Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland, was Kleidung angeht. Heute ist dieser Unterschied viel kleiner geworden. &#220;berhaupt werden die Unterschiede immer kleiner, weil es in jeder Stadt die gleichen Gesch&#228;fte gibt. Der Grund daf&#252;r ist die Globalisierung &#8211; viele L&#228;den sind Ladenketten. Also gibt es in jeder Stadt einen C&amp;A, H&amp;M, Benetton oder Esprit. Weil viele Deutsche ihre Kleidung &#252;ber das Internet bestellen, sehen auch die meisten Deutschen &#228;hnlich aus. Generell gibt es wenige Regeln, was die Kleidung angeht. Schuluniformen gibt es in Deutschland nicht, Kinder k&#246;nnen anziehen, was sie wollen. Teenager tragen nat&#252;rlich sehr modische Kleidung &#8211; die Jungs m&#246;gen Baggy Pants, momentan tragen alle auch wieder Chucks an ihren F&#252;&#223;en. Das sind diese Basketball-Schuhe von Converse. Auch Leggings sind wieder in Mode. Es sieht momentan alles so aus wie in den 80er-Jahren. Junge Erwachsene kleiden sich unterschiedlich, je nachdem ob sie auf dem Land wohnen oder in der Stadt. Es spielt auch eine Rolle, was sie beruflich machen. Wer im B&#252;ro arbeitet, tr&#228;gt nat&#252;rlich sehr offizielle Kleidung. M&#228;nner tragen einen Anzug, Frauen entweder einen Hosenanzug oder ein Kost&#252;m (also ein Jackett und einen Rock). Zu Jackett kann man &#252;brigens auch Blazer oder Sakko sagen. In den Gro&#223;st&#228;dten sind viele Menschen modisch gekleidet. In Berlin sieht man viele sehr &#8222;schr&#228;ge&#8220; Outfits, die Frauen haben dort oft einen sehr individuellen, kreativen Stil. Ansonsten haben sehr viele Menschen einfach Jeans und T-Shirts an, das ist immer in Ordnung im Alltag. Ich kann aber sagen, was hier eher un&#252;blich ist und was die Deutschen zum Beispiel von Amerikanern unterscheidet. Fangen wir an mit alten Menschen. In den USA haben viele alte Menschen Jeans an und tragen Baseball-Kappen. Das macht in Deutschland niemand. Alte deutsche Frauen &#8211; und damit meine ich Frauen ungef&#228;hr ab 75, tragen in den meisten F&#228;llen R&#246;cke. Junge Frauen seltener. Hosen sind praktischer, deswegen tragen viele junge Frauen Hosen. Mir fallen amerikanische Touristen oft dadurch auf, dass sie wei&#223;e Socken tragen. Tennissocken. Und dazu wei&#223;e Turnschuhe. Das macht kaum ein Deutscher. Hier tr&#228;gt man eher dunkle Schuhe. Viele Touristen fallen auch durch ihre Taschen auf, oder durch ihre Fotoapparate. Und sie kaufen gerne Sweatshirts, wo gro&#223; &#8222;University of Harvard&#8220; draufsteht oder &#8222;Hofbr&#228;uhaus M&#252;nchen&#8220;. Aber das ist alles nicht schlimm. Was mich st&#246;rt: Touristen benehmen sich oft sehr laut &#8211; das trifft aber auch auf Deutsche im Ausland zu. Mein Tipp daher: Jeans und T-Shirt ist tags&#252;ber in Ordnung, im Sommer wenn es hei&#223; ist auch gerne ein Kleid oder ein Rock. Aber auch dazu darf man bequeme Schuhe tragen, denn als Tourist in Deutschland muss man viel zu Fu&#223; gehen. Der Sommer kann in Deutschland sehr wechselhaft sein. Mal ist es kalt und es regnet, dann scheint wieder die Sonne und es ist hei&#223;. Daher empfehle ich allen Besuchern den so genannten Zwiebellook. Ein T-Shirt, einen Pullover, eine leichte Jacke und eventuell noch ein Regencape dabeihaben. Das ist das perfekte Touristenoutfit. So kann man auch in Museen gehen oder in Kirchen, und es ist kein Problem. Und immer dran denken: In Deutschland gibt es noch nicht so viele Geb&#228;ude mit Klimaanlage wie in den USA! Es kann also auch drinnen richtig warm werden. Einen Unterschied gibt es allerdings noch zwischen USA und Deutschland: W&#228;hrend es in Amerika niemanden st&#246;rt, dass man in Bermuda-Shorts in ein F&#252;nf-Sterne-Hotel geht, w&#228;re das in Deutschland undenkbar. Wer hier in ein teures Hotel oder ein teures Restaurant geht, sollte sich entsprechend elegant und teuer kleiden. Ich finde es wichtig, dass man sich in seiner Kleidung wohl f&#252;hlt. Dann hat man eine selbstsichere Ausstrahlung und andere Menschen werden solch einen Touristen bestimmt sympathisch finden. Und falls Du gerne einkaufen gehst, liebe Barbara, dann geh doch in Deutschland shoppen und suche Dir typisch europ&#228;ische Kleidung! Viel Spa&#223; w&#252;nsche ich Dir auf Deiner Reise! Musik habe ich auch wieder mit dabei, und zwar diesmal von Simon Saiz das St&#252;ck &#8222;Echte Liebe &#8211; wenn der Mond lacht&#8220; vom Podsafe Music Network.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Barbara hat mir eine Mail geschrieben. Sie reist im Juli nach Deutschland und m&#246;chte nicht als Touristin auffallen. Sie ist 50 Jahre alt und fragt, ob sie Jeans tragen kann, oder ob sie einen Rock anziehen soll. Ich finde es toll, dass sie sich &#252;ber so etwas Gedanken macht! Also werde ich in dieser Folge &#252;ber Kleidung sprechen. In der Umgangssprache kann man Kleidung auch Klamotten nennen. Fr&#252;her gab es einen gro&#223;en Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland, was Kleidung angeht. Heute ist dieser Unterschied viel kleiner geworden. &#220;berhaupt werden die Unterschiede immer kleiner, weil es in jeder Stadt die gleichen Gesch&#228;fte gibt. Der Grund daf&#252;r ist die Globalisierung &#8211; viele L&#228;den sind Ladenketten. Also gibt es in jeder Stadt einen C&amp;A, H&amp;M, Benetton oder Esprit. Weil viele Deutsche ihre Kleidung &#252;ber das Internet bestellen, sehen auch die meisten Deutschen &#228;hnlich aus. Generell gibt es wenige Regeln, was die Kleidung angeht. Schuluniformen gibt es in Deutschland nicht, Kinder k&#246;nnen anziehen, was sie wollen. Teenager tragen nat&#252;rlich sehr modische Kleidung &#8211; die Jungs m&#246;gen Baggy Pants, momentan tragen alle auch wieder Chucks an ihren F&#252;&#223;en. Das sind diese Basketball-Schuhe von Converse. Auch Leggings sind wieder in Mode. Es sieht momentan alles so aus wie in den 80er-Jahren. Junge Erwachsene kleiden sich unterschiedlich, je nachdem ob sie auf dem Land wohnen oder in der Stadt. Es spielt auch eine Rolle, was sie beruflich machen. Wer im B&#252;ro arbeitet, tr&#228;gt nat&#252;rlich sehr offizielle Kleidung. M&#228;nner tragen einen Anzug, Frauen entweder einen Hosenanzug oder ein Kost&#252;m (also ein Jackett und einen Rock). Zu Jackett kann man &#252;brigens auch Blazer oder Sakko sagen. In den Gro&#223;st&#228;dten sind viele Menschen modisch gekleidet. In Berlin sieht man viele sehr &#8222;schr&#228;ge&#8220; Outfits, die Frauen haben dort oft einen sehr individuellen, kreativen Stil. Ansonsten haben sehr viele Menschen einfach Jeans und T-Shirts an, das ist immer in Ordnung im Alltag. Ich kann aber sagen, was hier eher un&#252;blich ist und was die Deutschen zum Beispiel von Amerikanern unterscheidet. Fangen wir an mit alten Menschen. In den USA haben viele alte Menschen Jeans an und tragen Baseball-Kappen. Das macht in Deutschland niemand. Alte deutsche Frauen &#8211; und damit meine ich Frauen ungef&#228;hr ab 75, tragen in den meisten F&#228;llen R&#246;cke. Junge Frauen seltener. Hosen sind praktischer, deswegen tragen viele junge Frauen Hosen. Mir fallen amerikanische Touristen oft dadurch auf, dass sie wei&#223;e Socken tragen. Tennissocken. Und dazu wei&#223;e Turnschuhe. Das macht kaum ein Deutscher. Hier tr&#228;gt man eher dunkle Schuhe. Viele Touristen fallen auch durch ihre Taschen auf, oder durch ihre Fotoapparate. Und sie kaufen gerne Sweatshirts, wo gro&#223; &#8222;University of Harvard&#8220; draufsteht oder &#8222;Hofbr&#228;uhaus M&#252;nchen&#8220;. Aber das ist alles nicht schlimm. Was mich st&#246;rt: Touristen benehmen sich oft sehr laut &#8211; das trifft aber auch auf Deutsche im Ausland zu. Mein Tipp daher: Jeans und T-Shirt ist tags&#252;ber in Ordnung, im Sommer wenn es hei&#223; ist auch gerne ein Kleid oder ein Rock. Aber auch dazu darf man bequeme Schuhe tragen, denn als Tourist in Deutschland muss man viel zu Fu&#223; gehen. Der Sommer kann in Deutschland sehr wechselhaft sein. Mal ist es kalt und es regnet, dann scheint wieder die Sonne und es ist hei&#223;. Daher empfehle ich allen Besuchern den so genannten Zwiebellook. Ein T-Shirt, einen Pullover, eine leichte Jacke und eventuell noch ein Regencape dabeihaben. Das ist das perfekte Touristenoutfit. So kann man auch in Museen gehen oder in Kirchen, und es ist kein Problem. Und immer dran denken: In Deutschland gibt es noch nicht so viele Geb&#228;ude mit Klimaanlage wie in den USA! Es kann also auch drinnen richtig warm werden. Einen Unterschied gibt es allerdings noch zwischen USA und Deutschland: W&#228;hrend es in Amerika niemanden st&#246;rt, dass man in Bermuda-Shorts in ein F&#252;nf-Sterne-Hotel geht, w&#228;re das in Deutschland undenkbar. Wer hier in ein teures Hotel oder ein teures Restaurant geht, sollte sich entsprechend elegant und teuer kleiden. Ich finde es wichtig, dass man sich in seiner Kleidung wohl f&#252;hlt. Dann hat man eine selbstsichere Ausstrahlung und andere Menschen werden solch einen Touristen bestimmt sympathisch finden. Und falls Du gerne einkaufen gehst, liebe Barbara, dann geh doch in Deutschland shoppen und suche Dir typisch europ&#228;ische Kleidung! Viel Spa&#223; w&#252;nsche ich Dir auf Deiner Reise! Musik habe ich auch wieder mit dabei, und zwar diesmal von Simon Saiz das St&#252;ck &#8222;Echte Liebe &#8211; wenn der Mond lacht&#8220; vom Podsafe Music Network.</itunes:summary>
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      <pubDate>Mon, 16 Jun 2008 13:41:24 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #027: Deutscher Alltag</title>
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      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Robert hat gefragt, wie der typische Tag eines Deutschen aussieht. Das ist schwer zu sagen, aber ich werde es einmal versuchen! Der Tag beginnt f&#252;r viele Deutsche erst einmal mit dem Wecker. Der l&#228;utet ziemlich fr&#252;h, meist so gegen sieben Uhr. Dann wird geduscht, man zieht sich an. Weiter geht es mit einem Fr&#252;hst&#252;ck. Auf dem Tisch stehen Kaffee oder Tee, M&#252;sli oder Br&#246;tchen mit Marmelade. Wer Zeit hat, liest noch ein wenig Zeitung oder h&#246;rt Radio nebenbei, dann geht es entweder ins Auto oder in den Bus oder Zug. Damit f&#228;hrt man in die Arbeit, und die meisten Deutschen fangen gegen acht Uhr an zu arbeiten. Nat&#252;rlich gibt es Berufe, bei denen man sp&#228;ter anf&#228;ngt, zum Beispiel in den Medien. Auch die Gesch&#228;fte machen erst gegen zehn Uhr auf. Und nat&#252;rlich gibt es auch Berufe, bei denen man fr&#252;her anfangen muss &#8211; B&#228;ckereien beispielsweise &#246;ffnen meist schon gegen sieben Uhr ihre ...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Robert hat gefragt, wie der typische Tag eines Deutschen aussieht. Das ist schwer zu sagen, aber ich werde es einmal versuchen! Der Tag beginnt f&#252;r viele Deutsche erst einmal mit dem Wecker. Der l&#228;utet ziemlich fr&#252;h, meist so gegen sieben Uhr. Dann wird geduscht, man zieht sich an. Weiter geht es mit einem Fr&#252;hst&#252;ck. Auf dem Tisch stehen Kaffee oder Tee, M&#252;sli oder Br&#246;tchen mit Marmelade. Wer Zeit hat, liest noch ein wenig Zeitung oder h&#246;rt Radio nebenbei, dann geht es entweder ins Auto oder in den Bus oder Zug. Damit f&#228;hrt man in die Arbeit, und die meisten Deutschen fangen gegen acht Uhr an zu arbeiten. Nat&#252;rlich gibt es Berufe, bei denen man sp&#228;ter anf&#228;ngt, zum Beispiel in den Medien. Auch die Gesch&#228;fte machen erst gegen zehn Uhr auf. Und nat&#252;rlich gibt es auch Berufe, bei denen man fr&#252;her anfangen muss &#8211; B&#228;ckereien beispielsweise &#246;ffnen meist schon gegen sieben Uhr ihre T&#252;ren. Gearbeitet wird dann im Normalfall bis zw&#246;lf Uhr. Um zw&#246;lf Uhr ist Mittagszeit und man geht in eine Kantine, um etwas zu essen. Kantinen sind in gro&#223;en Firmen Restaurants f&#252;r die Mitarbeiter, die billiger sind als normale Restaurants. Oder man holt sich irgendwo einen Snack. Manche Menschen nehmen sich auch von zu Hause Essen mit. Die Mittagspause dauert eine halbe bis eine Stunde lang. Danach geht es weiter in der Arbeit, und um sechs Uhr abends haben viele Leute dann Feierabend und fahren nach Hause. Auch hier gibt es nat&#252;rlich wieder Unterschiede, manche arbeiten auch bis sp&#228;t nachts. Zum Alltag der meisten Deutschen geh&#246;rt es auch, im Stau zu stehen. Denn weil viele Leute zur gleichen Zeit anfangen zu arbeiten, verstopfen die Autos die Stra&#223;en. Also braucht man viel Geduld. Dieses Problem haben nat&#252;rlich jene Pendler nicht, die mit dem Zug oder dem Bus in die Arbeit fahren, aber auch die &#246;ffentlichen Verkehrsmittel sind zu bestimmten Sto&#223;zeiten v&#246;llig &#252;berf&#252;llt. Abends wird in den meisten deutschen Familien eher kalt gegessen, also beispielsweise belegte Brote. Deswegen hei&#223;t das Abendessen im Deutschen auch Abendbrot. Manche Deutsche gehen gleich nach der Arbeit noch in ein Fitnessstudio oder machen drau&#223;en Sport, gehen beispielsweise Joggen oder Schwimmen. Um acht Uhr abends kommt dann die Tagesschau, die ber&#252;hmteste deutsche Nachrichtensendung im Fernsehen. Viele Deutsche informieren sich so dar&#252;ber, was w&#228;hrend des Tages passiert ist. Und dann geht es nach ein bi&#223;chen Fernsehen auch schon ab ins Bett. Am Samstag erledigen viele Deutsche dann die Dinge, die sie w&#228;hrend der Woche nicht geschafft haben. Da die Gesch&#228;fte um 20 Uhr schlie&#223;en, also um acht Uhr abends, schaffen es viele Deutsche nicht, w&#228;hrend der Woche beispielsweise zur Reinigung zu gehen. Das machen sie am Wochenende. Oder sie putzen das Auto, oder sie gehen einkaufen. Der Sonntag ist der klassische Familientag, man trifft Freunde oder Verwandte, isst Kuchen am Nachmittag und trinkt Kaffee, oder man macht einen Ausflug. Das war jetzt mal ein Standard-Tag, oder eine Standard-Woche. Aber es kann auch anders aussehen. Ich zum Beispiel bin Freiberufler, ich arbeite zu Hause und habe keine festen Arbeitszeiten. Das bedeutet, ich stehe erst zwischen acht und neun Uhr auf, erledige tags&#252;ber den Haushalt und arbeite an verschiedenen Auftr&#228;gen. Abends koche ich, und dann gehe ich oft mit Freunden ins Kino. Oft arbeite ich danach noch weiter, manchmal bis drei Uhr fr&#252;h. Auch am Wochenende arbeite ich oft, aber das st&#246;rt mich nicht. Daf&#252;r kann ich flexibel sein und beispielsweise am Dienstag tags&#252;ber auch mal ins Yoga gehen. Oder f&#252;r Euch eine neue Folge Slow German machen...</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Robert hat gefragt, wie der typische Tag eines Deutschen aussieht. Das ist schwer zu sagen, aber ich werde es einmal versuchen! Der Tag beginnt f&#252;r viele Deutsche erst einmal mit dem Wecker. Der l&#228;utet ziemlich fr&#252;h, meist so gegen sieben Uhr. Dann wird geduscht, man zieht sich an. Weiter geht es mit einem Fr&#252;hst&#252;ck. Auf dem Tisch stehen Kaffee oder Tee, M&#252;sli oder Br&#246;tchen mit Marmelade. Wer Zeit hat, liest noch ein wenig Zeitung oder h&#246;rt Radio nebenbei, dann geht es entweder ins Auto oder in den Bus oder Zug. Damit f&#228;hrt man in die Arbeit, und die meisten Deutschen fangen gegen acht Uhr an zu arbeiten. Nat&#252;rlich gibt es Berufe, bei denen man sp&#228;ter anf&#228;ngt, zum Beispiel in den Medien. Auch die Gesch&#228;fte machen erst gegen zehn Uhr auf. Und nat&#252;rlich gibt es auch Berufe, bei denen man fr&#252;her anfangen muss &#8211; B&#228;ckereien beispielsweise &#246;ffnen meist schon gegen sieben Uhr ihre T&#252;ren. Gearbeitet wird dann im Normalfall bis zw&#246;lf Uhr. Um zw&#246;lf Uhr ist Mittagszeit und man geht in eine Kantine, um etwas zu essen. Kantinen sind in gro&#223;en Firmen Restaurants f&#252;r die Mitarbeiter, die billiger sind als normale Restaurants. Oder man holt sich irgendwo einen Snack. Manche Menschen nehmen sich auch von zu Hause Essen mit. Die Mittagspause dauert eine halbe bis eine Stunde lang. Danach geht es weiter in der Arbeit, und um sechs Uhr abends haben viele Leute dann Feierabend und fahren nach Hause. Auch hier gibt es nat&#252;rlich wieder Unterschiede, manche arbeiten auch bis sp&#228;t nachts. Zum Alltag der meisten Deutschen geh&#246;rt es auch, im Stau zu stehen. Denn weil viele Leute zur gleichen Zeit anfangen zu arbeiten, verstopfen die Autos die Stra&#223;en. Also braucht man viel Geduld. Dieses Problem haben nat&#252;rlich jene Pendler nicht, die mit dem Zug oder dem Bus in die Arbeit fahren, aber auch die &#246;ffentlichen Verkehrsmittel sind zu bestimmten Sto&#223;zeiten v&#246;llig &#252;berf&#252;llt. Abends wird in den meisten deutschen Familien eher kalt gegessen, also beispielsweise belegte Brote. Deswegen hei&#223;t das Abendessen im Deutschen auch Abendbrot. Manche Deutsche gehen gleich nach der Arbeit noch in ein Fitnessstudio oder machen drau&#223;en Sport, gehen beispielsweise Joggen oder Schwimmen. Um acht Uhr abends kommt dann die Tagesschau, die ber&#252;hmteste deutsche Nachrichtensendung im Fernsehen. Viele Deutsche informieren sich so dar&#252;ber, was w&#228;hrend des Tages passiert ist. Und dann geht es nach ein bi&#223;chen Fernsehen auch schon ab ins Bett. Am Samstag erledigen viele Deutsche dann die Dinge, die sie w&#228;hrend der Woche nicht geschafft haben. Da die Gesch&#228;fte um 20 Uhr schlie&#223;en, also um acht Uhr abends, schaffen es viele Deutsche nicht, w&#228;hrend der Woche beispielsweise zur Reinigung zu gehen. Das machen sie am Wochenende. Oder sie putzen das Auto, oder sie gehen einkaufen. Der Sonntag ist der klassische Familientag, man trifft Freunde oder Verwandte, isst Kuchen am Nachmittag und trinkt Kaffee, oder man macht einen Ausflug. Das war jetzt mal ein Standard-Tag, oder eine Standard-Woche. Aber es kann auch anders aussehen. Ich zum Beispiel bin Freiberufler, ich arbeite zu Hause und habe keine festen Arbeitszeiten. Das bedeutet, ich stehe erst zwischen acht und neun Uhr auf, erledige tags&#252;ber den Haushalt und arbeite an verschiedenen Auftr&#228;gen. Abends koche ich, und dann gehe ich oft mit Freunden ins Kino. Oft arbeite ich danach noch weiter, manchmal bis drei Uhr fr&#252;h. Auch am Wochenende arbeite ich oft, aber das st&#246;rt mich nicht. Daf&#252;r kann ich flexibel sein und beispielsweise am Dienstag tags&#252;ber auch mal ins Yoga gehen. Oder f&#252;r Euch eine neue Folge Slow German machen...</itunes:summary>
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      <pubDate>Wed, 21 May 2008 00:34:19 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #026: Haustiere</title>
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      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Christa hat mich gebeten, &#252;ber Haustiere zu sprechen. Die Deutschen haben viele Haustiere! 23 Millionen Vierbeiner leben bei 83 Millionen Menschen. 5,3 Millionen Hunde gibt es in Deutschland. Wenn man hier in M&#252;nchen beispielsweise in den Englischen Garten geht, also in einen gro&#223;en Park, sieht man viele Hunde mit ihren Herrchen. In vielen Gemeinden und St&#228;dten gibt es eine gesetzliche Leinenpflicht. Hunde d&#252;rfen dort nicht frei laufen. Ich finde das richtig, denn ich wurde als Kind einmal von einem Hund angegriffen und verletzt. So etwas passiert nunmal schnell, auch wenn ein Hund nur spielen m&#246;chte. Kinder reagieren dann eben oft falsch &#8211; und schon sind sie verletzt. Gef&#228;hrliche Hunde m&#252;ssen zudem in Deutschland einen Maulkorb tragen. Kampfhunde m&#252;ssen genehmigt werden. In Parks sieht man die Hunde aber oft frei laufen. Mein Eindruck ist, dass es zumindest in M&#252;nchen haupt...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Christa hat mich gebeten, &#252;ber Haustiere zu sprechen. Die Deutschen haben viele Haustiere! 23 Millionen Vierbeiner leben bei 83 Millionen Menschen. 5,3 Millionen Hunde gibt es in Deutschland. Wenn man hier in M&#252;nchen beispielsweise in den Englischen Garten geht, also in einen gro&#223;en Park, sieht man viele Hunde mit ihren Herrchen. In vielen Gemeinden und St&#228;dten gibt es eine gesetzliche Leinenpflicht. Hunde d&#252;rfen dort nicht frei laufen. Ich finde das richtig, denn ich wurde als Kind einmal von einem Hund angegriffen und verletzt. So etwas passiert nunmal schnell, auch wenn ein Hund nur spielen m&#246;chte. Kinder reagieren dann eben oft falsch &#8211; und schon sind sie verletzt. Gef&#228;hrliche Hunde m&#252;ssen zudem in Deutschland einen Maulkorb tragen. Kampfhunde m&#252;ssen genehmigt werden. In Parks sieht man die Hunde aber oft frei laufen. Mein Eindruck ist, dass es zumindest in M&#252;nchen haupts&#228;chlich gro&#223;e Hunde gibt, also zum Beispiel Golden Retriever oder den sch&#246;nen Labrador. Der ber&#252;hmte Deutsche Sch&#228;ferhund ist nicht so h&#228;ufig zu sehen. Und nat&#252;rlich gibt es auch kleine Hunde wie den Rauhhaardackel. In M&#252;nchen nennt man gerade diese kleinen, eigensinnigen Hunde &#8222;Zamperl&#8220;. In vielen Gastst&#228;tten und Bierg&#228;rten gibt es extra f&#252;r Hunde einen Napf mit Wasser, damit sie im Sommer etwas zu trinken haben. Ich selber bin kein gro&#223;er Hundefreund. Sie sind mir zu sehr domestiziert und ich h&#228;tte keine Lust, jeden Tag mehrmals mit dem Hund Gassi zu gehen. Das bedeutet, spazieren zu gehen. Ich habe daher eine Katze. Es gibt 7,8 Millionen Katzen in Deutschland, das hei&#223;t fast jeder zehnte Deutsche hat eine Katze. Ich finde, Katzen sind gut f&#252;r die Psyche. Wenn sich eine Katze auf meinen Scho&#223; legt und anf&#228;ngt zu schnurren, wenn ich sie streichle, ist das wunderbar. Bei uns ist es verboten, den Katzen ihre Krallen zu entfernen. In den USA wird das ja oft gemacht, damit die Katzen keine M&#246;bel oder Tapeten besch&#228;digen und zerkratzen. Damit mein Kater das nicht macht, hat er einen Kratzbaum, also einen ein Meter gro&#223;en Turm, an dem er sich austoben kann. Au&#223;erdem hat er nat&#252;rlich ein Katzenklo, das jeden Tag sauber gemacht werden muss. Einmal im Jahr muss ich mit meinem Kater zum Tierarzt zur Kontrolle. Dieser schaut ihm in die Ohren und in die Augen, kratzt ihm Zahnstein von den Z&#228;hnen und kontrolliert sein Maul und sieht nach, ob das Fell in Ordnung ist. Dann bekommt er eine Spritze. Darin sind verschiedene Impfungen enthalten, damit er keine Krankheiten bekommt. Mein Kater ist immer in der Wohnung, daher ist es f&#252;r ihn nicht sehr gef&#228;hrlich, aber wildere Katzen k&#246;nnen auch Tollwut bekommen oder Zecken mit nach Hause bringen. Nat&#252;rlich gibt es noch andere Haustiere in deutschen Haushalten. Zum Beispiel Hamster oder M&#228;use, Ratten oder V&#246;gel. Wichtig ist, dass sie alle artgerecht gehalten werden. Dass sie also genug Platz haben, um sich auszutoben oder zu verstecken, genug gutes Futter und frisches Wasser, und nat&#252;rlich auch Zuwendung, damit sie nicht einsam sind. Noch ein paar W&#246;rter f&#252;r Euch, wenn Ihr &#252;ber Tiere sprecht: Tiere haben in den meisten F&#228;llen Pfoten, keine Beine oder F&#252;&#223;e. Ein Hund oder eine Katze haben also vier Pfoten. Wenn Hunden zu hei&#223; wird, hecheln sie. Sie h&#228;ngen also ihre Zunge aus dem Maul und atmen so die Luft ein. Katzen haben sehr empfindliche Schnurrbarthaare, das sind die langen Haare, die sie um das Maul herum haben. Ach ja, man sagt bei Tieren auch Maul und nicht Mund. Katzen k&#246;nnen schnurren, miauen und nat&#252;rlich auch fauchen, wenn sie sich bedroht f&#252;hlen.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Christa hat mich gebeten, &#252;ber Haustiere zu sprechen. Die Deutschen haben viele Haustiere! 23 Millionen Vierbeiner leben bei 83 Millionen Menschen. 5,3 Millionen Hunde gibt es in Deutschland. Wenn man hier in M&#252;nchen beispielsweise in den Englischen Garten geht, also in einen gro&#223;en Park, sieht man viele Hunde mit ihren Herrchen. In vielen Gemeinden und St&#228;dten gibt es eine gesetzliche Leinenpflicht. Hunde d&#252;rfen dort nicht frei laufen. Ich finde das richtig, denn ich wurde als Kind einmal von einem Hund angegriffen und verletzt. So etwas passiert nunmal schnell, auch wenn ein Hund nur spielen m&#246;chte. Kinder reagieren dann eben oft falsch &#8211; und schon sind sie verletzt. Gef&#228;hrliche Hunde m&#252;ssen zudem in Deutschland einen Maulkorb tragen. Kampfhunde m&#252;ssen genehmigt werden. In Parks sieht man die Hunde aber oft frei laufen. Mein Eindruck ist, dass es zumindest in M&#252;nchen haupts&#228;chlich gro&#223;e Hunde gibt, also zum Beispiel Golden Retriever oder den sch&#246;nen Labrador. Der ber&#252;hmte Deutsche Sch&#228;ferhund ist nicht so h&#228;ufig zu sehen. Und nat&#252;rlich gibt es auch kleine Hunde wie den Rauhhaardackel. In M&#252;nchen nennt man gerade diese kleinen, eigensinnigen Hunde &#8222;Zamperl&#8220;. In vielen Gastst&#228;tten und Bierg&#228;rten gibt es extra f&#252;r Hunde einen Napf mit Wasser, damit sie im Sommer etwas zu trinken haben. Ich selber bin kein gro&#223;er Hundefreund. Sie sind mir zu sehr domestiziert und ich h&#228;tte keine Lust, jeden Tag mehrmals mit dem Hund Gassi zu gehen. Das bedeutet, spazieren zu gehen. Ich habe daher eine Katze. Es gibt 7,8 Millionen Katzen in Deutschland, das hei&#223;t fast jeder zehnte Deutsche hat eine Katze. Ich finde, Katzen sind gut f&#252;r die Psyche. Wenn sich eine Katze auf meinen Scho&#223; legt und anf&#228;ngt zu schnurren, wenn ich sie streichle, ist das wunderbar. Bei uns ist es verboten, den Katzen ihre Krallen zu entfernen. In den USA wird das ja oft gemacht, damit die Katzen keine M&#246;bel oder Tapeten besch&#228;digen und zerkratzen. Damit mein Kater das nicht macht, hat er einen Kratzbaum, also einen ein Meter gro&#223;en Turm, an dem er sich austoben kann. Au&#223;erdem hat er nat&#252;rlich ein Katzenklo, das jeden Tag sauber gemacht werden muss. Einmal im Jahr muss ich mit meinem Kater zum Tierarzt zur Kontrolle. Dieser schaut ihm in die Ohren und in die Augen, kratzt ihm Zahnstein von den Z&#228;hnen und kontrolliert sein Maul und sieht nach, ob das Fell in Ordnung ist. Dann bekommt er eine Spritze. Darin sind verschiedene Impfungen enthalten, damit er keine Krankheiten bekommt. Mein Kater ist immer in der Wohnung, daher ist es f&#252;r ihn nicht sehr gef&#228;hrlich, aber wildere Katzen k&#246;nnen auch Tollwut bekommen oder Zecken mit nach Hause bringen. Nat&#252;rlich gibt es noch andere Haustiere in deutschen Haushalten. Zum Beispiel Hamster oder M&#228;use, Ratten oder V&#246;gel. Wichtig ist, dass sie alle artgerecht gehalten werden. Dass sie also genug Platz haben, um sich auszutoben oder zu verstecken, genug gutes Futter und frisches Wasser, und nat&#252;rlich auch Zuwendung, damit sie nicht einsam sind. Noch ein paar W&#246;rter f&#252;r Euch, wenn Ihr &#252;ber Tiere sprecht: Tiere haben in den meisten F&#228;llen Pfoten, keine Beine oder F&#252;&#223;e. Ein Hund oder eine Katze haben also vier Pfoten. Wenn Hunden zu hei&#223; wird, hecheln sie. Sie h&#228;ngen also ihre Zunge aus dem Maul und atmen so die Luft ein. Katzen haben sehr empfindliche Schnurrbarthaare, das sind die langen Haare, die sie um das Maul herum haben. Ach ja, man sagt bei Tieren auch Maul und nicht Mund. Katzen k&#246;nnen schnurren, miauen und nat&#252;rlich auch fauchen, wenn sie sich bedroht f&#252;hlen.</itunes:summary>
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      <pubDate>Thu, 08 May 2008 21:33:19 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #025: Das Schulsystem</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/22468224-Slow-German-025-Das-Schulsystem</link>
      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Zun&#228;chst muss ich sagen, dass es in Deutschland eine Schulpflicht gibt. Jedes Kind muss also eine Schule besuchen. In jedem Bundesland ist die Schulpflicht geregelt. Meistens sind es neun Jahre, die ein Kind in die Schule gehen muss. In Deutschland gibt es ungef&#228;hr 36000 &#246;ffentliche Schulen und nur 2600 private Schulen. Private Schulen sind solche Schulen, f&#252;r die die Eltern etwas zahlen m&#252;ssen. &#214;ffentliche Schulen werden vom Staat oder Bundesland betrieben und sind kostenlos. Mit sechs Jahren kommt ein deutsches Kind in die Schule. Vorher war es meistens im Kindergarten. Die erste Klasse besucht es dann in einer Grundschule. Meistens dauert die Grundschule vier Jahre lang, in einigen F&#228;llen aber auch sechs Jahre lang. Danach m&#252;ssen die Eltern entscheiden, wie es f&#252;r das Kind weitergeht. Sind die Noten sehr gut? Oder eher nicht? Die Noten werden in Deutschland von 1 bis 6 ve...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Zun&#228;chst muss ich sagen, dass es in Deutschland eine Schulpflicht gibt. Jedes Kind muss also eine Schule besuchen. In jedem Bundesland ist die Schulpflicht geregelt. Meistens sind es neun Jahre, die ein Kind in die Schule gehen muss. In Deutschland gibt es ungef&#228;hr 36000 &#246;ffentliche Schulen und nur 2600 private Schulen. Private Schulen sind solche Schulen, f&#252;r die die Eltern etwas zahlen m&#252;ssen. &#214;ffentliche Schulen werden vom Staat oder Bundesland betrieben und sind kostenlos. Mit sechs Jahren kommt ein deutsches Kind in die Schule. Vorher war es meistens im Kindergarten. Die erste Klasse besucht es dann in einer Grundschule. Meistens dauert die Grundschule vier Jahre lang, in einigen F&#228;llen aber auch sechs Jahre lang. Danach m&#252;ssen die Eltern entscheiden, wie es f&#252;r das Kind weitergeht. Sind die Noten sehr gut? Oder eher nicht? Die Noten werden in Deutschland von 1 bis 6 vergeben. Eine eins ist die beste Note, eine sechs die schlechteste. Nach der vierten Klasse k&#246;nnen Kinder weiter in die Hauptschule gehen. Diese dauert bis zur neunten Klasse und ist die Schulart mit dem niedrigsten Abschluss. Wer auf einer Hauptschule war, macht danach meistens eine Lehre, also einen handwerklichen Beruf, wie Maler, Schreiner oder &#228;hnliches. Man kann aber auch auf die Realschule gehen. Als ich zur Schule ging, war das f&#252;r Kinder ab der sechsten Klasse m&#246;glich. Wer zum Beispiel gemerkt hat, dass die Hauptschule zu leicht ist, der ging auf die Realschule. Hier wird man sehr praktisch auf das Leben vorbereitet, man lernt beispielsweise neben den normalen F&#228;chern wie Mathematik und Deutsch oder Englisch auch mit zehn Fingern auf einer Tastatur zu tippen oder Buchf&#252;hrung. Die Realschule wird mit der &#8222;Mittleren Reife&#8220; abgeschlossen und dauert bis zur 10. Klasse. Mit sehr guten oder guten Noten kann man nach der vierten Klasse auch ins Gymnasium gehen. Im Gymnasium lernen die Kinder Fremdsprachen, Chemie, Physik und &#228;hnliche F&#228;cher. Das Gymnasium dauert bis zur 13. Klasse, mittlerweile nur noch bis zur 12. Klasse. Man spezialisiert sich immer mehr auf die eigenen Interessen. Die letzten zwei Jahre auf dem Gymnasium bezeichnet man als Kollegstufe. Hier hat man so genannte Leistungskurse und Grundkurse. Ich hatte zum Beispiel als Leistungskurse Deutsch und Englisch, jeweils 6 Stunden pro Woche. F&#228;cher, die man &#252;berhaupt nicht mag, kann man abw&#228;hlen. Das hei&#223;t, man muss sie nicht mehr machen. Das geht aber nat&#252;rlich nur begrenzt. Ich hatte Gl&#252;ck und konnte Chemie abw&#228;hlen. In der Kollegstufe schreibt man eine Facharbeit, also eine ungef&#228;hr 30 Seiten lange wissenschaftliche Arbeit zu einem bestimmten Thema. Dies soll eine Vorbereitung auf das Studium sein, denn wer das Gymnasium mit dem so genannten Abitur abschlie&#223;t, darf an einer Universit&#228;t studieren. Das Abitur machen die deutschen Jugendlichen mit 18 oder 19. Danach m&#252;ssen die Jungen noch zum Milit&#228;rdienst, zum Bund, wie wir sagen. Oder sie k&#246;nnen Zivildienst leisten, also beispielsweise in einem Altenheim arbeiten oder in einem Kindergarten. Eines von beidem ist Pflicht. Nur wer k&#246;rperlich Probleme hat, wird von dieser Pflicht befreit. Mit 19 oder 20 fangen die Abiturienten dann an zu studieren. &#220;ber das Schulsystem wird in Deutschland viel diskutiert. Kritisiert wird oft, dass die Kinder schon im Alter von zehn Jahren gezwungen werden, sich f&#252;r Hauptschule, Realschule oder Gymnasium zu entscheiden. Das sei viel zu fr&#252;h, sagen Experten. Kritisiert wurde auch oft, dass das Gymnasium bis zur 13. Klasse dauert. In Europa ist das zu lang. Daher wird die Zeit nun um ein Jahr verk&#252;rzt. Die Kinder gehen &#252;brigens in Deutschland meist nur am Vormittag in die Schule. Sie beginnt gegen acht Uhr morgens und endet um eins. Im Gymnasium kommt manchmal Nachmittagsunterricht dazu, also zwei Stunden Sport oder im h&#246;chsten Fall vier Stunden Unterricht. Wenn die Eltern allerdings den ganzen Tag arbeiten m&#252;ssen gibt es einen Kinderhort, wo die Kinder nach der Schule hingehen k&#246;nnen. Dort bekommen sie Essen und sie k&#246;nnen ihre Hausaufgaben machen.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Zun&#228;chst muss ich sagen, dass es in Deutschland eine Schulpflicht gibt. Jedes Kind muss also eine Schule besuchen. In jedem Bundesland ist die Schulpflicht geregelt. Meistens sind es neun Jahre, die ein Kind in die Schule gehen muss. In Deutschland gibt es ungef&#228;hr 36000 &#246;ffentliche Schulen und nur 2600 private Schulen. Private Schulen sind solche Schulen, f&#252;r die die Eltern etwas zahlen m&#252;ssen. &#214;ffentliche Schulen werden vom Staat oder Bundesland betrieben und sind kostenlos. Mit sechs Jahren kommt ein deutsches Kind in die Schule. Vorher war es meistens im Kindergarten. Die erste Klasse besucht es dann in einer Grundschule. Meistens dauert die Grundschule vier Jahre lang, in einigen F&#228;llen aber auch sechs Jahre lang. Danach m&#252;ssen die Eltern entscheiden, wie es f&#252;r das Kind weitergeht. Sind die Noten sehr gut? Oder eher nicht? Die Noten werden in Deutschland von 1 bis 6 vergeben. Eine eins ist die beste Note, eine sechs die schlechteste. Nach der vierten Klasse k&#246;nnen Kinder weiter in die Hauptschule gehen. Diese dauert bis zur neunten Klasse und ist die Schulart mit dem niedrigsten Abschluss. Wer auf einer Hauptschule war, macht danach meistens eine Lehre, also einen handwerklichen Beruf, wie Maler, Schreiner oder &#228;hnliches. Man kann aber auch auf die Realschule gehen. Als ich zur Schule ging, war das f&#252;r Kinder ab der sechsten Klasse m&#246;glich. Wer zum Beispiel gemerkt hat, dass die Hauptschule zu leicht ist, der ging auf die Realschule. Hier wird man sehr praktisch auf das Leben vorbereitet, man lernt beispielsweise neben den normalen F&#228;chern wie Mathematik und Deutsch oder Englisch auch mit zehn Fingern auf einer Tastatur zu tippen oder Buchf&#252;hrung. Die Realschule wird mit der &#8222;Mittleren Reife&#8220; abgeschlossen und dauert bis zur 10. Klasse. Mit sehr guten oder guten Noten kann man nach der vierten Klasse auch ins Gymnasium gehen. Im Gymnasium lernen die Kinder Fremdsprachen, Chemie, Physik und &#228;hnliche F&#228;cher. Das Gymnasium dauert bis zur 13. Klasse, mittlerweile nur noch bis zur 12. Klasse. Man spezialisiert sich immer mehr auf die eigenen Interessen. Die letzten zwei Jahre auf dem Gymnasium bezeichnet man als Kollegstufe. Hier hat man so genannte Leistungskurse und Grundkurse. Ich hatte zum Beispiel als Leistungskurse Deutsch und Englisch, jeweils 6 Stunden pro Woche. F&#228;cher, die man &#252;berhaupt nicht mag, kann man abw&#228;hlen. Das hei&#223;t, man muss sie nicht mehr machen. Das geht aber nat&#252;rlich nur begrenzt. Ich hatte Gl&#252;ck und konnte Chemie abw&#228;hlen. In der Kollegstufe schreibt man eine Facharbeit, also eine ungef&#228;hr 30 Seiten lange wissenschaftliche Arbeit zu einem bestimmten Thema. Dies soll eine Vorbereitung auf das Studium sein, denn wer das Gymnasium mit dem so genannten Abitur abschlie&#223;t, darf an einer Universit&#228;t studieren. Das Abitur machen die deutschen Jugendlichen mit 18 oder 19. Danach m&#252;ssen die Jungen noch zum Milit&#228;rdienst, zum Bund, wie wir sagen. Oder sie k&#246;nnen Zivildienst leisten, also beispielsweise in einem Altenheim arbeiten oder in einem Kindergarten. Eines von beidem ist Pflicht. Nur wer k&#246;rperlich Probleme hat, wird von dieser Pflicht befreit. Mit 19 oder 20 fangen die Abiturienten dann an zu studieren. &#220;ber das Schulsystem wird in Deutschland viel diskutiert. Kritisiert wird oft, dass die Kinder schon im Alter von zehn Jahren gezwungen werden, sich f&#252;r Hauptschule, Realschule oder Gymnasium zu entscheiden. Das sei viel zu fr&#252;h, sagen Experten. Kritisiert wurde auch oft, dass das Gymnasium bis zur 13. Klasse dauert. In Europa ist das zu lang. Daher wird die Zeit nun um ein Jahr verk&#252;rzt. Die Kinder gehen &#252;brigens in Deutschland meist nur am Vormittag in die Schule. Sie beginnt gegen acht Uhr morgens und endet um eins. Im Gymnasium kommt manchmal Nachmittagsunterricht dazu, also zwei Stunden Sport oder im h&#246;chsten Fall vier Stunden Unterricht. Wenn die Eltern allerdings den ganzen Tag arbeiten m&#252;ssen gibt es einen Kinderhort, wo die Kinder nach der Schule hingehen k&#246;nnen. Dort bekommen sie Essen und sie k&#246;nnen ihre Hausaufgaben machen.</itunes:summary>
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      <pubDate>Tue, 29 Apr 2008 11:09:10 -0700</pubDate>
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      <title>Slow German #024: Deutsche Musik</title>
      <link>http://www.odeo.com/episodes/25385544-Slow-German-024-Deutsche-Musik</link>
      <description>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com Lange Zeit gab es in Deutschland fast nur Bands, die englisch gesungen haben. Es galt als cool, als modern, als besonders international. Dann kam 1976 die so genannte Neue Deutsche Welle. Die Musiker fingen an, wieder deutsch zu singen. Sehr ber&#252;hmt wurden auch international Nena, die Gruppe Trio, und nat&#252;rlich Falco. Keine Angst, wenn Ihr hier nichts verstanden habt &#8211; Falco singt &#246;sterreichisch. Ich selber bin 1976 geboren, das hei&#223;t von der Neuen Deutschen Welle habe ich nicht viel mitbekommen. Aber die Lieder kenne ich nat&#252;rlich trotzdem &#8211; denn auch heute noch werden viele davon auf Parties gespielt. Ach, wenn wir gerade dabei sind, spiele ich Euch kurz auch noch ein Lied vor, das auf keiner Party fehlt: Marmor, Stein und Eisen bricht. Das war ein Lied von 1965, gesungen von Drafi Deutscher. Ich habe als Kind durch meine Eltern aber andere Musik geh&#246;rt, zum Beispiel Reinhard Mey. Sein ber&#252;hmtestes Lied ist wohl "&#220;ber den Wolken". D...</description>
      <itunes:subtitle>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com Lange Zeit gab es in Deutschland fast nur Bands, die englisch gesungen haben. Es galt als cool, als modern, als besonders international. Dann kam 1976 die so genannte Neue Deutsche Welle. Die Musiker fingen an, wieder deutsch zu singen. Sehr ber&#252;hmt wurden auch international Nena, die Gruppe Trio, und nat&#252;rlich Falco. Keine Angst, wenn Ihr hier nichts verstanden habt &#8211; Falco singt &#246;sterreichisch. Ich selber bin 1976 geboren, das hei&#223;t von der Neuen Deutschen Welle habe ich nicht viel mitbekommen. Aber die Lieder kenne ich nat&#252;rlich trotzdem &#8211; denn auch heute noch werden viele davon auf Parties gespielt. Ach, wenn wir gerade dabei sind, spiele ich Euch kurz auch noch ein Lied vor, das auf keiner Party fehlt: Marmor, Stein und Eisen bricht. Das war ein Lied von 1965, gesungen von Drafi Deutscher. Ich habe als Kind durch meine Eltern aber andere Musik geh&#246;rt, zum Beispiel Reinhard Mey. Sein ber&#252;hmtestes Lied ist wohl "&#220;ber den Wolken". Darin geht es um das Gef&#252;hl, in einem Flugzeug zu sitzen und zu fliegen. Reinhard Mey macht auch heute noch Musik und geht auf Tournee. Das Besondere an ihm ist, dass er sehr poetische Texte schreibt, die oft sehr anspruchsvoll sind. Und er singt sehr, sehr deutlich, aber manchmal auch sehr schnell... Wir bleiben bei den &#228;lteren Herren, denn einer von ihnen macht jetzt gerade in Deutschland Schlagzeilen. Es ist Udo Lindenberg. Udo kennt in Deutschland jeder. Er hat eine Lippe wie Silvester Stallone, tr&#228;gt immer einen Hut und eine Sonnenbrille und lebt in Hamburg in einem Hotel. Jetzt hat er gerade ein neues Album herausgebracht, aber ich f&#252;rchte, Ihr werdet nicht verstehen, was er singt, denn Udos Nuscheln ist sein Markenzeichen. Ebenso schwer zu verstehen &#8211; &#252;brigens auch f&#252;r Deutsche, ist Herbert Gr&#246;nemeyer, aber ich m&#246;chte ja nicht, dass Ihr frustriert seid. Also gehen wir jetzt zu neuerer Musik. Wir schauen in die Hitparaden, das ist der deutsche Begriff f&#252;r Charts oder Top Ten. Dort findet man momentan eine Band namens &#8222;Ich + Ich&#8220;. Das ist ein Duo, das melancholische Popmusik produziert. Noch ein bekanntes Duo: Rosenstolz. Und noch ein Duo: 2Raumwohnung. &#220;brigens sind die weiblichen Mitglieder von 2Raumwohnung und &#8222;Ich + ich&#8220; Schwestern und in Deutschland sehr bekannt: Inga und Annette Humpe. Jetzt habe ich noch drei Bands f&#252;r Euch, die ich selber ehrlich gesagt oft verwechsle. Alle haben eine weibliche S&#228;ngerin, vielleicht ist es das, was mich verwirrt. Und alle haben gro&#223;e Hits geschrieben. Da ist zum einen die Band Juli aus Hessen, dann gibt es da noch die Band Silbermond aus Sachsen, und zu guter letzt die vier Bandmitglieder aus Berlin von &#8222;Wir sind Helden&#8220;. Wenn Ihr auf dem M&#252;nchner Oktoberfest wart oder nach dem Skifahren in den Bergen in einer H&#252;tte feiert, dann kennt Ihr bestimmt auch DJ &#214;tzi. Er ist &#214;sterreicher und macht Partymusik wie diese hier, ebenfalls wochenlang in den Charts. Und falls Ihr Teenager seid und in Deutschland lebt, dann w&#228;rt Ihr wahrscheinlich Fans von vier Jungs aus Magdeburg namens Tokio Hotel. Aber ich will Euch ja eigentlich auch Musik vorstellen, die ich selber gut finde. Da gibt es zum Beispiel Roger Cicero, der deutsche Swing-Musik mit BigBand macht und wunderbar humorvolle Texte singt. Der gleiche Autor schreibt &#252;brigens auch die Texte f&#252;r Annett Louisan. Schlager aus den 20er-Jahren singt Max Raabe, der mit seinem Palastorchester um die ganze Welt auf Tournee geht und ebenfalls sehr lustige Texte mit im Gep&#228;ck hat. Es gibt noch viele andere deutsche Musiker, die deutsch singen, eigentlich in jedem musikalischen Genre. F&#252;r die Soul-Ecke ist Joy Denalane zust&#228;ndig, wobei sie auch englisch singt. Dann gibt es nat&#252;rlich mittlerweile etwas braver gewordene Rocker oder Punker wie die Toten Hosen, und selbstverst&#228;ndlich gibt es auch in Deutschland Wettbewerbe wie &#8222;Deutschland sucht den Superstar&#8220; oder &#8222;Popstars&#8220;, also Castingshows, wo neue Talente gesucht werden. In &#214;sterreich wurde bei einer derartigen Show Christina St&#252;rmer entdeckt, ein wirkliches Talent. Und zum Spa&#223; und zum Schluss noch die Band Fettes Brot mit einem Ohrwurm. Wisst Ihr, was ein Ohrwurm ist? Das ist ein Lied oder eine Melodie, die man st&#228;ndig im Kopf hat und die nicht mehr verschwinden will. Ein sch&#246;nes Wort, oder? Ach ja, Hip Hop oder Rap haben wir in Deutschland nat&#252;rlich auch, die bekanntesten Vertreter sind da die Fantastischen Vier. Aber sie rappen so schnell, dass ich Euch das nicht antun wollte. Alle Links zur Musik findet Ihr auf slowgerman.com, Mails an podcast@slowgerman.com</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com Lange Zeit gab es in Deutschland fast nur Bands, die englisch gesungen haben. Es galt als cool, als modern, als besonders international. Dann kam 1976 die so genannte Neue Deutsche Welle. Die Musiker fingen an, wieder deutsch zu singen. Sehr ber&#252;hmt wurden auch international Nena, die Gruppe Trio, und nat&#252;rlich Falco. Keine Angst, wenn Ihr hier nichts verstanden habt &#8211; Falco singt &#246;sterreichisch. Ich selber bin 1976 geboren, das hei&#223;t von der Neuen Deutschen Welle habe ich nicht viel mitbekommen. Aber die Lieder kenne ich nat&#252;rlich trotzdem &#8211; denn auch heute noch werden viele davon auf Parties gespielt. Ach, wenn wir gerade dabei sind, spiele ich Euch kurz auch noch ein Lied vor, das auf keiner Party fehlt: Marmor, Stein und Eisen bricht. Das war ein Lied von 1965, gesungen von Drafi Deutscher. Ich habe als Kind durch meine Eltern aber andere Musik geh&#246;rt, zum Beispiel Reinhard Mey. Sein ber&#252;hmtestes Lied ist wohl "&#220;ber den Wolken". Darin geht es um das Gef&#252;hl, in einem Flugzeug zu sitzen und zu fliegen. Reinhard Mey macht auch heute noch Musik und geht auf Tournee. Das Besondere an ihm ist, dass er sehr poetische Texte schreibt, die oft sehr anspruchsvoll sind. Und er singt sehr, sehr deutlich, aber manchmal auch sehr schnell... Wir bleiben bei den &#228;lteren Herren, denn einer von ihnen macht jetzt gerade in Deutschland Schlagzeilen. Es ist Udo Lindenberg. Udo kennt in Deutschland jeder. Er hat eine Lippe wie Silvester Stallone, tr&#228;gt immer einen Hut und eine Sonnenbrille und lebt in Hamburg in einem Hotel. Jetzt hat er gerade ein neues Album herausgebracht, aber ich f&#252;rchte, Ihr werdet nicht verstehen, was er singt, denn Udos Nuscheln ist sein Markenzeichen. Ebenso schwer zu verstehen &#8211; &#252;brigens auch f&#252;r Deutsche, ist Herbert Gr&#246;nemeyer, aber ich m&#246;chte ja nicht, dass Ihr frustriert seid. Also gehen wir jetzt zu neuerer Musik. Wir schauen in die Hitparaden, das ist der deutsche Begriff f&#252;r Charts oder Top Ten. Dort findet man momentan eine Band namens &#8222;Ich + Ich&#8220;. Das ist ein Duo, das melancholische Popmusik produziert. Noch ein bekanntes Duo: Rosenstolz. Und noch ein Duo: 2Raumwohnung. &#220;brigens sind die weiblichen Mitglieder von 2Raumwohnung und &#8222;Ich + ich&#8220; Schwestern und in Deutschland sehr bekannt: Inga und Annette Humpe. Jetzt habe ich noch drei Bands f&#252;r Euch, die ich selber ehrlich gesagt oft verwechsle. Alle haben eine weibliche S&#228;ngerin, vielleicht ist es das, was mich verwirrt. Und alle haben gro&#223;e Hits geschrieben. Da ist zum einen die Band Juli aus Hessen, dann gibt es da noch die Band Silbermond aus Sachsen, und zu guter letzt die vier Bandmitglieder aus Berlin von &#8222;Wir sind Helden&#8220;. Wenn Ihr auf dem M&#252;nchner Oktoberfest wart oder nach dem Skifahren in den Bergen in einer H&#252;tte feiert, dann kennt Ihr bestimmt auch DJ &#214;tzi. Er ist &#214;sterreicher und macht Partymusik wie diese hier, ebenfalls wochenlang in den Charts. Und falls Ihr Teenager seid und in Deutschland lebt, dann w&#228;rt Ihr wahrscheinlich Fans von vier Jungs aus Magdeburg namens Tokio Hotel. Aber ich will Euch ja eigentlich auch Musik vorstellen, die ich selber gut finde. Da gibt es zum Beispiel Roger Cicero, der deutsche Swing-Musik mit BigBand macht und wunderbar humorvolle Texte singt. Der gleiche Autor schreibt &#252;brigens auch die Texte f&#252;r Annett Louisan. Schlager aus den 20er-Jahren singt Max Raabe, der mit seinem Palastorchester um die ganze Welt auf Tournee geht und ebenfalls sehr lustige Texte mit im Gep&#228;ck hat. Es gibt noch viele andere deutsche Musiker, die deutsch singen, eigentlich in jedem musikalischen Genre. F&#252;r die Soul-Ecke ist Joy Denalane zust&#228;ndig, wobei sie auch englisch singt. Dann gibt es nat&#252;rlich mittlerweile etwas braver gewordene Rocker oder Punker wie die Toten Hosen, und selbstverst&#228;ndlich gibt es auch in Deutschland Wettbewerbe wie &#8222;Deutschland sucht den Superstar&#8220; oder &#8222;Popstars&#8220;, also Castingshows, wo neue Talente gesucht werden. In &#214;sterreich wurde bei einer derartigen Show Christina St&#252;rmer entdeckt, ein wirkliches Talent. Und zum Spa&#223; und zum Schluss noch die Band Fettes Brot mit einem Ohrwurm. Wisst Ihr, was ein Ohrwurm ist? Das ist ein Lied oder eine Melodie, die man st&#228;ndig im Kopf hat und die nicht mehr verschwinden will. Ein sch&#246;nes Wort, oder? Ach ja, Hip Hop oder Rap haben wir in Deutschland nat&#252;rlich auch, die bekanntesten Vertreter sind da die Fantastischen Vier. Aber sie rappen so schnell, dass ich Euch das nicht antun wollte. Alle Links zur Musik findet Ihr auf slowgerman.com, Mails an podcast@slowgerman.com</itunes:summary>
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      <title>Slow German #024: Deutsche Musik</title>
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      <description>Lange Zeit gab es in Deutschland fast nur Bands, die englisch gesungen haben. Es galt als cool, als modern, als besonders international. Dann kam 1976 die so genannte Neue Deutsche Welle. Die Musiker fingen an, wieder deutsch zu singen. Sehr ber&#252;hmt wurden auch international Nena, die Gruppe Trio, und nat&#252;rlich Falco. Keine Angst, wenn Ihr hier nichts verstanden habt &#8211; Falco singt &#246;sterreichisch. Ich selber bin 1976 geboren, das hei&#223;t von der Neuen Deutschen Welle habe ich nicht viel mitbekommen. Aber die Lieder kenne ich nat&#252;rlich trotzdem &#8211; denn auch heute noch werden viele davon auf Parties gespielt. Ach, wenn wir gerade dabei sind, spiele ich Euch kurz auch noch ein Lied vor, das auf keiner Party fehlt: Marmor, Stein und Eisen bricht. Das war ein Lied von 1965, gesungen von Drafi Deutscher. Ich habe als Kind durch meine Eltern aber andere Musik geh&#246;rt, zum Beispiel Reinhard Mey. Sein ber&#252;hmtestes Lied ist wohl "&#220;ber den Wolken". Darin geht es um das Gef&#252;hl, in einem Flugzeug zu ...</description>
      <itunes:subtitle>Lange Zeit gab es in Deutschland fast nur Bands, die englisch gesungen haben. Es galt als cool, als modern, als besonders international. Dann kam 1976 die so genannte Neue Deutsche Welle. Die Musiker fingen an, wieder deutsch zu singen. Sehr ber&#252;hmt wurden auch international Nena, die Gruppe Trio, und nat&#252;rlich Falco. Keine Angst, wenn Ihr hier nichts verstanden habt &#8211; Falco singt &#246;sterreichisch. Ich selber bin 1976 geboren, das hei&#223;t von der Neuen Deutschen Welle habe ich nicht viel mitbekommen. Aber die Lieder kenne ich nat&#252;rlich trotzdem &#8211; denn auch heute noch werden viele davon auf Parties gespielt. Ach, wenn wir gerade dabei sind, spiele ich Euch kurz auch noch ein Lied vor, das auf keiner Party fehlt: Marmor, Stein und Eisen bricht. Das war ein Lied von 1965, gesungen von Drafi Deutscher. Ich habe als Kind durch meine Eltern aber andere Musik geh&#246;rt, zum Beispiel Reinhard Mey. Sein ber&#252;hmtestes Lied ist wohl "&#220;ber den Wolken". Darin geht es um das Gef&#252;hl, in einem Flugzeug zu sitzen und zu fliegen. Reinhard Mey macht auch heute noch Musik und geht auf Tournee. Das Besondere an ihm ist, dass er sehr poetische Texte schreibt, die oft sehr anspruchsvoll sind. Und er singt sehr, sehr deutlich, aber manchmal auch sehr schnell... Wir bleiben bei den &#228;lteren Herren, denn einer von ihnen macht jetzt gerade in Deutschland Schlagzeilen. Es ist Udo Lindenberg. Udo kennt in Deutschland jeder. Er hat eine Lippe wie Silvester Stallone, tr&#228;gt immer einen Hut und eine Sonnenbrille und lebt in Hamburg in einem Hotel. Jetzt hat er gerade ein neues Album herausgebracht, aber ich f&#252;rchte, Ihr werdet nicht verstehen, was er singt, denn Udos Nuscheln ist sein Markenzeichen. Ebenso schwer zu verstehen &#8211; &#252;brigens auch f&#252;r Deutsche, ist Herbert Gr&#246;nemeyer, aber ich m&#246;chte ja nicht, dass Ihr frustriert seid. Also gehen wir jetzt zu neuerer Musik. Wir schauen in die Hitparaden, das ist der deutsche Begriff f&#252;r Charts oder Top Ten. Dort findet man momentan eine Band namens &#8222;Ich + Ich&#8220;. Das ist ein Duo, das melancholische Popmusik produziert. Noch ein bekanntes Duo: Rosenstolz. Und noch ein Duo: 2Raumwohnung. &#220;brigens sind die weiblichen Mitglieder von 2Raumwohnung und &#8222;Ich + ich&#8220; Schwestern und in Deutschland sehr bekannt: Inga und Annette Humpe. Jetzt habe ich noch drei Bands f&#252;r Euch, die ich selber ehrlich gesagt oft verwechsle. Alle haben eine weibliche S&#228;ngerin, vielleicht ist es das, was mich verwirrt. Und alle haben gro&#223;e Hits geschrieben. Da ist zum einen die Band Juli aus Hessen, dann gibt es da noch die Band Silbermond aus Sachsen, und zu guter letzt die vier Bandmitglieder aus Berlin von &#8222;Wir sind Helden&#8220;. Wenn Ihr auf dem M&#252;nchner Oktoberfest wart oder nach dem Skifahren in den Bergen in einer H&#252;tte feiert, dann kennt Ihr bestimmt auch DJ &#214;tzi. Er ist &#214;sterreicher und macht Partymusik wie diese hier, ebenfalls wochenlang in den Charts. Und falls Ihr Teenager seid und in Deutschland lebt, dann w&#228;rt Ihr wahrscheinlich Fans von vier Jungs aus Magdeburg namens Tokio Hotel. Aber ich will Euch ja eigentlich auch Musik vorstellen, die ich selber gut finde. Da gibt es zum Beispiel Roger Cicero, der deutsche Swing-Musik mit BigBand macht und wunderbar humorvolle Texte singt. Der gleiche Autor schreibt &#252;brigens auch die Texte f&#252;r Annett Louisan. Schlager aus den 20er-Jahren singt Max Raabe, der mit seinem Palastorchester um die ganze Welt auf Tournee geht und ebenfalls sehr lustige Texte mit im Gep&#228;ck hat. Es gibt noch viele andere deutsche Musiker, die deutsch singen, eigentlich in jedem musikalischen Genre. F&#252;r die Soul-Ecke ist Joy Denalane zust&#228;ndig, wobei sie auch englisch singt. Dann gibt es nat&#252;rlich mittlerweile etwas braver gewordene Rocker oder Punker wie die Toten Hosen, und selbstverst&#228;ndlich gibt es auch in Deutschland Wettbewerbe wie &#8222;Deutschland sucht den Superstar&#8220; oder &#8222;Popstars&#8220;, also Castingshows, wo neue Talente gesucht werden. In &#214;sterreich wurde bei einer derartigen Show Christina St&#252;rmer entdeckt, ein wirkliches Talent. Und zum Spa&#223; und zum Schluss noch die Band Fettes Brot mit einem Ohrwurm. Wisst Ihr, was ein Ohrwurm ist? Das ist ein Lied oder eine Melodie, die man st&#228;ndig im Kopf hat und die nicht mehr verschwinden will. Ein sch&#246;nes Wort, oder? Ach ja, Hip Hop oder Rap haben wir in Deutschland nat&#252;rlich auch, die bekanntesten Vertreter sind da die Fantastischen Vier. Aber sie rappen so schnell, dass ich Euch das nicht antun wollte. Alle Links zur Musik findet Ihr auf slowgerman.com, Mails an podcast@slowgerman.com</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Lange Zeit gab es in Deutschland fast nur Bands, die englisch gesungen haben. Es galt als cool, als modern, als besonders international. Dann kam 1976 die so genannte Neue Deutsche Welle. Die Musiker fingen an, wieder deutsch zu singen. Sehr ber&#252;hmt wurden auch international Nena, die Gruppe Trio, und nat&#252;rlich Falco. Keine Angst, wenn Ihr hier nichts verstanden habt &#8211; Falco singt &#246;sterreichisch. Ich selber bin 1976 geboren, das hei&#223;t von der Neuen Deutschen Welle habe ich nicht viel mitbekommen. Aber die Lieder kenne ich nat&#252;rlich trotzdem &#8211; denn auch heute noch werden viele davon auf Parties gespielt. Ach, wenn wir gerade dabei sind, spiele ich Euch kurz auch noch ein Lied vor, das auf keiner Party fehlt: Marmor, Stein und Eisen bricht. Das war ein Lied von 1965, gesungen von Drafi Deutscher. Ich habe als Kind durch meine Eltern aber andere Musik geh&#246;rt, zum Beispiel Reinhard Mey. Sein ber&#252;hmtestes Lied ist wohl "&#220;ber den Wolken". Darin geht es um das Gef&#252;hl, in einem Flugzeug zu sitzen und zu fliegen. Reinhard Mey macht auch heute noch Musik und geht auf Tournee. Das Besondere an ihm ist, dass er sehr poetische Texte schreibt, die oft sehr anspruchsvoll sind. Und er singt sehr, sehr deutlich, aber manchmal auch sehr schnell... Wir bleiben bei den &#228;lteren Herren, denn einer von ihnen macht jetzt gerade in Deutschland Schlagzeilen. Es ist Udo Lindenberg. Udo kennt in Deutschland jeder. Er hat eine Lippe wie Silvester Stallone, tr&#228;gt immer einen Hut und eine Sonnenbrille und lebt in Hamburg in einem Hotel. Jetzt hat er gerade ein neues Album herausgebracht, aber ich f&#252;rchte, Ihr werdet nicht verstehen, was er singt, denn Udos Nuscheln ist sein Markenzeichen. Ebenso schwer zu verstehen &#8211; &#252;brigens auch f&#252;r Deutsche, ist Herbert Gr&#246;nemeyer, aber ich m&#246;chte ja nicht, dass Ihr frustriert seid. Also gehen wir jetzt zu neuerer Musik. Wir schauen in die Hitparaden, das ist der deutsche Begriff f&#252;r Charts oder Top Ten. Dort findet man momentan eine Band namens &#8222;Ich + Ich&#8220;. Das ist ein Duo, das melancholische Popmusik produziert. Noch ein bekanntes Duo: Rosenstolz. Und noch ein Duo: 2Raumwohnung. &#220;brigens sind die weiblichen Mitglieder von 2Raumwohnung und &#8222;Ich + ich&#8220; Schwestern und in Deutschland sehr bekannt: Inga und Annette Humpe. Jetzt habe ich noch drei Bands f&#252;r Euch, die ich selber ehrlich gesagt oft verwechsle. Alle haben eine weibliche S&#228;ngerin, vielleicht ist es das, was mich verwirrt. Und alle haben gro&#223;e Hits geschrieben. Da ist zum einen die Band Juli aus Hessen, dann gibt es da noch die Band Silbermond aus Sachsen, und zu guter letzt die vier Bandmitglieder aus Berlin von &#8222;Wir sind Helden&#8220;. Wenn Ihr auf dem M&#252;nchner Oktoberfest wart oder nach dem Skifahren in den Bergen in einer H&#252;tte feiert, dann kennt Ihr bestimmt auch DJ &#214;tzi. Er ist &#214;sterreicher und macht Partymusik wie diese hier, ebenfalls wochenlang in den Charts. Und falls Ihr Teenager seid und in Deutschland lebt, dann w&#228;rt Ihr wahrscheinlich Fans von vier Jungs aus Magdeburg namens Tokio Hotel. Aber ich will Euch ja eigentlich auch Musik vorstellen, die ich selber gut finde. Da gibt es zum Beispiel Roger Cicero, der deutsche Swing-Musik mit BigBand macht und wunderbar humorvolle Texte singt. Der gleiche Autor schreibt &#252;brigens auch die Texte f&#252;r Annett Louisan. Schlager aus den 20er-Jahren singt Max Raabe, der mit seinem Palastorchester um die ganze Welt auf Tournee geht und ebenfalls sehr lustige Texte mit im Gep&#228;ck hat. Es gibt noch viele andere deutsche Musiker, die deutsch singen, eigentlich in jedem musikalischen Genre. F&#252;r die Soul-Ecke ist Joy Denalane zust&#228;ndig, wobei sie auch englisch singt. Dann gibt es nat&#252;rlich mittlerweile etwas braver gewordene Rocker oder Punker wie die Toten Hosen, und selbstverst&#228;ndlich gibt es auch in Deutschland Wettbewerbe wie &#8222;Deutschland sucht den Superstar&#8220; oder &#8222;Popstars&#8220;, also Castingshows, wo neue Talente gesucht werden. In &#214;sterreich wurde bei einer derartigen Show Christina St&#252;rmer entdeckt, ein wirkliches Talent. Und zum Spa&#223; und zum Schluss noch die Band Fettes Brot mit einem Ohrwurm. Wisst Ihr, was ein Ohrwurm ist? Das ist ein Lied oder eine Melodie, die man st&#228;ndig im Kopf hat und die nicht mehr verschwinden will. Ein sch&#246;nes Wort, oder? Ach ja, Hip Hop oder Rap haben wir in Deutschland nat&#252;rlich auch, die bekanntesten Vertreter sind da die Fantastischen Vier. Aber sie rappen so schnell, dass ich Euch das nicht antun wollte. Alle Links zur Musik findet Ihr auf slowgerman.com, Mails an podcast@slowgerman.com</itunes:summary>
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      <description>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Hallo und herzlich willkommen bei Slow German. Heute ist mein Thema das Rauchverbot, weil einige von Euch danach gefragt haben. Ich selber rauche nicht, daher freue ich mich besonders dar&#252;ber, dass es in Deutschland immer mehr Verbote gibt und daher die Luft f&#252;r Nichtraucher immer besser wird. Fr&#252;her durfte man &#252;berall rauchen. 1975 wurde in Deutschland dann aber verboten, im Radio oder Fernsehen Werbung f&#252;r Zigaretten zu machen. Im Kino gibt es allerdings weiterhin Werbung f&#252;r Marlboro und Co, ebenso auf Plakaten in der Stadt. In den 80er-Jahren kam ein wichtiges Verbot: Man durfte im Flugzeug und sp&#228;ter auch in Flugh&#228;fen nicht mehr rauchen. Seit September 2007 darf man auch auf Bahnh&#246;fen nicht mehr rauchen, das ist gesetzlich verboten. Nur kleine Fl&#228;chen sind auf dem Boden eingezeichnet, und hier d&#252;rfen die Raucher sich um e...</description>
      <itunes:subtitle>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Hallo und herzlich willkommen bei Slow German. Heute ist mein Thema das Rauchverbot, weil einige von Euch danach gefragt haben. Ich selber rauche nicht, daher freue ich mich besonders dar&#252;ber, dass es in Deutschland immer mehr Verbote gibt und daher die Luft f&#252;r Nichtraucher immer besser wird. Fr&#252;her durfte man &#252;berall rauchen. 1975 wurde in Deutschland dann aber verboten, im Radio oder Fernsehen Werbung f&#252;r Zigaretten zu machen. Im Kino gibt es allerdings weiterhin Werbung f&#252;r Marlboro und Co, ebenso auf Plakaten in der Stadt. In den 80er-Jahren kam ein wichtiges Verbot: Man durfte im Flugzeug und sp&#228;ter auch in Flugh&#228;fen nicht mehr rauchen. Seit September 2007 darf man auch auf Bahnh&#246;fen nicht mehr rauchen, das ist gesetzlich verboten. Nur kleine Fl&#228;chen sind auf dem Boden eingezeichnet, und hier d&#252;rfen die Raucher sich um einen Aschenbecher scharen. Auch in Z&#252;gen darf nicht mehr gequalmt werden. Schon seit einigen Jahren ist in Deutschland das Rauchen in vielen &#246;ffentlichen Geb&#228;uden verboten. Zum Beispiel auch an Schulen. Das gilt aber nicht f&#252;r alle Bundesl&#228;nder. Auch in den meisten B&#252;ros oder an den Arbeitspl&#228;tzen der Menschen darf kaum noch geraucht werden. Hier gibt es dann meistens im Freien eine M&#246;glichkeit, zu rauchen. Ich habe ein Jahr lang neben einem Kettenraucher gearbeitet, ich hatte st&#228;ndig Halsweh. All diese Verbote wurde meistens ohne gro&#223;e Proteste hingenommen. In diesem Jahr aber gab es &#196;rger. Denn da trat ein Gesetz in Kraft, das auch das Rauchen in der Gastronomie verbietet. Dadurch sollen Nichtraucher gesch&#252;tzt werden, unter anderem auch die Menschen, die in der Gastronomie arbeiten und dadurch Passivraucher sind. Seither kann man ohne Geruchsbel&#228;stigung durch Rauch sein Schnitzel essen. Die Raucher gehen zum Rauchen nach drau&#223;en und stehen dann in der K&#228;lte. Einige Clubs haben sich nun allerdings auch zu Raucherclubs umgewandelt, denn in geschlossenen Gesellschaften darf weiterhin &#246;ffentlich geraucht werden. F&#252;r Bayern gilt: Rauchen darf man nicht mehr in &#246;ffentlichen Geb&#228;uden, nicht in Beh&#246;rden, in Einrichtungen f&#252;r Kinder und Jugendliche, in Hochschulen, Krankenh&#228;usern, Alten- oder Pflegeheimen und auf den Flugh&#228;fen, sowie in der Gastronomie. Wir sind nun gespannt, wie das Oktoberfest ohne Rauch sein wird. Ich freue mich schon darauf. Ach, &#252;brigens: Wer rauchen will, der kann in Bayern in ein Einkaufszentrum gehen oder ins Gef&#228;ngnis. Dort ist es erlaubt. Und nat&#252;rlich in der eigenen Wohnung oder im Freien.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Hallo und herzlich willkommen bei Slow German. Heute ist mein Thema das Rauchverbot, weil einige von Euch danach gefragt haben. Ich selber rauche nicht, daher freue ich mich besonders dar&#252;ber, dass es in Deutschland immer mehr Verbote gibt und daher die Luft f&#252;r Nichtraucher immer besser wird. Fr&#252;her durfte man &#252;berall rauchen. 1975 wurde in Deutschland dann aber verboten, im Radio oder Fernsehen Werbung f&#252;r Zigaretten zu machen. Im Kino gibt es allerdings weiterhin Werbung f&#252;r Marlboro und Co, ebenso auf Plakaten in der Stadt. In den 80er-Jahren kam ein wichtiges Verbot: Man durfte im Flugzeug und sp&#228;ter auch in Flugh&#228;fen nicht mehr rauchen. Seit September 2007 darf man auch auf Bahnh&#246;fen nicht mehr rauchen, das ist gesetzlich verboten. Nur kleine Fl&#228;chen sind auf dem Boden eingezeichnet, und hier d&#252;rfen die Raucher sich um einen Aschenbecher scharen. Auch in Z&#252;gen darf nicht mehr gequalmt werden. Schon seit einigen Jahren ist in Deutschland das Rauchen in vielen &#246;ffentlichen Geb&#228;uden verboten. Zum Beispiel auch an Schulen. Das gilt aber nicht f&#252;r alle Bundesl&#228;nder. Auch in den meisten B&#252;ros oder an den Arbeitspl&#228;tzen der Menschen darf kaum noch geraucht werden. Hier gibt es dann meistens im Freien eine M&#246;glichkeit, zu rauchen. Ich habe ein Jahr lang neben einem Kettenraucher gearbeitet, ich hatte st&#228;ndig Halsweh. All diese Verbote wurde meistens ohne gro&#223;e Proteste hingenommen. In diesem Jahr aber gab es &#196;rger. Denn da trat ein Gesetz in Kraft, das auch das Rauchen in der Gastronomie verbietet. Dadurch sollen Nichtraucher gesch&#252;tzt werden, unter anderem auch die Menschen, die in der Gastronomie arbeiten und dadurch Passivraucher sind. Seither kann man ohne Geruchsbel&#228;stigung durch Rauch sein Schnitzel essen. Die Raucher gehen zum Rauchen nach drau&#223;en und stehen dann in der K&#228;lte. Einige Clubs haben sich nun allerdings auch zu Raucherclubs umgewandelt, denn in geschlossenen Gesellschaften darf weiterhin &#246;ffentlich geraucht werden. F&#252;r Bayern gilt: Rauchen darf man nicht mehr in &#246;ffentlichen Geb&#228;uden, nicht in Beh&#246;rden, in Einrichtungen f&#252;r Kinder und Jugendliche, in Hochschulen, Krankenh&#228;usern, Alten- oder Pflegeheimen und auf den Flugh&#228;fen, sowie in der Gastronomie. Wir sind nun gespannt, wie das Oktoberfest ohne Rauch sein wird. Ich freue mich schon darauf. Ach, &#252;brigens: Wer rauchen will, der kann in Bayern in ein Einkaufszentrum gehen oder ins Gef&#228;ngnis. Dort ist es erlaubt. Und nat&#252;rlich in der eigenen Wohnung oder im Freien.</itunes:summary>
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      <title>Slow German #023: Rauchverbot</title>
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      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Hallo und herzlich willkommen bei Slow German. Heute ist mein Thema das Rauchverbot, weil einige von Euch danach gefragt haben. Ich selber rauche nicht, daher freue ich mich besonders dar&#252;ber, dass es in Deutschland immer mehr Verbote gibt und daher die Luft f&#252;r Nichtraucher immer besser wird. Fr&#252;her durfte man &#252;berall rauchen. 1975 wurde in Deutschland dann aber verboten, im Radio oder Fernsehen Werbung f&#252;r Zigaretten zu machen. Im Kino gibt es allerdings weiterhin Werbung f&#252;r Marlboro und Co, ebenso auf Plakaten in der Stadt. In den 80er-Jahren kam ein wichtiges Verbot: Man durfte im Flugzeug und sp&#228;ter auch in Flugh&#228;fen nicht mehr rauchen. Seit September 2007 darf man auch auf Bahnh&#246;fen nicht mehr rauchen, das ist gesetzlich verboten. Nur kleine Fl&#228;chen sind auf dem Boden eingezeichnet, und hier d&#252;rfen die Raucher sich um einen Aschenbecher scharen. Auch in Z&#252;gen darf nic...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Hallo und herzlich willkommen bei Slow German. Heute ist mein Thema das Rauchverbot, weil einige von Euch danach gefragt haben. Ich selber rauche nicht, daher freue ich mich besonders dar&#252;ber, dass es in Deutschland immer mehr Verbote gibt und daher die Luft f&#252;r Nichtraucher immer besser wird. Fr&#252;her durfte man &#252;berall rauchen. 1975 wurde in Deutschland dann aber verboten, im Radio oder Fernsehen Werbung f&#252;r Zigaretten zu machen. Im Kino gibt es allerdings weiterhin Werbung f&#252;r Marlboro und Co, ebenso auf Plakaten in der Stadt. In den 80er-Jahren kam ein wichtiges Verbot: Man durfte im Flugzeug und sp&#228;ter auch in Flugh&#228;fen nicht mehr rauchen. Seit September 2007 darf man auch auf Bahnh&#246;fen nicht mehr rauchen, das ist gesetzlich verboten. Nur kleine Fl&#228;chen sind auf dem Boden eingezeichnet, und hier d&#252;rfen die Raucher sich um einen Aschenbecher scharen. Auch in Z&#252;gen darf nicht mehr gequalmt werden. Schon seit einigen Jahren ist in Deutschland das Rauchen in vielen &#246;ffentlichen Geb&#228;uden verboten. Zum Beispiel auch an Schulen. Das gilt aber nicht f&#252;r alle Bundesl&#228;nder. Auch in den meisten B&#252;ros oder an den Arbeitspl&#228;tzen der Menschen darf kaum noch geraucht werden. Hier gibt es dann meistens im Freien eine M&#246;glichkeit, zu rauchen. Ich habe ein Jahr lang neben einem Kettenraucher gearbeitet, ich hatte st&#228;ndig Halsweh. All diese Verbote wurde meistens ohne gro&#223;e Proteste hingenommen. In diesem Jahr aber gab es &#196;rger. Denn da trat ein Gesetz in Kraft, das auch das Rauchen in der Gastronomie verbietet. Dadurch sollen Nichtraucher gesch&#252;tzt werden, unter anderem auch die Menschen, die in der Gastronomie arbeiten und dadurch Passivraucher sind. Seither kann man ohne Geruchsbel&#228;stigung durch Rauch sein Schnitzel essen. Die Raucher gehen zum Rauchen nach drau&#223;en und stehen dann in der K&#228;lte. Einige Clubs haben sich nun allerdings auch zu Raucherclubs umgewandelt, denn in geschlossenen Gesellschaften darf weiterhin &#246;ffentlich geraucht werden. F&#252;r Bayern gilt: Rauchen darf man nicht mehr in &#246;ffentlichen Geb&#228;uden, nicht in Beh&#246;rden, in Einrichtungen f&#252;r Kinder und Jugendliche, in Hochschulen, Krankenh&#228;usern, Alten- oder Pflegeheimen und auf den Flugh&#228;fen, sowie in der Gastronomie. Wir sind nun gespannt, wie das Oktoberfest ohne Rauch sein wird. Ich freue mich schon darauf. Ach, &#252;brigens: Wer rauchen will, der kann in Bayern in ein Einkaufszentrum gehen oder ins Gef&#228;ngnis. Dort ist es erlaubt. Und nat&#252;rlich in der eigenen Wohnung oder im Freien.</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Hallo und herzlich willkommen bei Slow German. Heute ist mein Thema das Rauchverbot, weil einige von Euch danach gefragt haben. Ich selber rauche nicht, daher freue ich mich besonders dar&#252;ber, dass es in Deutschland immer mehr Verbote gibt und daher die Luft f&#252;r Nichtraucher immer besser wird. Fr&#252;her durfte man &#252;berall rauchen. 1975 wurde in Deutschland dann aber verboten, im Radio oder Fernsehen Werbung f&#252;r Zigaretten zu machen. Im Kino gibt es allerdings weiterhin Werbung f&#252;r Marlboro und Co, ebenso auf Plakaten in der Stadt. In den 80er-Jahren kam ein wichtiges Verbot: Man durfte im Flugzeug und sp&#228;ter auch in Flugh&#228;fen nicht mehr rauchen. Seit September 2007 darf man auch auf Bahnh&#246;fen nicht mehr rauchen, das ist gesetzlich verboten. Nur kleine Fl&#228;chen sind auf dem Boden eingezeichnet, und hier d&#252;rfen die Raucher sich um einen Aschenbecher scharen. Auch in Z&#252;gen darf nicht mehr gequalmt werden. Schon seit einigen Jahren ist in Deutschland das Rauchen in vielen &#246;ffentlichen Geb&#228;uden verboten. Zum Beispiel auch an Schulen. Das gilt aber nicht f&#252;r alle Bundesl&#228;nder. Auch in den meisten B&#252;ros oder an den Arbeitspl&#228;tzen der Menschen darf kaum noch geraucht werden. Hier gibt es dann meistens im Freien eine M&#246;glichkeit, zu rauchen. Ich habe ein Jahr lang neben einem Kettenraucher gearbeitet, ich hatte st&#228;ndig Halsweh. All diese Verbote wurde meistens ohne gro&#223;e Proteste hingenommen. In diesem Jahr aber gab es &#196;rger. Denn da trat ein Gesetz in Kraft, das auch das Rauchen in der Gastronomie verbietet. Dadurch sollen Nichtraucher gesch&#252;tzt werden, unter anderem auch die Menschen, die in der Gastronomie arbeiten und dadurch Passivraucher sind. Seither kann man ohne Geruchsbel&#228;stigung durch Rauch sein Schnitzel essen. Die Raucher gehen zum Rauchen nach drau&#223;en und stehen dann in der K&#228;lte. Einige Clubs haben sich nun allerdings auch zu Raucherclubs umgewandelt, denn in geschlossenen Gesellschaften darf weiterhin &#246;ffentlich geraucht werden. F&#252;r Bayern gilt: Rauchen darf man nicht mehr in &#246;ffentlichen Geb&#228;uden, nicht in Beh&#246;rden, in Einrichtungen f&#252;r Kinder und Jugendliche, in Hochschulen, Krankenh&#228;usern, Alten- oder Pflegeheimen und auf den Flugh&#228;fen, sowie in der Gastronomie. Wir sind nun gespannt, wie das Oktoberfest ohne Rauch sein wird. Ich freue mich schon darauf. Ach, &#252;brigens: Wer rauchen will, der kann in Bayern in ein Einkaufszentrum gehen oder ins Gef&#228;ngnis. Dort ist es erlaubt. Und nat&#252;rlich in der eigenen Wohnung oder im Freien.</itunes:summary>
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      <pubDate>Thu, 28 Feb 2008 13:39:18 -0800</pubDate>
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      <description>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Hallo und herzlich willkommen zu Slow German. Heute m&#246;chte ich Euch etwas &#252;ber einen Umzug erz&#228;hlen. Denn ich ziehe um, von meiner alten Wohnung in M&#252;nchen-Schwabing in eine neue Wohnung, gar nicht weit entfernt. Wenn man umziehen m&#246;chte, dann herrscht das Chaos. Es gibt so viel zu tun! Zun&#228;chst muss man eine neue Wohnung finden, das geht in St&#228;dten wie M&#252;nchen meistens nur mit einem Makler. Dieser Makler ist der Vermittler zwischen Vermieter und Mieter. Daf&#252;r muss der Mieter ihn bezahlen, meistens mit zwei Monatsmieten der neuen Wohnung. Man nennt das Provision oder Courtage. Das ist eine Menge Geld, aber es ist noch nicht alles. Wenn man in eine neue Wohnung einzieht, muss man eine Kaution hinterlegen. Das bedeutet, dass man dem Vermieter Geld gibt, das dieser auf einem separaten Konto aufbewahrt. Meistens sind dies bei einer gro&#223;en Wohnung rund 3000 Euro. Dieses Geld beko...</description>
      <itunes:subtitle>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Hallo und herzlich willkommen zu Slow German. Heute m&#246;chte ich Euch etwas &#252;ber einen Umzug erz&#228;hlen. Denn ich ziehe um, von meiner alten Wohnung in M&#252;nchen-Schwabing in eine neue Wohnung, gar nicht weit entfernt. Wenn man umziehen m&#246;chte, dann herrscht das Chaos. Es gibt so viel zu tun! Zun&#228;chst muss man eine neue Wohnung finden, das geht in St&#228;dten wie M&#252;nchen meistens nur mit einem Makler. Dieser Makler ist der Vermittler zwischen Vermieter und Mieter. Daf&#252;r muss der Mieter ihn bezahlen, meistens mit zwei Monatsmieten der neuen Wohnung. Man nennt das Provision oder Courtage. Das ist eine Menge Geld, aber es ist noch nicht alles. Wenn man in eine neue Wohnung einzieht, muss man eine Kaution hinterlegen. Das bedeutet, dass man dem Vermieter Geld gibt, das dieser auf einem separaten Konto aufbewahrt. Meistens sind dies bei einer gro&#223;en Wohnung rund 3000 Euro. Dieses Geld bekommt man wieder, wenn man auszieht. Falls man in der Wohnung aber etwas zerst&#246;rt hat, kann der Vermieter das Geld behalten, um den Schaden zu reparieren. In M&#252;nchen kostet eine Wohnung ungef&#228;hr zehn Euro pro Quadratmeter und pro Monat. 100 Quadratmeter kosten also mindestens 1000 Euro im Monat. Wenn die Lage der Wohnung besonders gut ist, kann es auch mal doppelt so teuer werden. Dazu kommen dann noch die Heiz- und Stromkosten und viele andere Geb&#252;hren, zum Beispiel f&#252;r Kabelfernsehen. Eine Wohnung zu finden ist gar nicht so einfach. Das Internet und Kleinanzeigen in Zeitungen helfen bei der Suche. Dann muss man auf viele Dinge achten. Ist die Lage gut? Gibt es in der N&#228;he eine S-Bahn oder U-Bahn oder einen Bus? Gibt es Parkpl&#228;tze? Hat die Wohnung eine K&#252;che oder muss man erst selber eine kaufen? Ist es ein Altbau oder Neubau? Ist es laut in der Wohnung, weil sie an einer gro&#223;en Stra&#223;e liegt? Darf man Haustiere halten? Wenn man dann in die neue Wohnung einziehen m&#246;chte, kann man sich Hilfe holen. Zum Beispiel bei einer Spedition. Da kann man M&#246;belpacker damit beauftragen, die schweren Kisten zu tragen. In meinem Fall ist das praktisch, denn ich ziehe in den dritten Stock, ohne Lift. Aber auch das kostet nat&#252;rlich Geld. Und dann ist da noch der Papierkram. Also die offizielle Seite des Umzugs. Man muss sich beim Einwohnermeldeamt melden und hier Bescheid geben, dass man umzieht. Das Einwohnermeldeamt ist eine gro&#223;e Beh&#246;rde, die alle deutschen B&#252;rger und deren Wohnsitz festh&#228;lt. Dann muss die Post benachrichtigt werden. Man kann einen Nachsendeauftrag stellen. Dadurch bekommt man noch ein halbes Jahr nach dem Umzug die Post, die bei der alten Adresse landet, automatisch an die neue Anschrift weitergeleitet. Auch das kostet nat&#252;rlich Geld. Und dann ist da noch das Telefon, man m&#246;chte in der neuen Wohnung ja schlie&#223;lich auch Telefon und Internet haben. Dann wollen Versicherungen neu abgeschlossen werden, Freunde und Familie m&#252;ssen die neue Adresse erfahren, die alte Wohnung muss frisch gestrichen und geputzt werden, die Bank muss Bescheid wissen, dass die Miete ab sofort auf das Konto eines anderen Vermieters &#252;berwiesen wird, und so weiter, und so fort. Ich habe eine lange Liste mit Dingen hier, die ich noch erledigen muss. Ich ziehe n&#228;mlich Mitte M&#228;rz um. Dr&#252;ckt mir die Daumen, dass alles gut geht!</itunes:subtitle>
      <itunes:summary>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com Mail an podcast@slowgerman.com Die heutige Folge: Hallo und herzlich willkommen zu Slow German. Heute m&#246;chte ich Euch etwas &#252;ber einen Umzug erz&#228;hlen. Denn ich ziehe um, von meiner alten Wohnung in M&#252;nchen-Schwabing in eine neue Wohnung, gar nicht weit entfernt. Wenn man umziehen m&#246;chte, dann herrscht das Chaos. Es gibt so viel zu tun! Zun&#228;chst muss man eine neue Wohnung finden, das geht in St&#228;dten wie M&#252;nchen meistens nur mit einem Makler. Dieser Makler ist der Vermittler zwischen Vermieter und Mieter. Daf&#252;r muss der Mieter ihn bezahlen, meistens mit zwei Monatsmieten der neuen Wohnung. Man nennt das Provision oder Courtage. Das ist eine Menge Geld, aber es ist noch nicht alles. Wenn man in eine neue Wohnung einzieht, muss man eine Kaution hinterlegen. Das bedeutet, dass man dem Vermieter Geld gibt, das dieser auf einem separaten Konto aufbewahrt. Meistens sind dies bei einer gro&#223;en Wohnung rund 3000 Euro. Dieses Geld bekommt man wieder, wenn man auszieht. Falls man in der Wohnung aber etwas zerst&#246;rt hat, kann der Vermieter das Geld behalten, um den Schaden zu reparieren. In M&#252;nchen kostet eine Wohnung ungef&#228;hr zehn Euro pro Quadratmeter und pro Monat. 100 Quadratmeter kosten also mindestens 1000 Euro im Monat. Wenn die Lage der Wohnung besonders gut ist, kann es auch mal doppelt so teuer werden. Dazu kommen dann noch die Heiz- und Stromkosten und viele andere Geb&#252;hren, zum Beispiel f&#252;r Kabelfernsehen. Eine Wohnung zu finden ist gar nicht so einfach. Das Internet und Kleinanzeigen in Zeitungen helfen bei der Suche. Dann muss man auf viele Dinge achten. Ist die Lage gut? Gibt es in der N&#228;he eine S-Bahn oder U-Bahn oder einen Bus? Gibt es Parkpl&#228;tze? Hat die Wohnung eine K&#252;che oder muss man erst selber eine kaufen? Ist es ein Altbau oder Neubau? Ist es laut in der Wohnung, weil sie an einer gro&#223;en Stra&#223;e liegt? Darf man Haustiere halten? Wenn man dann in die neue Wohnung einziehen m&#246;chte, kann man sich Hilfe holen. Zum Beispiel bei einer Spedition. Da kann man M&#246;belpacker damit beauftragen, die schweren Kisten zu tragen. In meinem Fall ist das praktisch, denn ich ziehe in den dritten Stock, ohne Lift. Aber auch das kostet nat&#252;rlich Geld. Und dann ist da noch der Papierkram. Also die offizielle Seite des Umzugs. Man muss sich beim Einwohnermeldeamt melden und hier Bescheid geben, dass man umzieht. Das Einwohnermeldeamt ist eine gro&#223;e Beh&#246;rde, die alle deutschen B&#252;rger und deren Wohnsitz festh&#228;lt. Dann muss die Post benachrichtigt werden. Man kann einen Nachsendeauftrag stellen. Dadurch bekommt man noch ein halbes Jahr nach dem Umzug die Post, die bei der alten Adresse landet, automatisch an die neue Anschrift weitergeleitet. Auch das kostet nat&#252;rlich Geld. Und dann ist da noch das Telefon, man m&#246;chte in der neuen Wohnung ja schlie&#223;lich auch Telefon und Internet haben. Dann wollen Versicherungen neu abgeschlossen werden, Freunde und Familie m&#252;ssen die neue Adresse erfahren, die alte Wohnung muss frisch gestrichen und geputzt werden, die Bank muss Bescheid wissen, dass die Miete ab sofort auf das Konto eines anderen Vermieters &#252;berwiesen wird, und so weiter, und so fort. Ich habe eine lange Liste mit Dingen hier, die ich noch erledigen muss. Ich ziehe n&#228;mlich Mitte M&#228;rz um. Dr&#252;ckt mir die Daumen, dass alles gut geht!</itunes:summary>
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      <pubDate>Thu, 28 Feb 2008 05:39:18 -0800</pubDate>
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